This is the official website of the musician, sound engineer, DJ, composer & producer for film & media Ingo Vogelmann. No MySpace, Fuckbook or whatever ... this is a real real deal.
Below this welcome message and the (very important) ads you find Ingo's (multilangual) Blog posts. Also explore the internal pages and (masses of) good stuff in the sidebars to the right and have a nice stay!
Ich blogge momentan wenig. Nein, wenig Persönliches. Ich weiß. Nennt es Selbstzurückgewinnungsphase, oder sowas. Bin viel allein, eigentlich nur, und es tut mir wirklich gut, denn ich bin nicht einsam sondern ALL-EIN.
Ich werde auch bald wieder kreieren, und ich weiß, daß viele von euch auf Aquarius warten. Und einigen geht der Dance-Kram und das DJing auch sonstwo vorbei. Ich verstehe das, ihr wollt euch sowas wie GOD reinziehen und ab und zu meine Konzepte von Spiritualität, Leben und Liebe lesen, mich um meinen Freiheitskampf beneiden und wie ich ihn durchziehe.
Nach dem Crash meines Studiorechners (beim Umzug vom Transporter gefallen) beginnt jetzt irgendwie was Neues. Ich weiss immer noch nicht wieviele Daten auf wievielen kaputten Festplatten überhaupt noch da sind, und manchmal ist es mir auch egal, denn ich weiss: Kreieren kann ich immer. Ich kaufe ne neue Kiste und mache was Neues, drauf geschissen.
Ich mache bald erstmal Urlaub, und ich freue mich darauf. Ich weiß nicht mehr, wann ich zuletzt Urlaub gemacht habe, und nachdem es andere irgendwann nicht mehr interessiert hat (wenn überhaupt irgendwann mal), hat es mich irgendwann auch nicht mehr interessiert. Jetzt interessiert es mich aber. Und das sollte es (euch) auch.
Ich habe letzte Nacht einen schönen Film gesehen, in dem zum Schluß ein Satz gefallen ist, der haften blieb:
Versuche, dich mit meinen Augen zu sehen.
Ohne mich gibt’s keinen Vogelmann, so ist das. Wir hängen zusammen.
Kann ich euch sagen: Es ist NICHT die geile Blondine aus der Telco(1) -Werbung. Es ist das Produkt von Hansenet, wo ich Kunde bin. Und so ging das bis jetzt:
18. März 2008: Umzug online beauftragt. Eingangsbestätigung mit Hinweis auf noch kommende Auftragsbestätigung (WTF?).
25. März 2008: Noch keine Reaktion. Anruf bei ‘Hotline’ (01805, meine Kosten). Obwohl Eingangsbestätigung erhalten (siehe oben): Die Kundenbetreuung(2) weiß nichts von einem Umzug. Vogelmann stellt unangenehme Fragen, Hotlinerin 1 legt auf.
Halbe Stunde später: Nach 6 Kannen Matetee und 1.500 Liegestützen (einarmig, die ersten 100 auf der Faust, den Rest auf dem kleinen Finger) ruft Vogelmann nochmal an. Hotliner 2 wundert sich stark über das Verhalten von 1 und nimmt die Umzugsdaten dann doch jetzt mal auf. Vogelmann stellt nochmal unangenehme Fragen, woraufhin Hotliner 2 mich (1 Minute lang) zu Hotlinerin 3 verbindet. Die Alice Hotline-Wartemusik muss von dem Kanisterkopf aus Tötensen sein. Hotlinerin 3 ist deutlich spürbar die ‘Special Task Force’ für Fälle wie mich. Frau Hotline 3 streichelt Anrufenden mit Worten. Vogelmann lässt sich nicht beeindrucken und stellt weiterhin unangenehme Fragen, wie z.B.:
Wieso bekomme ich zwar eine Eingangsbestätigung, aber bei sie sagen mir, bei ihnen ist nichts angekommen?
Wieso sagt Hotlinerin 1, der Auftrag wäre in Bearbeitung, wenn überhaupt nichts angekommen ist? Und wieso bekomme ich dann keine Antwort?
Wieso legt Hotlinerin 1 einfach auf? (Den Namen haben wir später zusammen rekonstruieren können)
Wieso gibt es kein Telco-Unternehmen, daß einen scheiß Umzug hinkriegt?
Wieso bieten sie ‘bequeme Umzugsbeauftragung online in der Alice-Lounge’ an, wenn es diese Funktion gar nicht gibt?
Wieso bin ich überhaupt bei Hotlinerin 3 gelandet? Danach fragte ich gar nicht.
Wieso bin ich eigentlich der Blöde, der jetzt auch noch die was-weiss-ich um die 20 Minuten Gesprächgebühren (14 ct./Min.) tragen muss? Und wieso bietet man mir keinen Rückruf an? (Den man dann auch tatsächlich einhält)
Wieso bieten sie mir eine Entschädigung an, für die ich jedoch UMFASSEND Briefchen verfassen und ihnen schicken muss? Mit Belegen! Keine Zeit, keine Lust, sehe ich nicht ein.
Hotlinerin 3 konnte natürlich auf alle diese Fragen nicht wirklich eine Antwort geben. Außer:
Ich tue alles, was ich kann.
Das ist nicht viel. Sie sitzt in einem Callcenter. Das sitzt nicht dort, wo der Sitz des Unternehmens ist. Genau genommen kann sie GAR NICHTS machen. Doch: Froh sein, daß sie in diesen Zeiten einen Job hat. Und so lange ein Schaf Gras fressen darf, macht es auch alles, was man ihm sagt.
Anmerkung zum Schluß: Ich war die ganze Zeit über sehr freundlich, ruhig und gefasst. Es fiel mir nichtmal schwer. Ich hatte einfach nur Mitgefühl für diese armen Seelchen.
Update
Jetzt hab ich doch ein Briefchen (Faxchen) geschrieben:
Seite 1
Seite 2
Und was bekomme ich als Antwort?
Sehr geehrter Herr Vogelmann,
vielen Dank für Ihre E-Mail.
Wir sind zurzeit damit befasst, den Sachverhalt zu Ihrem Anliegen zu klären und werden uns danach wieder mit Ihnen in Verbindung setzen. Bis dahin bitten wir Sie um etwas Geduld. Für Ihr Verständnis möchten wir uns im Voraus bedanken.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Alice Kundenbetreuung
Liebe Alice,
ICH HABE DOCH ANGEBLICH GAR KEINE EMAIL GESCHRIEBEN!
