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Wenn man nach “christliche Werte” googelt, wird man schier erschlagen von Ergebnissen. Genau definieren kann sie niemand, die christlichen Werte, jedoch versuchen sich viele daran. Entdeckt habe ich lediglich Bullshit = Bibelinhalte nebst dazugehöriger Eigeninterpretation. Zeug, daß die Apostel, Jesus selbst oder sonst eine ‘wichtige’ Figur angeblich gesagt haben soll.
Ja ja … Schafe brauchen eine Anleitung zum Leben. Für die Christen die Bibel, für die Moslems der Koran - um nur die beiden größten Weltreligionen zu nennen - das alles mit seinen jeweiligen Propheten, Abgesandten, Beauftragten, weiss der Geier wer nicht alles.
Ich beabsichtige nicht, irgendwessen religiöse Gefühle zu verletzen. Wer sich dennoch verletzt sieht, dem kann ich nicht helfen. Ich kann nichts für die Dummheit anderer. Nehmen wir uns kurz den Begriff ‘Christ’ vor:
So weit, so mittelmässig. Die Bezeichnung von Jesus, dem Christus, hinkt schon im Ansatz:
Aufgrund des Fehlens jeglicher Erwähnung der Ortschaft Nazaret im Alten Testament, im Talmud und bei Flavius Josephus wurde im 19. Jahrhundert seine Existenz selbst in Zweifel gezogen.(1)
In meinen Worten: Es gab Nazaret (namentlich) zur Zeit von Jesus Christus nicht, ansonsten hätte Flavius Josephus es 100%-ig erwähnt. Er hat nämlich alles erwähnt (was er selbst verstanden hat).
Als Grundlage ihres ‘christlichen Glaubens’ nehmen ‘Christen’ also die Lehren von Jesus Christus her, welche im Neuen Testament der Bibel ‘überliefert’ sind. Überliefert? Um es also genau zu sagen: Christen folgen einer Lehre, von der nicht sicher ist, WER ihr Urheber ist. Soviel dazu. Gleiches gilt natürlich auch für Moslems etc. …
Ich will das jetzt gar nicht weiter vertiefen, mal abgesehen davon, daß ich hierzu schon viel gesagt habe, und viele andere auch. Ich möchte aber ein paar Fragen aufwerfen:
Spielt es überhaupt eine so große Rolle, ob und was Jesus Christus gesagt hat, wenn - welche Macht auch immer, meinetwegen auch Darwin, wenn es dem einen oder anderen dadurch besser geht - uns mit einem Herzen und einem Verstand ausgestattet hat, nebst vieler ausserordentlicher Fähigkeiten? Benötigt ein Mensch wirklich das gesprochene, geschriehene, gesungene, gejaulte oder geschriebene Wort (!?), eine Lehre, um ein Leben zu leben, daß für ihn Sinn ergibt?
Glaubt jeder ‘gute Christ’ und jeder ‘gute Moslem’ tatsächlich, jeder Nichtchrist und Nichtmoslem ist nicht in der Lage, ein erfülltes, reiches und sinnvolles Leben zu führen? Ich sage euch, ihr Christen, Juden und Moslems, wozu eure Haltung in den letzten Jahrtausenden geführt hat:
Krieg, Tod, Grausamkeit, Verderben, Leid, Not, Finsternis, Gewalt … ich könnte diese Liste endlos weiterführen.
Sollte es je eine Lehre, egal ob von Jesus, Mohammed oder wem auch immer, gegeben haben, dann habt ihr sie nicht verstanden. Ihr seid Geiseln eurer Selbst geworden, die perfekten Schafe. In dem geschaffenen Gefüge fühlt ihr euch wohl, diese Grenzpfeiler der Religion (Religio = Regel) geben euch ein klar abgestecktes Feld, in dem ihr euch vermeintlich sicher bewegen könnt, nebst ihrer flexiblen Erweiterungen, der Interpretationen.
Limitiert sind sowohl Christen als auch Juden und Moslems schnell und früh, z.B. durch die Gesetze der Physik. Ein Hurrikan lässt sich nicht in eure religiösen Regelschemata pressen, er macht, wonach ihm ist, und zwar nach physikalischen Gesetzen. Natürlich kann ich die Ursache eines Wirbelsturms auch spirituell hinterfragen - und gewiss werde ich Antworten finden - was aber nichts an seinem Verhalten ändert. Ist er einmal da, erfüllt er seinen Auftrag, egal, ob dieser physikalischer oder spiritueller Natur ist. Oder grundsätzlich beides. Wie auch immer.
