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This is the official website of the musician, sound engineer, DJ, composer & producer for film & media Ingo Vogelmann. No MySpace, Fuckbook or whatever ... this is a real real deal.

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Below this welcome message and the (very important) ads you find Ingo's (multilangual) Blog posts. Also explore the internal pages and (masses of) good stuff in the sidebars to the right and have a nice stay!


getFrisky! Germany 2008

Upcoming show!


Tuesday, July 1, 2008 by Ingo

Tomy Temerson

Tomy Temerson – WIKIPEDIA

Tomy lernte mit zehn Jahren das Zitherspielen. Später ließ er sich an der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung in Trossingen ausbilden. Er nahm am Musikwettbewerb Jugend musiziert teil und gewann den 1. Preis. Daraufhin hatte er einen Fernsehauftritt bei Karl Moik, wodurch er einem größeren Publikum bekannt wurde. Ralph Siegel schrieb für ihn den Titel Almrausch, mit dem er beim Grand Prix der Volksmusik 1993 teilnahm und den 6. Platz erreichte. Im Folgejahr war er mit der Neuaufnahme der Titelmusik zu Der dritte Mann bei der Superhitparade im ZDF erfolgreich. Beim Grand Prix der Volksmusik 1996 war er mit dem Titel Mit den Wolken zieh’n erneut vertreten und kam nicht ins Finale.

Tomy Temerson ist immer wieder in verschiedenen Fernsehsendungen zu sehen und zu hören. Er gehört zusammen mit Alfons Bauer zu den erfolgreichsten Interpreten auf der Zither.

Dieser Mann hat am selben Tag Geburtstag wie ich, also exakt jetzt, mit Jahr. Das ist nicht zwingend eine Entschuldigung, aber auch nicht unbedingt eine Erklärung.(1)

Wieso blogge ich das? Nun, ich bin irgendwie auf dieser WIKI-Seite gelandet, und da fiel mit wieder das Theather um meinen WIKI-Eintrag ein, wobei man mir unterstellte, ich habe den selbst - zu Eigenpromotionzwecken - dort eingestellt. Fakt ist: Ich habe das nicht getan, und eigentlich weiß das sowieso jeder, der fließend bis 3 zählen kann.(1) Man nehme gepflegt zur Kenntnis, was Tomy Temerson so gemacht hat:(1)

Bekannte Titel

  • 1993: Almrausch
  • 1994: Der dritte Mann
  • 1996: Mit den Wolken zieh’n

Diskografie

  • 1993: Almrausch und Edelweiß (mit den Hirtenfeldern)

Weblinks

Diese Leistungen zu schmälern liegt mir fern,(1) und ich freue mich für Tomy(2), das er einen WIKIPEDIA-Eintrag hat. Immer eine gute Sache. Aber KANN ES SEIN, daß die Vollpfosten bei WIKIPEDIA diesen Eintrag zwar verfasst, jedoch selbst noch nie gelesen haben?

Bis dato habe ich 118 Einzeltracks, viele Remixe, so einige Alben und EPs produziert(3) (*schulterklopf*), Musik für Werbung und meine DJ-Tätigkeit lasse ich mal außen vor. Auch mein äußeres Geschlechtsteil ist nicht so schlecht.(1)

Das Schlimme an der ganzen Sache jedoch ist: Befindet mich irgendein Vollidiot(1) von WIKIPEDIA irgendwann mal tatsächlich für ‘wichtig’, dann KANN ICH NOCH NICHT MAL DIE LÖSCHUNG DES ARTIKELS VERLANGEN! Was ich dann nämlich gerne tun würde. Aus Prinzip. Weil die mich nicht mal mehr an meinem Arsch lecken können.(1)

Ich glaube, ich wechsle doch nicht auf Zither.

  1. Manchmal bin ich soo gerne Scheiße. (back) (back) (back) (back) (back) (back) (back)
  2. War das nicht auch eine Mayonaise? (back)
  3. Nahezu alle davon wurden veröffentlicht. (back)
Wednesday, June 25, 2008 by Ingo

Stöckchen: Zwänge, Ängste, Lebensnöte

MC Winkels weBlog» Blog Archiv » Zwänge, Ängste, Lebensnöte

Hab ich feist beim MC aufgelesen. Und weil der Winkelmann eine tiefenthematisch (WTF?) so gute Vorlage geliefert hat, klaue ich auch noch das. Schließlich ist er der A-Blogger, nicht ich …

  1. Duschverhaltensstörungen. Ich habe eine ziemlich klare Reihenfolge: Erstmal muss ich das Gefühl haben, überall richtig nass zu sein. Das Ganze natürlich so heiß, wie es eben erträglich ist. Dann Haupthaar waschen, danach gegebenenfalls mit Duschgelartigem einseifen, abduschen. Dazwischen könnte eine ausgiebige Körperhaarentfernungsarie ablaufen, aber nur max. einmal die Woche oder je nach Bedarf (ja, Bedarf).
  2. Auch ich (wie der Winkelsen) habe eine feste Hosentaschen-Materialdispositionsstruktur: Vorne links Schlüssel und Münzgeld, rechts Handy (wenn keine Jacke auf dem Programm steht), hinten rechts Patte. Das alles wird stets im Türrahmen stehend auf Vollständigkeit geprüft. Ich bin übrigens Weltmeister im Vergessen meiner externen Soundkarte, wenn es zu einem Gig geht. Ich merke es aber meistens noch rechtzeitig.
  3. An der Stelle weiche ich mal von den Winkelmann-Vorlagen ab. Ich habe einen Schnalzzwang. Nach dem Essen schnalze ich, bis ich restlos alle genervt habe. Ich kann es absolut nicht haben, was zwischen den Zähnen hängen zu haben. Die Ausbeute schicke ich dann immer eingeschweisst an ‘Brot für die Welt’.
  4. Ich schlafe am liebsten auf dem Bauch … und wache dann immer mit fürchterlichen Rückenschmerzen auf. Total behämmert.
  5. Ich habe immer HAARGENAU so lange Lampenfieber, bis ich hinter dem DJ Pult stehe. Sobald ich meinen Job beginne ist alles wie weggeblasen (nicht, was ihr wieder denkt …) und ich bin die Coolness in Person.  8-) War schon immer so. Komisch. Beim Auftritt trinke ich meistens Bier und rauche jede Zigarette maximal zu 33 %. Als Perfektionist, was meine Darbietungen angeht, meide ich jegliche Form von härteren Psychopharmaka WÄHREND des Auftritts.
  6. Ich habe eine Hygienefanatikerphobie. Überhygienische Menschen gehen mir auf die Nerven, aber mächtig. Das heißt nicht, daß ich ungepflegt bin (oder gar charlotterochig), es heißt aber zum Beispiel, daß ich jemandem auch die Hand gebe, mit der ich noch vor einer Minute mein äußeres Geschlechtsteil zum Urinieren in der Hand hatte, ohne daß ich mir nachher die Hände gewaschen habe.

