This is the official website of the musician, sound engineer, DJ, composer & producer for film & media Ingo Vogelmann. No MySpace, Fuckbook or whatever ... this is a real real deal.
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Die Gefahr, dass ich Sport anschaue, ist ohnehin gering. Bei diesen Olympischen Spielen ist sie gleich null.
Aber sowas von. Ich liebe Leichtathletik, und das wird mich auch ein kleines Bißchen schmerzen, dennoch ist mir viel wichtiger, meine Haltung zu der Sache durch einen Zuschauer weniger deutlich zu machen. Mich nämlich.
Beim Versuch, erstmals die 3000 Meter hohe Rakhiot-Wand am Nanga Parbat zu durchsteigen, ist der Südtiroler Alpinist Karl Unterkircher tödlich verunglückt. Zwei weitere Bergsteiger sitzen in 7000 Metern Höhe fest. Helfer sind unterwegs, mussten ihre Suche jedoch wegen schlechten Wetters abbrechen.
Der Nanga Parbat (Pakistan übrigens) ist mörderisch, der wohl am schwierigsten zu besteigende Berg überhaupt. Ich war mal auf 4.000 Meter, und da wusste ich aber sowas von Bescheid. Mir hing die Zunge aus dem Hintern raus.(1) Und wir sind keine Steilwände hoch.
Ich glaube, es gab so um die 180 Besteigungen des Nanga Parbats und um die 60 Todesfälle. Wenn man sich umbringen will, dann ist der Nanga Parbat vermutlich so sicher wie ein Jump von der Golden Gate.
Und zu dem Zeitpunkt war ich noch ziemlich aktiver Sportler. Da waren aber Jungs dabei, die sowas öfter gemacht haben und mir gezeigt haben, wo der Hammer hängt. (back)
ich wünsche dir für die Zukunft alles erdenklich Gute, und danke dir für die tollen Momente, die ich - als ehemaliger Leichtathlet und immer noch Fan - mit dir genießen konnte. Du bist ein herausragender Sportler.
Pflege deine Knochen und lass mich wissen, wenn du Musik brauchst … die Welt ist weit mehr als eine (Diskus-)Scheibe.
SZ:Bild hat nach dem Kroatien-Spiel Fotos Ihrer Frau aus dem Stadion veröffentlicht und Ihre Anwesenheit thematisiert. Bisher war dieser Teil Ihres Privatlebens ein Tabuthema. Hat Sie der Bruch dieses Tabus irritiert?
Löw: Ja, das hat mich irritiert. Das war nicht gewünscht. Meine Frau möchte nicht in die Öffentlichkeit. Sie ist eigentlich immer im Stadion. Jetzt ist diese Situation dargestellt worden. Ich war überrascht davon, und es war mir nicht recht.
SZ: Auch da spürt man dann womöglich die Last dieses Amtes.
Löw: Absolut. Sportlich gesehen, spüre ich es weniger, aber in dieser Hinsicht schon. Das ist einfach ein Eingriff. Bei uns zuhause stehen Leute vor der Tür und vor dem Garten, sie schießen Fotos, befragen Nachbarn und Familienmitglieder. Das belastet mich, weil es auch die Betroffenen belastet. Man ist ohnmächtig. Meine Verwandten können sich ja nicht einschließen.
SZ: Eines der bekannten Fotos von Ihnen ist ein Paparazzo-Foto aus dem Urlaub, mit Sonnenbrille. Immerhin eine vorteilhafte Version des coolen Herrn Löw.
Löw: Ich weiß nicht, ob ein Foto von mir mit Zigarette im Mund vorteilhaft ist. Es gibt ja schon Politiker in Deutschland, die sich beschweren, dass ich in der Loge in Basel geraucht habe.
Jetzt bloß nicht einknicken, mein Guter. Rauche, wenn du Bock hast!
Ich blogge momentan wenig. Nein, wenig Persönliches. Ich weiß. Nennt es Selbstzurückgewinnungsphase, oder sowas. Bin viel allein, eigentlich nur, und es tut mir wirklich gut, denn ich bin nicht einsam sondern ALL-EIN.
Ich werde auch bald wieder kreieren, und ich weiß, daß viele von euch auf Aquarius warten. Und einigen geht der Dance-Kram und das DJing auch sonstwo vorbei. Ich verstehe das, ihr wollt euch sowas wie GOD reinziehen und ab und zu meine Konzepte von Spiritualität, Leben und Liebe lesen, mich um meinen Freiheitskampf beneiden und wie ich ihn durchziehe.
