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This is the official website of the musician, sound engineer, DJ, composer & producer for film & media Ingo Vogelmann. No MySpace, Fuckbook or whatever ... this is a real real deal.

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Below this welcome message and the (very important) ads you find Ingo's (multilangual) Blog posts. Also explore the internal pages and (masses of) good stuff in the sidebars to the right and have a nice stay!


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getFrisky! Germany 2008

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Saturday, April 26, 2008 by Ingo

Erdrutschsieg (mit 10 Punkten vorne …)

Hillary Clinton ist zurück - DIE WELT - WELT ONLINE


Creative Commons License photo credit: Xosé Castro

In Pennsylvania gelingt der Gattin des ehemaligen Präsidenten ein Erdrutschsieg auf dem Land - Kampagne hat Barack Obamas Image beschädigt

Manchmal frage ich mich wirklich, wozu Journalisten Journalismus studieren müssen, um sich Journalisten zu nennen. Ich kann auf Anhieb 20 Blogger nennen, die so einen Bullshit-Artikel niemals schreiben würden. Und die haben alle nicht studiert, zumindest keinen Journalismus.

Sunday, March 30, 2008 by Jakob

Chaos Computer Club vs. Wolfgang Schäuble

heise online >> CCC publiziert die Fingerabdrücke von Wolfgang Schäuble

Die Hacker wollen sich damit gegen die zunehmende Erfassung biometrischer Daten zur Wehr setzen. Besonders die Speicherung der Fingerabdrücke im E-Pass stößt dem CCC übel auf. “Wir wollen mit der Veröffentlichung ein warnendes Zeichen setzen”, erklärt CCC-Sprecher Dirk Engling gegenüber heise online. Fingerabdrücke seien nicht so sicher, wie die Politik behauptet, erklärt Engling: “Sie gehören in keine sicherheitskritische Anwendung – und erst recht nicht in den E-Pass.”

Die Hacker haben es nicht beim Abdruck von Schäubles Fingerabdruck belassen – dem Heft liegt auch eine fertige Fingerabdruck-Attrappe bei. Die dünne Folie kann auf die Fingerkuppe geklebt werden, um zum Beispiel Fingerabdruckscanner zu täuschen.

Einfach nur großartig ! Jemand, der eine Stimme hat und sie auch für die Bürger nutzt. Sicher nicht unumstritten (wie auch der Artikel im unteren Abschnitt zeigt), aber dennoch ein interessanter Gedanke.

“Wenn Bürger und Journalisten das tun, was staatlicherseits millionenfach und zunehmend durch Erhebung und Verwendung biometrischer Daten geschieht, steht unter Umständen der Staatsanwalt vor der Tür.” - Ulrich Wehner von der Berliner Anwaltskanzlei Buchheim und Partner

Diese Politik und Angstmache ist nur noch reiner Blödsinn. Wer Terroristen fangen will, jagt Terroristen und nicht alle Staatsbürger. Warum sollten Terroristen nicht ihren Fingerabdruck fälschen können bzw. den Pass, auf dem der vermerkt ist? Das hilft, wie viele Überwachungsmaßnahmen, nicht der Sicherheit, sondern ist nur mehr Verwaltungsaufwand (ich lasse mal den Überwachungsstaatsvorwurf außen vor, ich unterstelle mal einen guten Willen der entsprechenden Politiker). Irgendwann sind die Menschen im Amt dann nicht mehr in Lage, den normalen Papierkram zu erledigen, weil sie mit den neuartigen Überwachungsmethoden beschäftigt sind. Und neue Leute einstellen können die ja auch nicht, weil der Staat kein Geld hat. Was soll der Blödsinn? Sicher bin ich nur ein Laie, aber mir hat das noch nie jemand plausibel machen können, dass man für den Pass oder Personalausweis biometrische Daten benötigt. Einfach nur unsinnig.

Abgesehen davon ist mir heute mal wieder klargeworden: Angstmache hilft den Politikern, die Menschen kleinzuhalten. Siehe USA Patriot Act. Einfach nur lächerlich.

Friday, March 28, 2008 by Ingo

Deutschlands Spannungsmesser - Vogelmann im Tagesspiegel

Ich habe mich Ende letzten Jahres nach meiner Strafanzeige gegen Schily, Schäuble & Co. mit dem Journalisten Werner van Bebber in Dortmund getroffen, der für ein Interview mit mir angereist ist.

