Ja, und zwar haargenau nur einen. Das mal vorweg.
Einige von euch wissen das, weil sie mich etwas besser kennen, Einigen wird das völlig neu sein: Ich bin - sozusagen - ein sehr gottgläubiger Mensch. Jesus hat mal gesagt “möchtest du, dass die Menschen dich verstehen, so musst du ihre Sprache sprechen”, also nehmt bitte nicht alles so superwörtlich, wie z.B. den Begriff “gottgläubig”. Ich versuche damit eine Sprache zu sprechen, die jeder versteht bzw. einordnen kann.
Nun ist meine Art von Gläubigkeit nicht mit religiös zu verwechseln! Das Ausrufezeichen ist wichtig, denn ich bin sicher alles, nur nicht religiös. Das Wort alleine sollte dem einen oder anderen verraten, wieso ich nicht religiös bin, aber ich möchte das kurz weitergehend verdeutlichen; hierzu nehme ich Wikipedia zu Hilfe:
Das Wort religio hatte im Lateinischen die unterschiedlichsten Bedeutungen: “Gottesfurcht“, “Frömmigkeit“, “Heiligkeit”, aber auch “Rücksicht”, “Bedenken”, “Skrupel“, “Pflicht”, “Gewissenhaftigkeit” oder “Aberglaube“. Die weitere Etymologie des Begriffs ist nicht mit Sicherheit geklärt. Religio ist kein Terminus altrömischer Religion. Die frühesten Belege für die Verwendung dieses Ausdrucks finden sich vielmehr erst in den Komödien des Plautus (ca. 250-184 v. Chr.) und in den politischen Reden des Cato (234-149 v. Chr.).
Mit anderen Worten: Religionen sind starre Systeme, und Starres ermöglicht keine Entwicklung. Aus meiner Sicht sind Religionen dazu erfunden worden, um Menschen in Schach und unter Kontrolle zu halten, mit Erfolg übrigens. Jesus sagte übrigens mehr als einmal, dass er nicht wolle, das die Menschen aus seiner Lehre Religionen formen. Ihr dürft mich gerne fragen, woher ich diese Gewissheit habe (also wieso ich weiß, was Jesus so gesagt hat), aber ich lasse die Erklärung erstmal weg, wenn sie nicht ausdrücklich gewünscht ist. Nur soviel: Ich “studiere” diese Art von Themen bereits viele, viele Jahre. Jedenfalls länger, als ich zur Schule gegangen bin.
Ich gehöre übrigens nicht mal einer Glaubensgemeinschaft, Sekte oder Ähnlichem an, und ich habe das auch nicht vor. Ich bin zwar darin gebildet, aber auch kein klassischer Esoteriker. Ich hantiere weder mit Kartenlegen, Pendeln oder den zahlreichen anderen Hilfsmittelchen herum. Um genau zu sein, ist das Einzige, was ich tue: Ich versuche soviel zu lieben wie nur möglich, was meiner Ansicht nach reicht. Und außerdem halte ich Zwiesprache mit Gott und einigen Engeln. Man nennt dies gemeinhin “beten”.
Das Thema, dem ich mich aber eigentlich widmen möchte, ist, wieso viele Menschen Gott für eine Erfindung halten, aber durchaus ihre selbstgebastelten Religionen (Regeln) haben. Ich möchte den Beitrag nicht mit Ausführungen darüber aufblasen, wo Menschen sich Religionen gebastelt haben und in welcher Form diese vorzufinden sind. Wer mal mit halb geöffneten Augen hinschaut, der sieht das sowieso von ganz alleine, dazu braucht man kein besonders “heller” Mensch zu sein. Denkt nur mal an die Bedeutungen der Parteikürzel in Deutschland, dann wisst ihr, worauf ich anspiele.
Das Hauptargument, das jemandem wie mir - also einem gottgläubigen Menschen - um die Ohren fliegt, wenn es um das Thema “Gibt es einen Gott?” geht, ist:
Wie kann es einen lieben Gott geben, wenn er all diese schrecklichen Dinge auf Erden zulässt?
Gegenfrage (die ich den Fragenden aber meistens nicht stelle):
Welchen Sinn würde es machen, allen Lebensformen auf der Erde (bzw. im Universum) eine Liebe aufzudrücken, die man nicht versteht? Diese Art von Liebe kann keine Bedingungslosigkeit beinhalten, weil sie nie erfahren wurde. Oder einfacher: Wie will jemand in Liebe leben, wenn er den Unterschied nicht kennt?
Die Frage war ja gar nicht “Gibt es Liebe oder nicht?” sondern “Gibt es einen Gott?”. Nun, das ist nicht voneinander trennbar, denn es gibt ja - wie gesagt - nur einen Gott, und der ist das Licht und die Liebe. Mehrere (echte) Götter wären in ihrer Existenz vollkommen sinnfrei.