Für Moslems kommt er natürlich über die bösen Amerikaner, weil Gott ihn genau dorthin geschickt hat. Zur Strafe, jawoll. Denn Gott ist natürlich nur für Moslems da. Die dabei in Mitleidenschaft gezogenen Moslems IN Amerika werden natürlich geschickt vergessen. Für Christen kommt er über Amerika, weil … na? … na klar: Weil es Gottes Wille ist. Denn Amerika war nicht gut genug, da geht noch was, obwohl sie ja schon sooo gut sind. Erstaunlich, was Religionsgetreue auf der Welt alles so aus dem Hut zaubern. Welche Erklärung findet man eigentlich, wenn der Vatikan, die Klagemauer oder Mekka mal von Naturkatastrophen heimgesucht und zerstört werden?
Liebe Christen, oder besser noch: Liebe Christdemokraten, ja, ihr mit den christlichen Werten … in welcher Lehre steht eigentlich, daß Menschen arbeiten sollen bzw. einer ‘Erwerbstätigkeit’ nachgehen sollen? Soweit ich mich erinnere, sagen eure Lehren, das Gott uns alles gegeben hat, was wir brauchen, und Jesus hat materiellen Besitz für ungut befunden. Desweiteren sagt die Lehre, man soll Toleranz und Nächstenliebe dem anderen gegenüber üben, und besonders denen zugetan sein, die weniger haben, als wir selbst. Der geneigte Christ bleibt die Antwort auf die Frage schuldig, wieso ein Mensch arbeiten muss, oder zum Beispiel durch Hartz IV zum Zwangsarbeiter wird. Gerne darf er mir diese Fragen aber auch beantworten, hier zum Beispiel.
Das gesellschaftliche Belohnungssystem (”wer viel leistet, verdient auch viel”) widerspricht JEDER religiösen Lehre. Barmherzigkeit, Nächstenliebe, Gleichheit sind (angeblich) die GRUNDPFEILER einer jeden Religion. Wieso, liebe Christen, Juden, Moslems und andere, praktiziert ihr nichtmal die GRUNDWERTE eurer Religionen, die ihr so stolz vor euren zumeist zu dicken Bäuchen hertragt?
“Du sollst dies nicht, du sollst jenes nicht, denn (wahlweise) Jesus, Mohammed, Gott, Allah, Jahwe (oder wer auch immer) hat das so gesagt”, darin seid ihr allerdings Experten. Sitzt ein Obdachloser auf der Straße, besoffen, zerlumpt, stinkend oder auch mit Einstichstellen in der Ellenbeuge, dann kümmert der euch nicht. Er ist (natürlich) gottlos und hoffnungslos verloren. Auch das widerspricht JEDER religiösen Lehre, die ihr vor euch hertragt.
Bei den Moslems, wie auch allen anderen Religionszugehörigen (bis auf die Christen!), gibt es Tiere, die man essen ‘darf’ und welche, die man nicht essen ‘darf’. Das witzige daran, besonders für die Christen geltend, ist: Jesus lehrte die vegetarische Ernährung bzw. Gott selbst(2)(3) im Alten Testament.(4)(5) Für Moslems ist das Schwein - eines der reinlichsten Tiere überhaupt, nebenbei auch hochintelligent - unrein, dreckig und absolut zu meiden. Wie schön, daß Moslems wenigstens Schweine verschonen, wenn auch aus unsinnigen Gründen. Aber: Jedes nicht getötete und verspeiste Schwein ist ein gutes Schwein, um es mal vereinfacht zu sagen. Bei den Juden wird das mit den Nahrungsregeln richtig kompliziert, also schenke ich mir das hier. Nur soviel: Nicht weniger sinnfrei. Das Gleiche gilt natürlich auch für die Kuh bei den Hindus usw.
Fassen wir kurz zusammen: Große Weltreligionen ernähren ihre Schafe entgegen ihrer eigenen Regeln. Wenn wir jetzt alles mal so ein bißchen zusammenfassen, können wir feststellen: Ferngelenkt laufen menschen durch die Welt, danach strebend, ein perfektes Schaf zu werden, immer mehr und mehr. In der Zeit werden die Kriege immer mehr, immer mehr Menschen geht es schlecht, immer weniger Liebe turnt durch den Globus.
Ich mache Musik, damit die Welt ein besserer, schönerer usw. Ort wird, und ich empfinde dies persönlich als den Auftrag (meinetwegen Gottes), der mir gegeben wurde, und dem ich von Herzen gern folge. Diesem Auftrag folgend sage ich:
Es wird SHEEP 2 geben. Ich nagele mich selbst mal nicht auf einen Termin fest, kann aber sagen, das es länger als 41 Minuten geht und Alex Schweigert wieder alle Gitarre(n) spielen wird. Ausserdem wird er die Fotos für das Artwork liefern.
Alles für die Mensch(lichk)heit.
Einen schönen, geregelten Montag wünsche ich allerseits.
«Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen.»