Ähnliches würde ich gern lesen von FrauLehmann, dem Arschbildermann, Lilith und dem Papst, aber der traut sich ja nicht, die Pfeife.

Tuesday, June 3, 2008 by Ingo

Burnie fragt

Bernhard Wöstheinrich hat einen derart guten Kommentar unter diesem Beitrag - einem Interview mit hervorragender Recherche gleichend - abgelassen, daß ich den mal aus der 2. Reihe nach vorne hole und auch gleich bewortante:

Sach’ ma’ Ingo, wieviel Stunden hat eigentlich Dein Tag? Meiner hat 24, und ich habe dazu die lästige Angewohnheit täglich etwas schlafen zu wollen.

Schlafen …? Abknicker. Mein Tag hat definitiv mehr Stunden. Hinsichtlich meiner Schlafgewohnheiten überhole ich den Monat regelmässig um ca. 4 Tage, sprich: Einen Tag in der Woche (den ich schlafmässig ganz weglasse). Auf einen Tag gerechnet hat mein Tag also ca. 27,4285714 Stunden.

Bei Dir habe ich aber den Eindruck, dass Du, neben Deiner Musiker- und Produzententätigkeit auch noch DJ-Sets vorbereitest,

Ich spiele sie auch noch.

sämtliche Pressemitteilungen auf allen relevanten Websites durchliest,

Für sowas hat man Feedreader. Die sortieren gut vor.

Fotos auf FlickR odR sonstwohin lädst, mit Deinem Hund spazieren gehst, amouröse Affairen anbandelst,

Affären? Ich?? Frechheit. :-o

in den Urlaub fährst, Dich ins Krankenhaus einliefern lässt, ab und zu Freunde durch die Gegend chauffierst - oder Dich chauffieren lässt, den Innenminister verklagst,

Den habe ich nicht verklagt sondern angezeigt. Die wirkliche Arbeit hatte der Staatsanwalt. Aber dafür wird er ja schließlich auch bezahlt. Und zwar von uns allen. :)

mit dem Fahrrad einhändig ohne Sauerstoffgerät zufuß in der Nacht bei strahlendem Sonnenschein auf den höchsten Berg des Sauerlands in der Schweiz fährst,

Dabei klöppele ich noch mit verbundenen Augen einen Pulli. Unter Wasser.

Dich zum Kanzlerkandiaten der Linken wählen lässt (dann aber das Amt nicht annimmst),

Doch, ich nehme ihn an, wenn ich dann genauso faul sein darf wie die Merkel, damit ich Zeit für all die Dinge habe, die du so schön beschrieben hast. :)

Anne Will (nicht) heiratest

Anne Will ist lesbisch. Aber selbst, wenn sie es nicht wäre: Ich heirate nicht. Da zerstöre ich mich lieber durch Arbeit.

und das erste vegetarische Schweineschnitzel erfindest,

Gibt es bereits. Aber ich konsumiere sowas nicht. Dann kann ich mir auch Gummipuppen kaufen.

in Moskau auftritts und Interviews zum Zewa-Wandle gibst. Vom kontinuierlichen Rauchen und Kaffee trinken mal ganz abgesehen.

Kaffee, mein Guter, habe ich so gut wie ELIMINIERT aus meinen Suchtschemata!

Ach, ja, einen Blog hast Du ja auch, den Du täglich mit mindestens 5 originellen, witzigen, nachdenklichen oder einfach nur ulkigen Beiträgen fütterst. Und das alles an einem Tag…

Ich sage nur: 27,4285714. Ausserdem gibt es mindestens 10 Mal so viele Menschen, die mir lieber den Mund zukleben würden.

Mir fällt dabei ein, dass ich kürzlich in einem esoterischen Schmierblättchen gelesen habe, dass die Zeit auf der Welt immer schneller vergehen soll. Die Begründung war so hanebüchend, dass ich sie wieder vergessen habe. Aber vielleicht ist ja doch ‘was ‘dran; Vielleicht hat Ingo ja inzwischen die Krümmung und die Kompression der Zeit er- oder gefunden….