Hier ein Auszug aus der Webversion des nun erschienenen Artikels:

Deutschlands Spannungsmesser

[...] Querulanten seien kaum unter denen, die sich an seine Abteilung wenden. Eine Statistik der Streitfreudigen gibt es nicht. Manchem Schreiben sei aber anzumerken, dass es dem Schreiber viel Mühe abverlangt habe, sagt der Oberstaatsanwalt. Viele andere Anzeigen sind nicht sehr durchdacht formuliert, aber es gibt auch solche wie die von Ingo Vogelmann, 35, DJ und Musiker aus Dortmund. Der hat gleich mehrere hochrangige Innenpolitiker angezeigt. Am 9. Juli 2007 hat Ingo Vogelmann Strafanzeige gegen den ehemaligen Bundesinnenminister Otto Schily, dessen Nachfolger Wolfgang Schäuble, den Justizstaatssekretär Lutz Diwell und den Geheimdienstkoordinator Klaus-Dieter Fritsche erstattet. Vogelmanns Anzeige ist überaus sorgfältig verfasst. Es geht um Volksverhetzung, das Ausspähen von Daten, Datenveränderung und das Verleiten eines Untergebenen zu einer Straftat. Anlass sind die „Bundestrojaner” - Computerprogramme, mit denen Nachrichtendienste private Computer durchsuchen können.

Auf drei Seiten argumentiert Vogelmann präzise an Gesetzes-Exzerpten und Medienberichten entlang. Er beendet den Text mit dem Satz, es sei zu befürchten, dass „Schäuble seine Befugnisse als Bundesinnenminister weitgehend missbraucht und somit den deutschen Staat fundamental in seiner Rechtsordnung stört beziehungsweise unterwandert”. Viele denken wie er - die wenigsten aber stellen Strafantrag gegen den Minister. Dass sich Vogelmann die Mühe gemacht hat, begründet er mit einem Satz: „Wir werden zur Gesetzestreue aufgefordert - dann verlange ich das umgekehrt auch.” Es geht also ums Prinzip. Da hat wieder einer den Eindruck vom raumschiffartigen Politikbetrieb, für den eigene Regeln gelten.

Vogelmann findet das alles befremdlich. Es hat nichts zu tun mit seiner Vorstellung von staatlicher Ordnung und Gerechtigkeit. Da sitzt er in einem Dortmunder CafĂ©, nicht weit vom Bahnhof, ein gut aussehender Typ mit kurzen Haaren, einem kurzen Vollbart und blauen Augen. Er redet gern, lacht gern, guckt nicht auf die Uhr, während der Kellner erst Kaffee, dann Biere bringt.

Vogelmann interessiert sich sehr für Politik, er denkt politisch, aber nicht so, dass man gleich wüsste, woran man mit ihm ist. Zunächst stellt er erst einmal alle Zusammenhänge infrage. Und er hat etwas übrig für finstere Theorien: Wer ist gefährlicher - George W. Bush oder der iranische Präsident Ahmadinedschad? Was wussten die amerikanischen Sicherheitsdienste vor den Anschlägen vom 11. September? „Ich will da niemanden von überzeugen”, sagt er und grinst - er will sich aber auch nicht einschüchtern lassen von dem, was Politiker wie Schäuble an Gefahren beschwören. Bloß nicht zu viel Autoritätsgläubigkeit: „Wir haben Angst vor Staatsgewalt”, sagt Vogelmann.

Die Strafanzeige war für ihn auch ein Versuch, ein Test: Er wollte sehen, was passiert. Immerhin hat ihm im Antwortschreiben aus Berlin ein Staatsanwalt aus der Abteilung 76 attestiert, der „von Ihnen vorgetragene Sachverhalt” sei „unter mancherlei Aspekten durchaus diskussionswürdig”. Dann folgen anderthalb Seiten, sorgfältig geordnet, mit juristischen Erläuterungen der Rechtsgrundlagen von Strafverfolgung und Strafprozessordnung sowie dem Ergebnis, dass das Verfahren nach Prüfung der „Anhaltspunkte für verfolgbares strafrechtlich relevantes Verhalten” eingestellt worden ist.