Genesis 1,29 (back)
Wenn man sich in einer anderen Übersetzung 1,29 zusammen mit 1,30 anschaut, dann heisst es sogar: “29 Da sprach Gott: “Seht, ich übergebe euch alle Samen aussäenden Gewächse auf der ganzen Erdfläche, sowie jeden Baum, an dem Samen aussäende Baumfrüchte sind. Das soll euch als Nahrung dienen. 30 Auch allen Tieren der Erde, allen Vögeln des Himmels, allem, was auf der Erde kriecht, was immer mit einer Kehle lebt, soll alles grüne Gewächs als Nahrung dienen.” (back)
Aber auch in den Apokryphen, den sogenannten ‘Nebenbüchern der Bibel’. (back)
Ich helfe seit einiger Zeit bei Übersetzungen der Website des französischen (jedoch in Kanada lebenden) Buchautors Daniel Meurois. Heute bekam ich Post:
Das Buch ‘Wesak, Christus und Buddha - das Fest der Versöhnung’. Ich hatte das noch nicht.(1)
3 Fläschchen Öle.
Eine CD für Meditationen.
Einen handgeschriebenen Dankesbrief.
Ich bin begeistert.
Was wohl daran liegt, daß es noch gar nicht veröffentlicht ist. (back)
Ein lieber Freund schrieb einmal vor einigen Jahren:
Hör ihr zu, deiner Angst; sie ist du. Rufe sie von dir aus und laß sie Platz nehmen und gib ihr deine Zeit; und selbst, wenn du nie ernstlich versucht hast zu verstehen, was ein anderer Mensch dir sagen möchte: versuch zu erfassen, was deine Angst dir sagen möchte. Laß dir Zeit dabei, und versuche nicht, allzuschnell zu verstehen.
Sie geht durch dich hindurch wie ein heißes, scharfes Messer durch weiche Butter. Durch alle deine Barrieren hindurch, unter Mißachtung aller deiner Abwehrmechanismen fokussiert sie auf genau den einen Punkt, den du nicht bannen konntest. Deine Welterklärung, deine Rechtfertigungen, deine Darstellungen - alles was du heranziehst, um vor dir selbst zu verschleiern und zu verbergen, daß da ein wunder Punkt ist - sind machtlos ihr gegenüber. Die Wunde blutet; und deine Angst sagt dir, daß die Wunde blutet.
Warum solltest du klüger sein, als ich es war. Auch meine Mauern standen, nach innen wie nach außen, und, glaub´ mir vielleicht, es waren wohlerprobte Mauern, die manchem Sturm standhielten. Doch gerade mit diesem Punkt - daß die Mauern standhielten - begann die Hölle. Ein sanftes Pochen, weg damit: Ein Anklopfen, weg damit. Ein leiser, noch ferner Trompetenschall, weg damit. Und Schritt und Schritt, immer stärker, und plötzlich ein Heer vor meinen Mauern, so schien es; tatsächlich natürlich ein Heer in meinen Mauern.
Und sie halten; doch das Heer wird stärker. Festkrallen. Schweißausbrüche. Innere und äußere Verkrümmung. Ich will nicht hören. Ich will nicht hören, verschwinde. Und irgendwann, zerberstend, steht die Angst vor mir: »ICH HABE DIR ETWAS ZU SAGEN, WURM.«
Und immer und immer wieder; zuviel für meinen Verstand, irgendwann müssen die Mauern doch stark genug sein.
Daß ich blute, durfte ich mir nie eingestehen.
Viele Jahre, in denen ich kurz und klein geschlagen wurde von dieser Angst; und langsam, ganz langsam brach die Kraft weg, diese Mauern aufrechtzuerhalten. Keine heldenhafte Einsicht, einfach nur Kraftlosigkeit. Und ich sagte zu dem Pochen: »Setz dich, ich höre dir zu. Ich nehme mir Zeit für dich.« Und die Angst sagte mit: »Ich möchte dir etwas sagen, Liebster.« Eine Viertelstunde, eine halbe Stunde, selten länger. Plötzlich: Fluten von Traurigkeit. Keine Angst, nur Traurigkeit. Oft Tränen.
Langsam, ganz langsam: Einverständnis. Und Erlösung. Und eine Bedrohung, die sich als beste - und tatsächlich als wirkliche Freundin und gute Beraterin erweist.
Und das Ende der Hölle.
Ich weiß, er legte keinen Wert darauf, jetzt genannt zu werden.
Michel de Montaigne war ein sehr weiser Mann, ihm gebührt meine hohe Achtung. Ich habe mir mal sämtliche seiner Aussagen zusammengesucht, die ich für mindestens interessant halte. Mir persönlich bereitet es grosse Freude, daß zu lesen. Das, was ich besonders wahr finde, habe ich gefettet.
