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Freunde, ich weiß, ich kann sehr unsensibel sein. Den Holzklotz wirft man mir ja seit Ewigkeiten vor. Aber sind wir doch mal ehrlich:
John Backofenpommes ist 72 Jahre alt. Gut, Alter heisst nicht unbedingt viel, meine Mutter ist 70 und sieht aus (und benimmt sich) wie 55. Aber die Bundeskanzlerin würde ich ihr dennoch nicht zutrauen. Okay, aber auch mit 40 nicht. Dazu ist meine Mama vieeeeeel zu ehrlich.
Zurück zum ‘alten Furz’, wie mein Freund Faisal ihn gern nennt. Er ist nicht nur 72 sondern auch nicht wirklich gesund. Mindestens geistig, denn fragt man John Backofenpommesmarkennamensvetter nach der Uhrzeit, so berichtet er zum 367 millionsten Mal von seinen Erfahrungen im Vietnamkrieg. Wenn man von ihm wissen will, wieviele Häuser er besitzt, dann muss er an seine Mitarbeiter verweisen, denn er selbst weiss es nicht. Es sind übrigens 7. Hätte ich Grund- oder Hausbesitz, so wüsste ich das ganz genau.
Nur kurz: Backofenpommesmarkennamensvetter möchte, daß alle Amerikaner mit Waffen herumlaufen dürfen, möchte die Todesstrafe gar ausweiten und Abtreibung gesetzlich verbieten. Gleichgeschlechtliche Lebenspartner gehen für ihn gar nicht, und Kriegseinsätze kann es für ihn gar nicht genug geben. Einen wirklich neuen kalten Krieg, ein Desaster mit dem Iran usw. möchte ich an dieser Stelle im Falle eines Falles garantieren.
Kommen wir zum überhaupt nicht Unsensiblen Teil der Sache:
Freunde, ein 72-jähriger Mann, der mindestens für 4 Jahre das Amt des US-Amerikanischen Präsidenten bekleiden möchte, erwählt die Gouverneurin von Alaska, die erst ein Jahr im Amt ist - also völlig unerfahren - zu seiner potentiellen Vizepräsidentin? Klartext: Stürbe Backofenpommesmarkennamensvetter innerhalb dieser vier Jahre, so währe sie US-Präsidentin.
Möchte mir jemand verständlich machen, wie es möglich ist, das der ‘alte Furz’ bis vor wenigen Tagen in den Umfragewerten noch gleichauf mit Obama lag? Wie geht sowas? WIE?? Vor Allem: WIE BESCHEUERT MUSS EIN VOLK SEIN …?
Wir sozialdemokraten machen einen modernen deutschen wahlkampf, keine billige us-kopie.
MUHAHAHAHA!!! Ich geh tot sterben. Tun. Das ist der Klopfer der Woche!
Deshalb twittert Hubertus Heil ja auch (wie Obama), und deshalb bricht Ypsilanti ihr Wort. Okay, das wirft man US-Präsidentschaftkandidaten - zumindest derzeit - nicht vor. Also doch keine billige US-Kopie, die Ypsilanti? Ich kenne keine traurigeren Geschichten aus der Politik als die Gründung der NSDAP und den elendigen Untergang der SPD. Wobei ich beides nicht miteinander vergleichen möchte. Überhaupt kopieren wir ja hier in Deutschland ÜBERHAUPT NICHTS BILLIG von den Amerikanern!
Habt ihr heute auch schon mal euren Senior Consultant Account Manager gebrieft?
LOOOOOOL …
Hubertus, das üben wir aber nochmal, das Coolsein, okay?
Also Freunde, ich bin zurück,(1) und daß Erste, was ich tun möchte:
Herzlichsten Dank an Sascha Lobo für seine Gastfreundschaft(2) … ebenso herzlichsten Dank an Sven Weimann (Durango) und Tom Beltor (beide friskyDJs) für die gute Zeit, die wir zusammen in Berlin hatten. Es schreit nach Wiederholung, die aber sowieso am 9. August stattfindet.
