Friday, August 15, 2008 by Ingo
Nachwirkung
Wenn man einen Tag in Peenemünde verbringt, beschäftigt einen das mitunter ein paar Tage. Hier könnt ihr meine Bilder dazu sehen.(1)
Überall kann man entweder Sowjet-, NVA- oder Nazigeschichte förmlich riechen, aber mindestens spüren. Meist alles zusammen auf einmal, denn das ist heute kaum noch trennbar. Die Epochen haben sich - bezogen auf die Relikte - vermischt. Aber besonders die gewaltige Vernichtungsmaschinerie der Nazis wird sehr deutlich und ist hier und da wirklich überwältigend.
Hier nur ein Beispiel:

Das Steinkohle-Kraftwerk der Peenemünder Versuchsanstalten.
Das Steinkohlekraftwerk vermittelt als eines der wenigen erhaltenen Gebäude der Peenemünder Versuchsanstalten noch heute eine Vorstellung vom großtechnischen Charakter, dem funktionalen Stil und dem technischen Standard der Anlagen. Die Raketenentwicklung, die Produktion von flüssigem Sauerstoff für den Raketenantrieb, die Peenemünder Werkbahn und die anlaufende Serienproduktion der Raketen benötigten große Mengen von Elektrizität. In kürzester Bauzeit von etwa zweieinhalb Jahren wurde das Kraftwerk unter massiven Einsatz von Zwangsarbeitern gebaut und erzeugte ab 1942 eine Leistung von 30 Megawatt.
Nach der teilweisen Demontage unter sowjetischer Besatzung produzierte das Kraftwerk nach einer Instandsetzung und Erweiterung noch bis 1990 Strom und Wärme.
Quelle: Peenemünde Website
Wirkt alles lange und intensiv nach. Bedrückend.
- Die Bilder sind unter nicht ganz ungefährlichen Umständen entstanden. (back)