Michel de Montaigne 1533-1592
französischer Philosoph, Schriftsteller und Politiker
Die Philosophie ist, und zwar auch bei gescheiten Leuten, nur ein leeres Wort, das keine Beziehung zur Wirklichkeit hat.
Die Speisen, die für ein Kind gesund sind, muss man ihm versüßen, und die, welche ihm schädlich sind, vergällen.
Weisheit ist, die Dinge zu nehmen, wie sie sind… und sich mit dem Unabänderlichen abzufinden.
Am jetzigen Verfall hat jeder von uns seinen eigenen Anteil.
Die tödliche Krankheit des Menschen ist seine Meinung, er wisse. / La peste de l’homme c’est l’opinion de savoir.
Bei uns machen die einen der Welt weis, sie glaubten, was sie nicht glauben; die anderen - und das ist die Mehrzahl - machen es sich selber weis.
Anmaßung ist unsere eigentliche angeborene Krankheit.
Nichts wird so fest geglaubt wie das, was wir am wenigsten wissen.
Bücher haben viele treffliche Eigenschaften für die, die sie zu wählen wissen.
Das eindrucksvollste Zeichen von Weisheit ist beständige Heiterkeit.
Ich will lieber geschäftlich als charakterlich versagen.
Das meiste auf der Welt geht von selbst; der Erfolg läßt oft ganz törichtes Verhalten berechtigt erscheinen.
Das Gute, das zur Schau gestellt wird, ist halb entwertet.
Die Ehe: ein Markt, auf dem nichts umsonst ist - abgesehen vom Eintritt.
An sich ist es ja gleichgültig, ob man sein Geld spart oder ausgibt; gut oder schlecht kann nur genannt werden, was wir damit wollen.
Man muss die Krankheiten gewähren lassen.
Wenn die Leute mir vorwerfen, dass ich zu viel von mir spreche, so werfe ich ihnen vor, dass sie überhaupt nicht mehr über sich selber nachdenken.
Jedes Ding hat hundert Glieder und hundert Gesichter.
Es liegt etwas Knechtisches in Zwang und Strenge.
Es gibt noch eine andere Art von Ruhmsucht. Sie besteht darin, dass wir unseren Wert und unsere Verdienste überschätzen.
Das Unlogische lockt die Frauen.
Wir trachten nach anderen Lebensformen, weil wir die unsere nicht zu nutzen verstehen. Wir wollen über uns hinaus, weil wir nicht erkennen, was in uns ist. Doch wir mögen auf noch so hohe Stelzen steigen - auch auf ihnen müssen wir mit unseren Beinen gehen. Und auf dem höchsten Thron der Welt sitzen wir nur auf unserem Arsch.
Man muss der Unehrlichkeit oder Unvorsichtigkeit seines Bedienten immer ein wenig Spielraum lassen.
Das Meisterstück eines Menschen, auf das er besonders stolz sein kann, ist, sinnvoll zu leben: Alles Übrige - wie regieren, Schätze sammeln, Bauten errichten - sind Nebensachen.
Was nützen mir die Farben, wenn ich nicht weiß, was ich malen soll?
Philosophieren heißt sterben lernen.
Mancher will sprechen lernen zu einem Zeitpunkt, wo er lernen sollte, endgültig zu schweigen.
Es mag sein, dass wir durch das Wissen anderer gelehrter werden - weiser werden wir nur durch uns selbst.
Wenn wir Abschied nehmen, wird unsere Neigung zu dem, was wir schätzen, immer noch etwas wärmer.
Kein Wind ist demjenigen günstig, der nicht weiß, wohin er segeln will.
Nichts ist gewiss, soviel ist sicher.
Wir treiben die Sache, von der wir besessen sind und getrieben werden, niemals gut vorwärts.
Wer nicht wartet, bis er Durst hat, der hat keine rechte Freude an einem guten Trunk.
Für den Christen ist es ein Wink zum Glauben, wenn ihm etwas Unglaubliches vorkommt.
Beim Sterben hat die Gemeinschaft nicht mitzuspielen; dieser Akt ist ein Monolog.
Wenn man die Form der Gerechtigkeit betrachtet, die uns regiert, so hat man ein Zeugnis menschlicher Dummheit, so viele Widersprüche und Irrtümer findet man darin.
Unser Übel liegt in der Seele; die aber kann sich selbst nicht vermeiden.
Bitternisse und Süßigkeiten der Ehe werden von den Weisen geheim gehalten.
Meine Gedanken schlafen, wenn ich sitze, mein Geist geht nicht, wenn ich nicht die Beine bewege. Diejenigen, welche ohne Bücher studieren, werden mit mir übereinstimmen.
Alles wimmelt von Kommentaren; an Autoren aber ist großer Mangel.