Nach dem Crash meines Studiorechners (beim Umzug vom Transporter gefallen) beginnt jetzt irgendwie was Neues. Ich weiss immer noch nicht wieviele Daten auf wievielen kaputten Festplatten überhaupt noch da sind, und manchmal ist es mir auch egal, denn ich weiss: Kreieren kann ich immer. Ich kaufe ne neue Kiste und mache was Neues, drauf geschissen.
Ich mache bald erstmal Urlaub, und ich freue mich darauf. Ich weiß nicht mehr, wann ich zuletzt Urlaub gemacht habe, und nachdem es andere irgendwann nicht mehr interessiert hat (wenn überhaupt irgendwann mal), hat es mich irgendwann auch nicht mehr interessiert. Jetzt interessiert es mich aber. Und das sollte es (euch) auch.
Ich habe letzte Nacht einen schönen Film gesehen, in dem zum Schluß ein Satz gefallen ist, der haften blieb:
Versuche, dich mit meinen Augen zu sehen.
Ohne mich gibt’s keinen Vogelmann, so ist das. Wir hängen zusammen.
Es ergibt keinen Sinn, heute ein konkretes Szenario zu beschreiben, ab wann ein Boykott sinnvoll ist. Das werden wir beobachten und dann aktuell entscheiden. Eine solche Entscheidung muss man auch sehr genau abwägen und sich die Frage stellen, ob es nicht vielleicht sinnvoller ist, genau zu beobachten und zu berichten, was in China passiert, als das Land zu verlassen. Und dann frage ich mich auch, warum man vom Sport etwas verlangt, was Politik und Wirtschaft in bezug auf China nie erwogen haben. Denn es gibt ja nach wie vor politische und - sehr gute - wirtschaftliche Beziehungen zu dem Land.
DA muss man dem Mann übrigens zu großen Teilen Recht geben. Wieso sollen Sportler (oder auch andere) die faulen Kompromisse und das Geheuchel auf wirtschaftlicher und politischer Ebene eigentlich ausbaden? Sprechen wir es aus: China ist ein wirtschaftlicher Boykott schnurzpiepenlattenhammeregal, Deutschland aber mal gar nicht. Um genauer zu werden, ist China so gut wie alles egal, weil die nämlich groß, stark und mächtig sind und auf alle anderen scheißen. So.
ES SEI DENN (!), alle ziehen gemeinsam an einem Strick. Aber das ist mal wieder Utopie.
Am Everest sind eine Menge gequälter Egos unterwegs. Inzwischen ist der Berg überlaufen. Im Jahr 1996 stiegen 98 Leute auf den Gipfel. Im letzten Jahr waren es gut 530 Menschen. Der Berg ist die ultimative Trophäe geworden. Er ist ein Prominenter, den unerfahrene Bergsteiger bezwingen wollen, um ihn auf ihrer Liste abzuhaken. Oft haben sie gerade eine schwere Krankheit besiegt, sind erfolgreiche Geschäftsleute, Politiker oder Sportler aus anderen Bereichen. Sie fühlen sich nicht vollkommen, wenn sie den Everest nicht auch noch besiegt haben.
Ich würde sofort derartige Herausforderungen annehmen, monatelange Vorbereitung, körperlich, mental wie organisatorisch vorausgesetzt. Aber wenn ich das lese, würde ich mir wohl eher einen unpopuläreren Berg aussuchen und lieber mehr Geld für SICHERE Ausrüstung und vertrauensvolle Leute ausgeben. Wenn ich mich umbringen möchte, mache ich das anders. Geht viel einfacher.
Die Aussage mit den “gequälten Egos” finde ich interessant. Würde ich es deshalb tun? Ich glaube nicht. Aber ich hätte ja auch - wie gesagt - nicht den Anspruch, den Everest zu erklimmen. Ich bin mal auf einem 4000-er Gipfel angekommen, und das Gefühl da oben war unbeschreiblich. Ohne Betreuung von erfahrenen und vernünftigen Leuten wäre ich nie dort oben angekommen. Das betrifft übrigens auch den Abstieg. Ich habe gelernt, daß es zum Beispiel fatal sein kann, wenn man seine eigenen Leistungen nicht richtig einschätzen kann. Dazu braucht man jemanden, der das nüchtern sehen kann. Ich erinnere mich, daß ich bei ca. 3.000 Metern einen starken Leistungsknick erlebt habe, weil ich mich die Zeit davor tempomässig überschätzt habe. Man hatte mir aber bereits gesagt, ich solle mal ein wenig runterschrauben. Ich war natürlich ’schlauer’. Am Arsch.
