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A love affair waiting to happen.

 


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This is the official website of the musician, sound engineer, DJ, composer & producer for film & media Ingo Vogelmann. No MySpace, Fuckbook or whatever ... this is a real real deal.

You heard Ingo's own music somewhere or as a DJ live or on the radio and loved it? You should subscribe to the vogelmann Gigs Feed by either ... subscribe in a reader or subscribe to vogelmann Gigs by Email to never miss a gig!

Below this welcome message and the (very important) ads you find Ingo's (multilangual) Blog posts. Also explore the internal pages and (masses of) good stuff in the sidebars to the right and have a nice stay!


getFrisky! Germany 2008

getFrisky! Germany 2008


Tuesday, April 22, 2008 by Ingo

Dear Pennsylvania

My dear American friends (especially in Pennsylvania!),

would you, please, do the right thing now? For me? For the world? Yes?

Thank you, I will honour you for that and write a song for you. Only for you. It’ll be called ‘The Miracle Of Pennsylvania’. Promised. And I promise I will come to a Pennsylvania Dance Club and play for NO MONEY, just for you. Please, cast your vote for Barack Obama!

Thanks so much in advance!

Your favourite musician and German potatohead,

Ingo Vogelmann


Creative Commons License photo credit: Reza Vaziri

MichaelMoore.com : My Vote’s for Obama (if I could vote) …by Michael Moore

Read this by Michael Moore:

This sleazy attempt to smear Obama was brilliantly explained the following night by Stephen Colbert. He pointed out that if Obama is supported by Ted Kennedy, who is Catholic, and the Catholic Church is led by a Pope who was in the Hitler Youth, that can mean only one thing: Obama LOVES HITLER!

Yes, Senator Clinton, that’s how you sounded. Like you were nuts. Like you were a bigot stoking the fires of stupidity. How sad that I would ever have to write those words about you. You have devoted your life to good causes and good deeds. And now to throw it all away for an office you can’t win unless you smear the black man so much that the superdelegates cry “Uncle (Tom)” and give it all to you.

Friday, April 18, 2008 by Ingo

Vogelmann deckt auf

Immer am Puls der Zeit, knallhacht naachgefraacht. Deckt es mit mir auf:

Harry Belafonte hat den ‘Banana Boat Song’ in einem Ananasboot geschrieben. — behaupte.es


Creative Commons License photo credit: ƒernando

Tuesday, April 15, 2008 by Ingo

Zur gepflegten Kenntnisnahme

Ich habe es an anderer Stelle bereits angesprochen, ich wiederhole mich gern nochmal.

Wer glaubt, man erreiche seine Ziele bei oder mit mir, indem man versucht, Dinge zu erzwingen, mit faulen Tricks herbeizutäuschen, durch Manipulation oder emotionaler Druckausübung weiter zu kommen, der nehme bitte Folgendes zur Kenntnis:


Creative Commons License photo credit: mdumlao98

(Fuck You)

Ich habe nicht all diese Entscheidungen getroffen, damit ich in der Schule ’sitzen bleibe’. Wenn jemand hinterherhinkt und mit dem ‘Stoff’ nicht nachkommt, dann ist das nicht mein Problem. Nachhilfe gibt das Leben genug.

Sunday, April 13, 2008 by Ingo

Der Ernst des Lebens

Ich will keine Riesengeschichte schreiben, nur ein paar Kleinigkeiten zu Bedenken geben, die in unserem Leben eine machtvolle Rolle spielen.

Von dem Moment an, wo wir zu irdischer Kommunikation in der Lage sind, werden uns Grenzen aufgezeigt, und es wird nichts unversucht gelassen, um uns darauf zu programmieren, der jeweils gültigen, entsprechenden Ordnung der Menschheit gefügig zu sein. Man verstehe mich nicht falsch: Ich halte es für sehr wichtig, bestehende Ordnungen voll und ganz anzunehmen, jedoch nur dann, wenn man auch Alternativen angeboten bekommt bzw. sie kennt. Das Gegenteil ist Gedankenkontrolle, jedenfalls mindestens der Versuch, wie zum Beispiel die Dummhaltung von Frauen in ‘bestimmten’ religiösen Systemen.

