No place like home. mail me! Feed

 

Since 1973.

 


Home

Welcome

This is the official website of the musician, sound engineer, DJ, composer & producer for film & media Ingo Vogelmann. No MySpace, Fuckbook or whatever ... this is a real real deal.

You heard Ingo's own music somewhere or as a DJ live or on the radio and loved it? You should subscribe to the vogelmann Gigs Feed by either ... subscribe in a reader or subscribe to vogelmann Gigs by Email to never miss a gig!

Below this welcome message and the (very important) ads you find Ingo's (multilangual) Blog posts. Also explore the internal pages and (masses of) good stuff in the sidebars to the right and have a nice stay!

getFrisky! Essen | 31. Januar 2009 | Ticket-Vorverkauf

Tuesday, November 25, 2008 by Ingo

Christian Klar

Haftentlassung: Gericht erhält wegen Klar beleidigende Anrufe

Meine 2 Cents dazu:

Das Christian Klar Leid, Schrecken und Terror über Menschen gebracht hat ist nicht zu diskutieren. Ich persönlich hege keinerlei Sympathien für Christian Klar. Fakt ist: Klar ist ein Mensch und deutscher Staatsbürger, der Straftaten begangen hat, für die er 26 Jahre in Haft verbracht hat. Somit wurde er bis heute nicht besser oder schlechter behandelt als jeder andere Straftäter behandelt worden wäre, der Ähnliches verbrochen hat.

Wenn ich ein Gesetz sinnvoll, gut durchdacht und gut gemeint finde, dann das Grundgesetz. Vor dem Gesetz der Menschen soll jeder gleich sein. Das ist zwar selten so, aber wenn es mal so ist, dann finde ich das erbaulich. In Sachen Christian Klar ist der Protest, der nun laut wird, auf emotionaler Ebene zwar durchaus zu verstehen (auch von mir), ich halte ihn jedoch andererseits für sehr wenig respektvoll den Entscheidungsträgern und dem Rechtsstaat gegenüber. Niemand hat sich diese Sache je leicht gemacht, und eine solche Entscheidung schon gar nicht. Aber hier wurde nach den Grundsätzen des Rechtsstaates entschieden, was zu respektieren ist.

Unglaublich finde ich die Äußerung des Berliner CDU-Politikers, welcher der Ansicht ist, Christian Klar habe nicht das Recht, ein Praktikum beim Berliner Theater als Bühnentechniker zu absolvieren. Das Angebot kam vom Ensemble selbst. Mit den 26 abgesessenen Jahren hat Klar seine Strafe ordnungsgemäß verbüßt, moralisch darf man das gerne anders sehen. Nun hat er - dann als freier Bürger Deutschlands - das Recht, ein ganz ‘normales’ Leben aufzunehmen und aufzubauen, woran das Gericht auch logischerweise ein gesteigertes Interesse hat. Ich finde das ihm gemachte Angebot des Berliner Theaters sehr nobel. Es schenkt einem Menschen viel Vertrauen, der in seinem Leben sehr viel falsch gemacht hat. Den Menschen, die dieses Angebot zu vertreten haben, wird das vollkommen klar sein. Im Übrigen riskiert das Berliner Theater mit dieser Geste eine Menge.

Mir ist bewusst, das Klar offen nichts bereut. Mir ist auch vollkommen bewusst, das die neuesten Umstände für einige Betroffene unerträglich sind. Ich denke, das würde sich auch dann nicht ändern, wenn man Christian Klar aus dem Leben befördern würde (aka. töten). Die Todesstrafe gibt es in Deutschland - Gott sei Dank - nicht. Jeder Mensch, so sehe ich das, hat jederzeit das Recht, sich zu verändern und sein Leben auf eine andere Spur zu lenken. Strafgesetze sind nicht dazu da, einen Menschen zu zerstören, sie sind eine Erfindung aus Verzweiflung. Am liebsten sähen wir alle, daß ein Mensch seine Taten bereut, nie wieder begeht und durch die empfangene Strafe aus seinen Fehlern lernt. Damit man sich nicht vollkommen verloren mit dieser Hoffnung fühlt, erfand man irgendwann mal die ‘Bewährung’. Die hat Christian Klar aufgebrummt bekommen.

