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This is the official website of the musician, sound engineer, DJ, composer & producer for film & media Ingo Vogelmann. No MySpace, Fuckbook or whatever ... this is a real real deal.

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getFrisky! Germany 2008

Top 100 DJs 2008 powered by Trackitdown.net

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Sunday, April 27, 2008 by Ingo

Uns geht es gut

Mein Name ist Peter Müller, ich bin 40 Jahre alt, verheiratet mit Heike, 2 Kinder, 5 und 7 Jahre alt. Ich bin Sozialversicherungsfachangestellter (Niederlassungsleiter), meine Frau war - vor den Kindern - Versicherungskauffrau, Sachversicherungen, Abteilung Krankenversicherungen. Wir haben uns vor 15 Jahren auf einem beruflichen Seminar kennengelernt und 3 Jahre später geheiratet.


Creative Commons License photo credit: *MarS

Wir haben vor 8 Jahren ein Einfamilienhaus gebaut, in 22 Jahren ist das abbezahlt. Ich fahre einen Passat, meine Frau einen Golf. Ich stehe morgens um 5 Uhr auf, frühstücke mit der Familie und bin um 7 Uhr im Büro, während meine Frau die Kinder zum Kindergarten und zur Schule bringt. Ich komme gegen 17 Uhr nach Hause, je nach Stausituation, dann gibt es Abendbrot, danach sitze ich mit meiner Frau vor dem Fernseher und die Kinder sind im Bett. Gegen 22 Uhr schlafe ich in der Regel beim Fernsehen ein. Dann gehen wir ins Bett.

Am Wochenende ist Samstags Einkauf- und Autowaschtag, abends Fernsehen. Sonntags unternehmen wir was mit den Kindern, am Montag geht die Arbeitswoche wieder los. Mein Job ist ziemlich sicher, ich habe mich privat gut abgesichert, in 25 Jahren bekomme ich sicher eine gute Rente.

Wir führen ein gutes Leben.

Nach der ersten Geburt hatte Heike nicht mehr viel Lust auf Sex, nach der zweiten gar nicht mehr. Wir haben vor 3 Jahren zuletzt miteinander geschlafen. Sex habe ich jetzt manchmal mit einer Kollegin aus dem Büro. Ich glaube, Heike geht in der Kindererziehung und Hausarbeit auf. Über Standardsex ist das mit Heike noch nie hinausgegangen, sie findet Oralverkehr ekelhaft und alles darüber Hinausgehende sowieso. Ein weiblicher Azubi hat mir vor ein paar Jahren zum Ersten Mal in meinem Leben sowas beschert. Ich versuche mit allen Kräften, das alles vor der Welt geheim zu halten. In einem Bordell war ich auch schonmal. Nach den Geburten hat sich Heikes Körper ziemlich verändert bzw. er ist auf dem Stand ‘direkt nach der Geburt’ stehen geblieben … ich habe auch gar keine Lust mehr auf sie.

Unser Umfeld, unsere Familie, Freunde und Nachbarn finden, wir sind eine perfekte Familie. Manchmal träume ich von anderen Dingen, manchmal frage ich mich, ob das alles ist. Manchmal frage ich mich auch, ob ich frei bin. Aber Heike hat schon Recht: Wir haben es echt gut.

Sie achtet darauf, das alle Rechnungen bezahlt werden, und wenn ich mal was vergessen habe, erinnert sie mich daran. Sie bügelt meine Hemden, wäscht die Wäsche, kocht, putzt, und so weiter. Handwerkliches kann ich nicht, wenn was im oder am Haus kaputt ist, kümmert Heike sich um Handwerker.

Als ich jünger war, habe ich gerne Musik gehört, Konzerte besucht. Dazu habe ich heute keinen Antrieb mehr. Und wenn ich mal Zeit habe, dann turnen die Kinder um mich herum. Ich finde dann auch keine Ruhe. In Kneipen gehen wir nicht, auch wegen der Kinder. Aber wir sind auch Nichtraucher, was sollen wir schon da. Früher habe ich geraucht, aber Heike fand das nicht toll, also habe ich aufgehört.

Ich glaube, wenn ich meinen Job an den Nagel hängen, das Haus aufgeben und ein unsichereres Leben führen würde, würde Heike mich mit den Kindern sofort verlassen. Bis auf die Familienurlaubsziele habe ich noch nicht viel von der Welt gesehen. Mallorca, Türkei, Kreta, im Winter zum Skifahren nach Österreich. Das war’s.

Heike weiss nicht, was ich gerne mal alles machen möchte. Sie würde das komisch finden, unvernünftig. Aber es geht uns ja auch gut. Sie hat ja schon Recht irgendwie.

Wir trennen Müll und wählen CDU. Es passieren ja schlimme Dinge auf der Welt, aber uns geht’s hier ja gut. Nächste Woche muss mein Wagen zur Inspektion. Manchmal surfe ich im Büro auf Pornoseiten herum, kriegt ja keiner mit. Im Auto habe ich einen MP3 Player und ein paar gebrannte CDs von Ingo Vogelmann. Wenn ich mit Heike zusammen im Auto sitze, sagt sie, ich soll den komischen Kram mal ausmachen, im Radio würde doch was Eingängiges laufen, was nicht so anstrengend ist. Irgendwie hat sie ja auch Recht.

Unser Leben läuft in geordneten Bahnen, Sicherheit ist ja auch wichtig. Wir sind ja auch so erzogen worden. Nur manchmal weiß ich nicht, worauf ich mich freuen soll. Ab und zu freue ich mich auf’s Wochenende, aber das ist dann auch immer dasselbe.

Aber wir sind ja auch glücklich so. Uns kann nichts passieren, ich habe doch keinen Grund, mich zu beschweren. Und Heike ja auch nicht, ist ja alles so, wie sie sich das vorstellt. Vor ein paar Tagen war ich beim Arzt, mal so zur Generaluntersuchung. Die Sprechstundenhilfe rief letztens an, ich solle nochmal vorbeikommen, der Arzt müsse etwas mit mir besprechen, es gäbe da etwas mit meinem Blutbild …

Saturday, April 26, 2008 by Ingo

Und sonst so?

Ich blogge momentan wenig. Nein, wenig Persönliches. Ich weiß. Nennt es Selbstzurückgewinnungsphase, oder sowas. Bin viel allein, eigentlich nur, und es tut mir wirklich gut, denn ich bin nicht einsam sondern ALL-EIN.

