Thursday, August 21, 2008 by Ingo
Depressionen
Eine - meiner Ansicht nach - viel zu oft unterschätzte Krankheit, häufig zu beobachten bei kreativen, sehr sensitiven Menschen. Ins Loch fallen, ohne genau zu wissen warum, und nicht wissen, wo der Ausgang daraus ist.
Versteht keiner, keiner kann helfen. Ich neige zu Depressivem seit ich denken kann. Nicht besonders stark, auch nicht oft, aber ich neige dazu. Momentan hat’s mich wieder erwischt. Schlaflosigkeit, Gedanken irren durch meine Waffel, Fluchtwünsche, jede Verantwortung und Verpflichtung kotzt einen an, jede Aufgabe wiegt 30 Tonnen (selbst pinkeln gehen oder essen … oh, gute Gelegenheit zum Abnehmen!), raus aus allem, sich nur befreien. Aber wie?
‘Deep Understanding’ ist in einer solchen Phase entstanden, und es gibt sogar Leute, die das raushören, ohne, daß ich das vorher verraten habe. Das habe ich nämlich so noch nie verraten, daß ich mich da monatelang im Studio versteckt habe, weil ich die Außenwelt nicht ertragen konnte. Ich konnte mich selbst nicht ertragen, sah nach Wochen aus, wie ein Penner Obdachloser.
Ich habe heute mit einem Berufskollegen gesprochen, der dasselbe Problem hat. Es hilft mir - so dämlich es klingt - zu hören, wenn jemand dasselbe Problem hat. Dann fühle ich mich nicht so derart alleine damit.
Ca. einmal im Jahr überrollt mich so eine Welle der Depressionen. Ich versuche jetzt, mich mit Produktionen zu therapieren, daß war bisher immer das Einzige, was half.
Und ihr so? Und überhaupt auch sonst so?










