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This is the official website of the musician, sound engineer, DJ, composer & producer for film & media Ingo Vogelmann. No MySpace, Fuckbook or whatever ... this is a real real deal.

You heard Ingo's own music somewhere or as a DJ live or on the radio and loved it? You should subscribe to the vogelmann Gigs Feed by either ... subscribe in a reader or subscribe to vogelmann Gigs by Email to never miss a gig!

Below this welcome message and the (very important) ads you find Ingo's (multilangual) Blog posts. Also explore the internal pages and (masses of) good stuff in the sidebars to the right and have a nice stay!


getFrisky! Germany 2008

Upcoming show!


Monday, September 22, 2008 by Ingo

Schaut euch das mal an:

SellaBand und Slicethepie: die Fans finanzieren die CD und verdienen dann mit « Das Kulturmanagement Blog

Wednesday, September 10, 2008 by Ingo

Via-Feedback

Schade das du am Samstag nicht früher aufgelegt hast, haben viele gesagt das du der beste am Samstag warst!

Danke, lieber M., das ‘Via- Feedback’ freut mich sehr, und beim Nächsten Mal lege ich bestimmt früher auf. Ich persönlich fand aber einige andere auch sehr gut. ;)

Saturday, August 30, 2008 by Ingo

Fan mail from Mexico

Hallo Ingo,

I really like your music, it’s very very good, so deep, pure and crystallin, just high quality! And it’s so delicious for my ears. You are a great artist.

Danke

Greetings and good vibes from Mexico.

Adios

Thanks my friend! :)

Saturday, August 30, 2008 by Ingo

Jean Michel Jarre - Equinoxe 7 - Extended cover version by a fan

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Creative Commons License photo credit: ico

Jean Michel Jarre: Cover Guys

I read the jarreblog.com from time to time. Now I discovered that a Jean Michel Jarre fan did a (modificated) cover version of Equinoxe 7 and filmed himself whilst playing it in his home studio. Jarre himself approved the publishing of the video and added it to his blog as one of his favourite YouTube videos. This totally kicks me:


YouTube » Original-Equinoxe7

The cover dude also uploaded an MP3 of the music here. Huge respect man! That’s the shit! 8-)

But - before I forget - Jean Michel, my mate from Jersey Marc Mitchell(1) still waits for your call! I have his number, just email me. ;)

  1. … who officially remixed Jean Michel Jarre on ‘Odyssey through O²’ (back)
Friday, August 29, 2008 by Ingo

Gigantische Obama-Rede

campaigning with a smile (Barack Obama in Austin #3)
Creative Commons License photo credit: jmtimages

Wer letzte Nacht die Rede Barack Obamas beim Parteitag der Demokraten gesehen (und verstanden) hat, der weiß, wieso ich den Mann gyle finde und ihn supporte (soweit ich das kann). Mitreißend, motivierend, emotional, angriffslustig mit Witz. Superb.

Versprechen hat er abgegeben, für die er demontiert werden würde, wenn er sie nicht zumindest einzuhalten versuchte. In 10 Jahren keine Abhängigkeit mehr von fremdem Öl z.B. (1/3 kommt aus dem nahen Osten). Das fanden alle toll. Ich auch.

Und ich bleibe dabei: Obama macht sehr wohl einen Unterschied zu McCain. Thomas. ;)

Sunday, August 24, 2008 by Ingo

friskyPODIO stuff

Did you know that you can download L2 related frisky sets earliest one week after the my shows ran on the station? Did you also know that you can download the sets IMMEDIATELY AFTER THE SHOW via the Subscription? ALL SHOWS, not only mine! For only 10 $ a month via PayPal or credit card.

You really should do this as a hardliner fan. Doing this you don’t only support friskyRadio, you also support me and my colleagues at friskyRadio because this keeps the station financially healthy!

Thank you! :)

P.S.: And if you have some more little bucks, please consider a donation at the PODIO site to take away some server cost from me. That’ll be nice. ;)

Friday, August 1, 2008 by Ingo

Vogelmann ‘Legend’ - Download at Beatport

Today ‘Legend’ - my current release on Jetlag Digital - has been released!

Legend - Download

Valued fans, I really ask you for your support which is very much needed. Why do I ask for it so intensively?

Well, I really think the true Progressive House needs a powerful comeback! I’m a true Progressive House lover from the early days and ‘Legend’ is my definition of the modern but true Prog House. Let us show the world that Prog isn’t Electro, Tech, Minimal or whatever mutation!