Ich werde auch bald wieder kreieren, und ich weiß, daß viele von euch auf Aquarius warten. Und einigen geht der Dance-Kram und das DJing auch sonstwo vorbei. Ich verstehe das, ihr wollt euch sowas wie GOD reinziehen und ab und zu meine Konzepte von Spiritualität, Leben und Liebe lesen, mich um meinen Freiheitskampf beneiden und wie ich ihn durchziehe.

Nach dem Crash meines Studiorechners (beim Umzug vom Transporter gefallen) beginnt jetzt irgendwie was Neues. Ich weiss immer noch nicht wieviele Daten auf wievielen kaputten Festplatten überhaupt noch da sind, und manchmal ist es mir auch egal, denn ich weiss: Kreieren kann ich immer. Ich kaufe ne neue Kiste und mache was Neues, drauf geschissen.

Ich mache bald erstmal Urlaub, und ich freue mich darauf. Ich weiß nicht mehr, wann ich zuletzt Urlaub gemacht habe, und nachdem es andere irgendwann nicht mehr interessiert hat (wenn überhaupt irgendwann mal), hat es mich irgendwann auch nicht mehr interessiert. Jetzt interessiert es mich aber. Und das sollte es (euch) auch.

Ich habe letzte Nacht einen schönen Film gesehen, in dem zum Schluß ein Satz gefallen ist, der haften blieb:

Versuche, dich mit meinen Augen zu sehen.

Ohne mich gibt’s keinen Vogelmann, so ist das. Wir hängen zusammen.

Monday, April 21, 2008 by Ingo

Meine Sünden kosten 2456.78 €

Meine Sünden kosten €1720,26 | marcO’s_br4inh4ck

Ist, glaube ich, schon gar nicht mal schlecht, aber irgendwie auch Popelkram für 35 Jahre Strassenköterdasein, oder? 8)

Allerdings kosteten meine wirklichen RealLife-Sünden schon wesentlich mehr … :| wenn ich mit der obigen Summe davongekommen wäre, würde ich jetzt erstmal ein Jahr Urlaub machen.

Ich schmeiße das Stockmopped weiter an Lilith, und alle, die es gerne fangen möchten. Die Sündenpreise dann auch gerne hier in die Comments.

Hier geht’s zur Berechnung: erbert.eu/suende/sta…

Irgendwie habe ich dieses Ding aber auch schonmal gemacht, ich glaube der MC Winkel hatte das schon auf dem Plan.

Sunday, April 20, 2008 by Ingo

“Mein Hamster hatte die Masern”

Wer oben auf die abgeänderte Werbung für LIGHTWORKS schaut, wird vielleicht verstehen, was ich mit der Headline meine. Ab sofort kicke ich jeden aus der Show, der nicht spätestens 1 Woche vor der Show seinen Kram rübergeschickt hat, ganz konsequent. Ich hab die Schnauze voll. Besonders von Leuten, die monate- oder wochenlang Zeit haben und es dann immer noch nicht auf die Reihe kriegen.

Ich bekomme täglich Anfragen von Leuten, die in LIGHTWORKS spielen möchten. Und genau die bekommen eine Chance.

Schluß. Ende. Aus. Mit denen, die ein bißchen Zuverlässigkeit nicht für nötig halten. Dann kann ich die 8 Stunden auch alleine spielen, kein Problem.

Sunday, March 30, 2008 by Jakob

Chaos Computer Club vs. Wolfgang Schäuble

heise online >> CCC publiziert die Fingerabdrücke von Wolfgang Schäuble

Die Hacker wollen sich damit gegen die zunehmende Erfassung biometrischer Daten zur Wehr setzen. Besonders die Speicherung der Fingerabdrücke im E-Pass stößt dem CCC übel auf. “Wir wollen mit der Veröffentlichung ein warnendes Zeichen setzen”, erklärt CCC-Sprecher Dirk Engling gegenüber heise online. Fingerabdrücke seien nicht so sicher, wie die Politik behauptet, erklärt Engling: “Sie gehören in keine sicherheitskritische Anwendung – und erst recht nicht in den E-Pass.”

Die Hacker haben es nicht beim Abdruck von Schäubles Fingerabdruck belassen – dem Heft liegt auch eine fertige Fingerabdruck-Attrappe bei. Die dünne Folie kann auf die Fingerkuppe geklebt werden, um zum Beispiel Fingerabdruckscanner zu täuschen.

Einfach nur großartig ! Jemand, der eine Stimme hat und sie auch für die Bürger nutzt. Sicher nicht unumstritten (wie auch der Artikel im unteren Abschnitt zeigt), aber dennoch ein interessanter Gedanke.

“Wenn Bürger und Journalisten das tun, was staatlicherseits millionenfach und zunehmend durch Erhebung und Verwendung biometrischer Daten geschieht, steht unter Umständen der Staatsanwalt vor der Tür.” - Ulrich Wehner von der Berliner Anwaltskanzlei Buchheim und Partner

Diese Politik und Angstmache ist nur noch reiner Blödsinn. Wer Terroristen fangen will, jagt Terroristen und nicht alle Staatsbürger. Warum sollten Terroristen nicht ihren Fingerabdruck fälschen können bzw. den Pass, auf dem der vermerkt ist? Das hilft, wie viele Überwachungsmaßnahmen, nicht der Sicherheit, sondern ist nur mehr Verwaltungsaufwand (ich lasse mal den Überwachungsstaatsvorwurf außen vor, ich unterstelle mal einen guten Willen der entsprechenden Politiker). Irgendwann sind die Menschen im Amt dann nicht mehr in Lage, den normalen Papierkram zu erledigen, weil sie mit den neuartigen Überwachungsmethoden beschäftigt sind. Und neue Leute einstellen können die ja auch nicht, weil der Staat kein Geld hat. Was soll der Blödsinn? Sicher bin ich nur ein Laie, aber mir hat das noch nie jemand plausibel machen können, dass man für den Pass oder Personalausweis biometrische Daten benötigt. Einfach nur unsinnig.

Abgesehen davon ist mir heute mal wieder klargeworden: Angstmache hilft den Politikern, die Menschen kleinzuhalten. Siehe USA Patriot Act. Einfach nur lächerlich.

