Friday, July 18, 2008 by Ingo
amiando
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… wenn es um die ‘Signalwirkung’ einer nicht zu respektierenden und inkorrekten Entscheidung geht:
EU-Vertrag: „Wasser auf die Mühlen der Skeptiker“ - Ausland - FOCUS Online
Europapolitiker von CDU und SPD betonten laut „Handelsblatt“ zwar, dass der nun gewählte Weg formal korrekt sei und die Entscheidung respektiert werden müsse. „Ich hätte mir aber wegen der politischen Signalwirkung eine andere Variante gewünscht“, sagte der Vorsitzende des Europa-Ausschusses im Bundestag, Gunther Krichbaum (CDU).
Also wäre eine ‘andere Variante’ inkorrekt und despektierlich gewesen? Und seit wann gibt es bei solchen Entscheidungen, die ja rechtsstaatlich formal korrekt sein MÜSSEN, eigentlich VARIANTEN? Reden die nur noch dummes Zeug?

photo credit: carlsonimkeller
Der EU-Reformvertrag liegt in Deutschland vorerst auf Eis. Bundespräsident Horst Köhler will bis zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über Klagen gegen den Vertrag die Ratifikationsurkunde nicht unterzeichnen. „Angesichts vorliegender Anträge auf einstweilige Anordnung folgt der Bundespräsident damit einer Bitte des Bundesverfassungsgerichts“, teilte das Präsidialamt in Berlin mit.
Gegen den EU-Reformvertrag haben der CSU- Abgeordnete Peter Gauweiler und DIE LINKE Klagen in Karlsruhe eingereicht. Linke-Fraktionschef Gregor Gysi sagte zur Entscheidung Köhlers: „Das ist ein erster Erfolg der Linksfraktion bei ihrer Klage gegen den Lissabon-Vertrag.“
Wunderbar, ich freu mich.
Militärtechnik: Bundeswehr bekommt Drei-Tonnen-Kampfroboter - Nachrichten Wissenschaft - WELT ONLINE
Bei der US-Armee sind Roboter im Kriegseinsatz schon Routine: Allein im Irak werden rund 3000 solcher High-Tech-Maschinen eingesetzt. Dagegen steckt diese Technik bei der Bundeswehr noch in den Kinderschuhen. Doch das könnte sich bald ändern – durch einen Drei-Tonnen-Roboter, der in Bayern entwickelt wurde.
Genau! Die Welt hat ja noch nicht genug Kampfmaschinen und -technologien, IHR ARSCHLÖCHER! Siehe einen Beitrag vor diesem …
Ich habe momentan nur noch einen Hals wegen so einer Shyce.
Wer erklärt sich dazu bereit, mit mir zusammen eine Petition im Bundestag einzureichen? Gegen Uranmunition und Kampfroboter. Meine ich ernst. Wir hängen das an die große Glocke, so weit es eben geht.
: “Bild-Osgar”: Merkel lobt Altkanzler Schmidt in höchsten Tönen | Nachrichten auf ZEIT online
Ich ehre Helmut Schmidt ganz sicher. Okay, er hört sich auch gern reden, aber wenigstens haben seine Reden auch Gehalt. Wenn jemand ein Staatsmann ist, dann er. Aber diese Veranstaltung der BILD ist schlicht lachhaft. Mehdorns Ehrung ist der Witz in Tüten, um nur ein Beispiel zu nennen. Für ‘Privatisierung’ wird man jetzt schon geehrt.
Bekommt Schäuble 2009 den Osgar für Überwachungsstrategien? Ist Schily dann sein Laudator?
heise online - Bericht: Berliner Polizei hörte 2007 fast 1 Million Telefongespräche ab
Die Berliner Polizei soll im Vorjahr nach Angaben von “Morgenpost online” fast eine Million Telefongespräche abgehört haben. Dabei wurden nach Angaben der Justizverwaltung die Telefone von 1100 Berlinern überwacht. Im Jahr zuvor waren noch 540 Berliner davon betroffen, berichtet das Internet-Portal der Berliner Morgenpost. Die meisten Anschlüsse wurden bis zu vier Wochen abgehört, zwei Anschlüsse allerdings zehn Monate lang, in einem Fall soll die Polizei sogar 14 Monate lang mitgehört haben.