Hoho! Markige Worte, Herr Vogelmann! Genau das “höre” ich in diesem Moment bei einigen Lesern aus ihren Gedanken. Woher will der Vogelmann das alles wissen?
Ich versuche, mich so einfach wie möglich auszudrücken:
Es gibt die Polarität, also z.B. das “Oben” und das “Unten”, ebenso, wie eine Batterie (Stichwort: Energie!) zwei Pole benötigt, um bestimmungsgemäß funktionieren zu können. In der Polarität begründet das eine die Existenz des anderen (Esoterik-Grundkurs
), das eine ist vom anderen abhängig. Ich wiederhole: Die Existenz des einen ist ohne die Existenz des anderen nicht möglich. Desweiteren ist es so, das diese beiden Pole sich abstossen. Würden sie dies nicht tun, sich also quasi “vereinen” - und dafür gibt es durchaus Möglichkeiten, auf die ich gleich komme - so fielen beide Elemente aus der Polarität heraus, oder besser: Sie würden sich gegenseitig aufheben, sie erhöben sich ÜBER die Polarität, hin zu einer Existenz, die mit der Vorherigen überhaupt nichts mehr zu tun hat.
Wieso erhöben? Nun, die Polarität (das Zweifache, der Zweifel (daher kommt übrigens das Wort “Teufel”), das Duale) IST nicht nur abhängig von ihren zwei “Gegenspielern”, ihre einzelnen Gegenspieler MACHEN auch abhängig. So gibt es zum Beispiel Süchte, wie die Sucht (menschlich) zu lieben (die ja nichts mit Liebe zu tun hat), oder die Sucht zu hassen (die ebenso wenig mit Liebe zu tun hat). Da die Polarität exklusiv in allem Materiellen vorzufinden ist, also irdisch gebunden ist, kann ALLES Materielle süchtig machen. Deshalb können Menschen z.B. weder aufhören, sich gegenseitig zu bekriegen noch können sie aufhören, nach materiellem Reichtum zu streben. Je mehr Materielles, desto besser. Der vermeintliche Siegeszug der Dunkelheit. Vermeintlich.
Wir erkennen also: Die Polarität hat uns und alles andere relativ fest im Griff, zumindest auf Erden. Es gibt wenige Fast-Ausnahmen, aber ich meine, sagen zu können, dass es NIEMANDEN auf Erden wandelnd gibt, der sich der Polarität vollständig entziehen kann.
Kommen wir zum Thema “das sich über die Polarität erhebende”. Was kann das nur sein? Diese Frage ist elementar.
Kurz: Gott ist es, die Liebe, das Licht selbst, und damit ist keine Glühbirne gemeint. Es gibt nämlich materielles und immaterielles Licht, obgleich beide durchaus Ähnlichkeiten haben, die nicht nur in der Bezeichnung liegen. Und wieder kann ich die Nackenhaare bei vielen sich aufrichten sehen. Das nennt man auch “Widerstand”. Keine Sorge; der wird automatisch in euch erzeugt, wenn es um die “wahre Liebe” geht. Das Dunkle hat wenig Interesse daran, das Menschen die Wahrheit erfahren. Das würde die Dunkelheit - im logischen Umkehrschluss - entlarven, ihr aber auch die Möglichkeit bereitstellen, darin einzutauchen, wonach ALLES strebt, was ist: Geliebt zu werden.
Der Leser täusche sich nicht: Gott hat großes Interesse daran, das wir unseren (im besten Fall) gesunden Menschenverstand benutzen. Ich erwähne das nur, weil ja viele (die meisten) ein “Geschwafel” wie meines gern als Spinnerei, Ausflucht aus der “Realität”, selbstgebasteltes Weltbild oder Ähnliches abtun möchten und im Gegenzug “Verifiziertes (Bewiesenes), Wissenschaftliches” anführen wollen. Ich kann euch nahelegen: Derart “Wissenschaftliches” würde ich recht schnell demontieren, habe dies aber nicht vor. Es gibt eine Handvoll Menschen, die mich persönlich kennen und das bereits kennen. Das soll reichen. Ich wollte das auch nur am Rande erwähnen.
Man kann das alles mit dem Schlaf- oder Wachzustand vergleichen. Es gibt einen Riesenhaufen Schlafende und eine Handvoll Erwachende (nicht Wache!). Die Erde - und alles, was auf ihr herumlümmelt - befindet sich gerade erst am Anfang einer Entwicklungsreise, die sowieso unweigerlich zum Lichtvollen führt. Soviel ist gewiss. Es liegt an uns, diesen Prozess zu verlängern oder zu verkürzen. Aber selbst das ist nicht zu dramatisch zu sehen, denn Zeit ist lediglich ein Maß, im Genauen eine Illusion.