Monday, March 24, 2008 by Ingo

Vor-Urteile


Creative Commons License photo credit: mrbill

Für Fans der Rockmusik ist elektronisch(e) (produzierte) Musik entweder gesamtheitlich “diese Technomusik” (mit echtem ‘ch’, wie ich in ‘Kirche’), oder eben Wolkenschieberkram á la “diese langweilige Nu Äätsch-Kacke”.

Dabei ist das alles reinste Rockmusik. Man braucht nur die richtigen Ohren dafür.

Ick bin zwar keen Berliner, dafür aber Rocker.

Friday, November 23, 2007 by Ingo

Schnee der fällt

Abgesehen von dem ganzen Serverkram, habe ich die letzten Tage zusammen mit meinem Bruder, Dirk Vogelmann, im Studio verbracht. Wir basteln an einer ziemlich handgespielten Musik, unter dem Projektnamen “Eine Handvoll”. Das Stück heisst “Schnee der fällt” und ist eine reine Weihnachtsnummer. Text von Corina Gildemeister.

Dirk spielt hierbei eine Konzert- und eine Westerngitarre und singt zweistimmig (beides natürlich nicht gleichzeitig). Ich erledige den Rest. ;)

Hier ein kleines Demo und aktuelle Impressionen:

Eine Handvoll

Sunday, September 9, 2007 by Ingo

Ich bin “nur” ein Kind

Diese junge Dame ist zu diesem Zeitpunkt 13 Jahre alt und spricht 1992 vor den UN:


YouTube » Original-UN-Rede

Ich kann nur hoffen, daß ihr das alle versteht. Was sie da sagt, ist mehr als beeindruckend. Und rührend.

Und jetzt kann sich jeder gerne angepinkelt fühlen, wenn er möchte: Manche hatten bisher nicht einmal einen verkackten Euro für die Spendenaktion übrig. Andere, die ich auch persönlich kenne, die auch nicht viel haben, haben - für ihre Verhältnisse - viel gegeben und damit einigen Menschen wahrlich geholfen.

Ich finde das beschämend, und das meine ich ernst. Vielleicht geziemt es sich nicht Nichtspender zu kritisieren, aber das ist es, was ich denke und fühle. Und mir ist danach, das anzusprechen.

Ich bin davon, und nur davon, doch ein wenig enttäuscht, das muss ich zugeben. Und es erinnert mich an den Titel eines meiner Lieblingsalben von Suzanne Vega: “Days of open hand”. Die Hand ist immer offen … wenn es was zu holen gibt.

Wie Severn Cullis-Suzuki in ihrer Rede da oben so schön sagt:  Wir sitzen da, haben fließendes Wasser, was zum Essen und Trinken, einen warmen Hintern, Computer, TV usw. … und teilen nichts. Wir kriegen den Hals einfach nicht voll. Sie spricht von einer großen Familie von Milliarden von Mneschen auf der Erde, und einem Vielfachen an Spezies. Sie ist 13 Jahre alt gewesen. Aber die meisten unter uns raffen das als Erwachsene noch nicht.

So, und jetzt dürft ihr mich Scheisse finden. Denkt aber daran, daß ich den ganzen Zirkus auch mache, um etwas zu bewegen, und um etwas in euch zu bewegen. Möglicherweise mache ich was falsch.

Mich kotzen Künstler (und ähnliche Selbstverliebte) an, die alles nur zum reinen Selbstzweck machen, sich vor dem Spiegel einen runterholen und sich geil finden, wenn kein Mensch versteht, was sie machen. Das lassen sie sich dann gern als Genie attestieren. Bullshit! Das sage ich dazu.

Ich muss mal in dieser Deutlichkeit sagen. Sich selbst feiern und sich feiern lassen, daß können viele am besten.

Alles, was du krampfhaft festhältst, hat den Drang, dich zu verlassen. Geld zählt dazu. Geld ist eine Energie, wie alles andere, und wenn das nicht in den Fluß gerät, verstopft etwas. Wer Energien mehren oder erhalten will, der wird früher oder später von dieser Last erdrückt.

Jean Pütz, der in Talkshows gewichtige Reden über soziale Verantwortung und Umweltbewusstsein schwingt, macht Werbung für Müller (Milchpodukte). Ich rede mir einfach mal gerne ein, daß er nichts davon weiß, daß Müller Genprodukte verwendet. Aber was soll’s: Müller zahlt für Werbefiguren sicher viel.

Schaut euch mal im Netz auf den Seiten der erfolgreichen Künstler und schillernden Figuren der Entertainmentbranche um. Wieviele davon nutzen ihren Einfluß, um anderen zu helfen? Keiner von euch kann mir aus dem Stand auch nur eine Handvoll nennen. Aber die platzen fast alle vor Kohle, während irgendwo auf der Welt - weit weg von uns - Kinder hungern, im Dreck verrotten oder reihenweise halbtot in Straßengräben liegen. Und man komme mir nicht mit (SIR!) Bob Geldo(o)f oder Bono. Die können vor Geld fast nicht mehr laufen.

Und wir machen uns Gedanken über unsere Kinder. Zum Beispiel, welche Sauger, welche Fläschchen, welche Windeln, welche Kinderwagen, welche Schulen, Kindergärten, Klamotten, Sportvereine und welche Kinderärzte die besten sind. Das ist lächerlich, einfach nur lächerlich.

Aber solange der Strom noch aus der Steckdose kommt, das Wasser aus der Leitung, die Kohle schön regelmässig auf dem Konto, so lange wird sich nichts ändern. Und die Fetten werden fetter, und die Armen werden … nein, einen Superlativ von “tot” gibt es ja nicht.

Ansonsten wären unsere Herzen ja noch toter, als sie schon sind. Ich habe nichts dagegen, wenn Menschen es sich gut gehen lassen, das mache ich auch gern. Ich habe aber ein Problem damit, wenn man andere dabei vergisst.

Schaut euch das Video nochmal an. Und nochmal. Alle sind berührt, stehen auf und klatschen. Und? Was hat sich seitdem geändert?

Monday, July 2, 2007 by Ingo

Inkarnationsvertrag

§1

Sie erhalten einen Körper. Dieser Körper ist neu und einmalig. Niemand sonst bekommt den gleichen.

§2

Sie erhalten ein Gehirn. In sinnvoller Weise davon Gebrauch zu machen, ist dringend an- empfohlen, aber keine Vorschrift.

§3

Sie erhalten ein HERZ. Die besten Resultate erzielen Sie, wenn Hirn und HERZ ausgewogen benutzt werden.