Update 2
Sehr geehrter Herr Vogelmann,
vielen Dank für Ihre E-Mail.
Der von Ihnen gewünschte Umzug Ihres Anschlusses zur neuen Adresse wird voraussichtlich am 01.04.2008 erfolgen.
Zusätzlich erhalten Sie in den folgenden Tagen eine Bestätigung mit weiteren Informationen. Bitte beachten Sie, dass der oben genannte Termin bis zur schriftlichen Bestätigung unverbindlich bleibt.
Mit freundlichen Grüßen
Den wünsche ich euch ja sowas von! Ist doch gut, daß die meisten von uns frei haben, oder?(1) Draußen ist es scheißekalt, aber egal, man muß ja nicht vor’s Loch, die Flimmerkistenpräsidenten haben ja irgendwelche Schafnahrung parat gestellt.
Ich bin mal gespannt, wie lange wir hier eine Begrüssungsaktion durchziehen können, ohne das auch nur einmal das Wort fällt, welches mit ‘Ost’ anfängt und mit ‘ern’ aufhört.
Bei meinem letzten Umzug - zwar innerhalb Deutschlands - hab ich all mein Hab und Gut auf die Müllkippe gefahren. Alles was übrig war waren zwei Pappkartons und meine Kleidung. Ich hab mich lange nicht so frei gefühlt. Besitz kann einem viel Freiheit nehmen. Hat man ein Haus muss man sich ständig drum kümmern, hat man eine eigene Firma kann man nichtmal befreit Urlaub machen weil man ständig in Sorge ist ob im Betrieb wohl alles läuft usw.
Reich ist nicht unbedingt der der viel hat, sondern auch der der wenig braucht.
Der finnische Mobilfunkkonzern Nokia will den Beschäftigten seines Bochumer Werks anbieten, sie sollten nach der geplanten Schließung des Werks mit nach Rumänien wechseln.
Das ist mit Abstand die grösste Scheißhausidee, von der ich je aus der Wirtschaft gehört habe. Für wie behämmert hält NOKIA Menschen eigentlich?
Die Deutung der Handschrift brachte folgendes Ergebnis:
Ingo Vogelmann ist ein impulsiver, unsteter, vielseitiger und unkonventioneller Typ.
Es fällt ihm nicht leicht, sich anzupassen.
Ingo Vogelmann ist von sich überzeugt und hat eine eigene Meinung.
Er lässt sich von anderen nicht so leicht beeinflussen,
auch nicht von einem “Das gehört sich aber so.”
Ingo Vogelmann ist bestrebt, nach außen etwas darzustellen.
Ingo Vogelmann ist ein Gewohnheitsmensch.
Er ist mit einer praktischen Intelligenz ausgestattet,
die ihm erlaubt, rationell zu arbeiten,
und zwar im Privat- wie auch im Berufsleben.
Für ihn ist verbindliches Auftreten und Arbeiten selbstverständlich.
Ingo Vogelmann ist eher nachdenklich und vorsichtig.
Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit gehören deshalb zu seinen Stärken.
Er ist sinnlich, warmherzig, gemütlich und phantasievoll.
Im Großen und Ganzen wirkt er gelassen bis uninteressiert,
wenn er aber von einer Sache überzeugt ist, überrascht er
seine Umwelt durch sein überschwängliches und begeisterungsfähiges Auftreten.
Er ist lebhaft und kontaktfreudig.
Mit viel Verständnis für die Belange anderer.
Ingo Vogelmann ist ein Lebenskünstler: ideenreich, produktiv und
kreativ überwindet er Probleme.
Manchmal wirkt seine Art, mit der Umwelt umzugehen,
etwas theatralisch.
Ingo Vogelmann ist anderen Menschen gegenüber immer offen und aufgeschlossen.
Der Umgang mit Menschen macht ihm Spaß,
der ideale Arbeitsplatz ist da, wo er mit anderen Menschen zu tun hat.
Ingo Vogelmann wirkt oft etwas nervös und wenig entspannt.
Er ist dickköpfig und neigt schon mal zu trotzigen Reaktionen.
Wenn ihr diesen Beitrag lesen könnt (und die dazugehörige Seite seht), bedeutet das: Alle Umstellungen sind durchgeführt, die Seite ist vollständig zurück! Deshalb freu ich mir ein weiteres Loch in den Popo und berichte euch nachfolgend von den Ereignissen:
Der alte Server heisst nicht nur so, der war auch alt, und ausserdem haben sich meine Anforderungen mit den Jahren erhöht, rein technisch gesehen. Der alte Server war technisch überaltert, mit 512 MB RAM und geringer Gesamtleistung war es nur eine Frage der Zeit, wann das Teil abfackelt. Jetzt war halt noch ein RAM Riegel abgesschmort und die Büchse lief noch auf 256 MB RAM, weshalb es hier ständig zu lange Ladezeiten oder Komplettausfällen gekommen ist. So kann ja kein Mensch arbeiten, und schon gar nicht mit Serverplatten, die bis in den letzten Winkel zum Platzen voll waren. Jetzt haben wir ne Menge Luft nach oben hin.
Nun, ich habe - anstatt den alten Server austauschen zu lassen, direkt einen neuen bestellt. Das hat zwar einen Tag zu lange gedauert, aber dann war er schließlich eingerichtet, und mein lieber Freund Nadim und ich haben begonnen, Daten zu bewegen, wie im Leben noch nicht, nämlich nicht nur meine sondern auch alle Daten der anderen, die ich auf meinem Server hoste. Da kam eine Menge zusammen. Glücklicherweise gibt es das Plesk Migration Tool, welches uns erlaubt hat, eine 1:1 Kopie SÄMTLICHER Daten und Einstellungen (inkl. Datenbanken) vom einen auf den anderen Server zu machen. Damit ging das zwar nicht sehr schnell - wegen der Masse an Daten - aber dafür ziemlich stressfrei. Und das ist ja mal was. Alles in Allem ein total geschmeidiger Serverumzug, und ich hatte mir schon die wildesten Szenarien ausgemalt …
Wir fahren hier jetzt auf folgender Technik, die begeistert:
Dual-Core AMD Prozessor Opteronâ„¢ 1212 HE
Traffic unlimited *
Dual-Festplatten-System RAID1 2 x 250 GB
2 GB RAM
Das sollte für ein Weilchen reichen. Gestern im Testmodus haben wir auch noch einen ganz dicken Benchmark gemacht, so mit 50 Trilliarden Besuchern und 1 Milliarde Hits gleichzeitig … die Seite hat zwar nicht mehr reagiert, aber der Server ist stabil geblieben.
