This is the official website of the musician, sound engineer, DJ, composer & producer for film & media Ingo Vogelmann. No MySpace, Fuckbook or whatever ... this is a real real deal.
Below this welcome message and the (very important) ads you find Ingo's (multilangual) Blog posts. Also explore the internal pages and (masses of) good stuff in the sidebars to the right and have a nice stay!
Jemand bei twitter hat mich auf diesen echten Vollidioten gebracht. Der Typ heißt Fred Eichler, ist wohl sowas wie eine Jäger-TV-Choryphäe, und schießt aus Spaß wilde Tiere nieder. Bären, Elche, Truthähne, alles Mögliche. Schaut euch diesen Schwachsinn an …
Hier freut er sich darüber, einen wirklich großen und wunderschönen Braunbären erlegt zu haben, der niemanden etwas getan hat. Am Ende streichelt er den toten Bären und freut sich ein weiteres Loch in den Kopf:
Hier erschießt er mit Pfeil und Bogen einen riesigen Grizzly. Halten wir fest: Er dringt in den natürlichen Lebensraum eines wunderbaren Geschöpfes ein und killt es, just for Fun:
Sowohl Grizzlys als auch normale Braunbären zählen (mit Einschränkungen beim Grizzly) zu den gefährdeten Tierarten. Ich weiss nicht, was diese Scheiße soll. Was für ein blödes Arschloch. Wunderschöne Geschöpfe, ich könnte heulen, wenn ich sowas sehe.
Auf Anweisung des damaligen bayerischen Umweltministers Werner Schnappauf (CSU) war „Bruno“ vor knapp zwei Jahren erschossen worden. Der in den Alpen umherstreifende Braunbär hatte zuvor zahlreiche Nutztiere gerissen und sogar Ställe aufgebrochen. In Bayern tötete er mindestens 21 Schafe, drei Hühner, drei Tauben, einen Hasen und ein Meerschweinchen.
Na, das ist ja wirklich die Höhe! Soo viele Tiere hat er getötet? Und sogar Ställe hat er beschädigt? Dieser Lump!
Allein die 3 Tauben, der eine Hase und das Meerschweinchen sind Grund genug, einen Bären zu töten. Das geht nun wirklich nicht. Wieviel Fleisch essen eigentlich Menschen so in dem Zeitraum, in dem der Bär diese Tiere getötet hat, um sie zu essen?
Egal, dieser Bär hat es mehr als verdient, jetzt ausgestopft in einem Museum begafft zu werden, anstatt nur eingefangen und z.B. einem natürlichen und für alle Seiten ungefährlichen Lebensraum zugeführt zu werden. Edmund Stoiber, Werner Schnappauf und derjenige, der den Bär erwischt hat, sind Helden. Das Bundesverdienstkreuz soll ihnen dafür verliehen werden.
Morgen zusammen. Ich semmel gleich mal nach Berlin rüber. Wetter soll zwar kalt, aber gar nicht mal soooo schlecht sein. Also freue ich mich auf optische Reizfluten, die ich während der Hinreise einsammle, um dann genug Kraft für Düster-Berlin zu haben, in dem in jeder Ecke dunkle Geschichte zum Schneiden dicht in der Luft liegt, die die Menschen nicht loswerden wollen. Vielleicht hat sich Berlin aber auch verändert, und ich weiss das gar nicht. Ich war zuletzt 2005 dort. Da war es noch düster.
Ich finde ja auch irgendwie, Menschen aus Berlin haben lernen müssen, in einem großen Topf zu überleben, weshalb ich da Vieles hart, wenig herzlich und anonym finde. Ich möchte mich da aber nicht festlegen, ist möglicherweise nur eine sehr subjektive Empfindung, die sehr stark auf gewissen Erfahrungen fusst.
Wer mich - so ganz spontan - treffen möchte, benötigt entweder eine sehr kluge Brieftaube oder meine Handynummer.(1) Ich bin ziemlich zentral in Berlin unterwegs. Oder er verlässt sich darauf, daß ich unterwegs jede Stunde meine Emails checke. Was ich nicht vor habe.
Achso, noch was, so zur Info: Meine Reiseunterhaltung ist übrigens TIME OUT 10. Die Tracks darin sind die Übermacht, jedenfalls optimal für Strecken über 400 km. TIME OUT 10 gibt’s im L2PODIO.