Man muß uns, glaube ich, nie so viel Verachtung zeigen, wie wir verdienen.
Eigensinn und Widerspruchsgeist sind niedrige Eigenschaften und meist nur bei kleinen Seelen zu finden.
Das Magazin meines Gedächtnisses ist immer besser angefüllt als das Magazin der Erfindungsgabe.
Unverlangte Entschuldigungen dienen als Anklage.
Auch Mängel haben ihre Art, sich zu empfehlen.
Das Leben damit zubringen, Worte zu machen, überlasse man Journalisten.
Nichts verhindert den rechten Genuß so wie der Überfluß.
Schwierigkeiten geben den Dingen einen größeren Wert.
Manchmal ist es eine gute Wahl, nichts zu wählen.
Wenn ich mit meiner Katze spiele, bin ich nie ganz sicher, ob nicht ich ihr Zeitvertreib bin.
Wer klug wäre, würde den wahren Wert jeder Sache daran messen, wie weit sie für sein Leben nützlich und verwertbar ist.
Wir bringen unsere Dummheiten zu hohen Ehren, wenn wir sie in Druck geben.
Feigheit, die Mutter aller Grausamkeit.
Das Gemeinschaftsgefühl erkaltet leicht, wenn man zu regelmäßig beisammen ist.
Die Lüge ist ein Winkelgang, von dem man durch eine Hintertreppe zur Wahrheit gelangen kann.
Dumme verstehen auch ihre gescheitesten Gedanken nicht.
Schwachköpfe kehren auch aus Niederlagen ruhmvoll heim.
Das Alter zieht noch mehr Runzeln in unseren Verstand als in unser Antlitz.
Die Natur sollte sich damit begnügen, das Alter elend zu machen, ohne es auch noch lächerlich zu machen.
Nichts hält etwas intensiver in der Erinnerung fest, als der Wunsch es zu vergessen.
Das einzige, was wir zu fürchten haben, ist die Furcht.
Die Frauen haben nicht Unrecht, wenn sie sich den Vorschriften nicht fügen wollen, welche in der Welt eingeführt sind: weil die Männer sie verfaßt haben, ohne die Frauen zu fragen.
Ein kluger Mensch sieht so viel, wie er sehen will, nicht so viel, wie er sehen kann.
Politik ist ein weites Feld für Zank und Streit.
In der wahren Freundschaft schenke ich mich meinem Freunde mehr, als daß ich ihn an mich ziehe.
Die Dummheit ist eine böse Eigenschaft. Aber sie nicht ertragen können, sich darüber aufregen und ärgern, ist eine Krankheit anderer Art, die der Dummheit nichts nachgibt und die gerade so unleidlich ist.
Die meinigen widersprechende Urteile regen mich nicht auf und beleidigen mich nicht; sie regen mich nur an und setzen mich in Tätigkeit.
Nur die Dummen haben sofort eine Überzeugung fertig.
Beim Abschied wird die Zuneigung zu den Sachen, die uns lieb sind, immer ein wenig wärmer.
Das Wichtigste ist, Lust und Liebe zur Sache zu wecken, sonst erzieht man nur gelehrte Esel.
Die meisten reisen nur, um wieder heimzukommen.
Es gibt nur wenige Menschen, die es wagen dürften, ihre geheimen Bitten und Gebete zu Gott öffentlich hören zu lassen.
Gewohnheiten sind der Sieg der Zeit über den Willen.
Ich bin der Auffassung, daß Freuden zu meiden sind, wenn sie größere Schmerzen zur Folge haben, und Schmerzen verheimlicht werden sollten, die in größerer Freude enden.
Ich habe niemals ein schlimmeres Monster oder rätselhafteres Geschöpf als mich selbst erlebt.
Ich weiß wohl was ich fliehe, aber nicht was ich suche.
Ich weiß, daß meine Abneigung gegen Ärzte krankhaft ist. Wenn sie mich aber am Leben erhält?
Mit den Ehen ist es wie mit den Vogelbauern; die Vögel, die nicht darin sind, wollen mit aller Gewalt hinein, und die, welche darin sind, wieder heraus.
Ich will in diesem Leben nur den Ruhm erwerben, daß ich es friedlich verbracht habe.
Jeder redet mal Unsinn. Ein Unglück ist nur, es dauernd zu tun.
Meine Albernheiten nehme ich nicht wichtiger als sie es verdienen. Das ist ihr Glück.
Fast alle unsere Ansichten fassen wir auf die Autorität anderer hin und auf Treu und Glauben.
Unser Suchen kann kein Ende finden. Unser Ziel ist in der anderen Welt.
Auf den Tod sinnen heißt auf Freiheit sinnen. Wer sterben gelernt hat, versteht das Dienen nicht mehr.