Mein ausdrücklicher und herzlichster Dank geht an meinen Freund Nadim, ohne den ich ganz sicher verloren gewesen wäre (mangels Wissen), und an meinen Freund Jan Schumacher (Webhoster), bei dem ich noch in paar alte Domains liegen habe (zum Beispiel diese hier). Das alles ging total reibungslos und mit nur minimalen Aufräum- und Anpassungsarbeiten. Es gab auch ein paar kleine Wordpress Bugs, wo wir dann Code fixen mussten, aber auch das ging recht gut.
Also, Freunde Popeunde: Wenn euch hier irgendwas auffällt, was nicht innerhalb erforderlicher Parameter (O-Ton “Data”, Star Trek) läuft, sagt mir Bescheid. Das kriegen wir dann auch noch hin. Ansonsten müsste euch fortan hier von der Geschwindigkeit der Seite schwindelig werden, das Ganze sollte jetzt endlich Spaß machen.
Als nächstes werden wir uns den Relaunch des L2MusicStore vornehmen, aber immer mit der Ruhe …
Horrido!
* Das bedeutet unter Anderem, das es bald ALLE PODIO Episoden zum permanenten Download gibt! Sind über 50 Folgen.
Update
Irgendwas hakt noch mit den Feeds. Wir arbeiten daran.
Als ich gestern in die Westfalenhalle 3A gestiefelt bin, wusste ich lange vorher, was mich erwartet. Nämlich ein paar außergewöhnliche Stunden mit ein paar der besten Musiker, die dieser Planet zu bieten hat. Deshalb habe ich mich auch wochenlang so darauf gefreut.
Ich hatte sowohl Simon Phillips als auch Steve Lukather zuletzt 1993 (oder 92, ich weiss es nicht mehr) zusammen live gesehen (Steve Lukather & The Los Lobotomys “Candyman”, Zeche Bochum). Davor hatte ich aber bereits einen Drum Workshop mit Simon Phillips besucht, um meine Skills zu schärfen.
Also nochmal: Ich wusste ungefähr, was mich erwartet. Das Steve Lukather ein Ausnahmegitarrist und Simon Phillips ein Ausnahmedrummer ist, brauche ich niemandem mehr zu erklären. Es kamen jetzt halt nur noch die anderen TOTO-Bandmitglieder hinzu, die allesamt - für sich - Ausnahmemusiker sind. Anmerkung: Mike Porcaro hatte sich, laut Auskunft von Steve während des Konzerts, die Hand verletzt und wurde durch einen nicht minder guten Bassisten ersetzt. Bassist = Hand verletzt = nicht gut.
Ich hatte bereits die Hosen voll, als die Band auf die Bühne kam und die ersten Töne anschlug. Sorry, ich bin da sehr emotional, was solche Musiker angeht, und ich meine MUSIKER. Da hüpft mein Herz quer durch die Halle und ich habe einen ganzen Felsbrocken im Hals.
Der Sound war orgasmisch gut, obgleich ich den Eindruck hatte, Bobby Kimball (Leadsänger) war schlecht abgemischt bzw. etwas zu leise. Das Bühnenbild und Licht war etwas puritanisch, was aber wohl daran lag, daß das Ganze vom Open-Air in die Halle verlegt wurde und man wohl nicht so schnell neue Konzepte entwerfen konnte. Verständlich und sowieso nicht wichtig. Der Grund für den Umzug in die Halle: Die Original TOTO-Aufbauten waren wohl für den aufgeweichten Rasen im Westfalenpark zu schwer, das Konstrukt wäre offensichtlich im Boden versunken. Open-Air wäre natürlich noch geiler gewesen, aber was soll’s.
Der Leser sollte sich von meinem Titel nicht zu sehr beeindrucken lassen, denn das Konzert war keine ernste Angelegenheit, auch wenn es Arbeit war. Die Jungs haben mehr rumgealbert und gejammt als alles andere. Vom letzten Album “Falling in between” wurden nur wenige Titel gespielt, und die auch stark abgewandelt. Das ganze Konzert klang nach einer konzeptionierten Improvisation. Steve Lukather sprach auch kurz zu den Leuten: “Ihr habt doch kein Problem damit, wenn wir ein bißchen rumjammen, oder?”. Keiner hatte ein Problem damit, jedenfalls ließ die Reaktion darauf dies vermuten. Überhaupt machte Steve eine Menge Scherzchen, erzählte dreckige Witze und spielte mehr als einmal auf irgendwas Genitales an. War aber immer passend und witzig.
Bobby Kimball bekam irgendwann - und gefähr in der Mitte der Show - einen Teddybären zugeworfen, verschwand damit kurz in einer Ecke, und kam dann Sekunden später wieder hervor: Mit dem Teddy umgeschnallt. Vorne … ihr wisst schon. Zusammen mit einer gewissen Gestik war das alles sehr spaßig.
Bei “Rosanna” war dann Ausnahmezustand. Die ganze Halle hat mitgesungen, die Band war sichtlich ergriffen, und ich habe geflennt, es ging nicht anders. Jetzt, wo ich das schreibe, könnte ich schon wieder anfangen … so schlimm ist das. So wenig mich der grösste Teil der Musikwelt annähernd berührt, so intensiv ist das bei den wenigen Ausnahmen. Es gibt eine geschätzte Handvoll Musiker, die das bei mir schaffen.
Natürlich sehr beeindruckend waren Einlagen wie ein 10-minütiges Keyboard-Solo und das obligatorische Simon Phillips Drum-Solo. Siehe (schlechtes) Video, welches ich mit meiner Handycam gemacht habe. Der Schreihals darin bin übrigens ich, weil mir nämlich dabei sämtliche Körperflüssigkeiten vor Verzückung warm in den Stiefel liefen:
Noch was Kleines: Bevor die Band auf die Bühne kam, sprach ich mit einem 26-jährigen Gitarristen (Metal Fan), der TOTO überhaupt nicht kannte. Er stand neben mir. Er erzählte, das er sich nicht vorstellen könnte, das TOTO wirklich so gut seien. Nach dem Konzert stand er da, mit offenem Mund. Und als er wieder sprechen konnte, sagte er: “Das war das Beste, was ich in meinem ganzen Leben gesehen habe.”