Ich zähle mal Beispiele dieser Programmierungen auf, ihr alle kennt das (zu Genüge):


Creative Commons License photo credit: Felipe Morin

Mach deine Hausaufgaben anständig.

Mach die Musik nicht so laut.

Geh jetzt ins Bett, du musst morgen früh zur Schule.

Warte mal ab, wenn der Ernst des Lebens beginnt!

Glaubst du eigentlich, man braucht dafür nichts tun?

So wird nie was aus dir.

Wenn du nicht XY, dann wirst du nie YZ erleben.

Was soll nur aus dir werden?

Du musst einen guten Schulabschluss haben, damit aus dir was wird.

Streng dich an, damit du eine Ausbildung bekommst.

So nimmt dich keine Uni.

Du hast nur Unsinn im Kopf, solltest dich besser mal auf deine Aufgaben konzentrieren.

Du kannst doch nicht XY! Du musst doch YZ!!

Kurz: Man ist bestrebt, uns zu Leistungsmonstern zu trainieren. Wer nichts leistet, der zählt auch nicht. Wer nichts vorzuweisen hat, ist nichts Wert. Feststehende Begriffe, Finito, darüber wird nicht diskutiert.

Verwandte, Bekannte und sogenannte ‘Freunde’ stülpen einem ihre Erwartungen bereits VOR Stunde Null unseres Lebens über das Gehirn, und - würde man sie lassen - würde das nichtmal mit unserem Tod enden. Selbst, wenn wir schon in der Kiste liegen und Wurmnahrung sind, stellt man noch Erwartungen an uns, posthum. Beispiel: Verwandte, die mit dem Erbe nicht ‘einverstanden’ sind.

Du musst dies, du musst das, du musst jenes. Du musst, du musst, du musst … und es nimmt kein Ende. Wieso wehren wir uns nicht einfach dagegen? Weil wir es nicht besser wissen. Die Repressoren wissen es ja selbst nicht besser, sind ja selbst so erzogen und geprägt worden.

Das soll zur Anregung mal reichen. Es gibt Menschen, die sowas besser thematisiert haben als ich. Abschließend einer meiner Lieblingstexte von einem meiner Lieblingskünstler, Herman van Veen - und das kann viel mehr sagen, als all meine Worte da oben:


Creative Commons License photo credit: J. Star

Wer

Wer hat den Ernst in dein Gesicht gebracht
Wer hat das Licht gelöscht in dir
Wer hat die roten Wangen Bleich gemacht
Wer brach roh ein in dein Revier
Wer nahm die Leichtigkeit
die Unbefangenheit
Wer brachte dich um deine allerschönste Zeit

Wer machte deine klaren Augen blind
Wer trieb mit dir ein böses Spiel
Wer tötete das unbeschwerte Kind
das immer aufstand, wenn es fiel
Wer bremste deinen Drang
Wer lehrte dich den Zwang
Wer brach die Flügel dir, bevor der Flug gelang

Wer ließ dich immer in der Ecke stehn
wer hat dein Spielzeug dir zerstört
Zu wem hast du vergeblich aufgesehn
Auf wen hast du umsonst gehört
Wer hat nur unerlaubt
Die Zukunft dir geraubt
Wem hast du vorbehaltlos bis zum Schluß geglaubt

Wem hast du vorbehaltlos bis zum Schluß geglaubt

Ich danke Herman für diese wunderbaren, wenn auch für den einen oder anderen traurig anmutenden Worte. Von Herzen, denn da kann etwas herkommen … MUSS es aber nicht. ;)

Thursday, April 10, 2008 by Ingo

kanYe West Blog

kanYe West : Blog


Creative Commons License photo credit: Chris Doerr

I don’t do anything I don’t love anymore… I loved the flashing lights vid so it didn’t matter 2 me if someone one else didn’t. While people chase money I pursue happiness. So many people talk about there investments or how much money they have but there’s so many rich people who spend a lot of that trying 2 buy a piece of happiness. If there’s anything my mom taught me is to enjoy life.