Das menschliche Denken wird sinnlos, wenn es kein bestimmtes Ziel hat.
Mein Gewerbe und meine Kunst sind zu leben.
Mit allen Kräften müssen wir uns die Freuden des Lebens zu erhalten suchen, die uns die Jahre, eine nach der anderen entreißen.
Das Gespräch ist, meiner Ansicht nach, die lohnendste und natürlichste Übung unseres Geistes: Keine andere Lebensbetätigung macht mir so viel Freude.
Der kluge Mann verliert niemals etwas, solange er sich selbst hat.
Wir werden viel weniger durch das verletzt, was uns geschieht als durch unsere Meinung darüber.
Von jeder Teilansicht, von jeder Tätigkeit aus kann man einen Menschen gleich gut beurteilen; in jeder drückt sich irgendwie sein Charakter aus.
Es gibt nur wenige Dinge, die wir ganz richtig zu beurteilen vermögen, weil wir an den meisten auf die eine oder andere Art allzu persönlich Anteil nehmen.
Der Körper kann große Lasten tragen, wenn man ihn strafft. Mit der Seele ist es ebenso.
Wir sind dazu geschaffen, die Wahrheit zu suchen, sie zu besitzen ist das Vorrecht einer höheren Macht.
Glück und Unglück sind meiner Meinung nach zwei souveräne Mächte. Es ist Torheit, anzunehmen, daß menschliche Klugheit die Rolle des Glücks spielen könne.
Wer weder widerstehen will noch fliehen - wie ist dem zu helfen?
Wer die Menschen sterben lehrt, lehrt sie leben.
Es ist lächerlich und ungerecht, daß der Müßiggang unserer Frauen mit unserem Schweiß bezahlt wird.
Uns etwas verbieten heißt uns danach lüstern machen.
Ich habe oft Menschen gesehen, die aus lauter Höflichkeit grob waren, und aus zu großer Verbindlichkeit lästig.
Es gehört doch immer ein gewisser Grad von Einsicht dazu, wahrzunehmen, daß man nichts wisse.
Okay, die Diskussion um obiges Thema scheint mir zu wichtig, als nur relativ versteckt in den Comments darauf zu antworten, weshalb ich jetzt mal - auch auf diverse Anfragen mittlerweile - darauf ausführlicher eingehen möchte. Und zwar hier auf der Frontpage.
Zunächst einmal möchte ich jeden Leser bitten, zur Kenntnis zu nehmen, daß ich Pflanzen und Tiere unterscheide, jedoch nicht voneinander trenne (ich erkläre das gleich weiter unten). Also, dies visuell zur Hilfe:
Pflanzen ↔|↔ Tiere
Ich sehe jede LEBENsform als Bruder an. Ja, richtig gehört. Mein Respekt ist für Pflanzen nicht geringer als für Tiere oder andere LEBENsformen. Dazu zählt also im Prinzip jegliche, sich entwickelnde Materie. Denn Leben zeichnet sich durch Entwicklung aus. Also zählen dazu auch vermeintlich ‘tote’ Materialien, wie z.B. Mineralien (Steine etc.).
Wenn man den Absatz hierüber liest, können einem 2 Gedanken kommen:
Der Vogelmann hat ein richtiges Rad am Wandern.
Irgendwie sieht das ja alles danach aus, als habe alles eine Funktion, Bedeutung oder Ähnliches.
Das ich ein bißchen bescheuert bin, ist ja nun kein Geheimnis mehr, also wenden wir uns Punkt 2 zu:
Man braucht nicht spirituell, ‘esoterisch’ oder sonstwie abgehoben zu sein, um erkennen zu können, daß alles auf der Erde (und darüber hinaus) seinen Platz, seine Funktion und seine speziellen Bedeutungen hat. Das sieht selbst jeder Naturwissenschaftler ein. Den viel diskutierten Darm oder das Gebiß eines Menschen kann man auch getrost außen vor lassen, ebenso die Frage, ob man nun Leichenteile verzehrt oder nicht; selbst gesundheitliche Aspekte kann man in die Tonne hauen, es sei denn, daß ist einem persönlich schon wichtig. Eigentlich braucht man sich nur eine Frage zu stellen:
Möchte ich permanent entgegen der ewigen Ordnung agieren?
‘In meiner Welt’ gibt es diese eine ewige Ordnung. Nennt es Gott oder sonstwie, daß spielt eine unwichtige Rolle, ‘Gott‘ ist nur ein Wort, eine Bezeichnung. Diese eine Ordnung beinhaltet, daß jedes Leben (siehe Beschreibung oben) irgendwo hingehört und dort seinen Dienst innerhalb dieser Ordnung FÜR den Bestand der Ordnung tut.