Ich kann dem nicht widersprechen. Das Konzert war allererste Sahne.
Fazit
Es gibt Musiker und MUSIKER. Ein Konzert von TOTO relativiert Vieles, da möchte man auf andere Konzerte fast gar nicht mehr gehen. Die Leichtigkeit und Professionalität, mit der jeder Einzelne sein Instrument bzw. Stimme beherrscht, gleicht dem Flug eines Schmetterlings, obgleich da viel geschwitzt und richtig gearbeitet wird, aber dennoch mit Leichtigkeit.
Zu Recht werden TOTO weltweit verehrt, und das seit mehr als 30 Jahren. Bei TOTO scheint Alter überhaupt keine Rolle zu spielen. Ich kann nicht nachvollziehen, wieso Hunderttaussende auf ein Rolling Stones Konzert gehen und das toll finden. Die fallen doch fast von der Bühne, sorry.
TOTO sind fucking living legends. Ich werde denen irgendwann ein Mausoläum bauen.
Hier meine Konzertfotos (Simons Drum Solo ist da auch nochmal als Video): www.ipernity.com/doc…
Als jemand der (gewissermaßen) Bewunderung erfährt, übernimmt man automatisch Verantwortung Menschen gegenüber, die einen bewundern. Das ist nicht vermeidbar. Ich nehme diese Verantwortung bis zu einem gewissen Punkt sehr ernst und versuche dieser nachzukommen. Menschen sind manchmal geneigt, mir öffentlich ihre Probleme zu erzählen. Zunächst möchte ich dazu sagen, daß das natürlich - sofern ich dafür kompetent genug etwas sagen kann - auch kein Problem ist. Hier ergibt sich meine “Kompetenz” sicher nicht aus akademischen Hintergründen sondern sagen mir mal: aus persönlicher Lebenserfahrung.
Man bewegt sich da manchmal auf einem schmalen Grad, zum Beispiel dann, wenn jemand ernsthaft psychische Probleme hat, die gesellschaftlich anders gesehen werden als ich sie sehe. Deshalb möchte ich mal erklären, WIE ich sie sehe, und zwar grundsätzlich:
Psychische Probleme - oder besser: eigentlich alle Probleme - erwachsen stets aus einem Mangel an Liebe. Dunkelheit ist immer ein Mangel an Licht und somit Liebe. Wenn die Dunkelheit einen gefangen genommen hat und man selbst nicht über genügend Kraft verfügt, sich selbst wieder dem Licht zuzuwenden, dann braucht man die Hilfe anderer. Ich konnte die schon oft geben in meinem Leben, und ich brauchte sie auch selbst schon oft, nur nebenbei. Ich selbst hatte auch bereits schwere Depressionen und befand mich in tiefen Löchern. Ich kenne das Gefühl, wenn man vom Licht abgeschnitten ist und in die pure Finsternis getaucht ist. Grauenhaft.
Jeder kann sich wieder dem Licht zuwenden. Das hängt maßgeblich immer davon ab, wie sehr jemand bereit ist - in seiner Gefangenschaft - von der Dunkelheit abzulassen und sich lichtvollen Dingen zuzuwenden. Manchmal geht das überhaupt nicht, und eine langwierige Arbeit an sich selbst bzw. mit einem Hilfeleister ist vonnöten. Ich kann dieser Hilfeleister natürlich nicht bei jedem Menschen sein, es sei denn jemandem genügt meine Musik als Therapie, was schön wäre und mich unglaublich glücklich machen würde. Aber ich denke, das ist Utopie. Dazu sind wir alle noch zu begrenzt.
Ich versuche immer gern, zu helfen, muss aber auch ganz realistisch erkennen, wo meine Grenzen liegen bzw. wo sich meine Ansichten nicht mehr gesellschaftlich vertreten lassen, also: wo ich damit auf zuviel Unverständnis und Widerstand stoße. Dann nützt das Ganze nämlich nichts mehr. Damit schade ich mehr als ich nütze. Und dann ziehe ich - im Rahmen der von mir empfundenen Verantwortung - die Notbremse.
Was ich gern herausgestellt wissen möchte:
MEINE Fähigkeiten mit dem Leben umzugehen sollen zwar gerne für den einen oder anderen zur Inspiration dienen, aber nicht dazu, jemanden aus mir zu machen, der ich nicht bin. Ich bin kein Mensch, der über Wasser läuft und keine Probleme hat, weil er alles “easy gewuppt” kriegt. Entsprechend kann ich auch nicht jedermanns Probleme lösen. Natürlich halten Menschen sich gern an anderen fest, die etwas heller leuchten und strahlen als sie selbst, und ich habe eine Menge Verständnis dafür. Das geht aber manchmal ungesund zu weit. Wenn ich selbst überhaupt etwas formulieren könnte, was mir gut gefällt, dann wäre das:
Es macht mich glücklich und zufrieden, wenn ich wegen meiner Musik geschätzt werde, ich damit Menschen Glück bereite und man mich für einen netten Typen hält, mit dem man gern locker kommuniziert, gerne auch über fast jedes Thema. Ich bin da ganz offen, ihr wisst das.
Aber kommen wir wieder zu den Motten und dem Licht. Da fliegen die nämlich immer hin, logischerweise. Und das ist gut und richtig so. Bitte verinnerlicht aber auch, das ich auch nicht NUR strahle und alles gewuppt kriege sondern einer UNTER EUCH bin, der sich manchmal mit den selben Geistern plagen muss, wie ihr.
Ich bin gerne für jeden Menschen eine Hilfe, wenn ich kann. Der Grund, warum ich das hier so schreibe, ist: Es gibt einen aktuellen Fall mit jemandem, dem ich mich von nun an NICHT mehr öffentlich zu diesem Thema zuwende sondern persönlich, unter uns. Denn da gehört das hin. Ich mache das in dem Fall auch nur, weil mir seine Geschichte nahe geht und ich glaube, helfen zu können. Und, liebe Freunde, aller ihr da draußen, das möchte ich auch noch deutlich sagen: Ebenso wie ich meine Bereiche habe, die nicht in die Öffentlichkeit gehören, so achte und schätze ich auch EURE. Deshalb habe ich ein paar Kommentare gelöscht, die demjenigen selbst mehr geschadet als genutzt hätten. Er sieht das heute auch selbst so.