Help me and the Progressive House scene to show that we’re still the leading electronic dance music sound of the future!

Legend - Download

Thank you so much!!

Huge thanks and respect goes out to Shane and Hyline @ Jetlag Digital and Faisal Sultan @ friskyRadio for all their support and friendship over the years.

YOU. ARE. LEGEND.

This one’s dedicated to you.

Monday, July 28, 2008 by Ingo

Fan mail

Today I received a very nice fan mail:

Many progressive artists that i used to like (XYZ for example who was my idol) started to play and produce bad minimal or some kind of tech-house music that ruined them and their reputation. Great example of XYZ’s old style is remix of XYZ’s ABCDEF which is stunning, and now i don’t even bother to go on Beatport and check him out.

What i wanted to say is that i admire you how you’re keeping your original style all the time and have no fear of playing a track which was played many times before (for ex. Robert Babicz - Dark Flower (Joris Voorn Magnolia Remix) in LW 31), because a great track is a great track no matter how old it is… I hope you understand what i wanted to say….

My friend, I understand very good. Thank you. :)

Thursday, July 10, 2008 by Ingo

Obama-Rede am Brandenburger Tor

Streit über Obama-Rede in Berlin - Freundliche Worte aus Washington - Deutschland - sueddeutsche.de

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Creative Commons License photo credit: Barack Obama

Einer Genehmigung der örtlichen Behörden für eine Obama-Rede am Brandenburger Tor steht offenbar nichts im Wege. “Der Regierende Bürgermeister hat das begrüßt, und wir helfen gerne bei der Umsetzung” …

Ich bekenne: Ich bin ein Obama Fan. Nicht, weil ich ihn für glaubhafter halte als alle anderen Politiker, nein, weil ich seinen Stil mag. Dafür fahre ich nach Berlin,(1) ziehe mir Obama rein und gehe hinterher mit Sascha Lobo - der wo mein Fan ist - einen trinken.

Word.

  1. Die Stadt, die mir eigentlich nicht liegt … oder ich der Stadt nicht. (back)
Wednesday, July 9, 2008 by Ingo

Willkommen im Club der Erwachten

Die Trilliarden von Vogelmann-Fans haben lange überfälligen Zuwachs bekommen:

Musikgeschenk zur Entspannung | marcO’s_br4inh4ck

Wir kriegen sie alle. Auch ohne einen gewissen Joghurt. :mrgreen:

Saturday, July 5, 2008 by Ingo

FrauLehmann hat mich interviewed

FrauLehmann (Gitte Lehmann) hat mich interviewed. Ich finde das Interview sehr gut.

Gitte Lehmann: Hallo Ingo. Ich freue mich über die Gelegenheit, ein Interview mit dir zu führen. Du bist Produzent, Komponist, DJ, Designer, Tontechniker, Labelinhaber und und und. Die Liste ist unendlich und nur du kannst sie vervollständigen. :) Doch angefangen Musik zu machen hast du in Bands als Schlagzeuger. Oder wie isset? :)

Ingo Vogelmann: Nicht ganz, aber man könnte das von außen so betrachten. Wahr ist, das ich mit 6 Jahren angefangen habe, Musik zu machen. Mein 10 Jahre älterer Bruder hat mich damals vom Schlagzeug begeistert, und von da an war es um mich geschehen. Ich bin meiner Mutter so lange auf den Sack gegangen, bis ich Unterricht nehmen durfte.

Gitte Lehmann: Und darauf hin hast du auch in Bands deine Künste zum Besten gegeben? Ich will mehr wissen…

Ingo Vogelmann: Das war erst viel später. Meine Skills habe ich bis zu meinem 16-ten Lebensjahr geschärft, bevor mich mein Musiklehrer in der Schule dazu aufforderte, die Schulband zu organisieren, sprich den Schlagzeuger zu mimen. Er wusste natürlich, das ich das konnte. Aus der Schulband ergab sich dann, das mein Sportlehrer, der Bassist war, mich fragte, ob ich nicht in seiner privaten Band spielen wolle, da der Schlagzeuger ausgefallen sei. Und so nahmen die Dinge ihren Lauf, ich wurde Schlagzeuger in einer Coverband, die bekannte Rock- und Metalsongs spielte. Hat Spaß gemacht.