Bei der Masse an Menschen war es nicht nur nahezu unmöglich, nahe an das Geschehen heran zu kommen, es sei denn, man war gewillt, körperliche Schäden in Kauf zu nehmen (was ich nicht war). Das Ganze erinnerte mich an die Beatles (oder Elvis) in den 60-ern, als reihenweise Menschen in Ohnmacht fielen, wenn die irgendwo auftraten.(3)
Ohne weitere große Umschweife, hier der vMovie zum Geschehen. Anmerkung: Ich konnte nicht so, wie ich ursprünglich wollte. Warum, das seht ihr, wenn ihr den vMovie schaut:
Der Mann ist ein reiner Popstar. Wenn einer, dann er. Obama hat selbst in den USA noch nie vor 250.000 Menschen gesprochen, noch nicht einmal vor mehr als 100.000. Wenn man das (fast) hautnah miterlebt, dann wird der Unterschied zwischen einem Bildschirm und ‘live’ schon sehr deutlich (ähnlich wie bei mir und meinen Sendungen auf friskyRadio, obgleich ich sicher nicht mit Obama zu vergleichen bin). Obama elektrisiert, fesselt und emotionalisiert die Massen. Seine Aura ist unbeschreiblich, er ist der ‘Freund der Menschen’. Man nimmt die Inszenierung zwar wahr, aber irgendwie passt es trotzdem. Oder genau deshalb, ich weiss es nicht genau zu beschreiben.
Es hat mich schlicht ergriffen, als ich mir bewusst machte, daß ein US-Senator aus Illinois - der noch kein US-Präsident ist - eine private Veranstaltung an der Berliner Siegessäule abhält, die derartige Ausmaße annimmt. Das ist schon abgefahren.
Die Rede, vom Inhalt her, war fast nebensächlich, obgleich sehr gut. Man kann, wenn man will, Vieles daran kritisch betrachten (Thomas), muss man aber nicht, es geht nämlich um HOFFNUNG und WECHSEL, und da bin ich doch erstmal prinzipiell dabei; kaum etwas brauchen wir ALLE mehr.
Ich mag die positiven Vibes, die Obama weckt und verbreitet. Etwas, was auf der Welt defintiv fehlt … dieses Gefühl, dieser Antriebsmotor, der Menschen bewegt. Ich finde das gut, damit rennt Barack bei mir offene Türen ein.
Ich möchte mir gerne einbilden, daß er DER RICHTIGE ist, genau der Richtige zum Richtigen Zeitpunkt. Möge man das kritisch betrachten, soviel man möchte … mich juckt erstmal nur der positive Effekt. Und ich erinnere nur: Obama predigt keine Gewalt, keine heile Welt, keine radikalen Schritte.
Cool down people. Man gehe nicht fehl und vergleiche das Eine mit dem Anderen. Lasst uns alle ein wenig in dem Gefühl verweilen und Hoffnung haben. Sie stirbt zuletzt.
Auch wenn’s schwer fällt: Auch Bush (beide) war Gottes Wille.
Eisenbahn fahren bei der Hitze suckt big time! (back)
Ein wirklich superbequemes Bett! Ich habe geschlafen wie ein Baby. (back)
Ich lebte zwar zu der Zeit nicht, aber es gibt ja ausreichend Filmmaterial, welches das bezeugt. (back)
Für seine Verdienste um die transatlantische Partnerschaft ist der frühere US-Präsident George Bush mit dem Henry A. Kissinger-Preis der American Academy in Berlin ausgezeichnet worden. In der Laudatio hieß es, niemand verdiene die Auszeichnung mehr als er.
Bisher mochte ich Kissinger …
Darüber hinaus ehrte Kissinger den ehemaligen US-Präsidenten als Mitbegründer der friedlichen Beziehungen zum heutigen Russland und der internationalen Koalition gegen den Irak nach der Besetzung Kuwaits mit dem Sieg im Golfkrieg.