Superb!! I do NOT like Black/Rap/Hip Hip Music too much, but this dude is a cool and clever guy with love inside. He was also the only one going mad backstage about the fuck up of Britney Spears @ the MTV show last year.

Via Faisal!

Tuesday, April 1, 2008 by Ingo

Die eine Tür geht zu, die andere auf

Heute beginne ich ein Leben, daß mich noch näher an mich selbst heranführt. Ich habe Dinge abgeschüttelt, die nicht zu mir passen und die mich weder stark noch glücklich und frei machten. Abgeschüttelte Personen pflegen dem nunmehr mit gewolltem Hass zu begegnen, mich berührt das maximal in Form von Mitgefühl. Auch meinen Kindern nütze ich in Zukunft mehr als glücklicher Vater. Ich überlasse da jedem seine Meinung, man darf die auch behalten, und zwar für sich.

KlingelschildIch habe mir ein kleines, ruhiges Refugium im Grünen gesucht. Wie ihr wisst, arbeite ich gerne viel und bin auch gern allein mit mir selbst. Ich brauche niemanden, der immer um mich herumturnt (gut, bei Wilma ist das so, aber die stellt keine Forderungen, die über Spaziergänge, Zärtlichkeiten, ab und zu Gespräche und Futter hinausgehen). Ich werde ein Weilchen brauchen, bis ich mich an mein neues Leben gewöhnt habe. In den vergangenen 8 Jahren ist immer jemand um mich herumgeturnt. Ich habe eine Künstlerseele, und ich habe niemals behauptet, ein Leben an meiner Seite wäre einfach, im Gegenteil. Ich möchte mich nicht mehr beschränken lassen, möchte ganz ich sein.

Die Musik, und alles was dazugehört, ist mein Leben. Ich will das so, und ich will das auch weiter gedeihen lassen. Das alles ist und war meine freie Entscheidung, die ich aus voller Überzeugung und aller mir möglichen Liebe im Herzen getroffen habe. Wer damit nicht umgehen kann oder will, dem fehlt es genau an dem Punkt. Ich kann niemanden glücklich machen, außer mich selbst. Ich kann und will auch niemanden verändern, außer mich selbst.

Ich kann nur dafür sorgen, daß jemand leichter zu sich findet, wenn er das will. Mit Musik, das ist mein Job. Mehr kann ich nicht. Wer sich wünscht, daß ich je damit aufhöre, der wird mich töten müssen. Wer mehr von mir erwartet, als ich bin, der wird sich jemand anderen suchen müssen.

Die eine Tür geht zu, die andere auf.

Friday, March 28, 2008 by Ingo

Deutschlands Spannungsmesser - Vogelmann im Tagesspiegel

Ich habe mich Ende letzten Jahres nach meiner Strafanzeige gegen Schily, Schäuble & Co. mit dem Journalisten Werner van Bebber in Dortmund getroffen, der für ein Interview mit mir angereist ist.

Hier ein Auszug aus der Webversion des nun erschienenen Artikels:

Deutschlands Spannungsmesser

[...] Querulanten seien kaum unter denen, die sich an seine Abteilung wenden. Eine Statistik der Streitfreudigen gibt es nicht. Manchem Schreiben sei aber anzumerken, dass es dem Schreiber viel Mühe abverlangt habe, sagt der Oberstaatsanwalt. Viele andere Anzeigen sind nicht sehr durchdacht formuliert, aber es gibt auch solche wie die von Ingo Vogelmann, 35, DJ und Musiker aus Dortmund. Der hat gleich mehrere hochrangige Innenpolitiker angezeigt. Am 9. Juli 2007 hat Ingo Vogelmann Strafanzeige gegen den ehemaligen Bundesinnenminister Otto Schily, dessen Nachfolger Wolfgang Schäuble, den Justizstaatssekretär Lutz Diwell und den Geheimdienstkoordinator Klaus-Dieter Fritsche erstattet. Vogelmanns Anzeige ist überaus sorgfältig verfasst. Es geht um Volksverhetzung, das Ausspähen von Daten, Datenveränderung und das Verleiten eines Untergebenen zu einer Straftat. Anlass sind die „Bundestrojaner” - Computerprogramme, mit denen Nachrichtendienste private Computer durchsuchen können.