Ich denke, bei jedem Projekt einer solchen Grössenordnung ist Vertrauen das A und O. Und Vertrauen kann man nun mal nicht mit Geld kaufen.
Ich warte ja noch auf eine Luftmassenbewegungsgebühr. Also für die Luftmassen, die sich bewegen, somit also genutzt werden für die Übertragung von Audiosignalen zum Trommelfell (und somit ins Gehirn) des Konsumenten. Gut, bei mancher Musik wird das dann vielleicht günstiger, zum Beispiel, wenn weniger Luftmassen bewegt werden. Das ist der Fall bei leiser oder wenig instrumentierter Musik.
Man muss das mal ganz sachlich sehen. Wer weniger Musik hört, ‘raubt’ anderen die Luftmassen nicht für seinen Genußmissbrauch. Deshalb wäre eine logische und faire Konsequenz also ein Nichtluftmassennutzerschutzgesetz, welches Luftmassenbenutzung in öffentlichen Gebäuden und Plätzen verbietet, wo viele Menschen öffentlich zusammenkommen. In MP3-Tags sollte sowas stehen wie:
Luftmassennutzer sterben früher.
Oder so. Auch sollten Luftmassenbewegungsverkäufer - wie z.B. Apple - keine Werbung mehr bei Jugendlichen und überdies bei sportlichen Veranstaltungen wie Formel 1 (etc.) machen dürfen. Luftmassen können definitiv jugendgefährdende Inhalte transportieren. Und Amokläufer haben wir ja bereits durch Killerwale,bienen,undsoweiterspiele genug.
Man kann da gar nicht genug vor warnen. Deshalb: Obacht bei Luftmassen. Das kann teuer werden. Außerdem verursacht der Transport von luftmassenbewegungsfähigen Medien vom Computer ins Auto möglicherweise Schuhsohlenabrieb auf der Erdoberfläche bzw. deren Bebauungen. Ja Freunde, und wer kommt eigentlich dafür auf? Wer soll das alles bezahlen? Das sind doch nicht finanzierbare Konzepte von Chaoten, Rattenfängern, da wird den Leuten doch was vorgegaukelt.
Es darf keine aktive Zusammenarbeit mit solchen Leuten geben. Also, keine aktive jetzt. Ihr wisst schon, man muss da differenzieren. Also, wenn jetzt da keine Ampel und so … vielleicht muss man da auch mal. So jetzt.
Oder so.
Aber bleiben wir beim Thema: Kettenluftmassenbewegung ist ungesund.
Sportfreunde Stiller. Meine absolute Antiband. Der Sänger singt, wie eine meiner Socken nach einem 6-stündigen Gig riecht. Dafür sieht er aber auch genauso aus.
Alles klar für den Fight der früheren Weltmeister: Sven Ottke bestätigte heute, das “Duell der Oldies” zwischen ihm und Dariusz Michalcewski werde am 24. Mai in Hannover stattfinden.
Das ist doch wesentlich interessanter als Roccigiani vs. Michalcewski. Leider geht’s sowieso nur um Geld, und Ottke scheint es relativ egal zu sein, ob er gewinnt oder verliert.
More tolerant error handling when loading custom fonts.
Selected installer language was not used when upgrading from 3.0, this is now fixed.
We have improved the error handling when copying Remote maps and codecs during start up.
All sample players (NN-XT, NN-19, Dr Rex and Redrum) - High Quality Interpolation is now enabled by default.
Improved handling of mono/stereo connections while auto-routing.
Dragging devices to the rack from the tool window only worked with the top-most window, now it works with any window.
More robust error handling during startup, avoiding certain timing problems in Windows.
Sequencer
Automation type for Dr Rex transpose parameter was continuous - changed this to stepped.
In certain situations Command-A did not work properly on Mac OS X.
Notes with same Start or End position could change the play/stop order randomly. This could only be noticed while playing chords on a monophonic device. This is now fixed.
Fixed note trig queuing for extremely short notes. This was causing phased effects when doubling clips exactly on two layers.
