Tuesday, June 24, 2008 by Ingo
Ich auch schon ein, zwei Mal in meinem Leben …Â
jemandem den Schädel gebrochen habe ich da nicht. Nichtmal in der Bahn geraucht. Es gibt nicht viele (eher gar keine) Dinge, die ich mir ‘dicht’ aber nicht nüchtern erlaube. Mir fallen zumindest keine ein.
Boulevard: Spyridon L.: “Ich war dicht” - HNA Online
Mit äußerster Brutalität hatten die Angeklagten Bruno N. (76) am 20. Dezember im U-Bahnhof Arabellapark in München zusammengeschlagen - vor laufender Überwachungskamera. Das Verbrechen, das als versuchter Mord angeklagt ist, hatte die Wellen der Emotionen hoch schlagen lassen. Vor allem Spyridon empörte, der Anlauf nahm, um wie beim Elfmeter gegen den Kopf des Bewusstlosen zu treten.
Klar, wenn man das liest, ist der erste Gedanke sicher nicht von großem Erbarmen begleitet. Ich habe das Überwachungsvideo gesehen, und was die beiden Jungs da gemacht haben, ist wirklich allerhärteste Brutalität und keine Achtung vor dem Leben. Dem 18-jährigen Halbgriechen (der Schädelbrecher) drohen nach Jugendstrafrecht max. 10 Jahre, dem 20-jährigen Halbtürken max. lebenslange Haft (beide wegen versuchten Mordes). Lebenslang, das ist schon ‘ne Hausnummer. Da keimt in mir die Frage auf:
Was soll eine lebenslange Haft bewirken? Oder auch ‘nur’ 10 Jahre? Resozialisierung? Sehr witzig. Ich vermute mal, wer so lange absitzt, ist hinterher ein grösserer Verbrecher als vorher. Verbrechen, die man nicht kennt, lernt man im Knast kennen; das weiß jedes Kind.
Die viel interessanteren und mir wichtig erscheinenden Fragen sind doch: Was treibt zwei sehr junge Männer dazu, so auszuticken? Woher kommt die Bereitschaft zu so einer Tat? Wieso nimmt jemand Anlauf, um jemandem mit voller Wucht den Schädel wegzutreten? Ein Schädel ist ein sehr massives Knochengebilde, um den zu brechen bedarf es sehr großer Wucht. Wieso kann eine Aufforderung eines alten Mannes, nicht in der Bahn zu rauchen, soviel Aggression, blanken Hass (und vielleicht sogar die Absicht zu töten) erzeugen?
Wie geht sowas?
Update
Heute (25.05.) bei Spiegel Online entdeckt:
Schließlich habe der 21-jährige Serkan A. ihm das Handy weggenommen, einen Freund angerufen und gesagt: “Willst du zuhören, wie ich einen Deutschen umbringe?” Serkan A. sei auf ihn losgegangen, habe ihn mit Anlauf getreten und bespuckt. “Da bin ich abgehauen”, sagte der Zivildienstleistende. Der angerufene Freund von Serkan A. hatte die Drohung bestätigt.
Oops.
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Saturday, June 21, 2008 by Ingo
Zigarette im Stadion: SPD-Politiker protestiert gegen Löw - Panorama - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten
Löw in der Kritik: Während der Zitterpartie gegen Portugal steckte sich der gesperrte Trainer auf der Tribüne eine Zigarette an. Damit verstieß er gegen die Prinzipien seines Arbeitgebers DFB, der rauchfreie Stadien propagiert - und auch aus dem Bundestag kommt Kritik.
Das ist wirklich lächerlich!
Joachim Löw ist ein erwachsener Mann, der sich von niemandem vorschreiben lassen muss, ob und wann er raucht. Meine Güte …
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Saturday, May 31, 2008 by Ingo
Bespitzelungsaffäre: Codename “Phylax” - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten
Klickt mal auf den Link. Wäre ich Spekulant (mit Kapital) würde ich jetzt soviele T-Aktien kaufen, wie mir möglich wäre. Ich glaube, in einem Jahr würde ich ein Vermögen machen.
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Friday, May 30, 2008 by Ingo
FTD.de - IT+Telekommunikation - Nachrichten - CDU-Politiker: Telekom-Skandal kann größer sein als Spiegel-Affäre
Es kann nicht angehen, dass ein Zweifel daran besteht, dass wenn … ein Pärchen SMS miteinander austauscht, dass das zur Privatsphäre gehört und dass das keinen, überhaupt keinen in Deutschland etwas angeht. Wir sind alle unbescholtene Bürger, und davon muss man ausgehen.
Sagen sie das mal ihrem Kollegen Schäuble, Herr Kampeter!
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Tuesday, May 27, 2008 by Ingo
Solingen-Jahrestag: “Ich fühle jeden Tag Schmerz” - Politik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten
Hier ein Auszug aus einem ganz beachtlichen Interview mit der türkischen Ehefrau, Mutter und Großmutter:
Genc: Ich trage eben keinen Hass in mir. Wenn man es genau nimmt, hasse ich genau vier Menschen auf dieser Welt. Nämlich die vier, die mein Haus angezündet haben. Alle anderen Menschen verdienen Respekt und Liebe. Und die bekommen sie von mir. Es sind doch nicht alle Deutschen schlecht, weil vier von ihnen mein Haus und mein Leben verbrennen. Nein, wir müssen respektvoll miteinander umgehen, sonst macht das doch alles keinen Sinn.
SPIEGEL ONLINE: Erzählen Sie Ihren Enkeln, was in jener Nacht passiert ist, wenn sie Ihnen Fragen stellen?
Genc: Nein, ich habe ihnen immer gesagt, dass unser Haus aus Versehen abgebrannt ist. Ich will keinen Hass in ihre Seelen pflanzen. Ich habe ihnen beigebracht, respektvoll zu leben und andere Menschen zu lieben, nicht zu hassen. Wenn ich ihnen die Wahrheit erzählt hätte, dass vier Jugendliche unser Haus und unsere Verwandten angezündet haben, dann würde ich Hass sähen. Dabei hilft das doch niemandem. Kinder hassen nur, weil irgendjemand diesen Hass in ihnen weckt.
Vor dieser Frau verneige ich mich. Und außerdem läuft mir dabei beinahe Pipi auf’s Gewand.
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