Auf drei Seiten argumentiert Vogelmann präzise an Gesetzes-Exzerpten und Medienberichten entlang. Er beendet den Text mit dem Satz, es sei zu befürchten, dass „Schäuble seine Befugnisse als Bundesinnenminister weitgehend missbraucht und somit den deutschen Staat fundamental in seiner Rechtsordnung stört beziehungsweise unterwandert”. Viele denken wie er - die wenigsten aber stellen Strafantrag gegen den Minister. Dass sich Vogelmann die Mühe gemacht hat, begründet er mit einem Satz: „Wir werden zur Gesetzestreue aufgefordert - dann verlange ich das umgekehrt auch.” Es geht also ums Prinzip. Da hat wieder einer den Eindruck vom raumschiffartigen Politikbetrieb, für den eigene Regeln gelten.

Vogelmann findet das alles befremdlich. Es hat nichts zu tun mit seiner Vorstellung von staatlicher Ordnung und Gerechtigkeit. Da sitzt er in einem Dortmunder Café, nicht weit vom Bahnhof, ein gut aussehender Typ mit kurzen Haaren, einem kurzen Vollbart und blauen Augen. Er redet gern, lacht gern, guckt nicht auf die Uhr, während der Kellner erst Kaffee, dann Biere bringt.

Vogelmann interessiert sich sehr für Politik, er denkt politisch, aber nicht so, dass man gleich wüsste, woran man mit ihm ist. Zunächst stellt er erst einmal alle Zusammenhänge infrage. Und er hat etwas übrig für finstere Theorien: Wer ist gefährlicher - George W. Bush oder der iranische Präsident Ahmadinedschad? Was wussten die amerikanischen Sicherheitsdienste vor den Anschlägen vom 11. September? „Ich will da niemanden von überzeugen”, sagt er und grinst - er will sich aber auch nicht einschüchtern lassen von dem, was Politiker wie Schäuble an Gefahren beschwören. Bloß nicht zu viel Autoritätsgläubigkeit: „Wir haben Angst vor Staatsgewalt”, sagt Vogelmann.

Die Strafanzeige war für ihn auch ein Versuch, ein Test: Er wollte sehen, was passiert. Immerhin hat ihm im Antwortschreiben aus Berlin ein Staatsanwalt aus der Abteilung 76 attestiert, der „von Ihnen vorgetragene Sachverhalt” sei „unter mancherlei Aspekten durchaus diskussionswürdig”. Dann folgen anderthalb Seiten, sorgfältig geordnet, mit juristischen Erläuterungen der Rechtsgrundlagen von Strafverfolgung und Strafprozessordnung sowie dem Ergebnis, dass das Verfahren nach Prüfung der „Anhaltspunkte für verfolgbares strafrechtlich relevantes Verhalten” eingestellt worden ist.

Vogelmann sagt, diese Antwort habe ihn freudig überrascht. Das ganze Schreiben zeige doch, „dass ich nicht ganz falsch gelegen habe”.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 26.03.2008)

Hier der komplette Printartikel als PDF zum Download.

Foto: Thilo Rückeis - Oberstaatsanwalt Karlheinz Dalheimer in seinem Büro im Kriminalgericht Berlin-Moabit.

Wednesday, March 26, 2008 by Ingo

2008 has begun to get a face

Together with my Booking agent Ale Coloma (who’s originally from Chile) I have begun to plan a South America Tour in 2008. Just today I have been asked to play at the biggest FM (!) radio station in Buenos Aires / Argentina which means: Millions of listeners!


Creative Commons License photo credit: TheAlieness GiselaGiardino²³

What I really want:

Play in …

  • Israel
  • India
  • Canada
  • Iceland
  • Taiwan
  • Tibet (no joke)
  • New York
  • Mexico
  • Russia
Monday, March 24, 2008 by Ingo

Vor-Urteile


Creative Commons License photo credit: mrbill

Für Fans der Rockmusik ist elektronisch(e) (produzierte) Musik entweder gesamtheitlich “diese Technomusik” (mit echtem ‘ch’, wie ich in ‘Kirche’), oder eben Wolkenschieberkram á la “diese langweilige Nu Äätsch-Kacke”.