§4

Sie erhalten Lektionen. Niemand bekommt exakt dieselben Lektionen wie Sie oder kann sie Ihnen abnehmen.

§5

Sie können tun, was Sie wollen. Alles, was Sie anderen antun, kommt zu Ihnen zurück.

§6

Eine Lektion wird so lange wiederholt, bis sie begriffen wurde. Auch Inkarnationsübergreifend.

§7

Dieser Vertrag ist für alle gleich. Es gibt keine Privilegien, auch wenn einige das behaupten. Handschriftliche Änderungen haben keine Gültigkeit.

§8

Sie bekommen Spiegel, um zu lernen. Viele Spiegel sehen aus wie andere Körper. Sie sind dazu da, Ihnen das zu zeigen, was in Ihnen selbst ist.

§9

Wenn Ihr Körper zerstört wird oder aufhört, zu funktionieren, bekommen Sie einen Neuen.
Es kann allerdings im Einzelfall zu Wartezeiten kommen.

§10

Der Inkarnationsvertrag läuft erst aus, wenn alle Lektionen zu einem befriedigenden Ergebnis geführt haben.

§11

Was befriedigend ist, bestimmen Sie!

Nützliche Hinweise und Tipps:

Ziel ist es nicht, beim Verlassen eines Körpers möglichst viel Geld zu haben.

Es gibt keinen Bonus für Berühmtheit oder Beliebtheit.

Sie müssen sich nicht an den Fehlern anderer orientieren.

Regeln sind dazu da, überprüft zu werden.

Behauptungen anderer über das Ziel können Ablenkungen sein.

Sie können nichts falsch machen. Es kann höchstens länger dauern.

Zeit ist eine Illusion!

Sie haben Zugriff auf alle Antworten über eine spezielle Verbindung in Ihrem HERZEN.

Alles innerhalb des Schulungsraums reagiert auf HERZENSausstrahlung.

Versuche, den Schulungsraum zu beschädigen, führen mitunter zu Einschränkungen.

Niemand kann Ihnen die Verantwortung für sich selbst abnehmen.

Gewalt führt niemals zu einer Lösung.

Es kann nützlich sein, darauf zu achten, welche Situationen sich wiederholen.

Wenn Sie das Gefühl haben, HILFE zu brauchen, BITTEN Sie darum.

Jede erdenkliche HILFE wird gerne gewährt, Sie müssen allerdings darum BITTEN.

Drogen, legale und illegale, können die Wahrnehmung der Lektionen verfälschen.

Nur, weil alle sich auf eine Weise verhalten, muss das nicht bedeuten, dass es richtig ist.

Es gibt selten nur eine richtige Lösung.

Sie können einen Antrag auf Vergebung stellen.

Es gibt keine Extraklauseln für niemanden.

Sie werden GELIEBT. Auch wenn Sie in der Bronx oder Somalia sind. Alles andere ist Täuschung.

Lektionen sind besondere Gelegenheiten, sich zu entwickeln und keine böse Absicht.

Es kann riskant sein, seinen Körper anderen anzuvertrauen.

Andere in der Entwicklung zu behindern, bringt keinen Vorteil.

Sie bekommen, vorzugsweise während der Nachtstunden, Gelegenheit, den Körper zu verlassen.

Erinnerungen an Erfahrungen außerhalb des Körpers werden nicht im Körper bzw. Gehirn gespeichert.

Herumspielen an Ihrem Körper ist Ihr gutes Recht. An den Körpern anderer erfordert es deren Einwilligung.

Abgucken ist sinnlos!

Wer Ihnen eine Lebensversicherung anbietet, ist ein Betrüger.

Das mutwillige Beenden einer Inkarnation führt zu viel unnutzem Papierkram.

Wissenschaftliche Gutachten und heilige Schriften dienen der Verwirrung.

Es geht nicht darum, Erster zu sein.

Es geht nicht darum, cool auszusehen.

Niemand macht in Ihrer Situation eine bessere Figur als Sie.

Sie sind nicht der Einzige, der am Sinn des Inkarnationsvertrages zweifelt.

Da Sie diesem Vertrag zugestimmt haben, ist es unnütz, sich darüber zu beschweren, dass Sie hier sind.

Dieser Vertrag ist unkündbar.

Quelle: Dirk Vogelmann 

Wednesday, May 9, 2007 by Ingo

MUSIKINDUSTRIE 3.0

Okay, damit nachvollziehbarer ist, wieso ich mich auf ein Neues veranlasst sehe, diesen Beitrag zu veröffentlichen, krame der geneigte Leser einmal in der Geschichte der Dinge, die mit mir (im Speziellen) zu tun haben. Selbiger nehme ein wenig Zeit mit, denn die ist nötig. Wer mich zum Ersten Mal kennenlernt, sollte dies vielleicht noch der Lektüre hinzufügen. Ansonsten ist meine englische Biografie auf diesen Seiten auch nicht ganz unhilfreich (die deutsche ist noch in der Mache).

Ich werde diesen Beitrag nach Themen oder Eckpunkten gliedern, ansonsten wird das alles zu vermischt und unübersichtlich. Die Überschriften der einzelnen Themen halte ich

GROSS, fett und zentriert.

Ich beginne mit dem, was einmal war, aber nur kurz, denn das Meiste davon kennen ja alle schon.

WAS WAR, ODER: MUSIKINDUSTRIE 1.0

Ja, was war denn eigentlich? Wieso ist Musikkultur bzw. -industrie denn so ein Thema? Pretty easy: Weil es uns alle angeht. Ich betone also nochmal (zum was-weiss-ich-wievielten Mal): Kultur ist das höchste Gut der Menschheit. Aus Kultur(schaffung) geht alles andere hervor, was dem Leben auf Erden eine freudige Grundlage liefert. Ohne Kultur keine Freude … den Faden kann man jetzt bis in den Himmel und zurück weiterspinnen.

Es war einmal eine Musikkultur, die ungefähr in der Mitte des 20-sten Jahrhunderts an großer Bedeutung - rein wirtschaftlich - gewann. Dort beginnt meine Betrachtung, und sie endet quasi leicht in der Zukunft. Zu Zeiten, als Rock’n'Roll noch gesetzlich verboten werden sollte, wurde er es dann doch nicht, weil? Na klar, aus dem selbem Grund wie es die CSU auch nicht geschafft hat, Anfang der Neunziger Techno zu verbieten: DAS WIRTSCHAFTLICHE INTERESSE! Damit war Geld zu verdienen, es wurde ein Bestandteil des Bruttosozial- und Inlandsproduktes. “Die nehmen doch alle nur Drogen …” hieß es zuerst. Später wurde dann leise gedacht “Na und? Scheiß drauf, sie machen Umsatz”.