Und das ist erst der Anfang! 8-)

Ingo, lass’ uns nicht dumm sterben: Wie machst Du’s??? ;-)

Es kam wie von selbst. Das fing an, als ich noch in der Schule war und dadurch bemerkt habe, daß Zeit ein kostbares Gut sein kann, welches ich sinnvoll (nach meinem Empfinden sinnvoll) nutzen wollte. Ich kann nicht wirklich ruhen, ich gebe es zu. Unproduktiv sein bringt mich innerlich um. Vermutlich auch irgendwann äußerlich, aber besser so als anders. ;)

Sunday, February 24, 2008 by Ingo

Interview

Vor einigen Wochen gab es eine Interviewanfrage von einem amerikanischen Online-Magazin. Wir haben das Interview (via Skype) geführt, aber gestern Abend erreichte mich die Nachricht, daß es unklar sei, ob das Interview veröffentlicht wird. Die Gründe hierfür erschließen sich mir nicht wirklich … wie dem auch sei, ich habe dann gefragt, ob ich das geführte Interview (ohne Namensnennung) wenigstens schon mal auf meiner Homepage veröffentlichen dürfe; dem wurde zugestimmt. Ob es nun veröffentlicht wird oder nicht weiß ich nicht. Das Folgende habe ich mal übersetzt:

» Show details | Zeige Details »

Saturday, July 14, 2007 by Ingo

Last Minute Service

Einige von euch wissen es ja vielleicht, aber ich leiste ja auch Tontechnikerdienste. Heute Morgen, 9:45 Uhr, Alarmstufe ROT:

Ingo, ich fliege morgen früh nach Mallorca [...] Auftritt [...] treffe wichtige Leute [...]  Hast Du heute zufällig Zeit für ein, zwei Knöpfe - Dreh - Mastering?

Gesägt, tun getan. Mastering done. Viel Glück morgen auf Malle! ;)

Wednesday, July 11, 2007 by Ingo

Mir platzt der Saque

Oder: Wie man sich keine Freunde macht

Thema: Remixe. Ich krieg echt Schnappatmung …

Wenn ich remixe, dann baue ich nicht selten 500% an Eigenkomposition auf meist dürftige Vorlagen, sorry. Ich habe manchmal das Gefühl (nicht immer!), irgendwelche dahergelaufenen Schlafzimmerproduzenten, die obendrein überhaupt keinen Schimmer von Harmonielehre oder gar Musikproduktion haben, frickeln da von vorne bis hinten nur fertige Samples zusammen, die sie nichtmal gekauft haben sondern irgendwo “her haben”. WIE WÄRE ES MAL MIT EIN BISSCHEN EIGENKOMPOSITION?

Ich darf - ohne überheblich zu sein - behaupten, daß meine Remixe stets sehr viel MEHR Arbeit bedeuten als die Originalkünstler je hatten. Wenn ich remixe, dann werte ich einen Release deutlich auf. Soviel Realismus muss jetzt mal sein. Ich rege mich nämlich gerade ziemlich ÜBER DIE FAULHEIT und die ABSTAUBERHALTUNG von semiprofessionellen Vollpfosten auf, die gerade versuchen, MEINE MUSIK zu remixen. Bei dem Versuch bleibt es oft.

Ich verbringe mehr Zeit damit, die Remix Parts vorzubereiten, als solche Leute mit dem Remix daran verbringen! Da stimmt doch was nicht, Freunde!

Ich finde, allein der Respekt untereinander gebietet es allein schon, sich für einen Remix wirklich Mühe zu geben. Wenn ich dann von angeblichen Profis einen Remix meiner Nummer höre, der so klingt, als habe man ihn in einer Stunde “mal eben” zusammengehauen, dann könnte ich ins Essen brechen, aber in sämtlichen Regenbogenfarben. Was soll so ein Scheiß?? Ich würde mich in Grund und Boden schämen, so eine AUSGESPROCHENE SCHEISSE abzuliefern. Ich frage mich, womit ich meine Zeit aus dem Fenster werfe. Ich habe langsam keine Lust mehr, immer nur Zugpferd für die anderen zu sein. Das ist Trittbrettfahrerei, ganz klar.

In Zukunft remixe ich NUR NOCH ausgesprochen GUTE Originale, und für meine eigenen Nummern akzeptiere ich nur Remixe, die richtig Arbeit waren und auch danach klingen. Ich kann diese zusammengehauenen Kackdinger nicht mehr hören. Und ausserdem fühle ich mich beleidigt durch so einen respektlosen Dreck. Nicht EINE EINZIGE verkackte Melodie wird da selbst dazugebaut!! Nehmen meine Samples her und fügen sie nur in anderer Anordnung wieder zusammen. DAS KANN JEDER, der einen Computer und zwei Ohren hat!! Da reicht sogar EIN OHR! Oder gar keins, das geht sogar rein visuell …

Nicht zu vergessen: Was das Geschäftliche angeht, bin ich ein äusserst fairer Remixer, der keine überzogenen Honorarvorstellungen oder Ähnliches hat. Wenn ich also dann schon bereit bin, meine Zeit zu investieren, wieso bekomme ich dann Originale vorgesetzt, die meine Oma im Grab besser hinkriegt? Ich gebe mir für jeden Remix immer dieselbe Mühe, egal, wer der Originalkünstler ist. Aber wenn ich dann sehe, das so ein Künstler es nichtmal auf die Reihe bekommt, sich eine ANSEHNLICHE Homepage zu basteln, dann hört’s echt auf. Ich bekomme dann hier Emails, nachdem mein Remix raus ist, á la:

Sag mal Ingo, für wen hast du denn da geremixt?

Wieso muss ich dann immer alles aus dem Feuer reißen und sowas sagen wie “… ja ja, ich weiss, aber die Menschen entwickeln sich halt noch …”?

Jeder beschissene Online-Homepage-Baukasten bekommt da was halbwegs Anständiges hin, Freunde. Die Menschheit mit irgendwelchen beschissenen MySpace-Seiten zu penetrieren, ist eine REINE Zumutung. Jeder kennt in seinem Bekanntenkreis irgendwen, der halbwegs in der Lage ist, eine anständige Homepage zu basteln, da gibt es einfach keine Entschuldigung für. Ich kann doch nicht erwarten, weit zu kommen, wenn mein Onlineauftritt aussieht, wie der eines Taubenzüchtervereins aus Castrop-Rauxel! Damit das mal klar ist: So geht’s nicht weiter. Ihr wollt anerkannt werden und Erfolg haben? Gut, dann verhaltet euch auch so.