“Reset automation override” could default to wrong value.
Pressing Stop the second time moves the song position locator to previous start position, it could sometime move to song start if the locator had been repositioned during playback.
MIDI import of file with redundant note information is now filtered.
Uncombining a Combinator deleted the Combinator’s sequencer track. This is now fixed.
Reason could take a long time to respond when entering extreme numbers in position editors.
Overriding parameter automation by loading a patch did not always indicate automation override. Now fixed.
Improved workflow in sequencer
If a clip is selected in Arrange mode and you switch to Edit mode, the clip is automatically opened for editing. This only happens if the clip is on the current track.
You can press [Esc] to close an open clip in Edit mode. If the clip was opened from Arrange mode, this will automatically switch the sequencer back to Arrange mode.
Changed Zoom behavior: The program now zooms on the song position locator if it’s in view. If not, it zooms towards the left edge of the current view.
Drag and drop now also works in left-handed mouse configurations.
Text-entry of a tempo with a decimal in the transport panel or when editing the static value was counter-intuitive: Typing something like ‘120.5′ or ‘120.05′ delivered 120.005. This is now fixed.
Added label to velocity and pattern lanes.
Remote
Added Remote support for:
Akai MPD24
Akai MPD32
Akai MPK49
Edirol PCR-300/500/800
Frontier Design Group Alpha Track
Line 6 KB37
M-audio ProjectMix I/O
M-audio Axiom 25/49/61
M-audio Oxygen 8 v2
Fixed a performance problem with the Remote Override “learn” feature.
Browser
Performance problem when having many ReFills installed.
Reason could crash when saving if there was more than 300 ReFills installed -fixed.
Better error handling while file searching in browser.
Broken search for missing sounds in songs created with OS hide extensions enabled - fixed.
Changed wording of memory usage in patch browser to avoid confusion.
Saving patches in Reason version 4 and ReFill packer had a backward compatibility issue - fixed.
Sometime the static value was not imported correctly when loading old songs - fixed.
If an opened patch or sample had been moved or deleted while Reason was running this could prevent the user from saving the song - fixed.
Reason could in certain cases unexpectedly quit when saving on Mac OS X - fixed.
Combinator
If many devices in a Combinator were programmed to switch “Receive notes” on/off in the Combinator’s programmer, some devices responded slower than other devices. This is now fixed.
Malström
Increased the buffer size of Malström’s Comb filter, this fixed problems with high sample rates.
RPG-8
Fixed velocity CV and knob/automation lag when in random mode.
Fixed broken velocity change of tied single note when in ON-mode.
“Render Arpeggio To Track” was broken when pattern automation lane was enabled.
New shortcuts: Shift pattern right: Ctrl + J (Win) or Cmd + J (Mac) Shift pattern left: Ctrl + K (Win) or Cmd + K (Mac) Random sequencer pattern: Ctrl +R (Win) or Cmd + R (Mac) Alter Pattern: Ctrl + T (Win) or Cmd + T (Mac)
Thor
Thor’s sequencer have new shortcuts:
Shift sequencer pattern right: Ctrl + J (Win) or Cmd + J (Mac)
Shift sequencer pattern left: Ctrl + K (Win) or Cmd + K (Mac)
Randomize pattern: Ctrl +R (Win) or Cmd + R (Mac) Audio Card
Reason could go silent if the sample rate was changed in Windows Vista or on an aggregated audio card driver in Mac OS X. This is now fixed.
ReWire
Fixed a ReWire problem with FL Studio, making it more robust.
Made Ableton Live and Reason ReWire connection more robust.
Ich berichtete ja bereits von meiner - wenn auch kurzen - Kindergartenzeit. Kommen wir nun zur Grundschulzeit:
Der Kindergarten war mein erster Kontakt mit Repression, welcher lediglich den Vorteil der Abwahl hatte. Kindergarten ist ja zum Glück nicht Pflicht.
