No place like home. mail me! Feed

 

If a composer could say what he had to say in words he would not bother trying to say it in music.

 


Home

Welcome

This is the official website of the musician, sound engineer, DJ, composer & producer for film & media Ingo Vogelmann. No MySpace, Fuckbook or whatever ... this is a real real deal.

You heard Ingo's own music somewhere or as a DJ live or on the radio and loved it? You should subscribe to the vogelmann Gigs Feed by either ... subscribe in a reader or subscribe to vogelmann Gigs by Email to never miss a gig!

Below this welcome message and the (very important) ads you find Ingo's (multilangual) Blog posts. Also explore the internal pages and (masses of) good stuff in the sidebars to the right and have a nice stay!


nbsp;

getFrisky! Germany 2008

Top 100 DJs 2008 powered by Trackitdown.net

Next Show


Friday, August 1, 2008 by Ingo

Ankepetra gestorben

Langes Krebsleiden: Frau von Franz Müntefering gestorben | RP ONLINE

DSCF0017
Creative Commons License photo credit: JackDalton

Meine besten Wünsche an Franz Müntefering, und zwar ganz unabhängig davon, daß ich kein Freund seiner Politik bin. Seinen Lebenspartner in den sicheren Tod zu begleiten - und dafür alles aufzugeben, was man erarbeitet hat (wie auch immer) - kann ein sehr schwerer Weg sein.

Da ich nicht davon ausgehe, daß Franz Müntefering in die Politik zurückkehrt, wünsche ich ihm auch gleich einen glücklichen Lebensabend.

Friday, July 18, 2008 by Ingo

Nanga Parbat

Nanga Parbat
Creative Commons License photo credit: *_*

Beim Versuch, erstmals die 3000 Meter hohe Rakhiot-Wand am Nanga Parbat zu durchsteigen, ist der Südtiroler Alpinist Karl Unterkircher tödlich verunglückt. Zwei weitere Bergsteiger sitzen in 7000 Metern Höhe fest. Helfer sind unterwegs, mussten ihre Suche jedoch wegen schlechten Wetters abbrechen.

Quelle: Nanga Parbat: Rettungsdrama im Himalaya - Politik - stern.de

Der Nanga Parbat (Pakistan übrigens) ist mörderisch, der wohl am schwierigsten zu besteigende Berg überhaupt. Ich war mal auf 4.000 Meter, und da wusste ich aber sowas von Bescheid. Mir hing die Zunge aus dem Hintern raus.(1) Und wir sind keine Steilwände hoch.

Ich glaube, es gab so um die 180 Besteigungen des Nanga Parbats und um die 60 Todesfälle. Wenn man sich umbringen will, dann ist der Nanga Parbat vermutlich so sicher wie ein Jump von der Golden Gate.

  1. Und zu dem Zeitpunkt war ich noch ziemlich aktiver Sportler. Da waren aber Jungs dabei, die sowas öfter gemacht haben und mir gezeigt haben, wo der Hammer hängt. (back)
Sunday, July 6, 2008 by Ingo

Stiere in Todesangst

Spanien: Ein Toter vor Stiertreiben in Pamplona - Panorama - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

Toro Sanfermines Pamplona Encierro
Creative Commons License photo credit: Eneko Alonso

Rotwein, Sangria und Stiere: Zehntausende Menschen haben den Auftakt einer neuntägigen Fiesta in Pamplona gefeiert. Höhepunkt ist die oft lebensgefährliche Stierhatz zu Beginn der Woche. Bereits am Sonntag starb ein Mensch. Das Opfer fiel nach Angaben der Behörden von einer Mauer.

Recht so. Und das meine ich so. Barbarische Shyce ohne Sinn und Verstand. :cry:

Wednesday, July 2, 2008 by Ingo

“Kannst du mir nicht was geben?”

Verbot für organisierte Sterbehilfe?

Neben der gewerbsmäßigen wollen einige Bundesländer auch die organisierte Sterbehilfe verbieten. Unterdessen kritisiert die Gesundheitsministerin das Vorgehen Roger Kuschs als Propaganda.

Dieser Fall macht momentan in den Medien die Runde. Dazu habe ich nicht viel zu kommentieren, aber ich habe eine kleine, persönliche Geschichte dazu auf Lager.