Vogelmann sagt, diese Antwort habe ihn freudig überrascht. Das ganze Schreiben zeige doch, „dass ich nicht ganz falsch gelegen habe”.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 26.03.2008)

Hier der komplette Printartikel als PDF zum Download.

Foto: Thilo Rückeis - Oberstaatsanwalt Karlheinz Dalheimer in seinem Büro im Kriminalgericht Berlin-Moabit.

Saturday, February 23, 2008 by Ingo

Ein sehr weiser Mann - Michel de Montaigne

Michel de Montaigne war ein sehr weiser Mann, ihm gebührt meine hohe Achtung. Ich habe mir mal sämtliche seiner Aussagen zusammengesucht, die ich für mindestens interessant halte. Mir persönlich bereitet es grosse Freude, daß zu lesen. :) Das, was ich besonders wahr finde, habe ich gefettet.

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Grandios, oder? ;)

Wednesday, February 13, 2008 by Ingo

Die Türkei zwingt andere zur Assimilation

… erwartet aber von anderen widerum, daß man sich den Türken entsprechend anpasst. Da spricht für meine Ohren genau der Nationalismus, der 1915 zu furchtbaren Taten geführt hat (über 1 Mio. ermordete Armenier, entheimatete Kurden, bis heute). Hrant Dink (armenischer Journalist und Author) ist im letzten Jahr auf offener Straße ermordet worden, von einem jungen, nationalistischen Türken. Die Kurden sagen nun zu Recht:

Integrationsdebatte: Erdogan zwingt Kurden zur Assimilation - NachrichtenPolitik - WELT ONLINE

In Deutschland hat der türkische Ministerpräsident Erdogan Assimilation als “Verbrechen gegen die Menschlichkeit” bezeichnet. In der Türkei unterdrückt er die kulturelle Identität der Kurden. Kurdenpolitiker werfen Erdogan “gesellschaftliche Schizophrenie” vor: Die Minderheit werde seit Jahrzehnten “assimiliert”.

… zusätzlich zu den VIELEN armenisch-stämmigen, die in der Türkei in der Diaspora leben. Und mal ganz abgesehen von den abgeschnittenen Handelsrouten zu Armenien und dem immer noch zu Unrecht ‘assimilierten’ Arealen armenischer Natur, die die Türkei für sich in Anspruch nimmt.

Schizophrenie ist das richtige Wort. Viele Türken halten sich für eine Art Herrenrasse. Das darf nicht sein. Und mit türkischen Schulen in Deutschland hat das nichts zu tun, ich denke, man sollte die Themen nicht vermischen. Kein vernünftiger Mensch mit einem schlagendem Herzen hat etwas gegen einen Türken, nur weil er türkisch ist.

Ich jedenfalls nicht.

Monday, February 11, 2008 by Ingo

Todesstrafe für den (angeblichen) 9/11-Ausführenden

Quelle: www.welt.de/politik/…

Den übereinstimmenden Berichten zufolge gehört zu der Gruppe der Ex-Chefplaner des Terrornetzes al-Qaida, Khalid Scheich Mohammed. Der gebürtige Pakistaner hat einem im März 2007 veröffentlichten Vernehmungsprotokoll zufolge zugegeben, die Anschläge vom 11. September im Auftrag von Al-Qaida-Chef Osama bin Laden geplant zu haben. Dem zufolge gestand er auch weitere Angriffe, wie etwa einen Bombenanschlag auf einen Nachtclub der indonesischen Insel Bali und einen Angriff auf das World Trade Center 1993. Außerdem hat er eigenen Angaben zufolge den US-Journalisten Daniel Pearl enthauptet und steckte laut eigenen Aussagen hinter den Plänen von „Schuhbomber” Richard Reid, eine Passagiermaschine während eines Transatlantikfluges zu sprengen. Diese Pläne waren vereitelt worden.

Weiter unten heißt es dann:

Wie CIA-Chef Michael Hayden erst vor kurzem bestätigte, gehört Mohammed zu drei Terrorverdächtigen, bei denen während geheimdienstlicher Verhöre die Methode des simulierten Ertränkens angewendet wurde. Dieses „Waterboarding” wird im westlichen Ausland als Folter angesehen. Vor diesem Hintergrund äußerten US-Zeitungen die Erwartung, dass die Todesstrafen-Prozesse weltweit neue Kontroversen über die amerikanische Behandlung von Terrorverdächtigen auslösen werden. Es ist möglich, dass die Geständnisse Mohammeds wegen verbotener Verhörmethoden nicht im Prozess verwertet werden kann.