Gitte Lehmann: Jetzt muss ich aber den Namen der Band wissen. ‘The Fantastic Fucker’ oder ‘Grandmas Rocker’ ward ihr bestimmt nicht. ;)

Ingo Vogelmann: Boah, ich weiss das nicht mehr, ehrlich.

Gitte Lehmann: Ja gut. Du bist ja auch schon etwas älter. Aber wie kam dann das Interesse, sich mit professionellen, elektronischen Studioproduktionen zu beschäftigen?

Ingo Vogelmann: Das Interesse erwuchs aus einer völlig unverhofften Begegnung mit einem Boss Drumcomputer, einem Dr. Rhythm, so hieß das Teil. In meinem Blog kann man diese erste Begegnung nachlesen, übrigens. Ich war völlig geflasht von den Möglichkeiten, in einem Sequenzer Drumnoten einzugeben, die der dann auch genau so abgespielt hat. Perfekt halt, wie ein Drummer mit 4 Armen und Beinen und perfektem Timing.

Gitte Lehmann: Hattest du zu dieser Zeit schon musikalische Vorbilder? Also jemanden, der in der Realität so spielt, als hätte er 4 Arme und Beine?

Ingo Vogelmann: Oh ja! Zu der Zeit fand ich Mark Brzcicki von Big Country supergeil, deren Sänger und Songwriter sich ja leider auf Hawaii selbst getötet hat. Da war ich sehr traurig, nur mal nebenbei. Aber der Größte von allen war bereits damals wie heute für mich Simon Phillips, den ich auch persönlich kennenlernen durfte, und zwar bei einem Drum Workshop in Bochum. Der spielt auch heute noch so, als hätte er 4 Arme und - übrigens - 8 Beine.

Gitte Lehmann:
Seit 1993 hast du dann angefangen in Clubs aufzulegen und so selbst Arme und Beine in die Hand genommen und es krachen lassen. Wie hast du diese Zeit erlebt? Besser: wie intensiv hast du alles wahrgenommen? Oder ist man als ‘Newcomer’ zu sehr mit dem Job beschäftigt, als dass man den Auftritt und das Drumherum genießen kann?

Ingo Vogelmann:
Schwere Frage. Das war sowas wie ein fließender Übergang vom Clubber zum DJ. Ich war begeistert von der Musik, und irgendwann ergab sich die Gelegenheit, selbst mal an Plattentellern zu stehen. Das Ineinandermixen von 2 Platten funktionierte ganz schnell, und ich fand meinen Spaß daran. Das Technische fiel mir schon immer leicht, weshalb ich schon immer - wie auch heute - viel Zeit mit der Trackauswahl und dem analysieren des Publikums verbracht habe. Ich mag es sehr, selbst ganz in die Stimmung einzutauchen.

Gitte Lehmann: Dir liegt also nichts am kommerziellen Auflegen? Sprich: spielen, Geld nehmen, abhauen? Du stellst dich also auf dein Publikum mit deinen Tracks ein?

Ingo Vogelmann: Ein Auftritt von mir ist insofern immer kommerziell, als daß ich Geld dafür verlange. Musikalisch betrachtet spiele ich nichts, was ich nicht geil finde, das geht gar nicht. Geld nehmen und abhauen ist sicher auch mal vorgekommen, aber nur, wenn der Veranstalter ein Arsch war und versucht hat, den DJ - also mich - zu verarschen. Das kommt leider oft vor, und DJ-Kollegen werden das bestätigen können. Natürlich stelle ich mich auf mein Publikum ein, dafür bezahlen die Leute, und sie können verlangen, das ich mein Bestes gebe.

Gitte Lehmann: Du arbeitest in der Künstlerbranche. Und die ist schnelllebig. Da sichert man sich doch durch Verträge ab (wie z.B. bei einem Auftritt) oder wie geht das bei musikalischen Auftritten von Statten?

Ingo Vogelmann: Ich habe sehr gut ausgearbeitete Verträge, aber letztlich ist das alles nur Papier, wenn du verstehst, was ich meine. Sicherheit gibt es nicht dadurch. Das ist eine Sache des Feelings. Wenn ich jemanden nicht mag oder ein schlechtes Gefühl bei einer Anfrage habe, dann mache ich das nicht, auch wenn der bereit wäre, meinen Vertrag zu unterzeichnen. Außerdem gibt es die Hälfte der Gage immer im Voraus, es sei denn, ich kenne jemanden persönlich gut und mag ihn.

