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Tuesday, October 7, 2008 by Ingo

Amerikanische Verhältnisse?

Festnahme am Köln-Bonner Flughafen - ”Alles falsch gemacht”

Die beiden auf dem Flughafen Köln-Bonn festgenommenen angeblichen Islamisten sind vorerst frei. Die Kritik an den Umständen der Verhaftung wächst.

Sind wir auch schon so weit, daß hier offensichtlich unbescholtene Menschen einfach festgenommen werden und ihnen das Leben erschwert wird? Ich bin gespannt, wann Herr Schäuble eine Art Guantanamo launcht.

Sunday, July 13, 2008 by Ingo

Mitunter fatales Prefetching

Firefox-User, stellt Prefetching ab! - Peter Kröner - Die Kunst des Machbaren

Sehr interessant. FasterFox (ein FF2-Plugin) konnte Prefetching auch, aber da musste man es explizit einschalten. Jetzt weiss ich auch, wieso das Plugin für FF3 nicht mehr zum Tragen kommt: FF3 hat Prefetching STANDARDMÄSSIG aktiviert. Was heisst das?

Befindet ihr euch auf einer Seite, so lädt FF im Hintergrund Daten aus den Links vor, damit - FALLS ihr einen Link klickt - die Daten schneller zur Verfügung stehen. Die Idee ist ja nicht so schlecht. Aber:

  • Rein IP-technisch besucht man so auch Seiten (und zieht damit auch Daten), die man gar nicht besucht (haben will). Das KANN fatal sein.
  • Eure zur Verfügung stehende Bandbreite für die Inhalte, die ihr tatsächlich sehen wollt, wird - ungewollt und unnötig - eingeschränkt.
  • Ich will selbst entscheiden, welche Seiten ich besuche bzw. weitestgehend, welche Daten ich lade.

Beispiel: Du besuchst eine Seite, die - ohne daß dich das interessiert - einen Link zu einer versteckten Kinderpornoseite enthält. Die Daten der illegalen Seite werden vorgeladen, DEINE IP beim Webhoster geloggt, der diese mindestens 6 Monate speichern muss (Vorratsdatenspeicherung, Schäuble). Damit bist du Besucher eine Kinderpornoseite. Peng! Und erkläre mal einem Richter, daß du kein Besucher auf so einer Seite warst.

Ganz tolle Idee von Mozilla. 8-O

ZUM GLÜCK kann man Prefetching (relativ) leicht deaktivieren (also auch für Laien):

  1. Im Browser about:config aufrufen.
  2. Bei Filter (oben) network.prefetch-next eingeben, wobei network.pre schon reicht.
  3. Die Funktion erscheint dann. Durch Doppelklick auf false stellen.

That’s it. Jefahr erkannt, Jefahr jebannt.

Thursday, June 26, 2008 by Ingo

Affentheater

: “Bild-Osgar”: Merkel lobt Altkanzler Schmidt in höchsten Tönen | Nachrichten auf ZEIT online

Ich ehre Helmut Schmidt ganz sicher. Okay, er hört sich auch gern reden, aber wenigstens haben seine Reden auch Gehalt. Wenn jemand ein Staatsmann ist, dann er. Aber diese Veranstaltung der BILD ist schlicht lachhaft. Mehdorns Ehrung ist der Witz in Tüten, um nur ein Beispiel zu nennen. Für ‘Privatisierung’ wird man jetzt schon geehrt.

Bekommt Schäuble 2009 den Osgar für Überwachungsstrategien? Ist Schily dann sein Laudator?

Sunday, June 1, 2008 by Ingo

Worte von Udo Vetter, die sitzen

Ich finde, mit meinem Anwalt kann ich angeben:

law blog» Archiv » Bürger von Schäubles Gnaden

Die Grund- und Verfahrensrechte, die Schäuble bedrücken, gelten nicht für Bürger. Sie gelten für Menschen. Das hat seinen Grund. Früher wurde auch schon gern gelabelt. Juden, Intellektuelle, Zigeuner, Homosexuelle, die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, waren mit einem Mal auch keine “Bürger” mehr. Die Folgen sind Gegenstand unzähliger Gedenkstunden, bei denen der Innenminister gewöhnlich die Ansprache hält.

Nun also neue Label. Terrorist. Gefährder. Wer das ist, entscheiden - vor einer rechtskräftigen Verurteilung - dann wohl die Bedarfsträger. So werden sie ja jetzt verharmlosend genannt, die künftigen Superpolizisten mit der Lizenz zum Schnüffeln, Ausquetschen und Festsetzen. Ausgerechnet jene, Staatsanwälte und Richter eingeschlossen, welche die Grund- und Verfahrensrechte zu rechtsstaatlichem Handeln veranlassen sollen, sollen über die Anwendung dieser elementaren Rechte entscheiden? Die Kontrollierten setzen die Kontrolle außer Kraft. Wie praktisch.

Friday, May 30, 2008 by Ingo

Unbescholtene Bürger

FTD.de - IT+Telekommunikation - Nachrichten - CDU-Politiker: Telekom-Skandal kann größer sein als Spiegel-Affäre

Es kann nicht angehen, dass ein Zweifel daran besteht, dass wenn … ein Pärchen SMS miteinander austauscht, dass das zur Privatsphäre gehört und dass das keinen, überhaupt keinen in Deutschland etwas angeht. Wir sind alle unbescholtene Bürger, und davon muss man ausgehen.

Sagen sie das mal ihrem Kollegen Schäuble, Herr Kampeter!