  1. Wieso sollte der Beschuldigte diese vermeintlichen Taten denn nicht zugeben? Die Todesstrafe ist ihm seit 7 Jahren bewusst.
  2. Selbst wenn er das alles nicht getan hat: Mit der Unterstützung von ‘Waterboarding’ hat man gerne alles verbrochen.
  3. Wieso sollte er Osama bin Laden nicht als Auftraggeber nennen? Die ganze Welt glaubt doch sowieso an diese Version. Das ist ein Ermittlungsergebnis, was niemanden überrascht.
  4. Anstatt in Guantánamo zu sitzen, wäre ich auch lieber tot.
Sunday, December 16, 2007 by Ingo

Matussek wurde gekickt

Wurde Matthias Matussek zu Recht abgesetzt? - Nachrichten Kultur - WELT ONLINE

Nur zwei Jahre leitete der Journalist das Kulturressort des „Spiegel”. Anfang des Monats musste er seinen Posten räumen. Mitarbeiter warfen ihm einen harschen Führungsstil und konservative Ansichten vor. Was sie verkennen: Er hat ein außergewöhnlich gutes Blatt gemacht.

Ich kann der WELT ONLINE nur zustimmen, Matussek ist ein cooler Typ, den ich mag, weil er frech und witzig ist und sich den Mund nicht verbieten lässt. So, und jetzt kann der SPIEGEL nur wieder schlechter werden und seine Mitarbeiter weiterpennen.

Hab mal gesehen, wie er Claudia Roth in einem Live-Interview demontiert hat; das hat mir super gefallen. Ich frage mich immer wieder, wieso Roth noch nicht mit einem “Bin aus Prinzip gegen alles”-Schild herumläuft, oder einem Sticker mit der Aufschrift “Kampfamazone”. :D

Tipp: Matusseks Video Blog. Unbedingt ansehen. www.mmatussek.de/htm…

Wednesday, November 28, 2007 by Ingo

Horrido und fette Beute!

So, eigene Strafanzeige nochmal gelesen, Antwort der Staatsanwaltschaft Berlin nochmal verinnerlicht, ein bißchen Zusatzrecherche, und jetzt einigermaßen gut vorbereitet auf zum Meeting mit dem Journalisten der Tageszeitung aus Berlin, welcher heute extra von Berlin aus hierher kommt.

Bis später. :)

Update

Ich habe zu danken für das 3-stündige, sehr angenehme Gespräch und einen sehr angenehmen Gesprächspartner. ;) Zumindest unser Gespräch ging weit über das Kernthema der Reportage hinaus.

Ich berichte euch von Details zur Veröffentlichung der Reportage, sobald ich Kenntnis davon habe.

Tuesday, November 27, 2007 by Ingo

Geständnis der Musikindustrie

Unglaublich, aber wahr. Das, was meine Mitstreiter und ich bei SAVEMUSIC jahrelang gesagt haben, gesteht nun in dieser Meldung - die mir soeben zugespielt wurde - der Universal Music Boss Doug Morris:

Ein Vorwurf, den in der Musikindustrie eigentlich niemand mehr hören kann, ist das öffentliche Urteil, die Branche habe das Internet verschlafen. Doch angesichts der jüngsten Äußerungen von Universal-Music-Music-Boss Doug Morris scheint dieses Vorurteil alles andere als ein Klischee.

In einem Profil über den Chairman & CEO der weltgrößten Plattenfirma, das vom “Wired”-Magazin für die Dezemberausgabe erstellt wurde, offenbart Morris die Hilflosigkeit, die offenbar in den 90er-Jahren in der Tonträgerwirtschaft vorherrschte. In den Anfangsjahren des Filesharing-Phänomens hätten sich die Konzerne schlichtweg nicht zu helfen gewusst. “Es gab in der Plattenindustrie keine Technologen”, so Morris. “Das ist ein gängiges Missverständnis unter Journalisten - dass die Musikbranche da geschlafen habe. Aber das stimmt nicht. Die Firmen wussten nur nicht, was sie tun sollten.”