Natürlich freute ich mich, wie alle Kinder, auf die Einschulung mit Schultüte und so weiter. Ich meine, mich noch an die ersten Eindrücke erinnern zu können. Mir fielen direkt die ‘Starken’ und die ‘Schwachen’ auf, denn Angeber in dem Alter verstecken ihren Größenwahn noch nicht. Machtverhältnisse wurden so früh bereits klar abgecheckt, mich allerdings betrachtete man allgemein mit Argwohn und eher vorsichtig. Ich sprach nicht viel, aber wirkte ganz sicher auch nicht als typisches, schwaches Opfer, kurz: Man beachtete mich wenig und ließ mich in Ruhe. Das änderte sich immer dann, wenn ich mal den Schnabel aufgemacht habe. Dann wurden Augen und Ohren groß und man wusste nicht genau, ob ich jetzt ein Klugscheißer oder ein netter Kerl bin. Bis zur 2. Klasse war es dann aber jedem klar geworden: Ich war ein Klugscheißer netter Kerl. Okay, ich war ein klugscheißender netter Kerl … woran sich ja offensichtlich bis heute nichts geändert hat.
Inzwischen war ich mit den ‘Leadern’ der Klasse befreundet, zählte mit zu dieser ‘führenden Abteilung’, ohne jedoch selbst Leadership inne zu haben. Das lag mir nicht. Da gab es (wie auch heute noch) immer welche, die das brauchten, wollten und gerne ausgelebt haben. Der Oberleader war sicher mein bester Freund, Michael Neumann. Er war laut, ein Angeber, fand sich stark (was ich das eine oder andere Mal widerlegen musste), aber er hatte auch gute Seiten: Er hatte immer Mörderideen und war irgendwie ein richtig lieber Kerl, wenn man die Möglichkeit bekam, dahinter zu schauen. Wir hatten einfach einen Mordsspaß bei Allem, was wir anstellten. Und wir stellten viel an!
Da waren noch Oliver I. und Andreas K., und zu Viert waren wir so etwas wie eine bärenstarke Truppe, die Revoluzzer. Die Hauptopfer waren Gerd G. und Thorsten K. … Erster verfügte (als Kind, das muss nicht für heute gültig sein!) über die Cleverness eines Spülschwamms (und sah auch so aus), Zweiter war der leibgewordene Minderwertigkeitskomplex, hatte aber immer Geld in der Tasche, um für uns Süßigkeiten beim der Schule gegenüberliegenden Bäcker zu kaufen. Das tat er auch brav, er hatte nämlich keine Lust auf Ohrlaschen. Gerd konnte man nur verbal einen verbraten (was er sowieso nie verstand), denn Gerd war groß und stark. Okay, er war auch dick. Aber hauptsächlich war Gerd mit seiner Körperkraft ziemlich unberechenbar, denn Gerd war auch ein Hitzkopf, wenn er einmal merkte, wie er gerade verarscht wird. Dann wurde Gerd nämlich zu einem Berserker. Sollte Gerd das hier mal lesen:
Lieber Gerd, ich bitte dich um Verzeihung für all die Hässlichkeiten, die damals auch aus meinem Mund kamen. Ich könnte mir vorstellen, das dich das nachhaltig negativ geprägt hat, das war nicht in Ordnung. Du warst eigentlich ein wirklich netter Typ, immer hilfbereit und nett, und ich danke dir für die Einladung zu deinem Kindergeburtstag, der wirklich cool war. Besonders um Verzeihung bitte ich dich für mein schallend lautes Lachen, als du das Wort “Verkehr” an die Tafel schreiben solltest und dann “Foker” dabei rauskam. Aber hey, das war echt witzig. Sorry trotzdem, dich muss das tief getroffen haben, als dich daraufhin die gesamte Klasse ausgelacht hat und du angefangen hast zu heulen.
Oh, und es gab auch Mädchen! Und ja, wir interessierten uns recht früh dafür. Es gab nur zwei, die annähernd in Frage kamen, weil beide unendlich süß waren: Thora und Kathina (ja, ohne ‘r’). Wir buhlten übrigens ALLE jahrelang um beide, aber keiner von uns bekam auch nur eine der beiden. Und wo sind Michael und ich zuerst gelandet? Bei Kathrin. Und das ging so:
Kathrin war eine hellblonde, laute Göre, die nicht nur in unsere Klasse ging sondern auch noch 100 Meter von Michaels Haus in seiner Straße wohnte. Wir sahen sie also nicht nur in der Schule sondern auch am Nachmittag beim Spielen. Kathrin wusste, was sie wollte, und verfügte generell über den Schneid, dies auch unverblümt mitzuteilen. Zunächst bekundete sie ziemlich eindeutig ihr Interesse an Michael. Der ließ sich nicht zwei Mal bitten, angesichts der Tatsache, daß wir bei anderen sowieso 0,00 ‰ Erfolge zu verzeichnen hatten. Restefi#*en also.