Auch die Zahl der Verfahren, in denen die Telefonüberwachung zum Einsatz kam, stieg. Waren es 2006 noch 113 Verfahren, so wuchs die Zahl im vergangenen Jahr auf 178 an. Die meisten Telefonüberwachungen fanden dem Bericht zufolge im Zusammenhang mit Drogendelikten statt (500 Personen), gefolgt von der Überwachung von Verdächtigen in Mord- und Totschlagsfällen (239). Der Vorsitzende der Vereinigung der Berliner Strafverteidiger, Peter Zuriel, kritisierte die Flut der Abhöraktionen. “Es reicht inzwischen schon ein ganz geringer Anfangsverdacht, um grundrechtswidrig in die Privatsphäre einzudringen”, sagte er.
Ich bekomme Würfelhusten.
Ich auch schon ein, zwei Mal in meinem Leben …Â
jemandem den Schädel gebrochen habe ich da nicht. Nichtmal in der Bahn geraucht. Es gibt nicht viele (eher gar keine) Dinge, die ich mir ‘dicht’ aber nicht nüchtern erlaube. Mir fallen zumindest keine ein.
Boulevard: Spyridon L.: “Ich war dicht” - HNA Online
Mit äußerster Brutalität hatten die Angeklagten Bruno N. (76) am 20. Dezember im U-Bahnhof Arabellapark in München zusammengeschlagen - vor laufender Überwachungskamera. Das Verbrechen, das als versuchter Mord angeklagt ist, hatte die Wellen der Emotionen hoch schlagen lassen. Vor allem Spyridon empörte, der Anlauf nahm, um wie beim Elfmeter gegen den Kopf des Bewusstlosen zu treten.
Klar, wenn man das liest, ist der erste Gedanke sicher nicht von großem Erbarmen begleitet. Ich habe das Überwachungsvideo gesehen, und was die beiden Jungs da gemacht haben, ist wirklich allerhärteste Brutalität und keine Achtung vor dem Leben. Dem 18-jährigen Halbgriechen (der Schädelbrecher) drohen nach Jugendstrafrecht max. 10 Jahre, dem 20-jährigen Halbtürken max. lebenslange Haft (beide wegen versuchten Mordes). Lebenslang, das ist schon ‘ne Hausnummer. Da keimt in mir die Frage auf:
Was soll eine lebenslange Haft bewirken? Oder auch ‘nur’ 10 Jahre? Resozialisierung? Sehr witzig. Ich vermute mal, wer so lange absitzt, ist hinterher ein grösserer Verbrecher als vorher. Verbrechen, die man nicht kennt, lernt man im Knast kennen; das weiß jedes Kind.
Die viel interessanteren und mir wichtig erscheinenden Fragen sind doch: Was treibt zwei sehr junge Männer dazu, so auszuticken? Woher kommt die Bereitschaft zu so einer Tat? Wieso nimmt jemand Anlauf, um jemandem mit voller Wucht den Schädel wegzutreten? Ein Schädel ist ein sehr massives Knochengebilde, um den zu brechen bedarf es sehr großer Wucht. Wieso kann eine Aufforderung eines alten Mannes, nicht in der Bahn zu rauchen, soviel Aggression, blanken Hass (und vielleicht sogar die Absicht zu töten) erzeugen?
Wie geht sowas?
Heute (25.05.) bei Spiegel Online entdeckt:
Schließlich habe der 21-jährige Serkan A. ihm das Handy weggenommen, einen Freund angerufen und gesagt: “Willst du zuhören, wie ich einen Deutschen umbringe?” Serkan A. sei auf ihn losgegangen, habe ihn mit Anlauf getreten und bespuckt. “Da bin ich abgehauen”, sagte der Zivildienstleistende. Der angerufene Freund von Serkan A. hatte die Drohung bestätigt.
Oops.
Guter Kommentar zu dieser Meldung bei WELT ONLINE:
+++ Eilmeldung +++: EU beschließt neue Sanktionen gegen Iran - Nachrichten Politik - WELT ONLINE
23.06.2008, 15:10 UhrIrgendwann kommt der Spruch “Wir können uns nicht weiter auf der Nase herumtanzen lassen” und schon hat Bush seinen nächsten Krieg.