Die Gedanken sind frei. Ich habe meine Zweifel, das Christian Klar seine Ansichten erheblich verändert hat. Ich habe aber auch Zweifel, das er mit 56 Lebensjahren, von denen er 26 in Haft verbracht hat, nochmal einen Krieg gegen Deutschland bzw. dieses System entfacht. Für das, was ein Mensch denkt, kann man ihn nicht bestrafen, jedenfalls vor dem Gesetz nicht. So weit darf es auch nicht kommen.

Ich wünsche allen Betroffenen die Kraft, damit so schnell und schmerzfrei wie möglich umgehen zu können. Christian Klar wünsche ich, in diesem Leben noch einmal geliebt zu werden. Niemand sollte gehasst sterben.

Das Verhalten den Entscheidungsträgern gegenüber finde ich unanständig.

Nachtrag

Aber in allem wohnt Hoffnung, dass das Leben zurückkehrt.

(Christian Klar, 2007)

Monday, November 17, 2008 by Ingo

Kanye West hat Recht

Papa-rat-zzi
Creative Commons License photo credit: What What

Kanye West: Rapper kämpft gegen Paparazzi

Der Musiker habe genug davon, von Fotografen belagert zu werden: “Ich bin eine ganz normale Person, die berühmt geworden ist. Ich lehne es ab, mich durch die Hintertüren und Hotelküchen davon zu schleichen.”

Zu Recht. Paparazzi sind ein Piquel am Hintern. Jeder Mensch, sei er noch so berühmt/interessant für die Öffentlichkeit, hat ein Recht auf seine Privatsphäre.

Saturday, November 15, 2008 by Ingo

Linke-Politiker lässt wikipedia.de sperren

Umstrittener Eintrag

Ich weiss nicht, wieso sich alle Welt darüber aufregt. Wenn der Mann Recht hat, dann hat er Recht, und ein Richter wird das feststellen, oder eben nicht. Basta.

Wikipedianer verhalten sich nicht zum ersten Mal so, als wären sie immun gegen alles.

Monday, November 10, 2008 by Ingo

Vor dem Gesetz sind alle gleich

… und manche gleicher:

Spitzelaffäre: Zumwinkel kommt mit blauem Auge davon

Vielmehr gehen Strafrechtsexperten davon aus, dass sich Zumwinkel durch eine Geldzahlung in Millionenhöhe den Gang ins Gefängnis ersparen kann.

So sieht’s aus.

Thursday, October 30, 2008 by Ingo

Klagewelle gefällig?

Gericht: Hartz IV reicht für Familien nicht zum Leben

Das Landessozialgericht Darmstadt ist zu dem Schluss gekommen, dass die gesetzlich festgelegten Hartz-IV-Regelleistungen für Familien mit Kind nicht ausreichen. Geklagt hatte eine Familie, die mit 829 Euro im Monat auskommen sollte. Vor allem der Satz für Kinder scheint willkürlich.

Man sollte den gesamten Artikel lesen.

Hartz IV-Empfänger bekommen Prozesskostenhilfe, sprich: Sie brauchen Rechtsanwälte, Prozess- und Gerichtskosten nicht zu bezahlen (soweit ich das als Laie sagen kann). Also, Bedürftige dort draußen: Wehrt euch, geht zum Rechtsanwalt - am besten zu einem Fachanwalt für Sozialrecht.

Ich halte Hartz IV für grundsätzlich menschenrechtsverletzend und grundgesetzwidrig. Ebenso das SGB II insgesamt. Besonders die Zwangsarbeit.

