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getFrisky! Essen | 31. Januar 2009 | Ticket-Vorverkauf

Wednesday, October 22, 2008 by Ingo

Bahn setzt Mädchen in Dunkelheit aus

move forward
Creative Commons License photo credit: HaoJan

Kein Ticket - Bahn setzt Mädchen in Dunkelheit aus

Weil ein zwölfjähriges Mädchen ohne Fahrschein unterwegs war, ist sie von einer Zugbegleiterin in der Dunkelheit in Parkentin bei Rostock ausgesetzt worden. Die Bahn bestätigte einen entsprechenden Bericht der Ostsee-Zeitung vom Mittwoch.

Das Mädchen war am Montagabend mit ihrem Cello von Bad Doberan nach Rostock zur Musikschule unterwegs und hatte ihr Portemonnaie samt Fahrkarte vergessen. Obwohl Mitreisende anboten, eine Fahrkarte für das Mädchen zu kaufen, musste es aussteigen. Daraufhin lief die Zwölfjährige mit ihrem schweren Instrument auf dem Rücken fünf Kilometer von dem unbemannten Bahnhof nach Hause.

Der Fairness halber sollte man den Artikel weiterlesen. Die Bahn hat die Mitarbeiterin suspendiert und sich in aller Form entschuldigt. Dennoch: Mich wundert so ein Verhalten von Bahnangestellten nicht.

Friday, October 17, 2008 by Ingo

Email an den VRR

Sehr geehrte Damen und Herren,

die neuen Preisstufen A1 und A2 sind der absolute Blödsinn. Ich werde damit als nach Essen und zurück Reisender bestraft. Was vorher Preisstufe B war - ohne wenn und aber - ist jetzt ‘möglicherweise’ Preisstufe C ODER B, genau weiss das niemand. Der Preisunterschied für eine Fahrt jedoch ist frappierend, nämlich ungefähr das Doppelte.

Zugbegleiter sagen mir z.B.: “Das kommt auf die Kilometer an. Bis wohin fahren sie denn?” » Show details | Zeige Details »



Was bitte interessieren mich gemachte Kilometer, solange ich am selben Ziel ankomme? Ich kann doch nichts dafür, wie die Bahn ihre Gleise verlegt hat! Und den IC oder gar ICE nutze ich ja für die Strecke auch nicht, das sind immer Regionalzüge (RE).

Gestraft bin ich schon allein deshalb, weil ich nun ständig nachschauen muss (und doch nicht durchblicke), welchen Tarif ich nun wieder wählen muss, abhängig teilweise von einer Haltestelle weiter in Essen (z.B.). Da wird man ganz bescheuert von.

Ich schaue oft im Internet nach. Manchmal spuckt ihre Datenbank Preisstufe C für die Hinfahrt aus, aber Preisstufe B für die Rückfahrt. FÜR DIE SELBE STRECKE! Könne sie mir das mal erklären?

Das ist nicht Kundenfreundlichkeit oder gar -bindung, das ist - verzeihen sie den Ausdruck - Verarschung und Verärgerung von Schäfchen, die ja auf Bahnfahrten angewiesen sind.

Bitte sehen sie von ein Formantwort ab, dann antworten sie besser gar nicht. Danke hierfür.

Mit freundlichen Grüßen,

Ingo Vogelmann

Antwort

Sehr geehrte Kundin,
sehr geehrter Kunde,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Dies ist eine automatische Eingangsbestätigung Ihrer E-Mail. Sie werden in
Kürze eine Antwort erhalten. Auf Grund der Vielzahl der Anfragen, kann sich
die Beantwortung allerdings etwas verzögern.

Bei dringenden Fragen können Sie jedoch gerne unsere VRR-Hotline unter
01803/504034 (9 Cent/Minute aus dem deutschen Fest-netz; aus dem
Mobilfunknetz können die Preise abweichen) anrufen. Hier steht Ihnen ein
24-Std.-Service zur Verfügung.

Vielen Dank.

Ihr VRR-Team

Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR
- Abteilung Information und Innovation -
Augustastr. 1
45879 Gelsenkirchen
Telefon: 0209 1584 - 0
Fax: 0209  1584 123 - 157

Sunday, October 5, 2008 by Ingo

Der schauderhafte Umbau des Essener Hauptbahnhofes

Nebst näherer Umgebung. Seit Jahren war der grottenhässliche Hauptbahnhof in Essen politisches Streitthema, jetzt wird er für 57 Mio. € (vom Bund) umgebaut, weil Essen die Kulturhauptstadt 2010 ist und der Hauptbahnhof dann nicht aussehen soll wie ein Haufen Kot.