Der Konzernchef belässt es jedoch nicht bei diesem Geständnis: Zwischen den Zeilen gibt Morris sogar zu, dass die Majorlabels es in ihrer Ratlosigkeit vorzogen, untätig zu bleiben. “Wir wussten nicht, an wen wir uns hätten wenden sollen oder wen wir einstellen hätten müssen. Ich wäre nicht imstande gewesen, einen Technologieexperten zu erkennen, der es gut mit uns meint. Im Prinzip hätte mir jeder eine gut erfundene Geschichte auftischen können.”

Lieber Doug, ich bin mehr geneigt, deinen Worten zu glauben als alles andere. Böse Zungen könnten deine Äußerungen jetzt auch anders deuten. Ich habe keine böse Zunge, jedenfalls ist mir keine bewusst. Dann kann ja ab jetzt nur alles besser werden. Für Unterstützung und Anregungen steht dir das SAVEMUSIC Team gern und jederzeit zur Verfügung.

Danke für die Meldung, Toni. ;)

Saturday, November 24, 2007 by Ingo

Pressemeeting

Am kommenden Mittwoch treffe ich mich mit einem Journalisten einer grösseren Tageszeitung aus Berlin zu einem Gespräch über mein Politikverständnis und meiner Strafanzeige gegen Schäuble und Komplizen. Ich freue mich natürlich über die Gelegenheit, mein Politikverständnis einmal derart deutlich machen zu können.

Man wirft jemandem wie mir in solchen Sachen gern Publicitygeilheit vor, als würde ich jede Gelegenheit nutzen, mehr und mehr auf mich aufmerksam zu machen. Das ist bisweilen korrekt. Natürlich möchte ich auf mich und mein Schaffen aufmerksam machen und freue mich über jede Gelegenheit dazu, aber eben nicht nur zum Selbstzweck, mal abgesehen davon, daß ich (wie immer) zu diesem Termin angefragt wurde. Ich habe sehr wohl ein politisches Interesse und Ansinnen, eine Meinung und Ziele in diese Richtung. Ich bin sicher kein klassischer Politiker, und werde das wohl - nicht zuletzt mangels Ambitionen - nie sein, aber Parteimitglied der Linken bin ich auch nicht, weil ich einen Mitgliedsausweis so geil finde. Außerdem trage ich nur sehr ungern Anzüge und rede sicher nicht so, wie Politiker zu reden gewohnt sind. Ich habe auch nicht vor, mir das anzugewöhnen. Ich habe auch nicht vor, mir meine (oft unbeliebte) Meinung abzugewöhnen.

Bei dem Gespräch geht es natürlich letztlich um einen kommenden Artikel in der Tageszeitung bezüglich Schäuble & Co., und es geht nicht um Ingo Vogelmann als Musiker sondern um Ingo Vogelmann und seine politische Haltung. Wenn deshalb Menschen auf mich aufmerksam werden, die mich vorher noch nicht kannten, dann begrüsse ich das natürlich. Wenn diese Menschen nebenbei nicht nur meine Meinung sondern auch noch meine Musik gut finden, dann begrüsse ich das natürlich auch.

Sicher wäre ich erfolgreicher, wenn ich etwas mainstreamiger wäre, angepasster, mich mehr zurückhalten und die graue Eminenz markieren würde. Ich könnte auch geschäftlich betrachtet ganz andere “Strippen ziehen”, mich anders geben und mich mit einem zum Business “passenden” Umfeld bekleiden. Ich könnte natürlich nur Welthits schreiben, geiler aussehen, mich trendiger kleiden, ne coolere Frisur tragen, tanzen und hüpfen lernen usw., aber all das werde ich nicht tun, es sei denn, ich habe Spaß daran. Ich finde, den Superhecht markiere ich schon genug, meine Selbstliebe ist nicht gerade wenig ausgeprägt … bei aller Bescheidenheit. :)

Ich werde all dies nicht tun. Ich bleibe kantig - wenn auch lieb dabei - und unangepasst. Das war ich schon, seit ich denken kann, und ich habe deswegen immer nur Probleme gehabt, die ich mehr und mehr gern in Kauf genommen habe. Im Kindergarten bin ich nach 2 Wochen rausgeflogen und in der Schulzeit habe ich alle paar Tage beim Direktor gesessen (mit dem ich mich aber super verstanden habe … nicht zuletzt, weil er geil auf meine Mutter war).

