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Überall kann man entweder Sowjet-, NVA- oder Nazigeschichte förmlich riechen, aber mindestens spüren. Meist alles zusammen auf einmal, denn das ist heute kaum noch trennbar. Die Epochen haben sich - bezogen auf die Relikte - vermischt. Aber besonders die gewaltige Vernichtungsmaschinerie der Nazis wird sehr deutlich und ist hier und da wirklich überwältigend.
Hier nur ein Beispiel:
Das Steinkohle-Kraftwerk der Peenemünder Versuchsanstalten.
Das Steinkohlekraftwerk vermittelt als eines der wenigen erhaltenen Gebäude der Peenemünder Versuchsanstalten noch heute eine Vorstellung vom großtechnischen Charakter, dem funktionalen Stil und dem technischen Standard der Anlagen. Die Raketenentwicklung, die Produktion von flüssigem Sauerstoff für den Raketenantrieb, die Peenemünder Werkbahn und die anlaufende Serienproduktion der Raketen benötigten große Mengen von Elektrizität. In kürzester Bauzeit von etwa zweieinhalb Jahren wurde das Kraftwerk unter massiven Einsatz von Zwangsarbeitern gebaut und erzeugte ab 1942 eine Leistung von 30 Megawatt.
Nach der teilweisen Demontage unter sowjetischer Besatzung produzierte das Kraftwerk nach einer Instandsetzung und Erweiterung noch bis 1990 Strom und Wärme.
Interessant finde ich die heutige Kultivierung von Tieren, die dort stattfindet. In der Geisterstadt Prypjat, die direkt 2 km neben dem Kraftwerk liegt, streunen heute Wölfe, Wildpferde und viele andere Tiere umher.
Das war vor ziemlich genau 22 Jahren. Ich kann mich noch ganz gut erinnern, 13 Jahre alt war ich. Ich weiß noch, wie auf einmal alle von verstrahlten Lebensmitteln redeten und auch die Menschen in Deutschland Angst davor hatten. Wer kann sich noch erinnern und weiß, etwas davon zu berichten? Headhunter, Thomas, ihr alten Säcke, erzählt mal.
Einige Substanzen, die dort immer noch hochverstrahlt sind, haben eine Strahlungshalbwertzeit von 25.000 Jahren.