Ein Aus-der-Reihe-tanzen aus dieser Ordnung kann man mit einer Pferdeherde vergleichen: Tanzt ein Mitglied der Herde aus der Reihe, wird es verstoßen und nähert sich somit dem Mangel an Überlebensfähigkeit. Es fällt aus der Ordnung (“… das ist nicht in Ordnung …”).
Es gibt also zwei Welten, die nicht nur einander bedingen sondern auch füreinander bestimmt sind, nämlich Pflanzen und Tiere. Pflanzen sind dazu da, um von Tieren verzehrt zu werden. Ich zähle (der Einfachheit der Rede halber) Menschen mit zu den Tieren. Tiere sind aber - der Ordnung entsprechend - NICHT dazu gedacht, um von Menschen verzehrt zu werden. Schon gar nicht sind Tiere dazu da, um von Menschen Scheiße behandelt zu werden … ich brauche das nicht weiter auszukleiden, ihr wisst selbst alle, worum es geht. Auch spielt es überhaupt keine Rolle, ob ein Mensch ein ‘Allesfresser’ ist oder nicht.
Jede Lebensform verfügt - selbst nach physikalischen Gesetzen - über eine gewisse Lebensenergie, die ich beim Verzehr mit aufnehme. Daran besteht überhaupt kein Zweifel, und zwar weder grenz- noch sonstwie wissenschaftlich. Das ganze Thema spielt sowieso eine sehr untergeordnete Rolle. Es ist nicht nötig, sich ständig dieser ganzen Paradigmen (Religion, Esoterik, Gesundheitsfanatismus … etc.) zu bedienen. Man braucht sich nur die Frage weiter oben zu stellen und herausfinden, welche Konsequenzen es hat, wenn ich gegen die ewige Ordnung verstoße.
Diese Ordnung hält alles zusammen, was zusammen gehört, und sorgt dafür, daß Leben überhaupt funktioniert. Genau genommen ist sie sogar der Urheber von Leben. Ich kann nun entscheiden, welche Energien ich in mich aufnehmen möchte und welche nicht. Ich möchte keine Energien in mich aufnehmen, die in der Form nicht zu meinen Lebensenergien gehören, denn sie tun mir nicht gut.
Deshalb möchte ich keine Tiere essen.(1) Und deshalb möchte ich Tiere als Lebensform höchstmöglich achten, ebenso, wie jede andere Lebensform. Pflanzen geben sich in ‘meiner Welt’ Menschen und anderen Tieren zum Verzehr freiwillig und gerne hin, denn dies ist ihre Aufgabe, der einen Ordnung entsprechend. Und die nehmen sie sehr gewissenhaft wahr.
Gleiches kann man von Menschen nicht behaupten. Es besteht übrigens überhaupt gar kein Grund, sich wegen eines solchen Themas in Diskussionen zu streiten. Ich erkenne durchaus an, daß viele Menschen (noch) nicht in den Dimensionen denken können oder wollen. Auch das widerum ist nicht überheblich gemeint. Wie immer gilt: Wer verstehen will, der verstehe.
Ich möchte hierzu anmerken, daß ich stets versuche, auch Menschen gegenüber die Achtung entgegenzubringen, auf die sie einen Anspruch haben, weshalb es gelegentlich vorkommt, daß ich Fleisch zu mir nehme. Es ist nämlich gar nicht so, daß ich Fleisch nicht wohlschmeckend finde. Das passiert zum Beispiel, wenn ich eingeladen werde, jemand aber nicht weiß oder wußte, daß ich keine Tiere esse. (back)
Eradicating Poverty, not dropping bombs, is the only way to beat global terrorism. To give hope to people that have none, to let them know that people care and that we are all one - that is the way to move forward and live in peace. Because if people have hope and dignity, why would they follow the idealogical bullshit lies from radical religious fucks that use that hopelessness to create the next-gen terrorists. Its up to us to restore balance in the world.
Hass ist die stärkste Abneigung, die ein Mensch empfinden kann - ein Gefühl absoluter und tiefer Antipathie.
Ausgehend von der biologisch angeborenen Fähigkeit zu intensiven negativen Gefühlen gegenüber einem anderen Menschen wurde der Begriff schon immer auch im übertragenen Sinne verwendet und steht dann allgemein für die stärkste Form der Abwendung von anderen Lebewesen oder Dingen. Dem Gefühl Hass geht im Gegensatz zur Liebe nicht unbedingt geistige Freiheit voraus, denn er kann auch unter Zwang entstehen. Hass:
wird oft mit folgenden Worten in Verbindung gebracht: leidenschaftlich, glühend, aber auch kalt, bitter usw.
hat mit Gefühlen (Emotionen) zu tun, kann aber auch vom Verstand geprägt sein (man kann Hass gegen jemanden oder etwas hegen)
wird häufig als Gegenteil zur Liebe gesehen (siehe Ataraxie), und ist in seiner möglichen Stärke und Unbeirrbarkeit, mit ihr durchaus vergleichbar,
kann aber auch nahe bei dieser liegen (siehe Hassliebe),
hat als emotionales Gegenteil eher die Unbewegtheit des Gemüts: Ataraxie.