Ich sehe keinen Grund, weshalb ich da weiterhin gute Mine machen sollte. Ich haue niemandem ein Messer in den Rücken und grinse ihm ins Gesicht, ich sage nur klar, was mich nervt, in der Hoffnung ein paar Leute merken mal was. Wer jetzt beleidigt ist, der muss damit leben. Vermutlich ist das der richtige Zeitpunkt, mal - meine Fäkalsprache ausgeklammert - über sein Handeln und Schaffen nachzudenken. In Qualitätsfragen bin ich kompromisslos, und ich finde, das sollte jeder Profi sein. Eins kann ich ohne Übertreibung behaupten: Wer mir was in die Hände legt, bekommt Qualität zurück. So ist das, und nicht anders. Also darf ich auch mal die Klappe aufreißen.

Jetzt kommt sicher irgendwie sowas wie: “Wieso nimmst du den Scheiß denn dann erst an?” Kann ich euch sagen, aus zwei Gründen:

  1. Weil ich manchmal das Original nichtmal mehr höre oder die Künstlerhomepage nicht besuche. Ich hör mir die Remixsamples an und schaue, ob mir dazu was einfällt.
  2. Weil ich gerne andere unterstütze. Ich frage mich nur, wann mich mal jemand remixt, der meine Nummer aufwertet?!?!?!

Wer selbst nur Hirse abliefert, der darf sich nicht über die Musiklandschaft beschweren. Meine gut- und ernst gemeinte Bitte: Schult euch mal etwas in Sachen Musiktheorie und nehmt euch für einen Track mal 4 Wochen Zeit. Das ist nicht zuviel verlangt. Es gibt Tracks an denen ich 5 Monate gearbeitet habe. Und so klingen die auch: Ausgereift bis ins Detail.

Anmerkung: Am wenigsten verstehe ich Label Honchos, die sowas auch noch signen.

So, Mr. Arrogant himself hat gesprochen. Im Prinzip meine ich das alles gut, liebe Freunde, das sollte man nicht vergessen, wenn man sich jetzt hier angepinkelt fühlt.

Und jetzt könnt ihr euch aufregen. Ich bin gespannt. Ich mach mir jetzt einen Kaffee …

Friday, June 29, 2007 by Bernhard

Raumzeit

RAUMZEIT
an ambient exploration
with Bernhard Wöstheinrich and Stefan Erbe

Hagen Planetarium - 30 June 2007 - 21:00, doors open 19:00 - free admission

The Hagen Planetarium, renowned for its lecture and special events about astronomy, invites you to an extraordinary musical event on 30 June 2007: RAUMZEIT takes listeners and watchers on an atmospheric voyage of spectacular images and fascinating sounds in a universe far beyond everyday reality.
Musicians and live electr(on)icians Stefan Erbe (Hagen) and Bernhard Wöstheinrich (Gütersloh) host this real-time audiovisual composition in the unique setting and ambience of the Hagen Planetarium.

Stefan Erbe, well-known electronic musician from Hagen, has fascinated Hagen Planetarium audiences again and again over the past 12 years. His eclectic amalgamation of diverse branches of electronic music brought him fame far beyond the German Ruhr region.

www.erbemusic.de

Bernhard Wöstheinrich is mastermind of the cosmopolitan ambient combo Centrozoon. Solo, he is known as one of the great ambient music artists across German. In concerts, he engages and surrounds listeners with his sprawling, elegiac brand of live improvisation.

www.centrozoon.de

As the venue opens at 19:00, guests are invited to join a lecture by Dortmund astronomer Werner Volmer as he provides interesting insights and impressions of Earth’s nearest start-the sun. After the lecture, guests may observe the sun through the special telescopes and take a tour of the planetarium.
This scientific background provides an exciting contrast and sets the mood for the night’s artistic highlight.

Free admission!

www.sternwarte-hagen.de


RAUMZEIT
an ambient exploration
Mit Bernhard Wöstheinrich und Stefan Erbe

Sternwarte Hagen 30 Juni 2007 – Beginn 21.00 / Einlass 19.00 – Eintritt frei
Die Sternwarte Hagen, bekannt für besondere astronomische Veranstaltungen, lädt am 30.06.2007 wieder zum einem außergewöhnlichen musikalischen Event ein:

RAUMZEIT entführt die Zuhörer und Zuschauer auf eine atmosphärische Reise mit beeindruckenden Bildern und faszinierenden Klängen in einen Universum jenseits unserer alltäglichen Wahrnehmung.

Die Musiker und Live-Elektroniker Stefan Erbe (Hagen) und Bernhard Wöstheinrich (Gütersloh) präsentieren diese Echtzeit-Bild- und Musik-Komposition in dem einmaligen Ambiente der Sternwarte Hagen.

Stefan Erbe, bekannter Hagener Elektronik-Musiker hat es in den letzten 12 Jahren mmer wieder verstanden, die Besucher mit seinen Solo-Auftritten in der Sternwarte zu begeistern. Die eklektizistische Verschmelzung verschiedener Elektronik-Stilrichtungen brachten ihm seine überregionale Popularität ein.

www.erbemusic.de

Bernhard Wöstheinrich ist der Mastermind der kosmopolitischen Avantgarde-Band Centrozoon. Als Solist ist er in Deutschland bekannt als einer der großen Künstler der Ambient-Szene. In seinen zahlreichen Konzerten zieht er die Hörer mit ausgedehnten, elegischen Live-Improvisation in den Bann.

www.centrozoon.de

Vor dem Konzertbeginn wird der Dortmunder Astronom Werner Volmer ab 19:00 Uhr einen Vortrag zum Thema Sonne halten und interessante Einblicke und Eindrücke zu unserem Zentralgestirn vermitteln. Im Anschluss kann der Besucher die Sonne durch Spezialteleskope beobachten und an einer Führung durch die Sternwarte teilnehmen.