Update
Wunderschönes Wetter in Bärlin lässt alles in einem sehr angenehmen Glanz erstrahlen.
Update 05.02.
Hier in Berlin ist Frühling, der Lorenz brät vom klaren Himmel herab. Heute Abend geht’s heimwärts. Fast ungern.
Das ist ungefähr das Fort Knox unter meinen personenbezogenen Daten. (back)
… bin ich, habe ich soeben herausgefunden. Den Begriff kannte ich vorher auch noch nicht. Er resultiert aus der Zeit der Nürnberger Prozesse. Hier war dieser Begriff geläufig.
Ich bin deshalb mindestens Vierteljude, weil man Großvater(1) väterlicherseits Volljude war. Das reicht. Inwieweit mein Vater Voll- oder Halbjude war, kann ich nicht genau sagen, dazu fehlt mir sicheres Wissen. Dennoch ist es wahrscheinlicher - aus meiner Einschätzung, daß ich schon eher Halbjude bin.
In einer Ersten Verordnung zum Reichsbürgergesetz vom 14. November 1935 definierten die Nationalsozialisten, welche Personen von „teilweiser jüdischer Abstammung” den menschenrechtswidrigen Nürnberger Gesetzen unterliegen sollten. Dort wurde geregelt, wer nach nationalsozialistischer Auffassung „Voll-”, „Halb-” oder „Vierteljude” war:
Personen mit mindestens drei jüdischen Großeltern galten als „Volljude”.
Personen mit einem jüdischen Elternteil oder zwei jüdischen Großeltern galten als „Mischling ersten Grades” („Halbjude”)
Personen mit einem jüdischen Großeltern-Teil wurden als „Mischling zweiten Grades” eingestuft („Vierteljude”).
Mischlinge ersten Grades, die der jüdischen Kultusgemeinde angehörten oder mit einem Juden verheiratet waren, wurden als Volljuden eingestuft. Für sie kam später der Begriff Geltungsjude auf. Alle anderen „Halbjuden” und „Vierteljuden” wurden amtlich als „jüdische Mischlinge” bezeichnet.
Ich habe lange nicht kapiert, wieso ich gar nicht direkt nach der Geburt getauft wurde. Erst später erklärte mir mein Vater, er habe mir da die freie Wahl lassen wollen.
Mein Großvater starb bei einem Besuch zweier SS-Leute an seinem Wohnhaus. Er war wohl ein sehr großer, massiger und bärbeissiger Typ, der sich nichts sagen ließ … was er mindestens einmal vererbt hat. Sie schossen ihn nieder, während mein sehr junger Vater zugegen war, weil er vermutlich die falschen Antworten gab. Zunächst kam mein Vater zu seiner Mutter, danach war er bis zu seinem 16. Lebensjahr in Kinderheimen großgeworden. (back)
„Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.“ – August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
„Denunzierende Kritik ist niemals legitim, sondern Ausdruck einer aggressiven Geisteshaltung.“
– Matthias Horx
Ich habe einen Nachbarn, der meinem Vermieter eine ANONYME Mail geschrieben hat, mein Vorgarten würde total katastrophal aussehen. 1. ist dieser Nachbar ein erbärmlicher Waschlappen und 2. stimmt das rein gar nicht. Mein Vorgarten sieht aus wie geleckt.
Was für ein Drecksvolk.
Mein Vermieter hat sich persönlich von dem ausserordentlich guten Zustand überzeugen können.
Ich berichtete ja bereits von meiner - wenn auch kurzen - Kindergartenzeit. Kommen wir nun zur Grundschulzeit:
Der Kindergarten war mein erster Kontakt mit Repression, welcher lediglich den Vorteil der Abwahl hatte. Kindergarten ist ja zum Glück nicht Pflicht.
