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Saturday, April 26, 2008 by Ingo

Und sonst so?

Ich blogge momentan wenig. Nein, wenig Persönliches. Ich weiß. Nennt es Selbstzurückgewinnungsphase, oder sowas. Bin viel allein, eigentlich nur, und es tut mir wirklich gut, denn ich bin nicht einsam sondern ALL-EIN.

Ich werde auch bald wieder kreieren, und ich weiß, daß viele von euch auf Aquarius warten. Und einigen geht der Dance-Kram und das DJing auch sonstwo vorbei. Ich verstehe das, ihr wollt euch sowas wie GOD reinziehen und ab und zu meine Konzepte von Spiritualität, Leben und Liebe lesen, mich um meinen Freiheitskampf beneiden und wie ich ihn durchziehe.

Nach dem Crash meines Studiorechners (beim Umzug vom Transporter gefallen) beginnt jetzt irgendwie was Neues. Ich weiss immer noch nicht wieviele Daten auf wievielen kaputten Festplatten überhaupt noch da sind, und manchmal ist es mir auch egal, denn ich weiss: Kreieren kann ich immer. Ich kaufe ne neue Kiste und mache was Neues, drauf geschissen.

Ich mache bald erstmal Urlaub, und ich freue mich darauf. Ich weiß nicht mehr, wann ich zuletzt Urlaub gemacht habe, und nachdem es andere irgendwann nicht mehr interessiert hat (wenn überhaupt irgendwann mal), hat es mich irgendwann auch nicht mehr interessiert. Jetzt interessiert es mich aber. Und das sollte es (euch) auch.

Ich habe letzte Nacht einen schönen Film gesehen, in dem zum Schluß ein Satz gefallen ist, der haften blieb:

Versuche, dich mit meinen Augen zu sehen.

Ohne mich gibt’s keinen Vogelmann, so ist das. Wir hängen zusammen.

Thursday, October 18, 2007 by Ingo

Zu Hause

Ich erzähle ja hier seit Jahren etwas über mich, mein (Musiker-)leben, ab und zu auch eine Menge Fragwürdiges, was meinem kleinen Hirn entspringt, aber unter Anderem wisst ihr (wer mich länger “kennt”), daß ich ein ziemlich spiritiueller Mensch bin. Es gibt für so etwas meiner Ansicht nach nur unzureichende Bezeichnungen, weshalb ich es mal so nenne. Richtig formuliert würde ich es eher “Bewusstheit” oder “Wachheit” nennen, aber das ist den meisten ja - verständlicherweise - zu abgehoben. Mein ‘Lieblingsmotto’, welches zu meiner Spiritualität passt, ist immer noch: “Auf dem Weg zurück ist das Jetzt meine Speise.”

So, und jetzt mal unter uns, Freunde … :mrgreen:

JesusWo ist euer seelisches Heim, wie sieht euer Weltbild so aus? Habt ihr einen Glauben, ein Bekenntnis oder Ähnliches? Wo kommen wir her, wo gehen wir hin, was ist der Sinn der ganzen Quälerei? War Darwin ein Genie oder ein Idiot? Hatte Nietzsche Recht und Gott ist tot, oder hat es ihn nie gegeben? Ist einzig und allein die Wissenschaft etwas wirklich Greifbares für euch? What you see is what you get? Sind wir nach dem Tod nichts oder geht das Spiel weiter? Hat es den Mann auf dem Bild nie gegeben?

Also, ich bin neugierig. Und keine falsche Scheu … nehmt euch ein Beispiel an mir. Mich hält jeder Zweite für einen Spinner. ;) Wir sind ja hier unter uns, also Hosen runter. Wer weiß, wann ihr das nächste Mal dazu kommt? :D

Thursday, May 3, 2007 by Ingo

Vom lieblosen “Ja”

Jeder kennt es, kaum einem davon ist es wirklich bewusst: Das lieblose “Ja”. Es ist sozusagen das Pendant zum liebevollen “Nein”, das mein lieber Bruder schon ausführlich beschrieben hat. Nun, mein Bruder hat es beschrieben, erklärt (wie auch immer) für Menschen, die Lichtarbeit betreiben oder zumindest schon mal was davon gehört haben … nein, stimmt nicht ganz, aber genau diese Menschen verstehen schneller, was gemeint ist. Erklärt hat er es nämlich für alle.

Jetzt hab ich mir so meine Gedanken gemacht, wie man das Liebevolle an sich - also auch das “Nein” - den Menschen näher bringt, die von Lichtarbeit noch nie etwas gehört haben bzw. davon gehört haben, aber “keine Zeit für derartige Spinnereien haben”; sie haben “natürlich” mehr Zeit für “Sinnvolleres”, das soll aber keine Anklage sein. Zack! Jetzt habe ich wohl schon 50% potentieller Leser dieses Beitrages verloren, wie? :)

Gut, ich mach trotzdem weiter. » read more » weiterlesen »

Wednesday, January 17, 2007 by Bernhard

Ist Jesus Gott?