Thursday, October 9, 2008 by Ingo

Weniger Recht auf Recht

Klagewelle: Anwalt für Hartz-IV-Empfänger soll teurer werden

Nach dem Willen mehrerer Bundesländer soll die Rechtsberatung für Hartz-IV- und Sozialhilfeempfänger eingeschränkt werden. Der Bundesrat entscheidet am Freitag über einen Gesetzentwurf von fünf Bundesländern zur Reform des Beratungshilferechts. Mit der Reform soll der Gang zum Rechtsanwalt für die Hartz-IV-Empfänger schwerer werden.

So sieht das aus. Wer ohnehin schon klein ist, hat die Schnauze zu halten. Es kann ja nicht angehen, daß Sklaven auch noch den Mund auftun. Die Regierung dieses Landes sollte sich in Grund und Boden schämen. Pfui.

Thursday, October 9, 2008 by Ingo

Letzte Zuckungen

Das ich das noch erleben darf:

Popkomm: Musikmanager fordert Ende des Kampfs gegen die Netzpiraterie

Peter Jenner, alter Hase im Musikgeschäft und Ex-Manager von Bands wie Pink Floyd, hat sich auf der Popkomm in Berlin für ein Ende des Kampfs der Rechteinhaber gegen die vielfach beschworene Internetpiraterie ausgesprochen. Schon der konzeptionelle Ansatz der Bemühungen zum Stopp von “Raubkopien” im privaten Umfeld sei falsch, da es sich beim Filesharing meist um ein Pendant zum rechtlich ganz legalen Verleihen von CDs im Freundeskreis handle. Statt weiter gegen das sich bereits eingebürgerte Verhalten der Verbraucher beim Nutzen von Peer-to-Peer-Netzen (P2P) vorzugehen, sollte die Musikwirtschaft besser auf internationaler Ebene wie der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) nach Wegen suchen, die Praktiken der Nutzer über Vergütungsansätze wie eine “Kultur-Flatrate” oder andere Pauschaltarife in bare Münze zu verwandeln.

Wer hätte das vor 8 Jahren gedacht?

Wednesday, October 1, 2008 by Ingo

Einlagensicherungsfonds? Deine Mudder …

Einlagensicherungsfonds:

[...] Auf die Leistungen eines freiwilligen Einlagensicherungsfonds gibt es für den Kunden keinen unmittelbaren Rechtsanspruch gegen den Fonds seines Geldinstituts. Der Fonds dient der Stabilisierung der ihm jeweils angeschlossenen Institute im Krisenfall. Bei einer allumfassenden Bankenkrise ist eine ausreichende Leistung nicht garantiert. [...]

Ich wollte es ja nur mal erwähnt haben. Kein Grund, gleich zur Bank zu gehen und das Konto zu plündern …(1)

  1. LOS, AB ZUR BANK!! (back)
Saturday, September 20, 2008 by Ingo

Ralph Giordano

… geht mir tendenziell auf den Saque, aber in dem Punkt muss ich ihm uneingeschränkt Recht geben:

Nicht die Moschee, der Islam ist das Problem!

Mit aller Kraft gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit – ja! Aber ebenso gegen Ausgrenzung und Abschottung von Frauen in den Parallelgesellschaften, gegen die Inflation von Zwangsehen, die unsägliche Perversität der „Ehrenmorde“ und manch andere Praktiken [...]

Friday, August 1, 2008 by Ingo

Beschlossen

Fraktion DIE LINKE. im Bundestag - Für eine neue soziale Idee:

DSC00049
Creative Commons License photo credit: perspektive89

Das Hanseatische Oberlandesgericht hat den Beschluss des Landgerichts Hamburg aufgehoben und verboten, die Äußerung von Frau Birthler, »in diesem Fall ist willentlich und wissentlich an die Stasi berichtet worden, und zwar von Gregor Gysi über Robert Havemann« zu verbreiten oder verbreiten zu lassen.

Hier der Beschluss des Landgerichts Hamburg als PDF.