Natürlich freute ich mich, wie alle Kinder, auf die Einschulung mit Schultüte und so weiter. Ich meine, mich noch an die ersten Eindrücke erinnern zu können. Mir fielen direkt die ‘Starken’ und die ‘Schwachen’ auf, denn Angeber in dem Alter verstecken ihren Größenwahn noch nicht. Machtverhältnisse wurden so früh bereits klar abgecheckt, mich allerdings betrachtete man allgemein mit Argwohn und eher vorsichtig. Ich sprach nicht viel, aber wirkte ganz sicher auch nicht als typisches, schwaches Opfer, kurz: Man beachtete mich wenig und ließ mich in Ruhe. Das änderte sich immer dann, wenn ich mal den Schnabel aufgemacht habe. Dann wurden Augen und Ohren groß und man wusste nicht genau, ob ich jetzt ein Klugscheißer oder ein netter Kerl bin. Bis zur 2. Klasse war es dann aber jedem klar geworden: Ich war ein Klugscheißer netter Kerl. Okay, ich war ein klugscheißender netter Kerl … woran sich ja offensichtlich bis heute nichts geändert hat.
Inzwischen war ich mit den ‘Leadern’ der Klasse befreundet, zählte mit zu dieser ‘führenden Abteilung’, ohne jedoch selbst Leadership inne zu haben. Das lag mir nicht. Da gab es (wie auch heute noch) immer welche, die das brauchten, wollten und gerne ausgelebt haben. Der Oberleader war sicher mein bester Freund, Michael Neumann. Er war laut, ein Angeber, fand sich stark (was ich das eine oder andere Mal widerlegen musste), aber er hatte auch gute Seiten: Er hatte immer Mörderideen und war irgendwie ein richtig lieber Kerl, wenn man die Möglichkeit bekam, dahinter zu schauen. Wir hatten einfach einen Mordsspaß bei Allem, was wir anstellten. Und wir stellten viel an!
Da waren noch Oliver I. und Andreas K., und zu Viert waren wir so etwas wie eine bärenstarke Truppe, die Revoluzzer. Die Hauptopfer waren Gerd G. und Thorsten K. … Erster verfügte (als Kind, das muss nicht für heute gültig sein!) über die Cleverness eines Spülschwamms (und sah auch so aus), Zweiter war der leibgewordene Minderwertigkeitskomplex, hatte aber immer Geld in der Tasche, um für uns Süßigkeiten beim der Schule gegenüberliegenden Bäcker zu kaufen. Das tat er auch brav, er hatte nämlich keine Lust auf Ohrlaschen. Gerd konnte man nur verbal einen verbraten (was er sowieso nie verstand), denn Gerd war groß und stark. Okay, er war auch dick. Aber hauptsächlich war Gerd mit seiner Körperkraft ziemlich unberechenbar, denn Gerd war auch ein Hitzkopf, wenn er einmal merkte, wie er gerade verarscht wird. Dann wurde Gerd nämlich zu einem Berserker. Sollte Gerd das hier mal lesen:
Lieber Gerd, ich bitte dich um Verzeihung für all die Hässlichkeiten, die damals auch aus meinem Mund kamen. Ich könnte mir vorstellen, das dich das nachhaltig negativ geprägt hat, das war nicht in Ordnung. Du warst eigentlich ein wirklich netter Typ, immer hilfbereit und nett, und ich danke dir für die Einladung zu deinem Kindergeburtstag, der wirklich cool war. Besonders um Verzeihung bitte ich dich für mein schallend lautes Lachen, als du das Wort “Verkehr” an die Tafel schreiben solltest und dann “Foker” dabei rauskam. Aber hey, das war echt witzig. Sorry trotzdem, dich muss das tief getroffen haben, als dich daraufhin die gesamte Klasse ausgelacht hat und du angefangen hast zu heulen.
Oh, und es gab auch Mädchen! Und ja, wir interessierten uns recht früh dafür. Es gab nur zwei, die annähernd in Frage kamen, weil beide unendlich süß waren: Thora und Kathina (ja, ohne ‘r’). Wir buhlten übrigens ALLE jahrelang um beide, aber keiner von uns bekam auch nur eine der beiden. Und wo sind Michael und ich zuerst gelandet? Bei Kathrin. Und das ging so:
Kathrin war eine hellblonde, laute Göre, die nicht nur in unsere Klasse ging sondern auch noch 100 Meter von Michaels Haus in seiner Straße wohnte. Wir sahen sie also nicht nur in der Schule sondern auch am Nachmittag beim Spielen. Kathrin wusste, was sie wollte, und verfügte generell über den Schneid, dies auch unverblümt mitzuteilen. Zunächst bekundete sie ziemlich eindeutig ihr Interesse an Michael. Der ließ sich nicht zwei Mal bitten, angesichts der Tatsache, daß wir bei anderen sowieso 0,00 ‰ Erfolge zu verzeichnen hatten. Restefi#*en also.