Für diesen Beitrag bezeichne ich das Aufkeimen von Musik als revolutionäres Objekt (Rock’n'Roll) mal als Musikindustrie 1.0. Da fing Kommerzialisierung an. Für mich jetzt. Kommerzialisierung an sich muss nicht - der Zeit angemessen - das Übel schlechthin sein. Nicht gut ist es, wenn Dinge aus einem gesunden Gleichgewicht geraten, man nehme die Natur (auch hier) als Vorbild.

Elvis ist ein gutes Beispiel. Das war zuviel des “Guten”. Und es endete in einem Drama, wie immer, wenn Dinge aus dem Gleichgewicht geraten. Und irgendwelche Deppen wollen den Herrn Presley heute noch zurück haben. Sadisten. Es gibt eben immer Leute, die irgendwo in der Zeit hängen geblieben sind. Es ist 2007, und manche haben selbst den Siegeszug von Audiodateien wie MP3 verpasst. An die CD gewöhnen sie sich gerade, kurz vor derselbigen Tod.

Mit Figuren wie Elvis wird sogar heute noch viel Geld verdient, ganz zu schweigen von damals. Es gäbe noch ein paar andere aufzuzählen, wie z.B. die Beatles, Pink Floyd, Genesis, um nur mal einige der GANZ GROSSEN zu nennen, die Musikindustrie 1.0 geprägt haben, in ihren Anfängen. Nochmal: Ich gehe hier nicht bis Beethoven oder so zurück …

Bereits zu diesen Zeiten hat niemand danach gefragt, wie gesund diese künstliche Blase überhaupt ist, es wurde Geld gescheffelt, so das es kaum in Donald Ducks Geldspeicher gepasst hat. UNMENGEN an Kohle, wirklich GIGANTISCHE SUMMEN. Und zwar vollkommen an Verhältnismässigkeit vorbei. Wo viel Geld zu verdienen ist, sind auch sehr schnell “Manager” am Start, denn Geld muss ja gemanagt werden. Scheiss auf Musik, es geht um Geld. Kultur? Kunst? Nee, Geld. Und genau an dem Punkt setzte das große Debakel ein. Ich nenne es …

Ich bin 1973 geboren, da war gerade die fette Ölkrise und so … 1973, das bedeutete auch (in Sachen Kultur): Veröffentlichung von “Dark Side Of The Moon” (Pink Floyd), die Gründung von AC/DC, und “einfache Pornographie” wird für Erwachsene freigegeben, “Tubular Bells” von Mike Oldfield, Queen-Debut-Album, “Selling England By The Pound” von Genesis, und so weiter und so fort …

Ich bin mir sicher, das es nichts mit meiner Geburt zu tun hatte. :D

Ich konnte gerade laufen – oder so – da hat mein Bruder mich tagein, tagaus mit Barclay James Harvest, Saga, Nazareth, Janis Joplin, Genesis und diese ganzen 70-er-Vertreter beschallt. So fing ich an, Musik zu hören, zu begreifen und zu fühlen. Und zu lieben. Musik hatte eine unglaubliche Kraft, das merkte ich damals schon. Mein Bruder saß manchmal nachts auf dem Dach (!) unseres Hauses und spielte für sich alleine Gitarre. Das sprach für mich Bände, die man gar nicht zu lesen bekommt.

Stereo war schwer angesagt, Tonbänder out, Schallplatten in, eine Platte kostete zwischen 10 und 20 Mark. Eine gute Stereoanlage mit gutem Plattenspieler musste man schon haben, so als Musikfan.

Zum Vergleich: Einen MP3-Player bekommt man heute für 10 Euro, Musikdateien ab ca. 89 Cents (im L2 Music Store natürlich NOCH günstiger!). Und ab geht’s. Mehr als eine Internetleitung braucht man nicht mehr, und wahlweise nichtmal die Kohle für Musikdateien ausgeben, da tun’s auch Filesharing-Netzwerke.

Whatever, damit der Leser mal begreift, WANN und unter welchen Voraussetzungen der Ungesundprozeß abgelaufen ist, hier die AKTUELLE Liste der reichsten Musiker 2007, sortiert von STINKREICH nach NORMALREICH, von oben nach unten:

  1. Clive Calder
  2. Sir Paul McCartney
  3. Madonna
  4. Sir Elton John
  5. Sir Mick Jagger
  6. Keith Richards
  7. Sir Tom Jones
  8. Sting
  9. Roger Ames
  10. Sir Tim Rice
  11. Eric Clapton
  12. Ringo Starr
  13. Phil Collins
  14. Barry and Robin Gibb
  15. David Bowie
  16. Rod Stewart
  17. Ozzy and Sharon Osbourne
  18. Chris Wright
  19. Robbie Williams
  20. Charlie Watts
  21. David Gilmour
  22. Roger Waters
  23. Judy Craymer
  24. Brian May
  25. George Michael
  26. Ronnie Wood
  27. Jimmy Page
  28. Robert Plant
  29. Roger Taylor

Na? Fällt einem da was auf? Bis auf Robbie Williams ist das alles aus der Zeit von MI1.0 und MI2.0 (mehr dazu weiter unten)! Die oben erwähnten Kollegen – mal abgesehen davon, wie viele da “Sirs” geworden sind – wurden bereits in Zeiten von MI1.0 sowas von zugeschissen mit Kohle, das geht auf keine Kuhhaut. Bei MI2.0 wurde es noch schlimmer …

MUSIKINDUSTRIE 2.0

“Früher war alles besser”? Kaum eine Floskel passt weniger, wenn es um Kulturentwicklung geht. Die Bugs aus Version 1.0 wurden unbemerkt mit in die neue Version übernommen. Da sind wir nun, back in the 80’s and 90’s. Die Reise hat Ausmaße erreicht, die man oben in der Liste der Reichen nachhaltig nachvollziehen kann. UNGLAUBLICHE Unverhältnismässigkeit.

So schwer war es gar nicht, Pop/Rockstar zu werden. Zu Zeiten von MI2.0 brauchte man das gleiche Talent wie heute – in welche Richtung auch immer geartet, meistens reichte schon die Fähigkeit, zu “pleasen” – nur heute klappt das wirtschaftlich nicht mehr, weil die Blase längst geplatzt ist. Aber dazu später mehr, wenn es um MI3.0 geht.