Ich trage kein “Dagegen”-Schild mit mir herum, im Gegenteil, aber ich bin nicht bereit, mich für irgendwas zu verbiegen, nur weil es mir persönlich dadurch “besser” geht. Das ist ja sowieso alles sehr relativ, denn mir geht es hervorragend, wenn ich ICH sein kann. Würde ich mich bemühen, irgendwer zu sein oder irgendwem zu entsprechen, würde es mir nicht gut gehen.

Ich schreibe dieses Statement nur schonmal, bevor die Häme wieder losgeht, bevor es wieder von irgendeinem Vollpfosten heisst “man braucht nur eine Strafanzeige gegen irgendwen machen, um Presse zu haben”. :)

Ich fühle mich geehrt, zu diesem Gespräch gebeten worden zu sein, und teile meine Meinung gerne mit.

Tuesday, November 6, 2007 by Ingo

Politics

Treffe mich Ende November auf Anfrage mit einem Journalisten einer Tageszeitung, weil er mit mir für eine Reportage über die Schäuble & Co.”-Nummer und über mein Politikverständnis mit mir sprechen möchte. Finde ich gut, mach ich gerne. :)

Thursday, October 11, 2007 by Ingo

Der Fairness verpflichtet

Das hat Kerner selbst und im Original an besagtem Abend gesagt, er sei “der Fairness verpflichtet”. Das er sich selbiger verpflichtet fühlt, heißt offenbar nicht, das er diese auch immer einhalten kann.

Henryk M. Broder sieht das so: www.spiegel.de/kultu…

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Hier die interessantesten Passagen aus dem Artikel im Spiegel (man bedenke: Broder ist jüdisch):

Es gibt eine Regel bei Diskussionen über aktuelle Themen, die sich jeder Teilnehmer merken sollte: Wer zuerst Hitler, Nazis, Drittes Reich sagt, hat die Arschkarte gezogen. So einer ist entweder NS-Sympathisant oder - noch schlimmer - er missachtet das 11. Gebot: Du sollst nicht vergleichen!

Die Haltung gegenüber der NS-Zeit ist, allen Bemühungen um Aufklärung zum Trotz, ziemlich durchwachsen. Sie schwankt zwischen pathologischer Unschuld im Alltag, ritueller Trauerarbeit an den üblichen Feiertagen und “deutschem Sündenstolz”, der sich die “Einmaligkeit” und “Einzigartigkeit” nicht nehmen lässt. Wer es zum Beispiel wagt, den Präsidenten Irans mit Hitler und seinen Plan für eine “World without Zionism” mit der “Endlösung der Judenfrage” zu vergleichen, der wird sofort abgemahnt - so dürfe man den “Holocaust” nicht verharmlosen. Es geht nämlich nicht darum, den nächsten zu verhindern, sondern den letzten in Erinnerung zu behalten.

… es war ein Tribunal mit Eva Herman in der Rolle der Angeklagten, Johannes B. Kerner als Ankläger und drei Geschworenen, zwei Frauen und einem Mann, die ihr Urteil schon vor Beginn der Verhandlung gefällt hatten.

Margarethe Schreinemakers, deren Abgang vom Fernsehen einst noch ein wenig spektakulärer verlief als der von Eva Herman, ergriff die Gelegenheit, daran zu erinnern, sie wäre “ohne Verfahren schuldlos freigesprochen” worden, und stellte dann mit Blick auf die bestsellende Kollegin fest: “Bücher verfolgen einen kommerziellen Zweck.” Es fehlte nur der Nachsatz, sie, Margarethe Schreinemakers, habe mit ihren Sendungen immer nur karitative und wohltätige Zwecke verfolgt und ihre Honorare und Gewinne an die Heilsarmee überwiesen.