Gitte Lehmann: Du kehrst also Leuten konsequent den Rücken, bei denen du dich nicht respektvoll, bezogen auf deine Musik und dein Können, behandelt fühlst?! War das auch der Grund, warum du Deutschland den Rücken gekehrt hast und nach Mallorca gezogen bist? Du hast dort eine ganze Zeit gelebt…

Ingo Vogelmann: Ja, denen kehre ich konsequent den Rücken, aber auch höflich. Das war aber nicht der Grund für mein Leben auf Mallorca. Auf Mallorca hatte ich ein verlockendes Jobangebot, was sich letztlich weniger erfüllend herausgestellt hat, als gedacht. Ich habe dann aber noch eine Weile dort verbracht und irgendwann die Nase voll gehabt. Mallorca ist nicht der Ort, an dem ich lange leben kann und möchte.

Gitte Lehmann: Aber es war der Ort, an dem du dein aller erstes Album produziert hast - ‘Deep Understanding’. Achtung, jetzt kommen gleich mehrere Fragen: wie kam der Übergang vom DJ zum Produzenten und wie war dieser? Und wie kam es zu dem Namen des Albums?

Ingo Vogelmann: Ja, ‘Deep Understanding’ ist dort in relativer Einsamkeit und einem empfundenen, tiefen Verstehen meines Selbst entstanden, eben durch die Einsamkeit. Ich war sehr intensiv mit mir selbst beschäftigt. Das war eine harte aber sehr gute Zeit. Klingt komisch, war aber so. Produziert habe ich schon 1994 professionell, wenn du so willst. Der Übergang war schlicht und einfach die immer intensivere Berührung mit Computern, die es auf einmal möglich machten, recht komfortabel zu sequenzen. Schlicht und einfach.
Zum Namen des Albums: anfangs hieß das Album nicht so sondern ‘Eight Open Letters To The World’ und bestand, logischerweise, aus 8 Tracks. Wegen einer Unstimmigkeit mit der EMI Music Publishing habe ich das Album umbenannt. Ich hatte einen sehr unglücklichen Verlagsdeal mit der EMI in Hamburg unterzeichnet.

Gitte Lehmann: Ich habe darüber in deiner Bio auf deiner Seite gelesen. Und du schriebst auch zuvor, dass du nach Malle gingst, weil du ein Jobangebot hattest, ‘was sich letztlich weniger erfüllend herausgestellt hat, als gedacht’. War das auch auf EMI Music bezogen?

Ingo Vogelmann: Nein, das der Vertrag mit der EMI Scheiße war, stellte sich für mich erst viel später heraus. Ich war damals ein Newbie. Mir musste das erst mein Anwalt, Chan-Jo Jun, sagen, dem ich bis heute für seine Arbeit sehr dankbar bin.

Gitte Lehmann: Bezogen auf deine Einsamkeit und deinem empfundenen, tiefen Verstehen deines Selbst und dein sehr intensives Beschäftigen mit dir selbst, finde ich den Titel des Albums sehr passend. :) Hat diese Zeit auch etwas damit zu tun, dass du dich aktiv für die Menschenrechte einsetzt, wie z.B. durch deine Mitgliedschaft bei Amnesty International? Überhaupt deine Aktivität FÜR Menschen finde ich stark.

Ingo Vogelmann: Das hat sicher etwas damit zu tun, ja. Aber nicht ausschließlich. Ich befand mich innerhalb der letzten - sagen wir - 5 Jahre insgesamt in einem Prozeß meiner Persönlichkeitsentwicklung, der mich immer mehr verstehen ließ, was in unserer Welt vor sich geht. Zumindest bilde ich mir das bis heute ein. Es ist mir heute sehr wichtig, für andere da zu sein. Mir geht es nämlich sehr gut, und ich verspüre den tiefen, inneren Wunsch, anderen zu helfen, denen es nicht so gut geht wie mir. Vielleicht auch, weil ich nicht immer der Netteste war.

Gitte Lehmann: So, wie warst du denn? Welcher Wandel liegt hier vor?

Ingo Vogelmann: Na, eben nicht immer der Netteste, wie gesagt. Ich glaube schon, daß ich mal ein großer Egoist war. Aus heutiger Sicht betrachtet fällt es mir aber schwer, das genau zu sagen. Ich habe da nicht mehr so die Erinnerung. Aber das ist auch heute völlig irrelevant, zumindest für mich. Leben ist ständiger Wandel, und den gestatte ich mir auch.