Wenn man sich einige dieser Worte in der Beschreibung mal genauer ansieht, wird selbst dem Betäubtestem viel deutlich. Davon gehe ich zumindest mal aus.
Immer wieder mal begegne ich - auch auf mich gerichteten - blindem Hass. Mit Betonung auf ‘blind’. Ich empfinde das regelmässig als ein von unglaublichen Kräften angetriebenes Aufbegehren der Mächte des Mangels in einer Person. Nochmal: des Mangels! Wer hasst, hat einen grossen Mangel an ‘Geliebtwerden’ in seinem Leben. Finsternis ist immer ein Mangel an Licht.
Führt man sich das so vor Augen, muss man erkennen, daß ein Reagieren mit Hass auf Hass zu nichts nütze ist. Nur Licht selbst lässt Dunkelheit schwinden. Dazu muss man weder Physiker noch ein geistiger Überflieger sein, um das so zu erkennen.
Möge jeder für sich selbst entscheiden, wie blind er sein möchte, wie sehr er den Hass in sich einziehen lassen und von ihm gelenkt werden möchte. Ein Lichtschalter funktioniert sehr einfach. Eine kleine Bewegung reicht aus, um Licht ins Dunkel zu bringen. Aber bewegen muss man sich schon.
Wie immer gilt: Wer verstehen will, der verstehe. Wer nicht, lässt nur Zeit vergehen, die er auch besser nutzen könnte.
… bin ich, habe ich soeben herausgefunden. Den Begriff kannte ich vorher auch noch nicht. Er resultiert aus der Zeit der Nürnberger Prozesse. Hier war dieser Begriff geläufig.
Ich bin deshalb mindestens Vierteljude, weil man Großvater(1) väterlicherseits Volljude war. Das reicht. Inwieweit mein Vater Voll- oder Halbjude war, kann ich nicht genau sagen, dazu fehlt mir sicheres Wissen. Dennoch ist es wahrscheinlicher - aus meiner Einschätzung, daß ich schon eher Halbjude bin.
In einer Ersten Verordnung zum Reichsbürgergesetz vom 14. November 1935 definierten die Nationalsozialisten, welche Personen von „teilweiser jüdischer Abstammung” den menschenrechtswidrigen Nürnberger Gesetzen unterliegen sollten. Dort wurde geregelt, wer nach nationalsozialistischer Auffassung „Voll-”, „Halb-” oder „Vierteljude” war:
Personen mit mindestens drei jüdischen Großeltern galten als „Volljude”.
Personen mit einem jüdischen Elternteil oder zwei jüdischen Großeltern galten als „Mischling ersten Grades” („Halbjude”)
Personen mit einem jüdischen Großeltern-Teil wurden als „Mischling zweiten Grades” eingestuft („Vierteljude”).
Mischlinge ersten Grades, die der jüdischen Kultusgemeinde angehörten oder mit einem Juden verheiratet waren, wurden als Volljuden eingestuft. Für sie kam später der Begriff Geltungsjude auf. Alle anderen „Halbjuden” und „Vierteljuden” wurden amtlich als „jüdische Mischlinge” bezeichnet.
Ich habe lange nicht kapiert, wieso ich gar nicht direkt nach der Geburt getauft wurde. Erst später erklärte mir mein Vater, er habe mir da die freie Wahl lassen wollen.
Mein Großvater starb bei einem Besuch zweier SS-Leute an seinem Wohnhaus. Er war wohl ein sehr großer, massiger und bärbeissiger Typ, der sich nichts sagen ließ … was er mindestens einmal vererbt hat. Sie schossen ihn nieder, während mein sehr junger Vater zugegen war, weil er vermutlich die falschen Antworten gab. Zunächst kam mein Vater zu seiner Mutter, danach war er bis zu seinem 16. Lebensjahr in Kinderheimen großgeworden. (back)
Wie uns aus vertrauenswürdiger Quelle berichtet wurde, hat unser Babba, Sven Väth, DJ-Meister und internationaler Techno-Superstar, am letzten Freitag seine langjährige Freundin Nina Peter geheiratet. Inmitten der zauberhaften Landschaft Thailands fand eine buddhistische Zeremonie statt, bei der sich die beiden das Ja-Wort gaben.
Da hatter geheiratet.(1) Glückwunsch, alter Meister! Vergiß nicht, genug für die Scheidung wegzulegen.