This is the official website of the musician, sound engineer, DJ, composer & producer for film & media Ingo Vogelmann. No MySpace, Fuckbook or whatever ... this is a real real deal.
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Wenn McCain es schafft, wird es sehr, sehr gefährlich. Es ist eine kritische Zeit, doch ich vertraue dem amerikanischen Volk. Wenn es mich enttäuscht, checke ich aus und gehe nach Italien.
Das ist doch mal ‘ne Ansage. Die ich voll und ganz verstehen kann. Aber: Berlusconi? Na ja …
Ist es nicht witzig? Mir scheint es schon fast ein Phänomen. Sobald linksorientierte Menschen mit ihren Ideen und Vorhaben auf der politischen Bühne erscheinen, gibt es ein paar immer wiederkehrende Phrasen, als hätte jemand ‘ne Schallplatte verschluckt:
Die versprechen etwas, was unbezahlbar ist.
Das sind doch Kommunisten!
Populismus, nichts weiter.
Bauernfängerei!
Das erstaunliche daran ist, daß jeder von den Phrasendreschern genau weiß, wie das alles finanzierbar wäre. Nämlich nur dann, wenn die, die mehr als genug haben, etwas abgeben. Das will aber niemand von den Schallplattenverschluckern.
Die einfachen Menschen (Wähler) sehen das aber jeden Tag in ihrem Leben, um sich herum. Teure Autos, dicke Häuser und so weiter. Einfache Menschen erleben tagtäglich den Überfluß in der Gesellschaft, und sie werden immer misstrauischer und missmutiger. Das, liebe Schallplattenverschlucker, führt zu zu einer ganz neuen politischen Landschaft - weltweit übrigens - und zum Erfolg neuer Parteien oder politischer Konzepte.
Ich sage: In spätestens 10 Jahren gibt es so etwas wie ein bedingungsloses Grundeinkommen. Daran geht kein Weg mehr vorbei.
Witzig finde ich insbesondere, wie der coole Herr Westerwelle so tut, als könne er sich die Partner aussuchen. Fakt ist: Wenn er 2009 keine Zugeständnisse macht, dann war’s das mit der Regierungsbeteiligung und der persönlichen Karriere. Für immer. Ebenso witzig ist die Realitätsferne der SPD, die so tut, als hinge sie nicht mit dem Arsch am Fliegenfänger und könne sich an einer Zusammenarbeit mit der Linken vorbeimogeln. Das wird nicht funktionieren.
Oben genannte Phrasen gehen Gysi und Lafontaine zu Recht sonstwo vorbei, die Bestätigung kommt aus dem Volk, und damit genau daher, wo sie auch herkommen sollte. Gutes Beispiel für eine erste klaffende Wunde, die man sich holt, wenn man Volkeswille nicht hinnehmen möchte: Das Ypsilanti-Drama.
Was man noch nicht verstanden hat, ist, das DIE LINKE nichts zu verlieren hat und jetzt bereits nur gewinnt. Ich amüsiere mich jetzt schon über die Ergebnisse bei der Bayern-Wahl. Das wird geiler als ein Tag mit Obama und McCain.
„Ich weiß nicht, wohin ich gehe und ich weiß nicht, ob ich jemals zurückkomme, weil mein Haus vielleicht in ein paar Tagen nicht mehr steht“, meinte der 61-jährige Joseph Jones …
Das erinnert mich an die Kriegsgeschichten meiner Verwandten.
Die Chancen darauf, daß Josephs Befürchtungen eintreffen stehen gar nicht so schlecht. Gustav - einer der derzeitigen Hurricanes in der Umgebung (es gibt noch ‘Hanna’, der Florida bedrohen könnte) - wird zwischen Dienstag und Mittwoch Montag (Korrektur) auf die amerikanische Südküste treffen. Man rechnet teilweise mit einem noch stärkeren Sturm der Kategorie 3 als Katrina einer war (Korrektur, Gustav hat bisher doch nicht an Kraft gewonnen). Gustav bewegt sich mit ca. 20 Meilen pro Stunde (32 km/h) vorwärts. Das war Katrina:
Wenn die Republikaner dem entsprechen, was ich in ihnen sehe und Gustav das ist, was andere in ihm sehen, dann kann Herr Backofenpommesmarkennamensvetter nebst Bratfett (Palmin™) einpacken. Natürlich wird das Volk weitestgehend im Stich gelassen. Was sonst?
Freunde, ich weiß, ich kann sehr unsensibel sein. Den Holzklotz wirft man mir ja seit Ewigkeiten vor. Aber sind wir doch mal ehrlich:
John Backofenpommes ist 72 Jahre alt. Gut, Alter heisst nicht unbedingt viel, meine Mutter ist 70 und sieht aus (und benimmt sich) wie 55. Aber die Bundeskanzlerin würde ich ihr dennoch nicht zutrauen. Okay, aber auch mit 40 nicht. Dazu ist meine Mama vieeeeeel zu ehrlich.
Zurück zum ‘alten Furz’, wie mein Freund Faisal ihn gern nennt. Er ist nicht nur 72 sondern auch nicht wirklich gesund. Mindestens geistig, denn fragt man John Backofenpommesmarkennamensvetter nach der Uhrzeit, so berichtet er zum 367 millionsten Mal von seinen Erfahrungen im Vietnamkrieg. Wenn man von ihm wissen will, wieviele Häuser er besitzt, dann muss er an seine Mitarbeiter verweisen, denn er selbst weiss es nicht. Es sind übrigens 7. Hätte ich Grund- oder Hausbesitz, so wüsste ich das ganz genau.
Nur kurz: Backofenpommesmarkennamensvetter möchte, daß alle Amerikaner mit Waffen herumlaufen dürfen, möchte die Todesstrafe gar ausweiten und Abtreibung gesetzlich verbieten. Gleichgeschlechtliche Lebenspartner gehen für ihn gar nicht, und Kriegseinsätze kann es für ihn gar nicht genug geben. Einen wirklich neuen kalten Krieg, ein Desaster mit dem Iran usw. möchte ich an dieser Stelle im Falle eines Falles garantieren.
Kommen wir zum überhaupt nicht Unsensiblen Teil der Sache:
Freunde, ein 72-jähriger Mann, der mindestens für 4 Jahre das Amt des US-Amerikanischen Präsidenten bekleiden möchte, erwählt die Gouverneurin von Alaska, die erst ein Jahr im Amt ist - also völlig unerfahren - zu seiner potentiellen Vizepräsidentin? Klartext: Stürbe Backofenpommesmarkennamensvetter innerhalb dieser vier Jahre, so währe sie US-Präsidentin.
Möchte mir jemand verständlich machen, wie es möglich ist, das der ‘alte Furz’ bis vor wenigen Tagen in den Umfragewerten noch gleichauf mit Obama lag? Wie geht sowas? WIE?? Vor Allem: WIE BESCHEUERT MUSS EIN VOLK SEIN …?
Morgen treffe ich Sascha Lobo, Sven (Durango), Tom Beltor und - im Prinzip - halb Deutschland in Berlin zum Obamisieren und einem späteren, mannestypischen Begießungsritual. Ich werde das alles, soweit ich dazu fähig bin und die Akkus halten, filmen und später in Form eines vMovies dem Volke zugänglich machen. Und so.
Hier übrigens (und thematisch leicht verissen) ein Paar sehr aktuelle Bilder. Ich freue mich sehr, gleich um 3:30 wieder aufstehen zu dürfen.