Gitte Lehmann: Da hast du vollkommen Recht. Du lebst hier und jetzt. Deinen, ich nenn es mal positiven Wandel, können wir alle miterleben. Zum Beispiel hast du 2007 offiziell eine Peacebiker Tour gestartet. In wie weit hat das mit deinem Bewusstsein zu tun und deinem inneren Wunsch für andere etwas zu tun?

Ingo Vogelmann: So schlecht war ich nun auch wieder nicht. Die Peacebiker Tour entsprang aus meiner Liebe zum Biken und der Liebe zu den Menschen, denen es beschissener geht als mir. Ich wollte das miteinander verbinden, was ja auch gelungen ist. Ich hätte mir mehr Erfolg gewünscht, aber das Ganze war recht kurzfristig geplant und ausserdem musste ich die Tour ja auch unterbrechen.

Gitte Lehmann: Das habe ich auf Amnesty in Bewegung und deinem Peacebiker Blog lesen können. Kannst du kurz den Grund resümieren, warum du einen Stop einlegen musstest und was die Tour letztendlich gebracht hat - sowohl für dich als auch für Mitmenschen?

Ingo Vogelmann: Die Tour musste ich abbrechen, weil ich ganz nahe an einer lebensgefährlichen Unterkühlung war. Ich hatte das in meiner Bundeswehrzeit einmal erlebt und eine Woche auf der Intensivstation verbracht. Da hatte ich ein zweites Mal keine Lust drauf. Das Wetter hatte mir einen gründlichen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Tour hat mir persönlich sehr viel gebracht, nämlich Klarheit über viele Dinge, die mein Privatleben betrafen und natürlich ein paar Hundert Euro für Menschen, die unwürdig behandelt oder gar gefoltert werden.

Gitte Lehmann: Da bin ich froh, dass du die Entscheidung getroffen hast und an dein Leben gedacht hast. Nun hat der immernoch lebendige Ingo Vogelmann ein Album namens ‘GOD‘ herausgebracht. War das vor der Tour oder danach?

Ingo Vogelmann: Neun Monate davor.

Gitte Lehmann: Zitat: ‘Das Konzept-Album „GOD“ ist Ingo Vogelmanns bisher komplexeste Veröffentlichung. „GOD“ ist die Verdichtung und die Essenz von Vogelmanns gesamten bisherigen Schaffens. 4 Stunden Musik geben ein monumentales Statement zu den Begriffen „Religion“ und „Glaube“ ab.’ Du hast dich also auch vor deiner Peacebiker Tour intensiv mit dir und den Dingen beschäftigt, denn dein Album spiegelt das ja ganz klar wider.

Ingo Vogelmann: Viele Menschen sehen das gar nicht so klar wie du.

Gitte Lehmann: Ich habe dein Album mehrfach gehört und höre es immer wieder gern. Die Vielfalt ist unglaublich, dennoch ist eine klare Linie an Klängen heraus zu kristallisieren, die deinen unverwechselbaren Stil ausmacht. Es ist teilweise anstrengend, denn es erzeugt in einem Stimmungen, die nicht immer positiv sind (so ist mein persönliches Empfinden). Du erzeugst beim Hörer mit deiner Musik etwas. War das die Absicht von ‘GOD‘?

Ingo Vogelmann: Erstmal Dank für die Anerkennung, jedenfalls deute ich das so. GOD hat, wenn überhaupt, die Absicht, Menschen wach und bewusst sehen zu lassen. Dazu gehört natürlich auch vermeintlich Negatives. Also habe ich zumindest bei dir mein Ziel wohl erreicht. Oder irre ich?

Gitte Lehmann: Ziel erreicht. Man kann, wenn man deine Musik versteht und zuhört, sich ein bisschen wie ein Gewinner im Mensch-Ärger-Dich-Nicht Spiel fühlen. Als hätte man etwas dazu gewonnen beim Hören. Meint: diese Friede-Freude-Eierkuchen Stimmung wie bei den Kastelruther Spatzen kommt nicht auf. Im Gegenteil, man beginnt teilweise unbewusst Assoziationen zu schaffen zwischen Musik und Leben. Braucht es als Produzent lange diese Feeling in Klänge umzusetzen?