Eines Tages - in der Schule, es war kurze Pause - ging Kathrin an die Tafel und fing an, mit Kreide etwas darauf zu schreiben (ich beobachtete den Vorgang nicht, war gerade mit was Anderem beschäftigt):
Ingo ist süß.
ARGH! Plötzlich ging ein Raunen und hysterisches Gekreische durch das Klassenzimmer, alle schauten mich an und zeigten mit dem Finger auf mich! Oh mein Gott, wie peinlich! Kathrin hatte sich selbst öffentlich geoutet und mich in die Nummer mit reingezogen. Ich schaute an die Tafel und wurde gefühlt knallrot. Gut, im Folgenden, also Nachmittags beim Spielen, haben Michael und ich das Thema dann mit Kathrin nochmal vertieft und beschlossen also, daß Kathrin nun 2 Freunde hat, die mit ihr gingen. So einfach ging das. Wir versuchten die ersten (abwechselnden) Küsse … und fanden das zwar spannend, aber auch irgendwie befremdlich bis ekelhaft.
In der 3. Klasse ereignete sich etwas, was mich gewissermaßen prägte. Ich störte mal wieder - meist angestiftet von Michael - den Unterricht, welchen wir bei Herrn Kutzner, dem stellvertretenden Direktor der Schule, hatten. Es begab sich also, das Herr Kutzner ohne Vorwarnung seinen dicken Schlüsselbund in die Hand nahm und mir über ca. 10 Meter (ich saß ganz hinten) mit voller Wucht an den Kopf donnerte. Ich wurde sehr schmerzhaft getroffen, und das Ganze war überhaupt nicht lustig. Ich war keine klassische Petze, aber in dem Fall kam ich mit einer blau leuchtenden Mörderbeule nach Hause, die ja ohnehin nicht zu verstecken war. Ich erzählte meiner Mutter also von dem Vorfall. Kurz: Es gab ein Riesentheater mit Herr Kutzner, der dann sogar hochoffiziell um Verzeihung für die Entgleisung bat, und zwar bei mir.
In der 4. Klasse bekam ich sogar einmal von meiner Klassenlehrerin, Frau Hünnebeck, ‘ne Ohrfeige, weil ich irgendwie Blödsinn auf dem Schulhof verzapft habe und sie dummerweise genau daneben stand. Eine geknallt zu bekommen war damals noch nicht so ein Problem, wie es heute der Fall wäre. Die Ohrfeige blieb (bis heute, also gerade jetzt) unerwähnt.
Meine Noten bzw. Beurteilungen waren in der Grundschule immer recht gut, obwohl ich natürlich hier bereits als Störer, notorischer ‘Hausaufgabenvergesser’ und schlicht als unaufmerksam auffiel. Es zeichneten sich bereits meine Mathematikunfähigkeiten und Faulheit ab. Schule nahm ich nicht ernst, mein Leben begann immer nach der Schule, wenn Michi, Olli, Andi und ich die Welt auf links gekrempelt haben. Alles andere zählte nicht.
Und weil meine besten Freunde nach der 4. Klasse alle auf eine Gesamtschule gingen, folgte ich dem nach, was sich nach kurzer Zeit (aus Sicht der Lehrer/innen) als Fehler herausstellte. Das war aber ein Fehler im vermeintlichen Fehler, davon erzähle ich beim Nächsten Mal … Thema ‘Sekundarstufe’.
Am Rande
Im Netz bin ich auf eine ziemlich passende Beschreibung des Ortes gestoßen, in dem ich aufgewachsen bin:
Die Heimaterde ist eine ehemalige Arbeitersiedlung der Firma Krupp. Eigentlich ist es hier wie in einem gemütlichen Dorf: Es gibt viele kleine hellgelbe bis blassrote Häuschen, man plaudert gern mit den Nachbarn und trifft sich weniger zum Einkaufen, sondern vielmehr zum Schwatzen, bei Plus oder bei Kels (ortsansässiger Edeka-Markt). Hier kennt irgendwie noch jeder jeden und die meisten sind irgendwie um irgendwelche Ecken miteinander verwandt. Grundschule und weiterführende Schulen liegen dicht zusammen und einen Sportverein gibt es natürlich auch.
So ein Dörfchen birgt natürlich auch eine Menge Nachteile.