Das war so fair, als würde man einen Nichtraucher und Vegetarier zu einem späten Verbündeten von Adolf Hitler erklären. Und da verlor sogar Eva Herman die Contenance. “Ich möchte nicht mehr Stellung nehmen”, sagte sie, “es sind auch Autobahnen gebaut worden, und wir fahren heute drauf.” Worauf Kerner feststellte: “Autobahn geht nicht!”, Senta Berger drohte: “Ich gehe jetzt!”, und Margarethe Schreinemakers kreischte: “Das ist unerträglich!” Dabei war das der einzige Satz, den Eva Herman sagte, der richtig war und an dem es nichts auszusetzen gab. Dass er eine solche Empörung auslöste und schließlich zu Hermans verfrühtem Abgang führte, zeigte nur eines: “Was trifft, trifft auch zu.” (Karl Kraus)

Wer sich heute glaubwürdig und nachhaltig von den Nazis distanzieren wollte, müsste nicht nur die Autobahnen meiden, sondern auch auf das Kindergeld verzichten, schließlich wurden im Dritten Reich Ehestandsdarlehen gewährt, die durch die Geburt von vier Kindern vollständig getilgt werden konnten.

Als Eva Herman nach genau 55 Minuten von Kerner aus dem Studio komplimentiert wurde (”Ich entscheide mich für die anderen drei Gäste und verabschiede mich von Eva Herman”), hatten sich alle Selbstgerechten nicht nur am falschen Objekt abgearbeitet, es endete auch eine der längsten Antifa-Sitzungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

Die Rheinische Post berichtet, 60% ihrer Leser bescheinigen Johannes B. Kerner: “Kerner verhielt sich falsch.”

Hier der Artikel: www.rp-online.de/pub…

Mir ist heute in der Blogosphäre aufgefallen, daß man gern mutmaßt, das einige Blogger das Thema “Eva Herman” nur deshalb behandelten, um bei Google gut dazustehen. Im Übrigen findet man Eva Herman und das ganze Drumherum schlicht “unwichtig”, besonders jedoch die Person Herman. Wer ist denn wichtig, werte Herrschaften? IHR?

Meine Sicht: Eva Herman ist genauso wichtig und unwichtig wie jeder andere, der Hunderte Jahre nach der Inquisition auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden soll. Ob das nun Peter Lustig, Paulchen Panther oder sonstwer ist.

Zum Einen sieht es wohl so aus, als machte ich mir mehr Feinde als Freunde durch meine Solidaritätsbekundungen für Frau Herman, zum Anderen kauft kein Mensch meine Musik, weil ich Fairness gut finde. Und wo ich bei Google stehe oder landen werde ist mir - zumindest in dem Zusammenhang - nicht nur egal sondern scheißegal.

Saturday, September 29, 2007 by Ingo

Alex Jones wusste von 9/11

Wieso spricht Alex Jones, ein umstrittener amerikanischer Alternativ-Journalist, am

25. Juli 2001

von einem Anschlag auf das World Trade Center mit Passagiermaschinen, für den im Anschluß Osama bin Laden verantwortlich gemacht werden soll?

Wieso wusste der das und angeblich kein anderer?

Hier das Video: YouTube - Alex Jones Predicts 911

Thursday, September 27, 2007 by Ingo

In die Falle getappt

Hat vor 2 Tagen jemand den (Ex-)Radrenndoper Jaksche bei Johannes Baptist Kerner erlebt? Ich mag ja einen an der Waffel haben, aber, wenn ich das richtig kombiniert habe, hat Jaksche durch eine ganz gekonnte Falle Kerners Jan Ullrich verraten.

Der Traum aller Schwiegermütter fragt:

Glauben sie, Jan Ullrich hat noch eine Chance, wenn er die Wahrheit sagt?

Jaksche antwortet (grinsend!):

Ömm … die Wahrheit wäre in zwei Sätzen gesagt, und viele Leute würden ihm verzeihen, weil viele Leute einfach das System verstanden haben, das dahintersteckt.

Kerner, der alte Fuchs:

Damit sagen sie auch, das er bislang nicht die Wahrheit gesagt hat?!

Jaksche, sichtlich merkend, daß er gerade einen Besenstiel in den Hintern geschoben bekommen hat:

Ich weiss es nicht, das weiss nur er selber. (WTF???) 8O

Aber er hat doch gerade etwas anderes gesagt! Nämlich das man Ullrich die Wahrheit verzeihen würde. Wieso sollte man jemandem etwas verzeihen, wenn er nichts Schlimmes gemacht hat? Und natürlich weiß Jaksche, ob Ullrich gedopt hat oder nicht.