Ingo Vogelmann: Na ja, der Job eines Produzenten ist ja eher technischer Natur, aber wenn du den Job des Komponisten ansprechen wolltest, dann kann ich nur sagen, das ich dazu nichts Konkretes sagen kann. Ich komponiere aus den Tiefen meines Selbst, oder so, und das fließt immer so, als würdest du bei dir zu Hause den Wasserhahn aufdrehen. Ich glaube, sehr zielgerichtetes Komponieren funktioniert nicht, jedenfalls nicht, wenn es um so etwas wie GOD geht. Die Idee zu GOD hatte ich lange vorher, aber die Musik selbst ist beim Komponieren und Auschecken von Soundcollagen entstanden, nicht eine Sekunde früher.

Gitte Lehmann: Ich meinte auch eher, dass du etwas produzierst, wobei du eigentlich komponierst. :) Gab es hier auch Vorbilder für das Album ‘GOD‘? Zum Beispiel bist du aktiv beim Mike Oldfield Blog dabei und auch sonst hast du es mit vielen Größen zu tun, unter anderem hast du schon einen Plausch mit Peter Gabriel gehalten. WOW!

Ingo Vogelmann: Nein, Vorbilder gab es schon allein aus dem Grund keine, weil bisher niemand vorher so etwas gemacht hat. Musikalisch zitiere ich in GOD sicher den einen oder anderen Musiker, was an meiner persönlichen Entwicklung als Musikliebhaber liegt. Zum Glück bin ich nur ein Teammitglied beim Mike Oldfield Blog, Oldfield selbst hat sich mir gegenüber eher enttäuschend verhalten. Dennoch achte und schätze ich ihn als Musiker sehr hoch. Mein Plausch mit Peter Gabriel war sehr geschäftlicher Natur, leider. Etwas mit ihm zusammen zu machen, wäre ein dickes Ding. Er zählt für mich zu den wenigen Leuten, die riesengrosse Leistungen abgeliefert haben. Mir ging auch schön der Stift, als ich ihn auf einmal am Telefon hatte.

Gitte Lehmann: Geht dir sonst nicht so der Stift?

Ingo Vogelmann: Nein, nicht mehr.

Gitte Lehmann: Das ist hoffentlich nicht verdauungstechnischer Natur - das wäre fatal. :) Momentan können wir dich ohne große Reise auf friskyRadio über das Internet hören. Du hast dort zwei Shows am Laufen: LIGHTWORKS und TIMEOUT. Gib mir mal bitte eine kleine Einführungslektion dazu…

Ingo Vogelmann: Sehr einfach. LIGHTWORKS ist eine achtstündige Show, in der ich selbst - nebst diverser Gast-DJs - Progressive House spiele. In TIME OUT spiele ich meistens eine Stunde Ambient und Chillout, die andere Stunde ein Gast. Manchmal spiele ich auch LIGHTWORKS acht oder TIME OUT zwei Stunden alleine. Zum Beispiel, wenn ich zu wenig Zeit hatte, um Gäste zu rekrutieren.

Gitte Lehmann: Du stellst deine Sets nach der Show zum kostenlosen Download auf L2 PODIO bereit. Leider sind auch andere an der ungefragten Veröffentlichung deiner Musik interessiert. Wie stehst du dazu? Und kann man sich davor schützen?

Ingo Vogelmann: Was meinst du genau?

Gitte Lehmann: Ich meine speziell, wenn ungefragt Klingeltöne aus deinen Tracks gebastelt werden oder die Sets einfach auf einer Homepage auftauchen und sich die Veröffentlicher mit Federn von friskyRadio schmücken oder eben auch mit deinen. Wie stehst du dazu?

Ingo Vogelmann: Ich will es mal so sagen: Ich besuche nicht eine Austellung eines Künstlers und nehme seine Bilder ungefragt mit. Für mich ist Kunst und Kultur das höchste Gut auf Erden, und ich finde, es sollte für jeden Menschen frei zugänglich sein. Aber bestehlen lassen möchte ich mich nicht. Ich biete immer die Möglichkeit, mich direkt zu fragen. Wer die nicht nutzt, hat zu wenig Respekt und riskiert Ärger mit mir.

Gitte Lehmann: Das mit dem Respekt hatten wir ja schon Anfangs, wo ich völlig einer Meinung mit dir bin. Kann man denn rechtlich etwas dagegen unternehmen? Ich habe da etwas von SAVEMUSIC gehört. Worum handelt es sich dabei?