Eines Tages - in der Schule, es war kurze Pause - ging Kathrin an die Tafel und fing an, mit Kreide etwas darauf zu schreiben (ich beobachtete den Vorgang nicht, war gerade mit was Anderem beschäftigt):
Ingo ist süß.
ARGH! Plötzlich ging ein Raunen und hysterisches Gekreische durch das Klassenzimmer, alle schauten mich an und zeigten mit dem Finger auf mich! Oh mein Gott, wie peinlich! Kathrin hatte sich selbst öffentlich geoutet und mich in die Nummer mit reingezogen. Ich schaute an die Tafel und wurde gefühlt knallrot. Gut, im Folgenden, also Nachmittags beim Spielen, haben Michael und ich das Thema dann mit Kathrin nochmal vertieft und beschlossen also, daß Kathrin nun 2 Freunde hat, die mit ihr gingen. So einfach ging das. Wir versuchten die ersten (abwechselnden) Küsse … und fanden das zwar spannend, aber auch irgendwie befremdlich bis ekelhaft.
In der 3. Klasse ereignete sich etwas, was mich gewissermaßen prägte. Ich störte mal wieder - meist angestiftet von Michael - den Unterricht, welchen wir bei Herrn Kutzner, dem stellvertretenden Direktor der Schule, hatten. Es begab sich also, das Herr Kutzner ohne Vorwarnung seinen dicken Schlüsselbund in die Hand nahm und mir über ca. 10 Meter (ich saß ganz hinten) mit voller Wucht an den Kopf donnerte. Ich wurde sehr schmerzhaft getroffen, und das Ganze war überhaupt nicht lustig. Ich war keine klassische Petze, aber in dem Fall kam ich mit einer blau leuchtenden Mörderbeule nach Hause, die ja ohnehin nicht zu verstecken war. Ich erzählte meiner Mutter also von dem Vorfall. Kurz: Es gab ein Riesentheater mit Herr Kutzner, der dann sogar hochoffiziell um Verzeihung für die Entgleisung bat, und zwar bei mir.
In der 4. Klasse bekam ich sogar einmal von meiner Klassenlehrerin, Frau Hünnebeck, ‘ne Ohrfeige, weil ich irgendwie Blödsinn auf dem Schulhof verzapft habe und sie dummerweise genau daneben stand. Eine geknallt zu bekommen war damals noch nicht so ein Problem, wie es heute der Fall wäre. Die Ohrfeige blieb (bis heute, also gerade jetzt) unerwähnt.
Meine Noten bzw. Beurteilungen waren in der Grundschule immer recht gut, obwohl ich natürlich hier bereits als Störer, notorischer ‘Hausaufgabenvergesser’ und schlicht als unaufmerksam auffiel. Es zeichneten sich bereits meine Mathematikunfähigkeiten und Faulheit ab. Schule nahm ich nicht ernst, mein Leben begann immer nach der Schule, wenn Michi, Olli, Andi und ich die Welt auf links gekrempelt haben. Alles andere zählte nicht.
Und weil meine besten Freunde nach der 4. Klasse alle auf eine Gesamtschule gingen, folgte ich dem nach, was sich nach kurzer Zeit (aus Sicht der Lehrer/innen) als Fehler herausstellte. Das war aber ein Fehler im vermeintlichen Fehler, davon erzähle ich beim Nächsten Mal … Thema ‘Sekundarstufe’.
Am Rande
Im Netz bin ich auf eine ziemlich passende Beschreibung des Ortes gestoßen, in dem ich aufgewachsen bin:
Die Heimaterde ist eine ehemalige Arbeitersiedlung der Firma Krupp. Eigentlich ist es hier wie in einem gemütlichen Dorf: Es gibt viele kleine hellgelbe bis blassrote Häuschen, man plaudert gern mit den Nachbarn und trifft sich weniger zum Einkaufen, sondern vielmehr zum Schwatzen, bei Plus oder bei Kels (ortsansässiger Edeka-Markt). Hier kennt irgendwie noch jeder jeden und die meisten sind irgendwie um irgendwelche Ecken miteinander verwandt. Grundschule und weiterführende Schulen liegen dicht zusammen und einen Sportverein gibt es natürlich auch.