Ich habe ein ganz anderes Problem mit der Linken momentan: Mir gehen die ausdrücklich sich selbst so bezeichnenden Kommunisten meines Wahlkreises auf den Trichter, aber gewaltig. So gewaltig, daß ich meine Mitarbeit derzeit vollkommen eingestellt habe, weil ich keine Lust auf diese Leute habe.

Für mich ist und bleibt Kommunismus ein menschenrechtlich nicht zu vertretendes Konzept, abgesehen davon, daß es zwangsläufig eine Diktatur ist. Und das geht mit einem Vogelmann nicht.

Wie hat jemand kürzlich so schön gesagt?

Sozialismus bedeutet gleiche Chancen für alle, nicht jedoch gleichen Reichtum.

Über den Beschluss den Landgerichts Hamburg bzgl. Gregor Gysi freue ich mich.

Wednesday, July 2, 2008 by Ingo

Gravenreuth gegen neues Leben

Anwalt Udo Vetter hat bemerkenswerten Erfolg in einer - wie ich finde - recht dramatischen Angelegenheit erzielt. Es geht um die Ausweisung einer Frau, die mit einem deutschen Mann zusammen ein Kind hat und wegen der illegalen Einwanderung auf Antrag der Staatsanwaltschaft strafrechtlich belangt (und offensichtlich ausgewiesen) werden sollte: law blog» Archiv » Neues Leben

Der Deutschen Lieblingsanwalt, Günter Freiherr von Gravenreuth, hat es sich offensichtlich (sicher ist das nicht) nicht nehmen lassen, dazu in den Kommentaren vom Lawblog Stellung zu nehmen:

Immer die “armen Opfer”, die gegen ihren Willen von Schlepperbanden nach Deutschland verschleppt werden - Ich kann es bald nicht mehr hören!!

Mit freundlichen Grüßen

Günter Frhr. v. Gravenreuth

So er es denn wirklich selbst ist, dann ist er - offensichtlich - auch dieser:

  • Wegen Urkundenfälschung in 60 Fällen wurde Gravenreuth im Jahr 2000 in München zu einer Geldstrafe verurteilt.
  • Gravenreuth wurde am 16. April 2008 vom Landgericht München (nach einer Absprache) rechtskräftig zu einer Haftstrafe von elf Monaten verurteilt, die sich aus den Bewährungsstrafen zweier erstinstanzlicher Urteile wegen Untreue von sechs (ursprünglich neun Monaten) und sieben Monaten zusammensetzt.
  • Noch nicht rechtskräftig ist ein Urteil, in dem Günter Freiherr von Gravenreuth wegen versuchten Betrugs zu einer Haftstrafe von sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt wurde. Das Urteil erfolgte, nachdem er den Internet-Domainnamen der taz pfänden ließ und versuchte diesen zu versteigern, wobei er angab, er hätte nach einer einstweiligen Verfügung gegen die taz das darin geforderte Geld nicht erhalten. Die taz stellte daraufhin Strafanzeige.
  • Freiherr von Gravenreuth war einer der ersten Rechtsanwälte, die Abmahnungen im Bereich der Informationstechnik in großem Stil zur Anwendung (und ins Bewusstsein der Öffentlichkeit) brachten, was ihm umfangreiche Kritik einbrachte. Im Auftrag verschiedener Mandanten hatte er teilweise massenhaft Abmahnungen versendet (Abmahnwelle), deren inhaltliche und formale Berechtigung in einzelnen Fällen auch unter Juristen umstritten war.

(Quelle: WIKIPEDIA)

Auch jemand, der sich selbst nicht mit Ruhm bekleckert hat, hat ein Recht auf seine Meinung bzw. diese Kund zu tun. Inwieweit das hier und da verhältnismässig ist, sei dahingestellt. Offensichtlich.

Wednesday, July 2, 2008 by Ingo

“Kannst du mir nicht was geben?”

Verbot für organisierte Sterbehilfe?