Ingo Vogelmann: SAVEMUSIC schützt die Rechte von Musikschaffenden und Musikfans gleichermaßen. Die Kriminalisierung von Musikliebhabern geht nicht in Ordnung, das Bestehlen der Musikschaffenden ebenso wenig. Beide Seiten gehen immer noch zu wenig aufeinander zu. Aber es ist schon besser geworden, was ich auch unserer Arbeit mit SAVEMUSIC zuschreibe.

Gitte Lehmann: Es gibt da auch ein Prinzip, was die Band Marillion versucht hat. Eine neue Form von Kommuikation und gegenseitigem Respekt in Hinblick auf Musik zwischen Musiker und Hörer, wie du es eben angesprochen hast. Was kannst du mir dazu sagen und würde das auch in deinem Fall eine funktionierende Lösung darstellen?

Ingo Vogelmann: Du sprichst das Konzept an, CDs direkt vom Musiker an die Fans zu verkaufen. Marillion hat das super geschafft, in dem sie die Kosten für die Produktion des Albums von den fans haben vorfinanzieren lassen. Das funktioniert gut, wenn man eine derartig grosse Fangemeinde wie Marillion hat. Ich habe das auch probiert, hat nicht geklappt.

Gitte Lehmann: Schade eigentlich. Hier möchte ich an eine Frage ankknüpfen, die bestimmt viele interessiert: kugelt man den Namen Ingo Vogelmann bekommt man 34.700 Ergebnisse angezeigt. Dennoch gibt es Leute, die mit deinem Namen nichts anfangen können. warum sollten sie sich gerade deine Musik mal ohral (kommt von Ohr) einführen?

Ingo Vogelmann: Weil meine Musik ist wie ich bin. Und jeder ist wie ich. An einem gewissen Punkt sind wir alle gleich.

Gitte Lehmann: Am Bauchnabel oder wo?

Ingo Vogelmann: Nicht körperlich. Jeder Mensch ist auf der Suche nach Liebe und Anerkennung. Das ist der Motor für alles Handeln.

Gitte Lehmann: Dann würdest du die Liebe auch als eine der wichtigsten Erfahrungen und Bezüge bezeichnen, die du in deine Musik einbringst?

Ingo Vogelmann: Alles entsteht aus Liebe, also ja. Beziehungsweise aus dem Sehnen nach Liebe.

Gitte Lehmann: Welche Bekanntschaft, ob menschlicher Natur oder nicht, würdest du als eine der wichtigsten für dein Dasein als Musiker bennen?

Ingo Vogelmann: Meine Bekanntschaft mit Gott.

Gitte Lehmann: Wir wollen mal nicht zu viel verraten, was das Rezept deiner Musik betrifft. Schließlich ist das ein bisschen wie mit Coca Cola oder einem Zauberer, die geben auch nicht alles preis. ;) Ich bedanke mich sehr für dieses nette Gespräch und wünsche dir und allen Hörern weiterhin viel Spaß und ganz viel Freude an deiner Musik.

Ingo Vogelmann: Danke. :)

Ich beantworte in den Kommentaren gerne noch Fragen, die sich vielleicht bei dem einen oder anderen von euch aus dem Interview ergeben. Auf Gittes Seite ist das Interview natürlich ebenfalls zu lesen.

Wednesday, July 2, 2008 by Ingo

Lars Riedel beendet seine Karriere

Leichtathletik: Riedel verkündet Karriere-Ende | MDR.DE

Lieber Lars,

ich wünsche dir für die Zukunft alles erdenklich Gute, und danke dir für die tollen Momente, die ich - als ehemaliger Leichtathlet und immer noch Fan - mit dir genießen konnte. Du bist ein herausragender Sportler.

Pflege deine Knochen und lass mich wissen, wenn du Musik brauchst … die Welt ist weit mehr als eine (Diskus-)Scheibe. ;)

Alles Liebe,

Ingo

Für alle, die Lars Riedel nicht kennen …

Diskuswerfer, seine Erfolge:

  • Olympiasieger von Atlanta 1996
  • 5-facher Weltmeister ( 1991, 1993, 1995, 1997, 2001)
  • Europameister 1998
  • WM-Dritter 1999
  • Olympiazweiter von Sydney 2000
  • 11-facher Deutscher Meister

Ich bin und war ein großer Leichtathletik-Fan, Lars Riedel eines meiner Idole.