Dieser naturwissenschaftlich-technische Hintergrund ist ein spannender Kontrast und stimmungsvolle Überleitung zu dem expressiv-künstlerischen Teil des Abends.

Eintritt frei!

www.Sternwarte-Hagen.de

Wednesday, June 6, 2007 by Ingo

AJAX Comments

In der letzten Zeit bin ich häufiger von Kommentatoren gebeten worden, fehlerhafte Einträge für sie zu korrigieren. Könnt ihr ab jetzt selber machen. Probiert das einfach mal aus, zum Beispiel mit Testkommentaren zu diesem Beitrag. Dazu einfach was schreiben und hinterher mit der Maus über den fertigen Kommentar gehen und auf den Kommentar klicken, mitten in den Text rein (AJAX halt). Der Rest ist selbstkapierlich (juhu, eine neue Wortschöpfung!).
Ich bin aber noch ein bißchen skeptisch. Bei Schwierigkeiten bitte eine Mail an mich via CONTACT oder direkt in dem Post, wo es auftritt (in den Kommentaren). Der René hatte nämlich kürzlich das Problem mit dem Plugin, das auf einmal irgend jemand fremde Kommentare bearbeiten konnte. 8O Das soll natürlich nicht sein. Würde mich freuen, wenn das Plugin hier stabil läuft. :)

Noch was: Ich bin gleich auf nach Hamburg (Producers Conference), werde aber versuchen zwischendurch was zu bloggen. :)

Wednesday, February 7, 2007 by Ingo

Licht und Schatten

Mike Oldfield bei der Nacht der Promis und in unserem Leben

Und so liest sich mein Artikel im aktuellen Schalldruck-Magazin (Ausgabe 31, Januar 2007):

“Wenn ich früher über Psychotherapie gesprochen habe - denn ich hatte sehr viele psychologische Probleme, als ich jünger war - war das so, als ob ich sagte, mit mir ist wirklich irgendetwas nicht in Ordnung. Bei Psychotherapie dachte man an - nun ja - du bist verrückt … Heute ist es akzeptiert. Wenn man psychologische Probleme hat, geht man eben zu einem Therapeuten.” - Mike Oldfield

Widmen wir uns dem 13. Dezember 2006 in Dortmund, der Night Of The Proms, bei der Oldfield dieses Jahr mitgetourt ist. Ich war da, als Pressevertreter für oldfield.de. Das ganze Event war durchsetzt von Licht, und das ist mal nicht technisch gemeint. Mike Oldfield, das Genie … von einst, oder immer noch?

Mike OldfieldNamentlich angekündigt wurde er nicht, der Meister des New Age, wenn soviel Kategorisierung erlaubt ist. Ist ja wohl auch kaum nötig. Dafür mussten die ersten Paar Pianoschläge von “Tubular Bells” herhalten, die ja selbst Intel im Soundlogo verwendet. Und sie haben ihre Wirkung, und zwar nicht weil sie viel besser gespielt werden als auf dem Original: jeder in der Halle weiß, worum es hier geht, der Jubel ist überwältigend; Oldfield erscheint wie eine Lichtgestalt und nimmt ein leises Bad im Ozean der demütigen Anerkennung der Fans, von Anfang bis Ende. Auf der Bühne ist Mikes Genie nicht zu erkennen, oder doch? Doch. Irgendwie. Relativ regungslos in der Mimik und Gestik, verhalten, vorsichtig, augenscheinlich in sich ruhend (man weiß es nicht), spielt Mike zu Anfang kleine Dinge auf dem E-Bass, und die Menschen sind derart gebannt, als würde ein NASA-Wissenschaftler gerade die erste extraterrestrische Botschaft live im Fernsehen entschlüsseln. Und ich frage mich – kurz nachdem ich mich selbst emotional wieder arretiert habe - ob das Konzept ist, oder er sich nicht verspielen will. Selten habe ich einen Musiker auf der Bühne erlebt, der den Begriff “Show” ad absurdum führt und dennoch so was Ähnliches wie angebetet wird. Ich kann mir nicht vorstellen, das Mikes Tourkollege Andy McCluskey das versteht, hat der sich doch beim OMD-Gig körperlich vollkommen verausgabt, zur Freude des Publikums übrigens.

“Jetzt kümmert es mich nicht mehr, ob ich sehr schnell Gitarre spielen kann. Ich kann, wenn es sein muss, wenn es angemessen ist. Ich konzentriere mich mehr auf die Seele, den Geist, die Stimmung der Musik als auf die Technik.” hat Oldfield kürzlich gesagt. Okay, stimmt, das hat er getan, auch in Dortmund. Ich kann nicht umhin, mir den Gedanken durch den Kopf schießen zu lassen, ob er das jetzt immer so macht. Eins scheint festzustehen: hätte Mike so gespielt wie der Orchester-Gitarrist, hätte sich die Presse – was Oldfield angeht – vermutlich mit Lob förmlich überschlagen. Tasteninstrumente fehlten, jedenfalls für Oldfield, gänzlich. Na gut, da gibt es nun wirklich viel Bessere, und außerdem hat ja jeder auch live nur zwei Hände. Kurz: Als Oldfield-Liebhaber hat man mehr von ihm mit den vier Gitarren erwartet, die hinter ihm auf Ständern platziert waren, und dennoch war niemand enttäuscht, denn Mike hat die Halle in unsichtbares Licht getaucht. Wieso eigentlich?