Neben der gewerbsmäßigen wollen einige Bundesländer auch die organisierte Sterbehilfe verbieten. Unterdessen kritisiert die Gesundheitsministerin das Vorgehen Roger Kuschs als Propaganda.

Dieser Fall macht momentan in den Medien die Runde. Dazu habe ich nicht viel zu kommentieren, aber ich habe eine kleine, persönliche Geschichte dazu auf Lager.

Meine Großmutter war 89 Jahre alt, als ihr Tod absehbar wurde, mit 91 ist sie dann gestorben. Leider nicht in Würde. Meine Mutter, manchmal meine Schwester und ich, haben sie die letzten Jahre gepflegt, denn alleine war sie nicht mehr lebensfähig. Die letzten 3 Monate verbrachte sie in einem Pflegeheim, in dem meine Tante arbeitete, weil meine Mutter die Pflegebelastung nervlich nicht mehr tragen konnte. Meine Oma war regelrecht verfallen, ja quasi bereits tot. Ihr Geist war völlig vernebelt und der Körper nur noch eine fast leblose Hülle. Sie war bereits länger vollkommen inkontinent und wusste das auch irgendwann gar nicht mehr. Es gab aber auch eine Phase, natürlich zu Anfang, als sie das alles noch sehr bewusst selbst erlebt hat und sich sehr schämte. Sie hatte auch so ‘helle Momente’, in denen sie ihren Verfall deutlich begriff. Dann war sie am Boden zerstört und weinte.

Meine Oma war eine liebe Frau und eine richtige Oma, wie man sie sich vorstellt.(1) Dick (als es ihr noch gut ging), gemütlich, lustig, hatte immer einen guten Knaller (Spruch) auf Lager und immer Süßigkeiten im Schrank. Und auch immer ein paar Mark für ihre Enkel in der Schublade bereitliegen. Wann immer wir bei ihr waren: Sie hat sich gefreut, wenn die Hütte voll war.

Meine Mutter hat sich bis zum letzten möglichen Moment bis zur Selbstaufgabe für sie aufgeopfert. Aus Liebe und Dankbarkeit. Oma war immer für uns da, in guten und schlechten Zeiten. Sie hat nie in Frage gestellt, was man ihr vortrug; wenn sie merkte, daß es einem nicht gut ging, hat sie einfach geholfen.

Kurz: Meine Großmutter hätte ein Sterben in Würde verdient. Wie jeder Mensch.

Es muss so um 1996 gewesen sein, also knapp 2 Jahre vor ihrem Tod, als es ihr bereits nicht gut ging und sie kaum noch alleine lebensfähig war, als sie - wie jeden Sonntag - bei meiner Mutter zum Essen war. Ich war auch da und saß gerade für ein paar Minuten allein mit meiner Oma am Esstisch, weil meine Mutter sich gerade in der Küche um das Essen kümmerte. Ich unterhielt mich etwas mit ihr, fragte sie, wie sie sich so fühle, als sie mich plötzlich mit Tränen in den Augen zu ihrem Ohr winkte, so als wollte sie mir etwas zuflüstern. Ihr Gesichtsausdruck war regelrecht bettelnd, und sie flüsterte mir ins Ohr:

Es ist schrecklich, so zu leben. Ich will sterben, mein Junge. Kannst du mir nicht was geben?

Ich werde ihre kleinen, lieben, bettelnden und tränennassen Augen in diesem Moment nie vergessen. Ich antwortete:

Oma, ich verstehe dich und würde das wirklich gerne tun. Das kann ich aber nicht. Du weisst doch … das geht nicht.

Von diesem Gespräch hat nie jemand etwas gewusst, denn meine Oma bat mich um Verschwiegenheit. Mir ist die Antwort auf die Bitte meiner Oma damals sehr schwer gefallen.

Ich befürworte die Regelungen in der Schweiz, wo aktive Sterbehilfe unter ordentlichen Voraussetzungen möglich ist. Ich wiederhole mich: Jeder Mensch hat ein Recht auf Würde, das ist das oberste Gebot, welches in unserer Welt zu achten ist.