Das ist generell eine ganz tolle Idee. Der Bahnhof war wirklich potthässlich. Die Umbauarbeiten haben bereits begonnen:


Die U-Bahnhof-Baustelle unterhalb des Bahnhofsvorplatzes

Wie gesagt, alles ganz toll. Aber als Reisender hat man jetzt bis Ende 2009 die Oberarschkarte gezogen. Die Großbaustelle macht halbwegs angenehmes Reisen bzw. Aufhalten nahezu unmöglich. Das Erreichen von Anschlussbahnen oder Bussen ist eine Zumutung. Ich stelle mir vor, wie Menschen, die entweder gebrechlich, im Rollstuhl oder sonstwie nicht gut zu Fuß sind, 400 Meter um den Bahnhof herumlaufen sollen, um ihre Verkehrsmittel zu erreichen. Busse haben Bahnsteige, die auch in Fahrplänen numerisch angegeben sind, jedoch nicht WO sie sich exakt befinden. Da irrt man umher und sucht, und sucht, und sucht …

Alle Wege sind mindestens verdoppelt, Fahrgäste sind alle genervt. Ich bin ja gar nicht gegen den Umbau des Bahnhofes, aber gegen das mehr als schlechte Übergangsmanagement habe ich was. Und genau aus diesem Grund wird der Umbau den Bund zwar vielleicht 57 Mio. kosten, Essen aber auch etwas darüber hinaus. Es vergrault nämlich Besucher, massiv, und es schädigt die vielen Ladenbesitzer um den Bahnhof herum und jene, die einst ihr Geschäft IM Bahnhof hatten.

Da muss dringend nachgebessert werden.

Jetzt aber der Knaller: Nach dem Umbau soll der Bahnhof so aussehen. Ist das alles? Im Jahr 2010 nach Christus erwarte ich mehr von einem topaktuellen Bahnhof.

Monday, July 21, 2008 by Ingo

Molotow-Cocktail am Dortmunder Hbf

Ich habe heute meine Berlin-Tickets organisiert(1), als plötzlich etwas Seltsames auf den Bahnhofsboden (gestern noch mit Körpern gepflastert) vorzufinden war:

Sekunden vorher muss jemand einen Molotow-Cocktail durch die Gegend geschmissen haben. Ich bin recht glücklich, daß ich das Teil nicht abbekommen habe, denn ich kam gerade vom Frisör. Das schöne Geld.

Dann liefen da zwei Onkels von der Bundespolizei herum, die ich neugierig frug™,(2) wer denn hier Molotow-Cocktails herumwirft.

Wie, Molotow-Cocktail?

Na ja, da liegt wohl einer.

WAS? WO?

Na dort.

Man war recht erstaunt, schaute auf einmal wichtig und plötzlich leicht angespannt.

  1. Obama und so … (back)
  2. By MC Winkel. (back)
Monday, July 21, 2008 by Ingo

Loveparade in Dortmund - Das perfekte Chaos - Part 2

Ich erinnere mich da an was. ZUM Gig kommen gestaltete sich schwierig. Der Dortmunder Bahnhof war weiträumig abgesperrt, 60.000 Menschen blockierten den Hauptbahnhof, es gab absolut kein Weiterkommen, ich musste auf die Droschke ausweichen.(1) NACH dem Gig, morgens gegen 7 Uhr, Dortmund Hauptbahnhof, ein Zombiefriedhof:

Der ganze Bahnhof war übersät von Leuten, die auf dem köstlichen Boden geschlafen haben, Beamte standen herum und kümmerten sich um nichts mehr. Man schien - wie im letzten Jahr - wieder alles im Griff zu haben.

Mir bleibt schleierhaft, wieso die Menschen sich das antun. Die Bahn ist und bleibt eine Seuche.

  1. Nach einer halben Stunde fand ich sogar eine freie … (back)
Tuesday, June 24, 2008 by Ingo

Ich war dicht

Ich auch schon ein, zwei Mal in meinem Leben …  :roll: jemandem den Schädel gebrochen habe ich da nicht. Nichtmal in der Bahn geraucht. Es gibt nicht viele (eher gar keine) Dinge, die ich mir ‘dicht’ aber nicht nüchtern erlaube. Mir fallen zumindest keine ein.

Boulevard: Spyridon L.: “Ich war dicht” - HNA Online

Mit äußerster Brutalität hatten die Angeklagten Bruno N. (76) am 20. Dezember im U-Bahnhof Arabellapark in München zusammengeschlagen - vor laufender Überwachungskamera. Das Verbrechen, das als versuchter Mord angeklagt ist, hatte die Wellen der Emotionen hoch schlagen lassen. Vor allem Spyridon empörte, der Anlauf nahm, um wie beim Elfmeter gegen den Kopf des Bewusstlosen zu treten.

