Saturday, July 12, 2008 by Ingo
“Vielfalt im Meer und dessen Bedrohungen”
Insgesamt 7000 Tiere von mehr als 100 Arten werden dann in den mit sechs Millionen Liter Wasser gefüllten Aquarien zu sehen sein. Die europaweit größte Ostsee-Ausstellung und eine Schau über die Weltmeere informieren gleichermaßen über Vielfalt im Meer und dessen Bedrohungen, über das Wechselspiel von Atmosphäre und Ozeanen, über die Motoren der Meeresströmungen und Extreme der Tiefsee.

photo credit: davebluedevil
Ich hab das doch richtig gelesen, oder?
- Eine Schau über die Weltmeere, die nicht in den Weltmeeren selbst stattfindet, informiert über die Vielfalt im Meer und dessen Bedrohungen. In einem Aquarium. Ich kann es kaum erwarten, die Treibnetzfischerei, die Lärmbelastung und die Meeresverschmutzung hautnah und realistisch im Aquarium zu erleben.
- Die Vielfalt im Meer (und so weiter) ist bedroht? So bedroht scheint sie nicht zu sein, wenn man 7.000 Tiere von mehr als 100 Arten aus ihrem natürlichen Lebensraum nimmt, um sie in ein Aquarium zu pferchen. Vermutlich argumentiert man genauso wie Zoos: “Das ist Artenschutz!”
- Was ist eine ‘europaweit grösste Ostseeaustellung’? Die grösste Ostseeausstellung in Europa? Wenn ja, an welchem Ort in Europa - außer an der Ostsee - würde eine solche Ausstellung Sinn machen? An der engsten Meerenge von Gibraltar? Am höchsten Berg der Niederlande? An der tiefsten Stelle des Gipfels des Mount Everest?
- Die Ausstellung informiert über die Motoren der Meeresströmungen und Extreme der Tiefsee. Aha. ich wusste nicht, daß in den Ozeanen Meereströmungen durch Motoren hervorgerufen werden. Und wie man den unglaublichen Druck in der Tiefsee in einem 6 Mio. Liter Aquarium simuliert, will mir auch nicht einleuchten. Da leuchtet mir nur eines ein: Motorengeräusche sind die Meeresbewohner ja gewohnt.
Die einzige Bedrohung, der sich Ozeane ausgesetzt sehen, ist so ein Bullshit wie der da oben. Menschengemachte Shyce, die weder ein Mensch noch ein Tier braucht.
Der beste Artenschutz ist und bleibt: Natürliche Lebensräume mitsamt ihren Bewohnern in Ruhe sich selbst überlassen, und sonst gar nichts.