Man könnte fast meinen, Kerner hätte journalistische Kompetenzen. Das war nicht schlecht.

Ich würde sagen:

Total in die Scheiße gepackt, Herr Jaksche. Und ich fühle mit ihnen, denn Kerner hat sie ziemlich listreich überfahren, oder sie haben zu schnell unüberlegt geantwortet. Sie werden im Leben keinen Job mehr in irgendeinem Rennstall kriegen, weil sie nämlich jetzt der Oberverräter sind. Vorher waren sie nur ein Verräter. Wieso haben sie nicht einfach mit dem Scheiß Doping aufgehört, den Mund gehalten und sind erfolglos weitergefahren? Glauben sie, so retten sie den Radsport? Oder die Leute, die drinstecken? Ich verstehe ihre Sehnsucht nach Wahrheit und Offenheit sehr, das ist sehr befreiend. Aber jetzt haben sie ein Problem.

Noch weniger geschickt kann sich nur Ullrich selbst ausdrücken. Die Anwälte beider besagten Radrennfahrer würde ich unbezahlt feuern, denn scheinbar haben die nicht klargestellt: “Wenn sie auch nur einen Ton in der Öffentlichkeit sprechen, und sei es nur die Antwort auf die Frage nach der Uhrzeit, dann lege ich das Mandat schneller nieder, als sie ‘Doping’ sagen können”.

Update

Ich habe die komplette Pressekonferenz gesehen, die Jan Ullrich ja sogar als Video auf seiner Homepage bereitstellt. Darin sagt er deutlich, er habe sich nichts vorzuwerfen, habe nie jemanden belogen oder betrogen oder jemanden geschädigt. Das sind sehr schwerwiegende Worte. Desweiteren stellt er die Frage in den Raum, wo denn die Beweise alle seien und wieso ein Verfahren gegen ihn noch nicht eröffnet wurde, nach 8 Monaten Ermittlungen. Das alles ist sehr selbstbewusst. Nach meinen Informationen, die natürlich nur den Medien entspringen, liegt durchaus sehr belastendes Material gegen ihn vor. Ich stell mir eigentlich dieselbe Frage, wie er: Wieso wurde ein Verfahren noch nicht eröffnet?

Ich finde und fand Jan Ullrich immer sympathisch. Ich vermag nicht zu beurteilen, inwieweit er die Wahrheit sagt. Seine hochgelobten Zukunftspläne halte ich für mindestens naiv, denn Ullrich ist nur so lange werbewirksam und Aushängeschild, wie seine Schuld unbewiesen ist, und auf einen Radsportberater kann jede Firma auch gut verzichten, denn Experten in dem Bereich gibt es wie Sand am Meer. Angesichts seiner gewissen Naivität neige ich dazu, ihm feiste Lügen nicht zuzutrauen. Wenn er doch lügt, dann geht das nur durch intensive Autosuggestion.

Ich hätte einen Lösungsvorschlag hinsichtlich Dopingvermeidung: Sportlerverdienste tariflich begrenzen. Es geht doch eh nur um Geld.

Monday, July 23, 2007 by Ingo

Sicher ist sicher

Ich erwähnte es bereits an anderer Stelle - ein Freund von mir, Vicente Poveda (Journalist), lebt und arbeitet seit ein paar Monaten in Israel. Das muss das “Mekka” für Wolfgang sein …

blog.myspace.com/vicentemyspace

Im Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv sind die Sicherheitschecks extrem. Vor wenigen Wochen wurde der Journalist vor Abflug über zwei Stunden kontrolliert - Gut, dass man zum Check In mindestens drei Stunden im Voraus kommt! Fragen über Fragen: «Und ist das, was Sie in Deutschland mit Ihrem Chef besprechen wollen, so wichtig, dass Sie dahin fliegen müssen? Könnten Sie nicht alles telefonisch oder per Mail besprechen?» «Was erwarten Sie von den Gesprächen?» «Haben Sie Notizen über die Themen geschrieben, die Sie besprechen wollen? Könnten Sie mir die Notizen zeigen?»

Das ist nicht zu beneiden. Ich bin fast versucht, zu sagen: Gut, daß ich in Deutschland bin. Aber nur fast.

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