Dabei ist das alles reinste Rockmusik. Man braucht nur die richtigen Ohren dafür.

Ick bin zwar keen Berliner, dafür aber Rocker.

Monday, March 24, 2008 by Ingo

Email from Michael Moore

I see that Frontline on PBS this week has a documentary called “Bush’s War.” That’s what I’ve been calling it for a long time. It’s not the “Iraq War.” Iraq did nothing. Iraq didn’t plan 9/11. It didn’t have weapons of mass destruction. It DID have movie theaters and bars and women wearing what they wanted and a significant Christian population and one of the few Arab capitals with an open synagogue.But that’s all gone now. Show a movie and you’ll be shot in the head. Over a hundred women have been randomly executed for not wearing a scarf. I’m happy, as a blessed American, that I had a hand in all this. I just paid my taxes, so that means I helped to pay for this freedom we’ve brought to Baghdad. So? Will GOD bless me?God bless all of you in this Easter Week as we begin the 6th year of Bush’s War.

GOD help America. Please.

Michael Moore

No comment from me. :| Just a picture. Happy Easter, Mr. Cheney and your puppet Mr. Bush.


Creative Commons License photo credit: ob1left#

Take this gratis download:

File: www.ingovogelmann.co…

Saturday, March 22, 2008 by Ingo

Feuchtgebiete

Als ich gestern bei meiner Mutter einkehrte, lag ein Buch auf dem Wohnzimmertisch, welches mir dem Titel nach - aus den Medien - bekannt vorkam:

Feuchtgebiete: Charlotte Roche

Ich so:

Was ist das denn für ein Buch? (Ich gebe zu, die Frage war mehr als bescheuert)

Mutter:

Steht doch drauf, habe ich mir gekauft.

Dann folgte ein halbstündiges Gespräch über das Thema. Sehr aufschlußreich. Meine Mutter wird in wenigen Tagen 70, irgendwie bin ich wirklich stolz auf sie. :) Vielleicht hat jetzt jemand eine Vorstellung davon, wie frei ich (zumindest mütterlicherseits) erzogen wurde. Genau! Meine Mutter ist alles Schuld!! :D

Wednesday, March 19, 2008 by Ingo

Arthur says Goodbye

And his last 3 wishes really made me cry a river:


YouTube » Original-ArthurCClarke

Goodbye Arthur. You will be missed as one of the greatest visionairies this planet has ever seen.

Thursday, March 13, 2008 by Ingo

Inzest bleibt strafbar

law blog» Archiv » Inzest bleibt strafbar

Kurzgeschichte: Mann wird bei Adoptiveltern groß, findet im Jahr 2000 seine leibliche Schwester. Verlieben sich, machen 4 Kinder. Inzestvorwürfe, Verurteilung zu Haftstrafe.


Creative Commons License photo credit: looking4poetry

Meine Gedanken:

Blödsinn. Das ist das Wort, welches mir dazu einfällt. Ich sehe das Problem nicht, wenn 2 Menschen sich lieben. Das Recht auf Liebe ist nicht beschränk- oder verhandelbar. Wissenschaftliche Studien haben belegt, daß das Risiko von genetisch bedingten Schäden bei Kindern von inzestiösen Eltern kaum einen Unterschied zu ‘Normaleltern’ hat.

Würden wir die Sache mal durchdenken und -spielen, so müsste man dann konsequenterweise Vermehrung zwischen allen Behinderten verbieten, aber auch zwischen Nichtbehinderten und Behinderten. Hier ist das Risiko einer Behinderung beim Kind höher als in obigem Beispiel. Nehmen wir das Argument des ‘Kindeswohls’ herbei, so dürfte es nicht mal Vermehrung zwischen dunkelhäutigen und hellhäutigen Menschen geben, da ja hier die Gefahr der Rassendiskriminierung besteht. Würde man jetzt ganz abstrakt, ginge das endlos weiter.

Alles altes, törichtes Denken, nicht in diese Zeit passend.