Als ich meine erste Online-Review zum Thema “Oldfield bei der NOTP” geschrieben habe (auf oldfield.de), war mir etwas Gewisses noch nicht so klar wie heute, denn ich erhielt eine Menge Feedback zu dem Artikel. So auch von Markus Reuter (www.markusreuter.com), der mir in einer Email schrieb:

“Er trägt halt das Wissen über alles Positive und Negative des Mensch-seins auf seinen Schultern. Das kommt einfach rüber. Er ist Musik. Selbst bei Light + Shade hat man das gehört, finde ich.”

Also noch mal: wieso eigentlich berührt ein selbst unspektakulärer Auftritt von Mike Oldfield dermaßen? Oldfield ist wir, du, er sie, es. Oldfield ist jeder Mensch. Mit allem Licht und Schatten. Er ist wir, und er wird gewürdigt, für die Leistung, die er TROTZDEM vollbracht hat. Ich könnte jetzt endlos von Mikes musikalischen Fähigkeiten berichten, oder warum er was, wann und wie gemacht hat, aber werfen wir doch ein mal ein bisschen Licht auf die Frage, inwieweit der Musiker Oldfield seine psychologischen Probleme aus jungen Tagen wirklich bewältigt hat. Es gibt vermutlich keinen besseren Beweis für die Normalität eines Superstars als das mindestens merkwürdig anmutende Verhalten Oldfields. Der Versuch liegt nahe, das Klischee des Genie-/Wahnsinnsverhältnisses zu bedienen, und so gibt es sowohl einige Gründe Oldfield für ein Genie als auch für schlicht bescheuert zu halten.

Mike OldfieldDie letzten paar Alben waren für viele Menschen inakzeptabel; sie stehen ihm einfach nicht gut zu Gesicht, diese ständigen Versuche, zeitgemäß zu sein. Auf seine Fans pfeift er, und sagt das sogar öffentlich. Den wirklichen Nährwert von Autogrammen kann er nicht erkennen, also gibt er keine, wohingegen er handsignierte CDs auf seiner eigenen Auktionsseite im Internet vertickt. Man könnte sich fragen, was das sein soll. Zumindest ist die Frage berechtigt, wieso er nicht erkennt, dass man die fütternde Hand nicht beißt.

Fans, die aus allen Teilen der Welt anreisen, verspricht er, auf Fantreffen zu erscheinen und lässt sich nicht blicken. Dirk Hohmeyer, sein jahrzehntelanger Vertrauter und Freund (und Chef der NOTP), habe dann beim Fantreffen am 22. Dezember 2006 in Frankfurt erklärt, Mike kommuniziere seit zwei Wochen selbst mit ihm nur noch per SMS. Ein Notizzettel von Hohmeyer sei - von Mike zerknüllt - an den Absender zurückgegangen. Er habe mit niemandem sprechen wollen, und eine ordentliche Erklärung für seine Abwesenheit war auch Mangelware. Auch hier schwebt die Frage im Raum: Was ist das?

Der englischen Presse zufolge hat Fanny Oldfield (seine Lebensgefährtin) sich mal im Bad eingesperrt, als Mike einen Wutanfall bekam, weil Fanny das letzte Bier aus dem Kühlschrank genommen habe; andererseits soll er mal den letzten Fabrikbestand an Zigaretten seiner Lieblingsmarke aufgekauft haben (angeblich ein ganzer LKW voll), weil der Hersteller Pleite gegangen sei und Mike nicht auf seine Marke verzichten wollte. Letztlich kommt an Merkwürdigkeiten noch hinzu, das er sein komplettes Studioequipment billig verkauft hat, um komplett auf virtuelle Studiosoftware (FL Studio, für Light + Shade) umzusatteln. Wenige Monate später: Oldfield kauft neue Hardware. Für sein neues, “monumental, orchestrales Werk”, welches 2007 erscheinen soll, kauft er zum Beispiel ein eigens für ihn ummodifiziertes Mischpult und lässt die Presse an diesem Vorgang teilhaben. Marketing für das vielleicht kommende Album?

Vielleicht ist Mike Oldfield ein zwanghafter Narzist, wie zumindest einige unter den Musikern der Welt. Und vielleicht begründet diese Tatsache erst sein Lebenswerk. Möglicherweise ginge es uns allen so wie ihm, wären wir mit jungen Jahren – mit einem Demoband unter den Arm geklemmt – Richard Branson begegnet. Sind wir aber nicht, also ich jedenfalls nicht. Und dennoch ist Oldfield wir. Deshalb kann ich Markus Reuter nur Recht geben, insbesondere, wenn man sich die Frage stellt, was Musik denn eigentlich ist. Ja, Mike Oldfield ist Musik, denn er lebt alles, was er ist, und all das ist in seiner Musik vorhanden. (Wahrscheinlich bekommt der Leser dieses Artikels gerade in diesem Moment den Eindruck, der Verfasser sei geneigt, sich als Psychoanalytiker zu versuchen. Nein, möchte er nicht. Er belässt es dabei und gönnt sich lediglich den Ausflug in Trivialinformation.)

Bei der Nacht der Promis hat er sich ehren lassen, und es steht im zu. Sein musikalisches Gesamtwerk ist mehr als beachtlich, und den “Zirkus” länger als 30 Jahre durchzustehen, ist durchaus eine weitere, wenn auch eher nebensächliche Meisterleistung. Denn misst man Oldfield an EINEM Werk, kann man auch gerade das falsche erwischen und der Meister aus Reading fällt durch. Aber gesamtheitlich und im Hinblick auf seine selbsterkannten Lebensprobleme, die er mit sich herumträgt, hat Mike Oldfield es verdient, gewürdigt zu werden.