Ich hoffe, ich konnte euch verständlich rüberbringen, worum es mir geht. Wenn ich einen Rat auf Erden in diesem Leben JEDEM geben kann, dann geht der so: Liebt alles. So sehr ihr könnt! Und fangt bei euch selbst an. Das ist eine absolute Lebensmaxime und das Heilsamste, was ich kenne, für jeden Menschen. Musik ist eine gute weil unschädliche “Medikamentation”, Musik ist eine der besten Therapien, die ich persönlich kenne. Jegliche Einflüsse in Form von chemischer Arznei, schulmedizinischer Behandlung bei psychischen Problemen halte ich für menschlich gesehen mindestens grob fahrlässig und 100% schädlich. Da werden Menschen mittels dunkler Instrumente “tranquilized”, in Schach gehalten, weggesperrt, unschädlich gemacht und ihres Selbst beraubt. Emotionen werden abgeschnitten und Herzen erstickt. Das sollte so nicht ablaufen. Es gibt andere Wege, mit Menschen umzugehen, die Probleme haben.
Jeder Mensch ist in der Lage “sich selbst” zu helfen, indem er liebt, so sehr er kann. Dazu muss man auch nicht an Gott glauben, der übernimmt viele Jobs schon für einen, ohne das man es merkt. Er liebt nämlich alles und jeden und macht das nicht abhängig davon, ob man an ihn glaubt oder nicht, da seine Liebe BEDINGUNGSLOS ist. Viele Menschen haben Angst vor ihm, natürlich. Wäre ich Gott abgeneigt, könnte ihn nicht leiden, oder hätte Wesenheiten in mir, die so drauf sind, dann würde es mich auch nicht wundern, wenn diese sich beim Erscheinen von Gott wehren, sich aufbäumen und Theater machen. Und daher kommt dann die Angst. Je näher uns Gott ist, desto eher kriegen diese Wesenheiten Fracksausen und machen Terror.
Mit einem Bewusstsein, das über diese Vorgänge Bescheid weiss, macht das aber nichts. Und jetzt werde ich jemandem helfen, das so erkennen zu können.
Kommentare sind für diesen Beitrag nicht möglich. Aus gutem Grund, hier gibt es nämlich nichts zu kommentieren.
Das Folgende ist (zumindest gefühlt für mich) ein wesentlich wichtigeres Thema, als es zunächst für den Leser den Anschein haben mag. Ich möchte das erklären:
L2 Music und mir selbst ist es nicht möglich, weiterzumachen, wenn nicht neue Wege beschritten werden. Das sind mitunter Wege, die ich eigentlich bisher abgelehnt habe. Man könnte jetzt sagen “Okay, aus der Not heraus”, aber es ist mehr als das. Denn einerseits lehne ich Dinge ab, andererseits sterbe ich wohl an dem Tag (mental), an dem ich nicht mehr flexibel bin und mich nicht mehr den Dingen ZUWENDE. Fakt ist: Ich pfeife aus den letzten mir möglichen Löchern, und wenn ich als Musiker aus Leib und Seele überleben will, der sich nicht verbiegen lässt, brauche ich …
Meine eigene Flexibilität
Die Unterstützung meiner “Fans” (am allermeisten!)
Loyalität von allen Beteiligten
In dem Zusammenhang erwähnen möchte ich abermals, auf welch verlorenem Posten ich bereits stünde, wenn ich nicht die Liebe, das Verständnis und die Geduld meines engsten Kreises von Menschen um mich wüsste. Das ist der Nabel der Welt, Freunde, und auch ihr solltet immer mehr als einen Gedanken daran “verschwenden”. Die Liste derer, die gern verwerflich über einen wie mich werten, wird nicht geringer. Als Künstler ist man - gesellschaftssoziologisch gesehen - immer noch eine Wurst, um es mal in aller Schlichtheit zu formulieren. Ich werde tagein, tagaus damit konfrontiert, und es ist manchmal - je nach eigener, mentaler Verfassung - nicht immer ein Geschenk, damit souverän umzugehen. Nur eine Rechnung auf Papier hat noch weniger Herz als die Urteile von hirn- und herzlosen, gesellschaftkonformen “Mitschwimmern”, die in der Vogelmannsprache auch gemeinhin als “Schafe” bekannt geworden sind.
Ich habe es oft an den verschiedensten Stellen gesagt, und ich wiederhole mich gern: Kunst und Kultur ist das höchste weltliche Gut der Menschheit. Und nichts wird mehr mit Füßen getreten und zerhäkselt als das. Konsumiert wird es sehr gern.
Bricht ein Glied aus der gegenteiligen Liste (also der weiter oben aufgeführten) heraus, gehe ich unter, und damit auch die Musik, die nicht nur mir sondern auch euch so wichtig ist. “Fans” zu haben ist wunderbar. Das macht aber (leider) ökonomisch nur dann Sinn, wenn es auch eine gewisse Masse davon gibt. Deshalb benötigt jemand wie ich viel mehr Exhibition. Man kann Menschen nicht zu Konsum zwingen (obwohl das einige erfolgreich machen), aber man kann mehr auf sich aufmerksam machen, und genau das ist das Gebot der Stunde. Ich muss das tun, wenn ich weitermachen will.
Damit wir uns richtig verstehen bzw. ich richtig verstanden werde: Ich führe ein sehr bescheidenes Leben, fernab jeder Extravaganzen, Luxus und Ähnlichem. Mir liegt überhaupt nichts daran, im Überfluß zu leben. Das war nie so und wird vermutlich auch nie so sein. Aber ich brauche eine gewisse “Basis”, um mein Schaffen und Wirken Möglich zu machen. Und das geht nicht, wenn der Kaufmannsanteil größer als der Künstleranteil ist, sprich: Wenn ich mir nur darüber Gedanken machen muss, wie ich das Schiff im Fahrwasser behalte, ohne das es sinkt. Dabei möchte ich so wenig wie möglich die Dinge tun, die ich eigentlich nicht tun möchte.