Also, Gott, das Licht und die reine, wahre Liebe erhebt sich über das Polare. Um genau zu sein: Gott hat das Polare sogar erschaffen, weil er nämlich restlos ALLES erschaffen hat, sogar die Dunkelheit. Da sind wir wieder bei einem Teil der Eingangsfrage: Wieso hat er das getan? Ist der total bescheuert?
Nein, ist er nicht. Wenn einer nicht bescheuert ist, dann er. Und jetzt Augen auf und durch: Gott hat die schrecklichsten Schrecklichkeiten, das grösste Leid, den grössten Schmerz und das allergrösste Elend auf dieser Welt erschaffen, und er lässt es aus einem einzigen - sehr sinnvollen - Grund zu:
Damit wir es für immer und ewig zu unterscheiden lernen und irgendwann alle und alles in der Lage ist, stets in der höchstmöglichen Liebe zu sein, und zwar in einem Maß an Höchstmöglichkeit (man verzeihe mir diese Deutschvergewaltigung), welches die Polarität vollkommen ausschließt. Dazu muss die Polarität - logischerweise - aber erstmal dienlich sein. Dazu ist sie da.
Die bedingungslose Liebe ist natürlich für jeden da (sie ist ja “bedingungslos”), aber sie wird einem (von Gott oder wem auch immer) nicht wie ein Kondom übergestülpt. Will man in ihr leben, so muss man sich schon bewusst für sie entscheiden, sie ist da aber sehr geduldig, um nicht zu sagen endlos wartend. Die meisten (fast alle) Menschen haben sich bisher unbewusst gegen sie entschieden. Dies aber deshalb, weil sie sie noch nicht erkannt haben / erkennen konnten. Sie zu erkennen ist gleichzusetzen mit “Gott erkennen”.
Es gibt und gab immer Menschen, die Gott vorwerfen, ein Spiel mit den Menschen zu treiben, als würde er sich an unserem kleinen und dummen Dasein (nicht meine Worte) belustigen und sich darüber totlachen, wie jeder einzelne von uns immer wieder und wieder vor die Wand rennt, leidet, unzufrieden und unglücklich ist. Es gibt sogar exorbitante “Experten-Menschen”, die Gott wüst beschimpfen und ihm das ganz übel vorwerfen, was auf Erden alles so passiert. Nun, gewissermaßen ursächlich verantwortlich zu machen ist er dafür, das ist korrekt, jedoch sollte man sich die klitzekleine Mühe machen, seinen (gottgegebenen) Verstand einzuschalten, um erkennen zu können:
Ich habe die Wahl und Entscheidung in meinen Händen, über alles, was um mich herum geschieht. Ich habe meinen Anteil an allem, was mit mir selbst und allem und jedem auf der Erde geschieht. Jeder Gedanke ist bereits Handlung wenn der Gedanke sich noch im Anflug befindet.
Es gibt selbst “Nichtgläubige”, die bereits erkannt haben: “Die Gedanken sind frei”. Und nicht nur die sind frei. Denn besonders das sich Erheben über das Polare bedeutet “frei sein” bzw. “sich frei machen”. Wer sich von allen Bindungen, Abhängigkeiten und Bedingungen frei macht, der wendet sich (automatisch, ob bewusst oder nicht) dem Licht zu.
Und das ist Gott, liebe Freunde. Er/Sie/Es verlangt nichts, erwartet nichts, straft nicht, belohnt übrigens auch nicht, macht nicht unglücklich, auch nicht glücklich … das alles könnt nur ihr selbst. Überwiegend unglücklich, aber so ist das halt momentan.
Soviel dazu.
Einige von euch werden ihre Probleme mit dem Obigen haben. Ich verstehe das sehr gut. Dieser Beitrag ist nicht dazu gedacht, irgendwen bekehren zu wollen. Das hatte und habe ich nie vorgehabt. Ich bin Musiker, allerdings nicht grundlos, und ich werde das aller Voraussicht nach auch bleiben. Musik zu kreieren ist für mich die Form, die ich bewusst gewählt habe, Menschen etwas geben zu können, und damit auch mir selbst. Wenn mir das manchmal ohne Musik gelingt, so habe ich nichts dagegen. Gott übrigens auch nicht, er ist da sehr flexibel.
Ich habe euch hier nur - wie immer - meine Gedanken mitgeteilt, und erinnert euch: Jeder Gedanke ist Handlung. Ich hoffe ein wenig, das die Ausführung meiner Gedanken mehr Fragen beantworten kann als aufwerfen. Mit anderen Worten: Licht ins Dunkle bringen. So, wie meine Musik das auch oft kann. Deshalb mache ich das.