Das letzte Wort meiner Oma war “Ingo”. Da hatte sie zum Letzten mal ihre Augen und ihren Mund zum Sprechen geöffnet, und ich hatte sie zum Letzten Mal gesehen. Stunden später erreichte uns der Anruf, das sie jetzt gestorben sei.

Stünde ich heute nochmal vor der Frage meiner Oma, würde ich anders entscheiden. Ich bereue meine damalige Reaktion nicht, denn damals waren meine persönlichen Möglichkeiten gefühlt andere. Aber heute würde ich mich verpflichtet fühlen, den Wunsch meiner Oma zu ermöglichen.

  1. Auf dem Foto von links nach rechts: Mein Bruder Dirk, meine Oma, meine Schwester. (back)
Tuesday, July 1, 2008 by Ingo

Man muss nicht immer korrekt sein

… wenn es um die ‘Signalwirkung’ einer nicht zu respektierenden und inkorrekten Entscheidung geht:

EU-Vertrag: „Wasser auf die Mühlen der Skeptiker“ - Ausland - FOCUS Online

Europapolitiker von CDU und SPD betonten laut „Handelsblatt“ zwar, dass der nun gewählte Weg formal korrekt sei und die Entscheidung respektiert werden müsse. „Ich hätte mir aber wegen der politischen Signalwirkung eine andere Variante gewünscht“, sagte der Vorsitzende des Europa-Ausschusses im Bundestag, Gunther Krichbaum (CDU).

Also wäre eine ‘andere Variante’ inkorrekt und despektierlich gewesen? Und seit wann gibt es bei solchen Entscheidungen, die ja rechtsstaatlich formal korrekt sein MÜSSEN, eigentlich VARIANTEN? Reden die nur noch dummes Zeug?

Saturday, June 28, 2008 by Ingo

Arte in High-Definition

Arte in High-Definition

Zu den wenigen TV-Sendern, die hier zu Lande High-Definition-Qualität anbieten, gesellt sich ein weiterer: Der öffentlich-rechtliche Sender Arte sendet ab 1. Juli in HD.

Nennt mich langweilig, aber das ist mein Lieblingssender. Mit großem Abstand.

Saturday, June 28, 2008 by Ingo

Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra

Sehr lange Reportage auf Google Video. Bitte ansehen:

Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra

Vielleicht habt ihr über’s Wochenende mal eine dreiviertel Stunde Zeit. Ich halte das darin enthaltene Wissen für unverzichtbar. Es geht um Uranmunition, die mindestens seit dem ersten Golfkrieg - bis heute - von Amerika und Großbritannien im Krieg eingesetzt wird. Sowohl Soldaten auf beiden Seiten als auch Zivilisten (und natürlich auch deren Kinder) leiden unter Strahlungsschäden.

Radioaktives Uran(1) hat eine Halbwertzeit(2) von 4,468 Milliarden Jahren.

Deadliest Roadside Bombing
Creative Commons License photo credit: nukeit1

Man sollte die Verantwortlichen (Bush und Komplizen) - natürlich nicht nur deshalb - SOFORT vor ein internationales Kriegtribunal(3) stellen. Mir ist absolut schleierhaft, wie diese Verbrecher immer noch frei umherwandeln und weiteres Unrecht in der Welt verbreiten können.

Update

Thomas Nolte hat mal wieder hervorragend recherchiert (siehe Kommentare). Natürlich ist es mal wieder DIE LINKE, die diese Umstände im Bundestag thematisiert. Hier ein sehr interessantes PDF dazu.

  1. Uran ist IMMER radioaktiv. (back)
  2. Die Halbwertszeit (Abkürzung HWZ) ist die Zeit, in der sich ein exponentiell mit der Zeit abnehmender Wert halbiert hat. Quelle: WIKIPEDIA (back)
  3. Wie mit Milosevic. (back)
Fast forward »