Meine Lehre aus diesen ganzen Gedanken: Traue keinem Ausnahmekünstler, du wirst nie wissen, was dich erwartet. Die nächste Platte höre ich mir aber an, denn die Hoffnung stirbt zuletzt, auf ein Neues begeistert und inspiriert zu werden. Es wird mir immer auch ein bisschen wehtun, aber Mike Oldfield ist eine verdammte lebende Legende.

Anmerkung nachträglich dazu von mir:

Vermutlich bekommt Ritter Kunibert und Silberrücken Dörk von diesem Beitrag keinen Ständer. So ist das nun mal mit der Pressefreiheit, meine lieben Freunde :-D . Wer Mist baut, wird geoutet. Und das war doch noch harmlos, also stellt euch nicht an.

Saturday, February 3, 2007 by Ingo

German / Deutsch

Ingo Vogelmann kommt aus einer musikalischen Familie, sowohl von väter- als auch mütterlicher Seite gab es professionelle Berufsmusiker. Als Vorbild diente ihm schon in frühesten Jahren sein zehn Jahre älterer Bruder, Dirk Vogelmann, der seinerzeit Gitarre und Schlagzeug in Bands gespielt und gesungen hat. Der jüngere Vogelmann wurde durch die progressive Rockmusik der frühen siebziger Jahre beeinflusst. So kam er auch schnell mit verschiedensten Instrumenten in Berührung, begann jedoch zunächst mit klassischem Schlagzeugunterricht.

Nachdem Vogelmann in der Jugend in diversen Bands Schlagzeug gespielt hatte, entdeckte er einen der für die achtziger Jahre typischen Drumcomputer, und damit die für ihn völlig neuen Möglichkeiten, Musik zu machen.

In den folgenden Jahren beschäftigte er sich mehr und mehr mit professioneller, elektronischer Studioproduktion. 1993 begann er auch als DJ in Clubs aufzulegen. Zu Zeiten des Techno und Trance Hypes der Neunziger führte ihn dies als DJ quer durch Europa. Schon damals begeisterte Vogelmann die Menschen mit extrem langen und epischen DJ Sets.

Kurz nachdem er 2003 auf die Baleareninsel Mallorca zog, entschied er sich dazu, diesem Teil des Geschäftes den Rücken zu kehren und nur noch für sich zu arbeiten, sowohl was die Musik als auch das Design anging. Er produzierte sein Debutalbum “Deep Understanding” und erreichte damit in kürzester Zeit eine hohe Aufmerksamkeit durch Fans und die Presse. Ein unglücklich und voreilig geschlossener Verlagsvertrag mit EMI Music Publishing zwang ihn jedoch in die Situation, dieses Album - zumindest physisch - vorerst nicht veröffentlichen zu können. Das Album ist jedoch mittlerweile in digitaler Form in dem MusicStore seines Labels erhältlich (L2 MusicStore).

Wieder zurück in Deutschland brachte ihn diese - für ihn schlechte - Erfahrung mit der [Musikindustrie] dazu, den Bundesverband für Musikkultur “SAVEMUSIC” zu gründen. Die Verbandsarbeit fand sehr schnell Anklang in der Öffentlichkeit und hat sich zwischenzeitlich als starke Stimme für Künstler und Musikfans etabliert. SAVEMUSIC vermittelt beiden Seiten z.B. geeignete Anwälte für verfolgte Filesharer, aber auch für Künstler, die sich von der klassischen Musikindustrie betrogen fühlen. Vogelmann ist heute Ehrenmitglied und Berater des Verbandes, hat die Hauptverantwortung jedoch aus Zeitgründen an ein vertrautes Gründungsmitglied abgegeben.

Vogelmann konnte sich mit den Jahren als eine der respektiertesten Figuren der Progressive Dance Szene als Produzent und DJ etablieren. Bei heutigen Auftritten lässt er die Grenzen zwischen DJing und live Performance verschwimmen, indem er seine Sets mit einem Laptop, Mixing Software und zwei externen Firewire-Soundkarten nahezu wie eine Echtzeit-Studioproduktion gestaltet. Spontane, remixähnliche Bearbeitungen und Effektierungen sind nur einige der Möglichkeiten, die Vogelmann mit dieser Technik nutzt.

Die zweite Sendung, “TIME OUT“, findet an jedem dritten Sonntag des Monats statt. Diese Sendung läuft zwei Stunden und wird von Vogelmann allein gestaltet. Hier spielt Vogelmann ausschließlich Chillout und Ambient Musik.

Vogelmann stellt Aufnahmen seiner Sets - und die von befreundeten DJs - regelmässig in einem Podcast namens L2 PODIO (L2 PODcast radIO) zur Verfügung. Dort finden sich auch manchmal die Sets von recht bekannten Grössen der Szene, wie z.B. DJ Taucher oder Jody Wisternoff von Way Out West.

Als eine der stärksten Inspirationen sieht Vogelmann nach eigener Aussage bis heute die Werke von Marc Mitchell, hier insbesondere der Remix eines kompletten Marillion-Albums (”Tales from the engine room”), die Vogelmann für einen Meilenstein der Musikgeschichte hält. Aber auch BT, Sasha und die frühen Pioniere wie Jean-Michel Jarre, Mike OldfieldVangelis sind mit Vogelmanns Stil gelegentlich vergleichbar. Vogelmann sieht Marc Mitchell und Markus ReuterMentoren, mit denen er bis heute befreundet ist. oder (Centrozoon, TUNER) als seine

Durch den intensiven Hintergrund und die gesammelte Erfahrung im Musikbereich schien es für Vogelmann logisch, diverse musikalische Projekte zu betreiben. So arbeitet er heute mit vielen, sehr stilverschiedenen Künstlern und Produzenten zusammen. Die Ergebnisse von Vogelmanns experimentellen Ausflügen reichen von Rock und Klassik über Progressive House bis zu Electro und Ambient. Eine genaue Spezifizierung ist aber ein eher gewagtes Unterfangen. Auch dem Bereich Filmscore, Filmmusik, Werbefilmvertonung und Game-Musik wendet Vogelmann sich gelegentlich zu. Hierbei bedient er sich auch manchmal der Surround-Produktion.