So ein Dörfchen birgt natürlich auch eine Menge Nachteile.
Seit seiner Geburt ist der Eisbär der Zuschauermagnet des Berliner Zoos.
Finde ich ja ganz reizend, das die ganze Welt einen Eisbär so toll findet. Ich frage mich nur, wer von den Millionen Knut-Fans etwas dagegen unternimmt, wenn Tausende Eisbären irgendwann ersaufen, weil an den Polen das Eis schmilzt. Und deren Babys sind genauso niedlich wie Knut.
Auch fraglich ist, wie wohl so ein Knut-Fan reagiert, wenn mal keine Absperrung ihn von Knut trennen würde. Eisbären jedenfalls haben prinzipiell eine Menge Hunger, und sie sind da auch wenig wählerisch.
Gillian Gibbons wurde zu 15 Tagen Haft verurteilt, weil sie es zuließ, dass siebenjährige Schüler einen im Unterricht verwendeten Teddy-Bären nach dem Propheten Mohammed benannten. Am Freitag forderten deswegen tausende Demonstranten die Hinrichtung der 54-Jährigen.
Als ich meinen Hund vor mehr als 8 Jahren “Wilma” genannt habe, bekam ich Morddrohungen. Tausende Fred-Feuerstein-Fans forderten meine Hinrichtung … Barney Geröllheimer hat mich dann offiziell begnadigt, weil Betty meinte, ich sei ein ganz netter Kerl. Glück gehabt.
Mein lieber Schwan! Da geht’s richtig zur Sache! Ich amüsier’ mich königlich, kann ich nur sagen. Ich sehe schon halb Deutschlands Anwaltschaft mit Schadenersatzklagen beschäftigt, und ich sehe ganze Vorstände versammelt in die Kiste wandern. Abgesehen von denen, die sich natürlich freikaufen werden. Und dann sehe ich wieder was anderes …
Einige von euch wissen ja sicher, daß ich leidenschaftlich gern koche. Ebenso leidenschaftlich esse ich übrigens auch. Kräuter bauen wir - quasi weitestgehend - bei uns im Garten oder in Töpfchen selbst an und nutzen diese fast täglich. Dank unseres “herrlichen” Wetters gießt sich das auch alles fast von alleine:
Salbei - Der wuchert schon fast zuviel im Beet. Für Kartoffelgerichte und Soßen.
Basilikum - Der Klassiker, auf den Fensterbänken, auf der Terrasse und im Beet. Findet bei uns in Salaten und Soßen Verwendung.
Rosmarin - Im Topf auf der Fensterbank. Benutze ich häufig für Kartoffelgerichte.
Lavendel - Davon haben wir viel. Wir kochen zwar nicht damit, aber abgeschnitten und dann gebunden aufgehangen duftet das cool im Haus. Vertreibt im Sommer übrigens auch Moskitos!
Bärlauch (siehe Bild) und Lauchzwiebeln habe ich soeben bei samenhaus.de bestellt. Mit Lauchzwiebeln bastel ich regelmässig meine legendären Rühreier. Bärlauch ist für so gut wie alles verwendbar.
Schwarzer Basilikum, Schnitt-Knoblauch und Majoran habe ich seit Monaten als Samen hier auf dem Tisch liegen, muss ich nur noch pflanzen. Auf den Majoran freue ich mich für Kartoffeliges.
Ich fahre besonders auf Bärlauch ab, denn zuviel Knoblauch stinkt nicht nur, mir wird auch übel davon, wenn ich den überkonsumiere (z.B. in Aioli). Bärlauch galt nicht nur bei den Kelten als Heilpflanze, es ist auch das Erste, was Bären nach dem Winterschlaf fressen. Deshalb heißt das so.
Also, ich schaffe das heute mit dem Peacebiker-Bericht nicht mehr, weil:
Ich habe 2 coole DVDs hier liegen. Übrigens, ich bin Kunde bei www.netleih.de, was ich sehr empfehlen kann.
Ich habe megacooles Essen im Backofen.
Ich muss viel schlafen. Und übrigens schon den ganzen Tag GOD hören.
Bericht kommt also morgen.