Eine Menge psychisch Gestörte sind aus MI1.0 und MI2.0 hervorgegangen, sowohl auf Künstler- als auch auf Managerseite. Viele versanken im Drogenloch, andere können sie heute noch kaum ohne Paranoia über die Strasse bewegen. Keith Richards hat die Asche seines Vaters angeblich durch die Nase gezogen, die Manager nahmen vermutlich ausschließlich mit der weissen Version vorlieb. Aber auch heute noch. Zumindest daran hat sich rein gar nichts geändert.

In den 80-ern hat’s mal richtig fett gekracht in Sachen Kohlemacherei. Ressourcen wurden verbraten, als gäbe es kein Morgen mehr, der Geldhahn sprudelte fast wie von alleine. Reiche wurden reicher, und komischerweise: Wer nicht reich war, der wurde es irgendwie. Man brauchte nur für 3 Monate die Charts anführen und hatte für sein Leben ausgesorgt. Das haben aber wenige geschafft, Stichwort “Nase” …

Nase hin, Nase her, alles in Allem hat es doch gereicht, um den Ungesundprozess dennoch fort zu führen. Die 90-er waren nicht viel anders, bis es dann irgendwann – auf dem Zenit des Schwachsinns – NAPSTER gab. Napster allein hat schon in den ersten 2 Jahren ganz ganz vielen Nasen den Garaus gemacht.

Es konnte gar nicht anders gehen. Die Blase ist mit einem gewaltigen Knall geplatzt, nur keiner hat’s gemerkt!

MUSIKINDUSTRIE 3.0 (BETA) AKA. HEUTE

Wisst ihr, von wem ich damals den Tipp mit Napster bekam? Von einem befreundeten Motivationstrainer und Unternehmensberater, der mir lustig erzählte, wo er seine Musik her bekam. Das war 2000, und ich glaube, der kauft seine Musik heute noch nicht. An Geld kann es aber nicht liegen. Wir haben keinen Kontakt mehr.

Talente gab es damals wie heute, das hat sich nicht verändert. Nur jetzt kann wirklich jeder “Hans-Frantz” seine Kreativität am Computer umsetzen, technische Skills vorausgesetzt. Musik muss man nicht unbedingt können, wie ja 80% der erfolgreichen “Musiker” heute beweisen. Wie funktioniert eigentlich heute ein “Musiker”? Gibt es den noch so wie bei MI1.0 und MI2.0?

Nein, den gibt es nicht mehr. Um Erfolg zu haben, braucht man heute noch ganz andere Voraussetzungen, als ein bisschen Musikverständnis zu haben. Einige davon brauchte man auch damals schon, aber heute geht das WEIT über diese Dinge hinaus.

Freiheit in allen Ehren. Es sind viele auf den Revolutionszug aufgesprungen, zu viele. Es bildet sich eine ganz neue Blase. Jeder zweite ist heute Produzent, jeder vierte hat sein eigenes Label, jeder sechste einen eigenen Vertieb, und Musikexperte ist sowieso pauschal jeder.

Es ist oft auf vielen Seiten unerträglich. Als Produzent kennt man andere “Produzenten”, die z.B. ein paar Noten lesen können, tonnenweise Dance Tracks produzieren, damit bei Discogs.com angeben, arrogant sind wie Hulle, alle anderen nur anpinkeln, sich selbst für die Grössten seit Neandertal halten, aber nachts ins Kissen heulen, wenn man sie kritisiert. Und die Sorte kenne ich nicht nur als Produzent sondern vor Allem als Label Owner. Das Geheule aus der Ecke ist kaum zu ertragen. Hinterrücks bekommt man von genau diesen Arschlöchern eins bis zwölf Messer in den Rücken gehauen, direkt nachdem sie ihre Royalties von 70% eingesackt haben. Aber man hat ja nicht genug gute Promo gemacht, und da wäre doch viel mehr drin gewesen, und überhaupt … NUR INS GESICHT SAGEN SIE EINEM DAS NICHT. Sie bevorzugen Deppenforen wie das GU Board, in dem sich täglich die Obertrottel brüsten, und ziehen einen samt Label durch den Kakao. Das Witzige daran: Es hat überhaupt keine öffentliche Wirkung, es schadet einem nichtmal. So unwichtig, so schnelllebig ist 3.0.

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Kommen wir zur CD/DVD. Kann man machen, als Label. Kann man aber – wenn man genügend Weitblick hat – auch lassen. Nostalgische Gefühle verstehe ich zwar, hatte ich auch bisweilen, macht aber ÜBERHAUPT GAR KEINEN SINN MEHR. Eine CD kostet inklusive Artwork rund 1 € in der Herstellung. Das ist noch nicht das Problem. Finde mal einen zuverlässigen Vertrieb, der auch das tut, was er verspricht. Und selbst da habe ich Verständnis. Das ist keine Anklage, mehr ein “mit einem Augenzwinkern versehenen zur Kenntnis nehmen und ad acta legen”.

Ich schmeiße nicht Tausende von Euros in die Welt (die ich nicht übrig habe), um unbedingt meine CD bei Amazon zu sehen, aber 100 Jahre darauf zu warten, bis ein Euro zurückkommt. Dann freue ich mich lieber, wie ab und zu ein paar Euros durch MP3-Verkäufe zustande kommen. Die landen direkt bei mir, und ausserdem habe ich nichts investiert, abgesehen von meiner künstlerischen Tätigkeit und meiner Zeit.

Wie erfolgreich ich im digitalen Markt bin, hängt fast nur von mir ab, jedenfalls massgeblich. Mit ein bisschen Aufwand stelle ich heute die entsprechenden Kontakte her und bin in der Lage meine Musik weltweit zu vermarkten.

Keine Frage, das ganze MI3.0-Spiel kostet viel mehr Zeit, viel mehr Arbeit und wesentlich MEHR FÄHIGKEITEN, als nur Musik abzuliefern. Ich bekleide z.B. in dem Unternehmen “Ingo Vogelmann” sämtliche Positionen, die ein grosses Label zu vergeben hat. Vom Produzenten bis zum Artworker, vom Webdesigner bis zum Produktmanager bin ich alles, was ich benötige, um auch nur die Spur von Erfolg zu haben. Anders ist das nämlich nicht finanzier-/realisierbar.