Ich darf ja laut Ingo schreiben was ich möchte. Also tue ich das jetzt auch mal (mache ich ansonsten aber auch…)

Das fragwürdige Konzept hinter der Veröffentlichung “GOD

Ingo veröffentlicht nun ja tatsächlich ein Mammutwerk unter dem gewagten Titel “GOD“. Das allein wäre schon mal eine gesonderte Betrachtung wert, aber grundsätzlich fällt sowas meiner Meinung nach durchaus unter die künstlerische Freiheit.
Ich kann nachvollziehen, was hinter dahinter stecken könnte dieser Veröffentlichung einen so hochtrabenden Titel zu geben. Wenn ich mir Ingos Musik anhöre, die ich im Übrigen sehr mag, finde ich, dass sich für den potentiellen Hörer die einmalige Chance ergeben könnte, den Begriff “Gott” durch die Musik zu abstrahieren und dadurch vollkommen neu zu definieren. Das würde dann auch den Titel “GOD” rechtfertigen (Obwohl man natürlich auch über andere Wege seine persönliche Definition von Glaube und Spiritualität finden könnte).

Diese einmalige Chance verschenkt Ingo aber! Er bildet sich selbst nämlich auf dem Artwork zu “GOD” in einer eindeutigen Pose nach zeitgenössischen Jesus- Darstellungen ab.
Jesus ist aber nicht Gott! Jesus ist eine rein westlich-christliche Metapher von Gottes Sohn. Dieses Bild ist in der westlichen Kultur fest mit bestimmten Wertesystemen (wie z. B. der Institution Kirche) verbunden.
Das hat für den Hörer und Betrachter des Werkes „GOD“ folgende Konsequenzen:

  • Die erlernten Bedeutungen von Jesus, Kirche und Religion werden sich zu allererst über die (vermutlich) tiefere Bedeutung des Titels „GOD“ legen. Der vordergründige Hinweis auf Jesus ist einfach viel zu stark und eindeutig.
  • Menschen anderer Kulturen wird der Zugang zu „GOD“ mit diesem Artwork damit fast unmöglich gemacht. Eine Abbildung eines Mannes, der aussieht wie Jesus, gemeinsam mit dem Titel „GOD“ ist ein eindeutiger visueller und inhaltlicher Code, der christlich geprägte Menschen anspricht und nicht-christlich geprägten Menschen zu verstehen gibt, dass es hier vorwiegend um Christentum geht anstatt um generelle Begriffe des Glaubens.

Letztendlich wird damit sogar eine potentielle Diskussion verhindert!

Man könnte also sagen dass die Verwendung der Jesus-Ikone als Titelbild für eine CD mit dem Namen „GOD“ einen groben semantischen Fehler enthält, ausgehend davon dass Ingo meines Erachtens sicher ein liberales und umfassendes Verständnis von Glaube und Religion kommunizieren möchte.

Ich habe meine Betrachungen zu diesem Thema natürlich in genau dieser Form betreits mit Ingo besprochen. Wenn ich Ingo richtig verstanden habe erhofft er sich gerade durch die oben aufgeführte Verwirrung der Begriffe einen erhöhten Aufmerksamkeitswert, der dann letztendlich dazu führen soll dass man sich eben gerade von den althergebrachten Bildern der Religion hin zu erneuerten und emanzipierten Haltungen zu dem Thema entwickelt. Ich halte diese Einstellung für ziemlich unbedarft. Ich glaube dass es mehr Irritation und Missverständnisse durch das Artwork von „GOD“ geben wird, als das es Menschen eine Tür zu einem erweiterten Verständnis der Welt aufschlagen wird.

Mein Vorschlag wäre folgender:
Um die Hörer wirklich dazu zu bringen bei dem Begriff „Gott“ nicht sofort in gängige Klischees zu verfallen hätte man z. B. ein graues Quadrat als Artwork benutzen können. Diese Form ist relativ frei von Assoziationen und könnte daher als globales Zeichen dienen, dass man den eigenen Vorurteilen keinen Glauben schenken darf. „Gott“ ist ein allumfassender Begriff, demnach ist „Gott“ auch in einem grauen Quadrat - und in einer stinkende Müllhalde, einem weinendem Kind, einem sterbenden Soldat, in der Klimaveränderung, in dem anregenden Geschmack einer Zigarette oder einfach einem warmem, weichen Bett… etc. und dass überall auf dieser Welt, unabhängig an was der Mensch glaubt oder ob er an irgendetwas überhaupt glaubt!

Apropos Missverständnisse:

  • Ich mag Ingos Musik und ich mag auch sein professionelles Artwork. Ingo ist mit seinen technischen und kreativen Fähigkeiten eine wirklich aussergewöhnliche Person.
  • Ich habe NICHT über Glaube, Religion oder Spiritualität an sich geredet, sondern nur über die Form, mit der gewisse Inhalte kommuniziert werden. Ich habe in diesem Zusammenhang auch keine wertenden Aussagen über die Inhalte getroffen, noch habe ich meine persönliche Meinung zu dem Thema kund getan (das ist nämlich an dieser Stelle völlig irrelevant).
    Folglich habe ich Ingo in seinen vermuteten inhaltlichen Aussagen über „GOD“ auch nicht zugestimmt oder mich ablehnend dazu geäussert. Ingo ist für mich als Künstler absolut integer.
  • Meine wertenden Aussagen betreffen nur die Form und wie man sie effektiver gestalten könnte; und das ausgehend davon dass ich verstanden habe was Ingo will – wenn man Ihm überhaupt unterstellen möchte dass er etwas will…
  • Mir ist auch durchaus klar dass Ingo mit der ganzen Sache eine gewisse Selbstironie zeigt.

;-)