“GOD” ist eine 100%-ige Überzeugungstat gewesen. Die monatelange Produktionszeit hat mich viel gekostet. Ich habe viele Dinge nicht getan, die ich sonst getan hätte (um nur das Beispiel Remixarbeit zu erwähnen). Das macht sich auch sehr im Portemonnaie bemerkbar. Wer glaubt, ich stoße mich mit dem hier und da betitelten “Meisterwerk” gesund, der geht fehl. Es wäre in der Tat ganz toll und wunderbar, wenn das so wäre, aber die Realität sieht einfach anders aus. Ihr könnt mir glauben: Es wäre ein absoluter Traum, sich um die Grundsicherung keine Gedanken mehr machen zu müssen und sich nur noch künstlerisch entfalten zu können! Aber - anders als Major Labels z.B. - habe ich nicht die großen Summen zur Verfügung, um großangelegte Promotion für mich zu machen, denn versteht bitte: Davon, und leider nur davon (heutzutage) - hängt der wirtschaftliche Erfolg eines Künstlers ab, wenn wir über eine gewisse Größenordnung reden. Natürlich setzt Qualität sich durch! Aber das hat nicht zwingend etwas mit dem besagten Portemonnaie zu tun.
Es gibt da niemandem wirklich etwas vorzuwerfen und ich möchte diese “Ansage” hier nicht als Jammerei verstanden wissen. Zum Richtigen Zeitpunkt passieren immer die richtigen Dinge. Zunächst ist jetzt die Zeit zu handeln, denn ich möchte mir meine Liebe zu dem, was ich mache bewahren, außerdem möchte ich Sorgen von meiner Familie fernhalten. Es reicht, wenn ich die habe. Und leider habe ich Anlass dazu, wie man vielleicht anhand dieses Beitrages merkt.
Künftige Veröffentlichungen von mir und befreundeten Künstlern sind nach und nach ALLE in den weltweit verfügbaren Downloadstores, Online-CD-Stores und dem Fachhandel (bishin zu MediaMarkt und Saturn) erhältlich. Es wird so gut wie niemand sagen können “ich weiss ja gar nicht, wie und wo ich das kaufen kann”.
Die Gründe sind einfach, wie alles Wahre einfach ist. Es hat sich viel zum Guten hin verändert, die klassische Musikindustrie gibt es SO nicht mehr. Es ist mir egal, ob ich meinen Beitrag dazu geleistet habe oder andere, ich freue mich aber darüber, das es so ist. Aber jede Geburt setzt eine Schwangerschaft voraus, dementsprechend ist noch nicht alles perfekt. Um Überleben zu können, muss man also (noch) “Kompromisse” machen. Ich möchte hierbei das Wort in den Anführungsstrichen betont wissen! Es ist für mich nicht der optimale Weg, aber es ist der Weg - und das ist das massgebende Kriterium - der momentan möglich ist. Also soll er gegangen werden.
Hier zunächst die aktuell verfügbaren Versionen von “GOD” in Downloadstores (Qualitäten, Preise usw. differieren, also checkt das bitte für euch selbst aus; ich habe das keinen Einfluß drauf):
Diese Liste wird stets erweitert, sobald es etwas zu berichten gibt. Rechnet mit HUNDERTEN Angeboten. Viele Dinge befinden sich gerade noch in der “Pipeline”, sind aber gemachte Sache und nur eine Frage von Tagen.
Nochmal zur Verdeutlichung: Ich beiße nicht vor Ärger ins Kissen, wenn man mein künstlerisches Schaffen negativ kritisiert - soviel Profi bin ich - aber ich beiße ins Kissen, wenn mich die Sicherung von Grundbedürfnissen dazu treibt.
Wen meine darüber hinausgehende Meinung interessiert, der nimmt sich ein bißchen Zeit und schaut sich das hier an. Und das hier, was meine Haltung widerspiegelt. Und das.
Ich glaube immer noch an die absolute Künstlerautonomie. “From producer to audience” ist das Stichwort. Keine Vertriebskanäle mehr, außer den eigenen. Die Köpfe sind nur noch nicht soweit, noch ist die Programmierung anders.
parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}” href=”http://www.ingovogelmann.com/wp/wp-content/plugins/hot-linked-image-cacher/upload/farm1.static.flickr.com/131/337605951_070196a92a.jpg?v=0″>Auf die Idee hat Jens mich gebracht. Ich finde die Fragen gut, also schließe ich mich dem Prozedere mal an:
Zugenommen oder abgenommen? Ungefähr gleich, so um die 80 Kilo. Bei mir schwankt das, je nach Arbeitspensum. Haare länger oder kürzer? Ömm … länger :o) Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Gleich kurzsichtig, weiche Kontaktlinsen (Day & Night). Mehr ausgegeben oder weniger? Mehr. Der hirnrissigste Plan? “GOD” :o) Die gefährlichste Unternehmung? Auch “GOD“. Der beste Sex? Ein Gentleman schweigt und genießt. Die teuerste Anschaffung? Freiheit. Das leckerste Essen? Meine Linsensuppe. Das beeindruckenste Buch? “Essener Erinnerungen” von Anne und Daniel Meurois-Givaudan. Die beste CD? “All The Roadrunning” von Mark Knopfler & Emmylou Harris. Das schönste Konzert? War nur eins, also habe ich keine Auswahl. Und überwältigend war da auch nicht, wenn auch “nett”. Die meiste Zeit verbracht mit …? meinem Studio. Leider und zum Glück. Die schönste Zeit verbracht mit …? meiner Familie. Vorherrschendes Gefühl 2006? Wandel. Wie immer. 2006 zum ersten Mal getan? Eine EP mit über 40 Minuten (üblich sind 21). 2006 nach langer Zeit wieder getan? Kind gemacht :o) 3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? 1. Umzug bei 35 Grad im Sommer. 2. Die Schwangerschaft. 3. Behörden. Kann ich aber lebenslang drauf verzichten. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? “GOD“. Mich selbst vor Allem. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? Arwen. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat? “Ich möchte dir den Rücken frei halten.” Von Tina. War aber schon 2007. 2006 war mit einem Wort? Schön.