Ich opfere 14 bis 16 Stunden am Tag dafür, an die Sonne zu kommen bzw. da mindestens zu bleiben. Ein bis zwei Tage die Woche produziere ich, effektiv. Das sagt alles, oder? Ich bin mehr Manager als alles andere. Woran liegt das, und wie ist das in Zukunft zu sehen?

Ich sag’s euch:

Wie alles, funktionieren Dinge nach dem Prinzip “Angebot/Nachfrage”. Konkretisiert bedeutet das in unserem Fall: Annäherung der Interessen. Was heißt das nun wieder?

Beispiel: Ich bin soweit. Ich lebe bereits in der MI3.0, jetzt muss sich der Konsument nur noch näher diesem auf zeitgemässe Art und Weise annähern. Das funktioniert nur durch den faktor Zeit. Die nächste Generation von Kulturkonsumenten wird soweit sein. Und bis dahin bin ich (und IHR!) Experte auf meinem Gebiet, MI3.0. Und dann wird es ZUM ALLERERSTEN MAL in der Kulturgeschichte einen GESUNDEN Ablauf von Kulturkonsum geben.

Alle werden damit glücklich sein und damit und davon leben können.

Soviel zu Happy Ends.

DAS FAZIT, ODER: FREEDOM1.0

Alles ist gut, alles ist richtig. Es gibt nichts zu beklagen, an sich. Das kommt nur auf den Blickwinkel an. Ich – jetzt mal für meinen Teil – bin dankbar dafür, das ich hart habe lernen müssen. Und ich bin noch dabei. Ein bisschen was davon kann ich weitergeben. Gerne.

Mein Rat an alle, die kreativ tätig sind: Seid ALLUMFASSEND kreativ, denkt in die Zukunft, habt Ideen und verfolgt diese mit Herz und vollkommen ohne Verstand. Springt nicht auf Züge auf sondern baut selbst neue und lasst andere mitfahren, ohne das sie hinterher rennen müssen.

Die Diven von gestern wird es nie wieder geben. Nur noch ein Miteinander, jeder ist so wichtig wie der Andere. Alles andere ist Blase, Nase, ungesund und führt zum Kollaps. Superstars sind bald Mythen, Künstler werden wie Bäcker, Schreiner oder Schuster sein, die man rein benötigt, um seinen Bedarf an Brötchen, Möbel, Schuhe bzw. Kultur zu decken.

Und so ist es auch richtig.

Mein Rat an alle, die selbst keine Kultur produzieren, aber davon partizipieren (wollen): Macht das, was ihr am besten könnt und der Gemeinschaft wirklich dienlich ist, aber hört mit dieser Heuchelei auf. Euch erwischt es am härtesten. Zu Recht. Ihr habt immer nur geklaut, gelogen und betrogen, nicht die bösen Konsumenten/Filesharer. Ihr habt alles Kreative aus Menschen gebrannt, was da je vorhanden war.

Jetzt ist MI3.0 angesagt, und es ist angeraten, zu lernen, sich darin zurecht zu finden, aber die Zukunft sieht noch anders aus: Welcome to the world of FREEDOM1.0. Das ist die Zukunft, und nichts Anderes. Und die wird rein gar nichts mehr mit Geld zu tun haben.

Wednesday, May 9, 2007 by Ingo

Musikindustrie 3.0

Okay, damit nachvollziehbarer ist, wieso ich mich auf ein Neues veranlasst sehe, diesen Beitrag zu veröffentlichen, krame der geneigte Leser einmal in der Geschichte der Dinge, die mit mir (im Speziellen) zu tun haben. Selbiger nehme ein wenig Zeit mit, denn die ist nötig. Wer mich zum Ersten Mal kennenlernt, sollte dies vielleicht noch der Lektüre hinzufügen. Ansonsten ist meine englische Biografie auf diesen Seiten auch nicht ganz unhilfreich (die deutsche ist noch in der Mache).

Ich werde diesen Beitrag nach Themen oder Eckpunkten gliedern, ansonsten wird das alles zu vermischt und unübersichtlich. Die Überschriften der einzelnen Themen halte ich

GROSS, fett und zentriert.

Ich beginne mit dem, was einmal war, aber nur kurz, denn das Meiste davon kennen ja alle schon.

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Wednesday, February 28, 2007 by Ingo

Das Highlight der letzten Tage

… war definitiv das Entdecken von Google Maps fürs Handy. Ich hab mich ja sowas von gefreut, als ich das gefunden habe, das es mir selbst suspekt war. Nee, ich geb’s zu: ich kann mich an so einem überflüssigen Spielkram erfreuen.

Stellt euch vor: Ihr seid irgendwo, wo ihr euch nicht auskennt und habt Bock auf ne Pizza. Handy raus, Google Maps, “Pizza” und Standort eingeben, suchen lassen, Pizzeria in der Nähe finden. Mit Wegbeschreibung und 1A Satellitenbild auf dem Handy. Das rockt! Wie man den eigenen Standort herausfindet? 1. weniger trinken und 2. auf Strassenschilder kucken.

Ist auch immer ein guter “Startpoint”, wenn man mal ein Date hat:

Komm, ich zeig dir dein Haus.

Wie, du zeigst mir mein Haus?

Ja, sag mal Strasse und Hausnummer.

Müllerstr. 23.

Da!

GEIL!!! Heirate mich bitte, ich will Kinder von dir …”

:|

Nich gut?

Thursday, February 22, 2007 by Bernhard

Cassetten

Kürzlich habe ich meiner ollen Musik-Schublade gekramt und unter anderem Cassetten wiedergefunden, die ich mir damals (als ca. vor 15 Jahren) mit “Techno” bespielen lassen habe. Man möge mir den obzönen Ausdruck verzeihen, aber mir ist beim Hören echt die Hose aufgegangen.
Mir ist natürlich klar, dass ich so langsam in ein Alter komme in dem ich, genauso wie meine Altvorderen, anfange von den glorreichen Zeiten vor dem Krieg zu erzählen. Dennoch muss ich sagen dass mich der Sound aus der Zeit schon sehr geprägt hat. Ich weiss nicht warum (vielleicht liegt es ja wirklich nur an der analogen Aufnahme auf Band), aber das Zeug groovt wie Hulle.