Meine Großmutter war 89 Jahre alt, als ihr Tod absehbar wurde, mit 91 ist sie dann gestorben. Leider nicht in Würde. Meine Mutter, manchmal meine Schwester und ich, haben sie die letzten Jahre gepflegt, denn alleine war sie nicht mehr lebensfähig. Die letzten 3 Monate verbrachte sie in einem Pflegeheim, in dem meine Tante arbeitete, weil meine Mutter die Pflegebelastung nervlich nicht mehr tragen konnte. Meine Oma war regelrecht verfallen, ja quasi bereits tot. Ihr Geist war völlig vernebelt und der Körper nur noch eine fast leblose Hülle. Sie war bereits länger vollkommen inkontinent und wusste das auch irgendwann gar nicht mehr. Es gab aber auch eine Phase, natürlich zu Anfang, als sie das alles noch sehr bewusst selbst erlebt hat und sich sehr schämte. Sie hatte auch so ‘helle Momente’, in denen sie ihren Verfall deutlich begriff. Dann war sie am Boden zerstört und weinte.

Meine Oma war eine liebe Frau und eine richtige Oma, wie man sie sich vorstellt.(1) Dick (als es ihr noch gut ging), gemütlich, lustig, hatte immer einen guten Knaller (Spruch) auf Lager und immer Süßigkeiten im Schrank. Und auch immer ein paar Mark für ihre Enkel in der Schublade bereitliegen. Wann immer wir bei ihr waren: Sie hat sich gefreut, wenn die Hütte voll war.

Meine Mutter hat sich bis zum letzten möglichen Moment bis zur Selbstaufgabe für sie aufgeopfert. Aus Liebe und Dankbarkeit. Oma war immer für uns da, in guten und schlechten Zeiten. Sie hat nie in Frage gestellt, was man ihr vortrug; wenn sie merkte, daß es einem nicht gut ging, hat sie einfach geholfen.

Kurz: Meine Großmutter hätte ein Sterben in Würde verdient. Wie jeder Mensch.

Es muss so um 1996 gewesen sein, also knapp 2 Jahre vor ihrem Tod, als es ihr bereits nicht gut ging und sie kaum noch alleine lebensfähig war, als sie - wie jeden Sonntag - bei meiner Mutter zum Essen war. Ich war auch da und saß gerade für ein paar Minuten allein mit meiner Oma am Esstisch, weil meine Mutter sich gerade in der Küche um das Essen kümmerte. Ich unterhielt mich etwas mit ihr, fragte sie, wie sie sich so fühle, als sie mich plötzlich mit Tränen in den Augen zu ihrem Ohr winkte, so als wollte sie mir etwas zuflüstern. Ihr Gesichtsausdruck war regelrecht bettelnd, und sie flüsterte mir ins Ohr:

Es ist schrecklich, so zu leben. Ich will sterben, mein Junge. Kannst du mir nicht was geben?

Ich werde ihre kleinen, lieben, bettelnden und tränennassen Augen in diesem Moment nie vergessen. Ich antwortete:

Oma, ich verstehe dich und würde das wirklich gerne tun. Das kann ich aber nicht. Du weisst doch … das geht nicht.

Von diesem Gespräch hat nie jemand etwas gewusst, denn meine Oma bat mich um Verschwiegenheit. Mir ist die Antwort auf die Bitte meiner Oma damals sehr schwer gefallen.

Ich befürworte die Regelungen in der Schweiz, wo aktive Sterbehilfe unter ordentlichen Voraussetzungen möglich ist. Ich wiederhole mich: Jeder Mensch hat ein Recht auf Würde, das ist das oberste Gebot, welches in unserer Welt zu achten ist.

Das letzte Wort meiner Oma war “Ingo”. Da hatte sie zum Letzten mal ihre Augen und ihren Mund zum Sprechen geöffnet, und ich hatte sie zum Letzten Mal gesehen. Stunden später erreichte uns der Anruf, das sie jetzt gestorben sei.

Stünde ich heute nochmal vor der Frage meiner Oma, würde ich anders entscheiden. Ich bereue meine damalige Reaktion nicht, denn damals waren meine persönlichen Möglichkeiten gefühlt andere. Aber heute würde ich mich verpflichtet fühlen, den Wunsch meiner Oma zu ermöglichen.

  1. Auf dem Foto von links nach rechts: Mein Bruder Dirk, meine Oma, meine Schwester. (back)