Soviel zu den “leichten Fakten”. Aber mein Kopfsalat geht - wie immer - weiter. Ich habe in 2006 deutlicher als je zuvor zu spüren bekommen, was es heißt, Musiker zu sein. “Ach Musiker isser …” … und das ist meistens abfällig gemeint. In dieser Gesellschaft zählt ein Kunst/Kulturberuf so lange nicht, bis du reich und berühmt bist oder mit Dieter Bohlen gefickt hast. Das spürst du überall, im Privaten, im Alltag, Behörden, was weiss ich. Angefangen beim Finanzamt, weitergehend mit Leuten, die mit dem goldenen Löffel im Hintern geboren wurden, das Leben von gewissen Seiten nicht kennen, und dir erzählen wollen, wie das Leben geht.
Am Liebsten geworden sind mir die, die 12 Jahre studieren konnten, weil Mama & Papa alles finanziert haben, jetzt auch bald mal fertig sind mit der Uni, aber jetzt schon mit dem SLK durch die Gegend fahren. Neid? Ich? Nein, sicher nicht. Ich gönne jedem alles. Aber lasst mich mit eurer Lebensweisheit in Ruhe.
Das gilt auch für die, bei denen der Teufel (oder wer auch immer) immer auf den dicksten Haufen scheißt (viel Fäkalabteilung in diesem Beitrag :o). Langweilt mich nicht mit euren 150.000 im Jahr und den paar Millionen im Background, die interessieren mich nicht.
Wenn du jeden Tag zum Job gehst und monatlich die gleiche, gute Kohle nach Hause bringst - und dabei dein Bestes verkaufst - bist du redlich. Wenn du dich selbst lebst, bist du unredlich. Ich mache ein paar Menschen glücklich, mit dem, was ich mache. Ich tue niemandem weh, außer mir selbst. Ich mache eine ehrliche Sache, und nur so kann und will ich leben. Und DAS unterscheidet uns.
Manchmal bekommt man nicht die Anerkennung, die man vielleicht verdient, weil man nicht bereit ist, den Arsch hinzuhalten, weil man das Herz in sich noch schlagen hört, weil ein verkacktes Blümchen am Wegrand einem noch den Tag retten kann. Wenige von denen, die es nicht tun, bekommen, was sie verdienen. Ich bin bereit.
Bitter? Nein. Nur deutlich.
Erinnert ihr euch an das hier? Das ist die Antwort von dem, über den schlecht geredet wird:
Hi Ingo, cool geschrieben beide Absätze, ich leide nämlich seit längerer Zeit unter Bookings die nicht stattfinden oder nicht bezahlt werden, weil ich mich eben nicht so breitschuldrig verkaufe wie du. Exzellenter Stil. Was hat der Junge denn gegen mich vorgebracht, und warum ist das wichtig für sein Event, wie du schon sagtest? Und das wiederum kann ich mit aufrechter Haltung behaupten: Habe nie jemanden etwas Böses getan, und der einzige der nach Strich und Faden von Plattenfirmen, Partnern, Freunden und Kollegen vorgeführt wurde - finanziell und emotional - bin ich. Dem Einzigen, dem ich etwas Schlechtes tue, bin ich selbst, mit einer latent selbszerstörerischen Attitüde.
Es handelt sich um jemanden, der Hunderttausende von Platten verkauft hat, eine Ikone in der Musiklandschaft. Und ICH werde ihn in diesem Jahr produzieren, verlasst euch drauf.
parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}” href=”http://sjl-static3.sjl.youtube.com/vi/p_YMigZmUuk/2.jpg”>Ich bin heute - eher zufällig - über einen 78-jährigen Mann gestolpert, der bei YouTube.com Video-Shows hochlädt, die in ihrem Unterhaltungswert enorm sind. Was macht der Mann dort? Nun, er erzählt Geschichten aus seinem Leben, ähnlich einem Video Podcast. Beeindruckend ist auch seine Fähigkeit, mit dem Computer umzugehen.
Seine Erzählweise ist sehr spannend, obgleich er nicht besonders betont oder sowas, seine Videos leben defintiv vom Inhalt. Von dem möchte ich selbst aber jetzt nichts erzählen … schaut’s Euch an (Englisch) es lohnt sich!
parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}” href=”http://www.ingovogelmann.com/blog/uploaded_images/little_star-779756.jpg”>Es dürfte allgemein bekannt sein (wenn nicht, dann halt jetzt), daß ich - zwar kaum deutlich spürbar, aber dennoch sehr bedacht - mit intimen Informationen aus meinem Privatleben in der Öffentlichkeit umgehe. Neid und Mißgunst ist leider genauso verbreitet wie Gönnertum und Anerkennung, und ich habe da in der Vergangenheit meine Erfahrungen gemacht, die mich dazu veranlassen, mit Intimitäten umsichtig umzugehen. Ich bin ja schließlich Musiker, der zwar ein bißchen was zu erzählen hat, aber auch keine Soap-Opera-Printe oder sonstwie publicitygeil ist. Ich wünsche mir nach wie vor, das meine Musik immer im Vordergrund steht.
Ich habe die Entscheidung, die gleich folgende Meldung (und Folgende) hier zu behandeln bzw. Euch daran teilhaben zu lassen, nicht alleine getroffen, da sie auch nicht nur mich allein betrifft. Und mein Privatleben ist ein Heiligtum. Deshalb kommt diese Nachricht nicht nur von mir, sondern auch von der besten Frau der Welt, meiner Gefährtin Tina:
Wir sind schwanger :o)
Vorläufig errechneter Geburtstermin ist der 18.11.2006, und nach Allem, was wir heute beim Ultraschall sehen konnten, fehlt ein Pillemann, insofern ist davon auszugehen, das es ein Mädchen wird. Es ist alles dran und drin, alles supergesund, die Ärztin meinte “das ist ein sehr schönes Kind”. Die von mir wahrgenommene Ästethik liegt sicher weit im emotionalen Bereich :o) … denn als ich heute mein Kind in Tinas Bauch strampeln gesehen habe - Hände, Füße, Beine bewegend - da hat’s mich schon extrem von den Socken gehauen, und ich konnte die Träne noch so eben im Knopfloch behalten.
Auch wenn alles etwas früher abläuft, als wir es angedacht (nicht geplant, aber angedacht) hatten, so ist unsere Freude nach zunächst anfänglicher Überraschung (zumal wir erst in der 19. Woche davon erfahren) doch sehr groß!