Ein Freund, der u. a. auch als DJ unterwegs ist und von dem ich schon vor Jahren und auch heute noch immer mal wieder großartige Musik bekommen habe (wie z. B. “No Pussy Footing” von Fripp&Eno; Blane L. Reiniger; Carl Biscuit etc.) gab mir neuerdings auch was von aktueller “Elektronischen Musik”. Ich muss sagen: Da schlafen mir echt die Füsse ein.

Ich will Chor-Cluster ohne Attack und Decay (meinetwegen auch nur in 8 Bit), ! Ich will verstimmte Acid-Lines, die diesen Namen auch verdient haben. Ich will 4-to-the-floor der mich erbarmungslos auf die Tanzfläche drückt. Ich will Sound-Orgien die machtvoll und eindringlich wie Sirenen aus den Lautsprecheranlagen donnern. Ich will - im übertragenen Sinne - voll eins auf die 12!

Wenn der liebe Ingo nicht so unglaublich beschäftigt wäre hätte ich mich schon lange mit Ihm in seinem Studio eingeschlossen und hätte Ihn dann erst wieder herausgelassen, wenn wir eine fertige End-Achziger/Anfang-Neuziger RAVE-Produktion in den Händen hätten. Und das aber mit der Produktionsqualität aus dem Jahre 2045…! ;-)

Aber der Guteste soll sich mal Ruhe antun.

Wednesday, February 7, 2007 by Ingo

Offener Brief von Steve Jobs (Apple) an die RIAA

Wie niedlich! Mr. Jobs - der Verantwortliche für den Megaerfolg von iTunes, iPods und ähnlichen Spielkram - meckert die amerikanische RIAA an. Wegen DRM.

Zur Erinnerung, Steve: DEIN iTunes hat selbst DRM, beschränkt den User auf bescheuerte M4P-Dateien, die Scheisse klingen und nur im noch bescheuerteren iTunes laufen (oder dem HOCHbescheuerten Quicktime und dem OBERbescheuerten iPod). Aber ist klar: Wirksamer kann man Konkurrenz nicht vernichten, als so. Ich finde das nicht nur heuchlerisch sondern auch unsexy.

Wenn ich Steve Jobs nur im schwarzen Rolli und Blue Jeans sehe, muss ich schon lachen.

Dank an Faisal für den Hinweis.

Tuesday, February 6, 2007 by Ingo

Der erste Beitrag in dieser neuen Welt

Ich habe lange mit mir gehadert. Immer hatte ich das Gefühl, nicht zuletzt auch wegen verständlicher Kritik von aussen, meine Homepage sei nicht optimal. Lange vorbei die Zeiten in denen ich komplizierte und mega durchgestylte Websites (meist in Flash) gebaut habe. Das alles war mir zu viel geworden, und auch zu viel Arbeit.

In meinem “alten” (es hat ganze 3 Monate überlebt) Blog habe ich erzählt, ich habe da etwas in der Pipeline, eine Endlösung. Das ist sie nun. Gut, eine Endlösung ist nichts, aber die Richtung gefällt mir aus vielen Gründen gut. Und ich hoffe, euch geht es bald genauso. Ich möchte euch nun Schrittweise erklären, worauf es mir ankam und wie diese Page “funktioniert”.

Was mir gefehlt hat, und vielleicht ja auch euch, und was jetzt mit wenigen Mausklicks geht:

  • Eine Website, die weitestgehend alles in sich vereint, was ich so online habe, und das ist ja nicht gerade wenig. Ich wollte noch nie, das Blog und eigentliche Homepage voneinander getrennt ablaufen, aber sowas ist immer nur mit viel Gemurkse realisierbar, zumindest, wenn man sein Blog bei “Blogger” hostet.
  • Egal, welche Homepageversion ich gerade hatte, sie erschien mir immer unübersichtlich, wenig benutzerfreundlich und schlicht unergonomisch. An jedem neuen Anfang sah sie gut aus, nach kurzer Zeit kamen so viele Dinge hinzu, die ich für wichtig hielt, das die Page sehr schnell überladen war. Diese jetzt ist auch MEGA voll, mit dem Unterschied, das alles sehr klar sortiert ist, und das auch noch automatisch. Die ganze, ständige “Handarbeit” und das Abhängigsein vom stationären Rechner (wegen HTML-Editor etc.) hat sehr genervt. Die Page jetzt kann ich von jedem Rechner der Welt bearbeiten, sofern ich eine Internetleitung an diesem Rechner habe.
  • Es fehlte immer ein universelles Grundgerüst, das jederzeit austauschbar ist und dennoch nicht immer einen ganz neuen Seitenbau erforderte. Jetzt kann ich die Page umgestalten, wann ich will und brauche im Prinzip nur auf der Basis aufzubauen.
  • FEEDS! Es hat mich massiv genervt, dass ich zwar Blogfeeds hatte, aber keine für die gesamte Page an sich. Wenn sich hier jetzt etwas ändert - egal was - werdet ihr davon wissen, sofern ihr den Seitenfeed abonniert. Außerdem könnt ihr nun auch separat nur den Kommentarfeed abonnieren.
  • Einen anständigen Kalender für Events, auch Eventkalender genannt :D . (Siehe jetzt ganz rechte Seitenleiste, mit “Mouseover” und darunter das nächste stattfindende Event, und allerlei anderer Spielkram, auch “Widgets” genannt).
  • Ich kann nun unzählige Dinge hier einbauen, der Phantasie sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Und “Grenzen vs. Vogelmann” ist selten gut (nie).
  • Es haben sich einige Leute über die Zeit hinweg darüber beschwert, meine Seiten nicht zu verstehen, und damit ist nicht die Sprache gemeint. Mein Seitenkonzept war immer etwas “gewöhnungsbedürftig”. Ich hoffe, das ist jetzt einfacher zu verstehen. Ich denke schon. Alles ist etwas direkter und - wie gesagt - sortierter.

Okay, es gibt immer noch “ausserseitliche” Geschehnisse (”Parts of this world”), aber das lässt sich nicht komplett vermeiden, wenn man seine Seite nicht mit iframes zukleistern möchte. Und ich möchte das nicht.

Da ich immer noch der Ansicht bin, eine Website sollte ein lebendiger Organismus sein, bin ich jetzt ganz froh, denn man kann Blogeinträge kaum noch vom eigentlichen Seiteninhalt unterscheiden. Das Ganze fliesst ineinander über. Alles was hier aktualisiert wird, erscheint direkt auf der Frontseite ganz oben. So soll es sein. » read more » weiterlesen »

Fast forward »