Ich möchte aber kurz ein paar Themen der letzten Tage kommentieren. Betonung auf “kurz”.
Vermisste Madeleine
Die Süddeutsche berichtet:
Sie haben versucht, sie zu einem Geständnis zu bringen, wonach sie Madeleine versehentlich getötet hat.
Sicher. Ich bin beim Besten Willen nicht in der Lage mein Kind aus Versehen zu töten. Entweder haben sie das Kind getötet, oder nicht. Außerdem fällt es mir schwer, zu glauben, das zwei ÄRZTE ihr Kind aus Versehen töten.
Terroristen im Sauerland
Ich wusste ja immer, daß die Sauerländer Terroristen sind. Das selbst-auf-die-Schulter-Geklopfe von Seiten der Politik ist erbärmlich. War aber zu erwarten. Jammerlappen.
Bin Laden Video
Und wieder hat er nicht erwähnt, das Al-Quaida den 11. September zu verantworten hat. Was mich nicht wundert. Das Amerikaner zum Islam überwechseln sollen, finde ich lustig. Wäre auf jeden Fall mal eine Übung in Sachen Toleranz.
Gotteslästerung
Was Gott selbst nicht bestraft, will Bayern bestrafen. Und zwar härter. “Jetzt glaubt endlich, ihr Schweine!”
Als ich gestern in die Westfalenhalle 3A gestiefelt bin, wusste ich lange vorher, was mich erwartet. Nämlich ein paar außergewöhnliche Stunden mit ein paar der besten Musiker, die dieser Planet zu bieten hat. Deshalb habe ich mich auch wochenlang so darauf gefreut.
Ich hatte sowohl Simon Phillips als auch Steve Lukather zuletzt 1993 (oder 92, ich weiss es nicht mehr) zusammen live gesehen (Steve Lukather & The Los Lobotomys “Candyman”, Zeche Bochum). Davor hatte ich aber bereits einen Drum Workshop mit Simon Phillips besucht, um meine Skills zu schärfen.
Also nochmal: Ich wusste ungefähr, was mich erwartet. Das Steve Lukather ein Ausnahmegitarrist und Simon Phillips ein Ausnahmedrummer ist, brauche ich niemandem mehr zu erklären. Es kamen jetzt halt nur noch die anderen TOTO-Bandmitglieder hinzu, die allesamt - für sich - Ausnahmemusiker sind. Anmerkung: Mike Porcaro hatte sich, laut Auskunft von Steve während des Konzerts, die Hand verletzt und wurde durch einen nicht minder guten Bassisten ersetzt. Bassist = Hand verletzt = nicht gut.
Ich hatte bereits die Hosen voll, als die Band auf die Bühne kam und die ersten Töne anschlug. Sorry, ich bin da sehr emotional, was solche Musiker angeht, und ich meine MUSIKER. Da hüpft mein Herz quer durch die Halle und ich habe einen ganzen Felsbrocken im Hals.
Der Sound war orgasmisch gut, obgleich ich den Eindruck hatte, Bobby Kimball (Leadsänger) war schlecht abgemischt bzw. etwas zu leise. Das Bühnenbild und Licht war etwas puritanisch, was aber wohl daran lag, daß das Ganze vom Open-Air in die Halle verlegt wurde und man wohl nicht so schnell neue Konzepte entwerfen konnte. Verständlich und sowieso nicht wichtig. Der Grund für den Umzug in die Halle: Die Original TOTO-Aufbauten waren wohl für den aufgeweichten Rasen im Westfalenpark zu schwer, das Konstrukt wäre offensichtlich im Boden versunken. Open-Air wäre natürlich noch geiler gewesen, aber was soll’s.
Der Leser sollte sich von meinem Titel nicht zu sehr beeindrucken lassen, denn das Konzert war keine ernste Angelegenheit, auch wenn es Arbeit war. Die Jungs haben mehr rumgealbert und gejammt als alles andere. Vom letzten Album “Falling in between” wurden nur wenige Titel gespielt, und die auch stark abgewandelt. Das ganze Konzert klang nach einer konzeptionierten Improvisation. Steve Lukather sprach auch kurz zu den Leuten: “Ihr habt doch kein Problem damit, wenn wir ein bißchen rumjammen, oder?”. Keiner hatte ein Problem damit, jedenfalls ließ die Reaktion darauf dies vermuten. Überhaupt machte Steve eine Menge Scherzchen, erzählte dreckige Witze und spielte mehr als einmal auf irgendwas Genitales an. War aber immer passend und witzig.