Klar, wenn man das liest, ist der erste Gedanke sicher nicht von großem Erbarmen begleitet. Ich habe das Überwachungsvideo gesehen, und was die beiden Jungs da gemacht haben, ist wirklich allerhärteste Brutalität und keine Achtung vor dem Leben. Dem 18-jährigen Halbgriechen (der Schädelbrecher) drohen nach Jugendstrafrecht max. 10 Jahre, dem 20-jährigen Halbtürken max. lebenslange Haft (beide wegen versuchten Mordes). Lebenslang, das ist schon ‘ne Hausnummer. Da keimt in mir die Frage auf:

Was soll eine lebenslange Haft bewirken? Oder auch ‘nur’ 10 Jahre? Resozialisierung? Sehr witzig. Ich vermute mal, wer so lange absitzt, ist hinterher ein grösserer Verbrecher als vorher. Verbrechen, die man nicht kennt, lernt man im Knast kennen; das weiß jedes Kind.

Die viel interessanteren und mir wichtig erscheinenden Fragen sind doch: Was treibt zwei sehr junge Männer dazu, so auszuticken? Woher kommt die Bereitschaft zu so einer Tat? Wieso nimmt jemand Anlauf, um jemandem mit voller Wucht den Schädel wegzutreten? Ein Schädel ist ein sehr massives Knochengebilde, um den zu brechen bedarf es sehr großer Wucht. Wieso kann eine Aufforderung eines alten Mannes, nicht in der Bahn zu rauchen, soviel Aggression, blanken Hass (und vielleicht sogar die Absicht zu töten) erzeugen?

Wie geht sowas?

Update

Heute (25.05.) bei Spiegel Online entdeckt:

Schließlich habe der 21-jährige Serkan A. ihm das Handy weggenommen, einen Freund angerufen und gesagt: “Willst du zuhören, wie ich einen Deutschen umbringe?” Serkan A. sei auf ihn losgegangen, habe ihn mit Anlauf getreten und bespuckt. “Da bin ich abgehauen”, sagte der Zivildienstleistende. Der angerufene Freund von Serkan A. hatte die Drohung bestätigt.

Oops. 8-O

Saturday, May 17, 2008 by Ingo

Tornado gesichtet

Heute habe ich die folgende Mail an Thomas Sävert (tornadoliste.de) geschrieben:

Hallo Thomas,

am Donnerstag, den 15. Mai 2008, um ca. 15:05, saß ich in einem Zug von Dortmund nach Duisburg. Kurz hinter dem Bahnhof Bochum Wattenscheid - also irgendwo zwischen Wattenscheid und Essen - habe ich über einen Zeitraum von ca. 20 bis 30 Sekunden (zwischen den Bäumen, die immer wieder während der Fahrt an mir vorbeirauschten) einen typischen Tornadorüssel links von der Bahnstrecke (in Fahrtrichtung) gesehen. Die Entfernung war schlecht abzuschätzen, aber ich gehe von 500 bis 1000 Metern Entfernung von den Bahngleisen aus, der Tornado befand sich über weitestgehend freiem Feld.

Der Rüssel sah sehr typisch aus, über ihm befand sich eine sehr hoch aufgetürmte, dunkle Gewitterzelle. Als ich in Duisburg ankam, habe ich den DWD angerufen, dort mit einem Meteorologen gesprochen und das Ereignis gemeldet.

Leider konnte ich kein klares Foto von dem Tornado einfangen, zum Einen, weil ich nicht schnell genug mit der Kamera dabei war, zum Anderen wegen der vielen Bäume, die zwischen uns standen und der schnellen Fahrt des Zuges. Ich habe dir trotzdem ein Foto angehängt, welches ich etwas zu spät machen konnte, auf dem man aber sehen kann, welche Wetterverhältnisse herrschten. Das Foto ist völlig unbearbeitet und so aus der Kamera gezogen.

Der Meteorologe beim DWD hat die Meldung übrigens ernst aufgenommen und das für sehr wahrscheinlich gehalten. Ich persönlich halte es für ausgeschlossen, daß ich mich geirrt habe.

Beste Grüße,

Ingo Vogelmann
www.ingovogelmann.com

Hier das Bild:

Und so kann ein Tornado dann wirklich aussehen:

Project Vortex-99: Occluded mesocyclone tornado (NOAA/unidentified fotog)
Creative Commons License photo credit: pingnews.com

Friday, May 16, 2008 by Ingo

Peoplefucking - Deutsche Bahn


YouTube » Original-Gregor


YouTube » Original-Oskar

Kürzlich hatte mein Zug (und viele andere in Köln) 1 Stunde Verspätung. Wegen ‘Böschungsbrand’. Den vollen Fahrpreis habe ich aber bezahlt. Ich war um 20 Uhr am Bahnhof in Köln Ehrenfeld … und um 24 Uhr zu Hause. Aus Köln, ins Ruhrgebiet. Ich war totmüde, völlig abgefuckt, mein Hund ebenso und ich hätte fast töten können.

Als ich mich hinterher beim ‘Service’ Center beschwerte, legte man mir einen Brief oder eine 01805-Nummer nahe.

Zum Kotzen.