Thursday, March 13, 2008 by Ingo

Wahr gesprochen

law blog» Archiv » Er ist dann mal weg

Aus den Kommentaren bei Rechtsanwalt Udo Vetter:

Bei meinem letzten Umzug - zwar innerhalb Deutschlands - hab ich all mein Hab und Gut auf die Müllkippe gefahren. Alles was übrig war waren zwei Pappkartons und meine Kleidung. Ich hab mich lange nicht so frei gefühlt. Besitz kann einem viel Freiheit nehmen. Hat man ein Haus muss man sich ständig drum kümmern, hat man eine eigene Firma kann man nichtmal befreit Urlaub machen weil man ständig in Sorge ist ob im Betrieb wohl alles läuft usw.

Reich ist nicht unbedingt der der viel hat, sondern auch der der wenig braucht.

Saturday, March 8, 2008 by Ingo

Vom Umgang mit Angst

Ein lieber Freund schrieb einmal vor einigen Jahren:

Hör ihr zu, deiner Angst; sie ist du. Rufe sie von dir aus und laß sie Platz nehmen und gib ihr deine Zeit; und selbst, wenn du nie ernstlich versucht hast zu verstehen, was ein anderer Mensch dir sagen möchte: versuch zu erfassen, was deine Angst dir sagen möchte. Laß dir Zeit dabei, und versuche nicht, allzuschnell zu verstehen.

Sie geht durch dich hindurch wie ein heißes, scharfes Messer durch weiche Butter. Durch alle deine Barrieren hindurch, unter Mißachtung aller deiner Abwehrmechanismen fokussiert sie auf genau den einen Punkt, den du nicht bannen konntest. Deine Welterklärung, deine Rechtfertigungen, deine Darstellungen - alles was du heranziehst, um vor dir selbst zu verschleiern und zu verbergen, daß da ein wunder Punkt ist - sind machtlos ihr gegenüber. Die Wunde blutet; und deine Angst sagt dir, daß die Wunde blutet.


Creative Commons License photo credit: 96dotsperinch

Warum solltest du klüger sein, als ich es war. Auch meine Mauern standen, nach innen wie nach außen, und, glaub´ mir vielleicht, es waren wohlerprobte Mauern, die manchem Sturm standhielten. Doch gerade mit diesem Punkt - daß die Mauern standhielten - begann die Hölle. Ein sanftes Pochen, weg damit: Ein Anklopfen, weg damit. Ein leiser, noch ferner Trompetenschall, weg damit. Und Schritt und Schritt, immer stärker, und plötzlich ein Heer vor meinen Mauern, so schien es; tatsächlich natürlich ein Heer in meinen Mauern.

Und sie halten; doch das Heer wird stärker. Festkrallen. Schweißausbrüche. Innere und äußere Verkrümmung. Ich will nicht hören. Ich will nicht hören, verschwinde. Und irgendwann, zerberstend, steht die Angst vor mir: »ICH HABE DIR ETWAS ZU SAGEN, WURM.«

Und immer und immer wieder; zuviel für meinen Verstand, irgendwann müssen die Mauern doch stark genug sein.

Daß ich blute, durfte ich mir nie eingestehen.

Viele Jahre, in denen ich kurz und klein geschlagen wurde von dieser Angst; und langsam, ganz langsam brach die Kraft weg, diese Mauern aufrechtzuerhalten. Keine heldenhafte Einsicht, einfach nur Kraftlosigkeit. Und ich sagte zu dem Pochen: »Setz dich, ich höre dir zu. Ich nehme mir Zeit für dich.« Und die Angst sagte mit: »Ich möchte dir etwas sagen, Liebster.« Eine Viertelstunde, eine halbe Stunde, selten länger. Plötzlich: Fluten von Traurigkeit. Keine Angst, nur Traurigkeit. Oft Tränen.

Langsam, ganz langsam: Einverständnis. Und Erlösung. Und eine Bedrohung, die sich als beste - und tatsächlich als wirkliche Freundin und gute Beraterin erweist.

Und das Ende der Hölle.

Ich weiß, er legte keinen Wert darauf, jetzt genannt zu werden. :)

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