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Tatsächlich könnte das Verhalten der Schaffnerin mit einer neuen Verdienstmöglichkeit der Bahn-Mitarbeiter erklärt werden. Das Verkehrsunternehmen vergibt nämlich seit wenigen Monaten Prämien für ertappte Schwarzfahrer an die Zugbegleiter. Dieses „Nebengeld“ ist nach Angaben der Bahn in der internen Betriebsvereinigung festgelegt. Bislang hatten die Schaffner für jede im Zug verkaufte Fahrkarte noch eine Provision erhalten. Dies soll jetzt nur noch in Ausnahmefällen möglich sein. Grund dafür seien die gesunkenen Verkaufsumsätze. Die Prämie für Schwarzfahrer sei somit ein Ausgleich für die Ticket-Provisionen. Die Höhe der Provision ist allerdings unbekannt. Die Prämie sei jedoch kein „Kopfgeld“, betonte das Unternehmen.
Wenn es kein Kopfgeld ist, wieso kommt die Bahn dann überhaupt von selbst auf diesen Begriff? In den Mund gelegt hat ihr das offenbar niemand.
So betrachtet hätte die Schaffnerin aus Sorge um ihre Prämie die Zwölfjährige nicht bei anderen Fahrgästen mitfahren lassen oder ein Ticket nachlösen wollen, wie diese es mehrfach angeboten hatten. Auch Augenzeugen wunderten sich über das Verhalten der Schaffnerin. Als das Kind bemerkt habe, dass es sein Portemonnaie vergessen hat, habe er ihm seine Hilfe an, berichtet ein Augenzeuge dem „Hamburger Abendblatt“. „Ich darf eine Begleitperson kostenfrei mitnehmen. Doch das lehnte die Zugbegleiterin schroff ab, ich sollte die Amtshandlung nicht stören“, sagte Fred Zuppke.
Auch die Deutsche Bahn versucht, den Verdacht zu widerlegen, die Schaffnerin habe einfach nur herzlos Geld einstreichen wollen. „Natürlich müssen Schwarzfahrer erwischt werden, aber mit der Prämie hat dieser Fall überhaupt nichts zu tun“, versicherte die Bahn-Sprecherin.
Woher weiss sie das so genau? Welches andere Motiv könnte denn greifen?
Nach heftigen Protesten hat die Deutsche Bahn den geplanten neuen Bedienzuschlag gekippt. Das Unternehmen teilte mit, dass die Service-Gebühr in Höhe von 2,50 Euro für den Kauf von Tickets am Schalter oder per Telefon nicht eingeführt werde.
Was für eine Bullshit-Meldung. Der Zuschlag war doch die ganze Zeit da, wieso also “doch nicht einführen”?
Kürzlich hatte mein Zug (und viele andere in Köln) 1 Stunde Verspätung. Wegen ‘Böschungsbrand’. Den vollen Fahrpreis habe ich aber bezahlt. Ich war um 20 Uhr am Bahnhof in Köln Ehrenfeld … und um 24 Uhr zu Hause. Aus Köln, ins Ruhrgebiet. Ich war totmüde, völlig abgefuckt, mein Hund ebenso und ich hätte fast töten können.
Als ich mich hinterher beim ‘Service’ Center beschwerte, legte man mir einen Brief oder eine 01805-Nummer nahe.