Ich möchte den Verlauf der Schwangerschaft hier in meinem Blog - sofern es Interessantes zu berichten gibt - dokumentieren. Durch meine - mal mehr oder weniger - geist- und witzlosen Berichte, aber auch durch eventuell vorhandene Bilder und so weiter usf. …
Also, nochmal kurz: Wir sind megastolz, glücklich, gehen nahezu sorgenfrei mit Allem um und freuen uns auf die Zukunft.
Wir freuen uns übrigens auch über Vorschläge für Mädchennamen! Bitte in den Kommentaren posten ;o)
Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich - besonders auch im Namen von Tina - bei Allen aus tiefstem Herzen bedanken, denen wir die Nachricht zunächst vertraut haben zukommen lassen, und die uns mit den besten Wünschen und Gedanken bedacht haben, und zwar weltweit. Die Anteilnahme ist ein tolles Gefühl, und das gibt uns noch mehr Power für die kommende Zeit!
Auch ein ganz angenehmer Nebeneffekt: Alltagsgedöns, der normaltägliche Wahnsinn und Ähnliches relativiert sich sehr schnell auf das Prädikat “unwichtig” oder “weniger wichtig”. Man ahnt manchmal nicht, wie wertvoll auch diese Erfahrung ist.
(Wem das hier ein wenig “sachlich” vorkommt, der liegt teilrichtig. Ich bin von Natur aus nicht so der Euphoriker, wer mich aber wirklich kennt, der weiß, was gerade in mir vorgeht ;o) … am Besten drücke ich mich halt in Musik aus, und genau das wird auch noch passieren …)
Und so sieht das Elternpaar ein paar Tage vor der Nachricht aus:
HIER WÄRE EIGENTLICH EIN BILD, WAS ABER BEIM BLOGUMZUG VERLOREN GEGANGEN IST.
Der liebe Gott hat mir hervorragende Zähne geschenkt. Sowohl optisch als auch substantiell. Leider habe ich oben links von innen eine Eitertasche, mehr am Gaumen als am Zahn. Ich habe die ganze Nacht kaum geschlafen, große Schmerzen peinigen mich, mein ganzer Kopf tut weh.
Ich werde mich jetzt selbst “operieren”, der Mist muss raus. Etwaige Ähnlichkeiten zu “Cast Away” sind rein zufällig.
Ich berichte.
Bericht (sicher nicht der Letzte): Das Teil ist so massiv, das ich es an 3 (!) Stellen perforiert habe. Beim ersten Hieb hat sich eine Menge entladen, danach kamen Suppentassen voll Blut, das ganze Waschbecken voll (sah wirklich Scheiße aus). Es hat so gut wie gar nicht geschmerzt, denn das Fleisch an der Stelle ist durch den Eiter schon völlig betäubt. Erstaunlich wie “porös” Fleisch wird, wenn es von Eiter beseelt ist. Die beiden anderen Male haben sehr weh getan, denn ich habe den Sack dann noch versucht auszuquetschen. Dabei bin ich die Wände hoch gegangen. Aus dem Stand. Jetzt habe ich großen Wundschmerz und den Eindruck, das war erst Operation Teil 1.
Update: Nach einer halben Stunde kann ich sagen: Die Schmerzen haben etwas nachgelassen. Ich meine, deutlich zu spüren, das das Hauptproblem beseitigt ist. Warten wir’s ab … ich gehe jetzt mit Wilma raus, spazieren, damit ich ein paar schöne Impressionen in mich reinbeamen kann.
Update 2: Ich sitze jetzt in einem Eiscafe und schlürfe einen Milchshake. Direkt nachdem ich von der Apotheke kam, die Notdienst hatte. 16 € für Dolormin und Chlorhexamed. Kacke. Die Apothekerin findet es auch ganz toll, bei strahlendem Wetter und 27 Grad in der Apotheke Notdienst zu haben.
Ich bin ja sehr bärtig, weshalb ich es gut für möglich halte, das sich ein Barthaar in einer Ritze zwischen den Zähnen verfangen und dann zu einer Entzündung geführt hat. Mein Mund fühlt sich an, als hätte ein Wespenschwarm darin eine Technoparty gefeiert, jetzt ist gerade Afterhour.
Wilma liegt mir zu Füßen und fängt entspannt Fliegen.Und ich spüle jetzt mit einem Früchte-Milchshake meine Drogen runter. 2 “Dolormin extra” Granaten.
Auf dem Weg zurück erzählt mir ein Vogel(mann)freier (auch “Obdachloser” genannt), ich solle meinen Hund nicht aus dem Marktplatzbrunnen trinken lassen. Sie würden dort Mittel reinkippen, damit der Brunnen keine Algen bekommt. Danke, mein Freund! Für den Tipp hab ich ein Eis spendiert und dem Kollegen einen von meinem schmerzenden Schnabel erzählt. Hatte er auch mal, sagte er.
Jetzt kann mein Hund schon nicht mehr aus Brunnen trinken. Hundesteuer? ABZOCKER!
Update 3: Wow, die Drogen sind sehr wirksam (nur rosa Elefanten sehe ich keine). Mein Schnabel fühlt sich an, als wäre er wieder halbwegs einsatzbereit, zumindest, um ein wenig feste Nahrung zu mir zu nehmen, denn Hunger habe ich immens! Ich bin nur sehr müde, teils wegen der Schmerznacht, teils wegen der Drogen. Ach ja: Chlorhexamed ist auch sehr lecker, ähnlich wie im Freibad einen herzhaften Schluck aus dem Nichtschwimmerbecken zu nehmen.
Gut ist: Schmerzen so gut wie weg, der vorige Eitersack nur noch auf Wundschwellung gewichen, der Mist ist raus, alles auf dem richtigen Weg :o) … die Arbeit wartet …
So, und zum Abschluß der Nummer noch Reality TV:
HIER WÄRE EIGENTLICH EIN BILD, WAS ABER BEIM BLOGUMZUG VERLOREN GEGANGEN IST.
Ich habe übrigens - reine Info am Rande - alle 32 Zähne (inkl. Weisheitszähne), alle gesund, dafür jede Menge Kaffee- und Raucherbelag. Wie man sieht. Und außerdem jetzt ‘ne Maulsperre, weil die Kamera zu groß für meinen Mund ist.