Rechtmäßigkeit hin, Rechtmäßigkeit her.
Ich halte ganz platt gesagt unsere Politiker für doof: Sie versuchen im Grunde immer das gleiche, mit dem gleichen Ergebnis am Ende.
Laut Einstein ist das eine Definition für Dummheit.Zu aller letzt aber haben sie sich unter Zugzwang gesetzt und starten lieber einen Krieg, nur um nicht dass Gesicht zu verlieren.
Irgendwie haben wir uns intellektuell zurück entwickelt auf ein geistiges Niveau, das zu Zeiten unseres letzten Kaisers herrschte und der Hurrah Patriotismus das Denken verdrängt hat.
Interview: Warum unser Planet auf totales Chaos zusteuert - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE
Sehr interessantes Interview.
Zigarette im Stadion: SPD-Politiker protestiert gegen Löw - Panorama - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten
Löw in der Kritik: Während der Zitterpartie gegen Portugal steckte sich der gesperrte Trainer auf der Tribüne eine Zigarette an. Damit verstieß er gegen die Prinzipien seines Arbeitgebers DFB, der rauchfreie Stadien propagiert - und auch aus dem Bundestag kommt Kritik.
Joachim Löw ist ein erwachsener Mann, der sich von niemandem vorschreiben lassen muss, ob und wann er raucht. Meine Güte …
Verleihung des Grimme Online Award 2008 - Kultur - WDR.de
Wer hat die beste Website im Land?
Zum achten Mal wird am Mittwochabend (11.06.08) der Grimme Online Award in Köln verliehen. Die Jury hat 19 Webseiten nominiert - darunter auch die WDR Mediathek regional, das WDR-Special “Weltreligionen” und die WDR-Kindernachrichten “neuneinhalb”.
Und? Wer hat den verdient?
heise online - Statt Plattenvertrag: Direktvertrieb über iTunes & Co.

photo credit: l0ckergn0me
Die veränderte Situation bedeutet allerdings nicht zwingend, dass es junge Bands viel einfacher haben, Käufer für ihre Werke zu finden. Sie können ihre Songs zwar in sozialen Netzwerken wie MySpace bewerben, doch gehen sie dort häufig im riesigen Angebot unter. Auch die Platzierung und der Verkauf von Alben und Singles in den großen Musikangeboten ist alles andere als einfach. So verhandeln die marktbeherrschenden Anbieter noch immer am liebsten mit traditionellen großen und kleineren Plattenfirmen, deren Gesamtkatalog sie auf einen Rutsch aufnehmen können, ohne sich mit einzelnen Künstlern auseinandersetzen zu müssen.
Der US-Musikdienstleister Tunecore will das nun ändern und bietet das Einstellen in diverse große Plattformen auch für Musiker ohne Plattenvertrag an. Er übernimmt dabei die gesamte Backend-Infrastruktur: Künstler übergeben ihre Musik an TuneCore und das Hosting sowie die Bezahlabwicklung laufen über den Anbieter. Tunecore unterstützt zur Zeit iTunes in allen Vertriebsgebieten, Amazon MP3, Rhapsody, Napster, E-Music, Lala.com sowie einige kleinere Anbieter mehr. Neben dem Einzelabsatz werden auch Abomodelle angeboten.
Hab ich’s gesagt? Ja, hab ich.
In Estland kam es in nur wenigen Jahren zu einer wahren elektronischen Revolution: 93Â % der Bevölkerung haben ein Mobiltelefon (2004) und per Gesetz garantiert Estland den kostenlosen Zugang ins Internet. Im ganzen Land gibt es wifi-Zugangspunkte zum Internet, mit denen die bewohnten Flächen abgedeckt werden. Wer keinen eigenen Rechner hat, darf gratis an einem von 700 öffentlichen Terminals in Postämtern, Bibliotheken oder Dorfläden ins Netz. Eine solche Regelung ist in Europa einmalig. In Estland sind außerdem alle Schulen online.
HA!
Und außerdem wissen Kollegen von einem ausserordentlich feierfreudigem Publikum zu berichten. Ich muss nach Estland.