Bobby Kimball bekam irgendwann - und gefähr in der Mitte der Show - einen Teddybären zugeworfen, verschwand damit kurz in einer Ecke, und kam dann Sekunden später wieder hervor: Mit dem Teddy umgeschnallt. Vorne … ihr wisst schon. Zusammen mit einer gewissen Gestik war das alles sehr spaßig.
Bei “Rosanna” war dann Ausnahmezustand. Die ganze Halle hat mitgesungen, die Band war sichtlich ergriffen, und ich habe geflennt, es ging nicht anders. Jetzt, wo ich das schreibe, könnte ich schon wieder anfangen … so schlimm ist das. So wenig mich der grösste Teil der Musikwelt annähernd berührt, so intensiv ist das bei den wenigen Ausnahmen. Es gibt eine geschätzte Handvoll Musiker, die das bei mir schaffen.
Natürlich sehr beeindruckend waren Einlagen wie ein 10-minütiges Keyboard-Solo und das obligatorische Simon Phillips Drum-Solo. Siehe (schlechtes) Video, welches ich mit meiner Handycam gemacht habe. Der Schreihals darin bin übrigens ich, weil mir nämlich dabei sämtliche Körperflüssigkeiten vor Verzückung warm in den Stiefel liefen:
Noch was Kleines: Bevor die Band auf die Bühne kam, sprach ich mit einem 26-jährigen Gitarristen (Metal Fan), der TOTO überhaupt nicht kannte. Er stand neben mir. Er erzählte, das er sich nicht vorstellen könnte, das TOTO wirklich so gut seien. Nach dem Konzert stand er da, mit offenem Mund. Und als er wieder sprechen konnte, sagte er: “Das war das Beste, was ich in meinem ganzen Leben gesehen habe.”
Ich kann dem nicht widersprechen. Das Konzert war allererste Sahne.
Fazit
Es gibt Musiker und MUSIKER. Ein Konzert von TOTO relativiert Vieles, da möchte man auf andere Konzerte fast gar nicht mehr gehen. Die Leichtigkeit und Professionalität, mit der jeder Einzelne sein Instrument bzw. Stimme beherrscht, gleicht dem Flug eines Schmetterlings, obgleich da viel geschwitzt und richtig gearbeitet wird, aber dennoch mit Leichtigkeit.
Zu Recht werden TOTO weltweit verehrt, und das seit mehr als 30 Jahren. Bei TOTO scheint Alter überhaupt keine Rolle zu spielen. Ich kann nicht nachvollziehen, wieso Hunderttaussende auf ein Rolling Stones Konzert gehen und das toll finden. Die fallen doch fast von der Bühne, sorry.
TOTO sind fucking living legends. Ich werde denen irgendwann ein Mausoläum bauen.
Hier meine Konzertfotos (Simons Drum Solo ist da auch nochmal als Video): www.ipernity.com/doc…
Björn und ich haben ein neues Land entdeckt: Kuhbar.
Kuhbarner mögen gern “Kuhbar Lieber” und Rumkugeln. Mockitos gibt es auf Kuhbar viele.
Das ist altkuhbarnisch: “erjjeqrrevboerojneqrnavgljafvojnfevgojnqabv” … und heißt: Tach.
Auf Kuhbar gibt es Schlanken, die sich von den Bäumen hängen lassen. Dann kommt eine Flattermaus vorbei und ZACK isses geschehen: Die Schlanke ist dick. Mit Essen. Kuhbarnische Esskultur.
Auf Kuhbar gab es einst die berühmte “Kuh Bar”, welche gern von dem bärühmten Nicht-Kuhbarner Ernst Hämmerweg besucht wurde. Dort tronk er Mochitor und schnupfte kohlenstoffhaltigen Brennstoff. Das machte ihn sehr kreatief, noch tiefer als normal.
Kuhbären gibt es auf der Insel nicht, dafür aber ne Menge Schuldkröten aus dem Mär. Dort gibt es aber auch einen Mann, der was zu sagen hat. Er kann unheimlich gut Geige spielen und heisst auch so. Hinten dran noch Castrop, oder so.