Vogelmann verfolgt derzeit den Plan, sich über PledgeBank die Veröffentlichungen seiner Werke durch Fans vorfinanzieren zu lassen. Die britische Rockband Marillion hat dies vorgemacht. Vogelmann sieht darin eine Revolution in der Musikbranche, denn dadurch würden Plattenfirmen - und die aus seiner Sicht damit verbundenen Komplikationen - quasi überflüssig. Auch weitere geplante Alben möchte Vogelmann über diesen neuen Vertriebskanal veröffentlichen, wie zum Beispiel sein nächstes Album Emotizr, welches noch 2007 erscheinen soll, sofern das PledgeBank-Ziel erreicht wird.

Ingo Vogelmann lebt und arbeitet im Ruhrgebiet. Sein Heimstudio, das “Moonsun Studio”, ist ein voll digitales und auf virtuellen Studioapplikationen basierendes 7.1-Surround-Studio.

Er ist ein gefragter Remixer und Produzent für Fremdkünstler, widmet sich aber mehr der Produktion seiner eigenen Werke. Top-Acts wie die japanische Tomomi Ukumori hat er durch seine Produktion in Japan zum Erfolg verholfen.

Für das Artwork zu “GOD” ließ Vogelmann sich 2 Jahre lang die Haare wachsen und 6 Monate lang einen Vollbart. Das Artwork, in dem er sich als Jesus darstellt, wurde sehr kontrovers diskutiert und eher von der Masse abgelehnt. Auf den Bildern zeigt Vogelmann sich mit blutigen Wundmalen an der Stirn und den Handgelenken.

Für 2008 hat Vogelmann eine Welttour als DJ geplant.

Quelle: WIKIPEDIA

Monday, January 22, 2007 by Ingo

Eine Frage der Haltung

Zunächst: Die letzten LIGHTWORKS und TIME OUT Shows stehen im L2 PODIO zum Download bereit. Hier klicken!

Und jetzt möchte ich mal (wieder) mit einem delikaten Thema aufräumen.

Einleitend dazu möchte ich feststellen - weil ich es kann - dass ich wohl die besten Fans der Welt habe. Man findet meine Arbeiten durchaus in Filesharing-Netzwerken. Ich selbst benutze ein bekanntes davon für meine kleine, persönliche Marktanalyse. Wenn ich Musik haben möchte, die mir n icht gehört, höre ich sie auch gelegentlich über P2P vor und kaufe sie im Anschluß. Dazu benutze ich meist wechselnde Download Stores oder CD-Händler im Netz. Aber meistens kontaktiere ich das Label und lasse mir Promos schicken, der Ehrlichkeit halber erwähnt. Warum ich das mache? Weil ich es kann. So einfach ist das. Denn im Unterschied zu den meisten Musikkonsumenten habe ich auch eine ganz andere Möglichkeit, die jeweilige Musik dann auch zu promoten, was ich ja regelmässig tue. Das ist ja schließlich auch der Sinn hinter Promos. Also stellen wir fest: Ich erfülle diesen Sinn. Ebenso wie Originalversionen in P2P-Netzwerken werden natürlich auch Promomöglichkeiten missbraucht, aber das ist - schlicht und ergreifend - einzukalkulierendes Label- bzw. Künstlerrisiko. Ich trage das ja schließlich auch.

Natürlich bin ich nicht begeistert, wenn mir jemand - wie z.B. in meinem Gästebuch - mitteilt, wie geil er “GOD” findet, ich aber weiß, dass er das Werk eigentlich nie gekauft hat. Schließlich kann ich das einsehen, ich habe da einen recht lückenlosen Einblick und kenne meine Käufer.

Ich pflege - aus Überzeugung - einen sehr angenehmen, persönlichen und respektvollen Umgang mit meinen “Fans”. Es findet mindestens Mailaustausch und somit Gedanken- und Feedbackaustausch statt. Wer mir schreibt, bekommt eine Antwort, basta. Es kann mal ein paar Tage dauern (manchmal auch Wochen), aber ich antworte. Das sind meine Kunden, wieso sollte ich nicht mit ihnen kommunizieren? Weil ich etwas Besonderes bin? Ja, bin ich, genauso, wie jeder andere Mensch etwas Besonderes ist, auf seine Weise.

Ich weiß also so ziemlich genau, was mit meinen Werken passiert. Es gibt weltweit vielleicht eine Handvoll Leute, die meine Musik kopieren, filesharen und nie kaufen/bezahlen. Der Anteil ist verschwindend gering, gemessen an denen, die sie bezahlen. Und ich münze das mal auf die Haltung, die ich als Künstler meinen Zuhörern gegenüber habe. Ich habe 2004 nicht umsonst voller Überzeugung SAVEMUSIC aus der Taufe gehoben, und wisst ihr was: Nicht das es mich aufgeilen würde, aber ich habe bis heute Recht behalten. Die Erfahrung als Künstler selbst beweist das einfach.

Ich halte meine Preispolitik für sehr angemessen - also gemessen am vorhandenen Markt. Bei jedem bewirkt meine Musik etwas anderes. Der Eine fragt sich, wofür er die Kohle ausgegeben hat, der Andere wiederum möchte am Liebsten freiwillig noch 20 € hinterherschicken, weil er so begeistert ist. Letztes kommt häufiger vor als Erstes, was ich aber nicht zum Anlass nehme, die Preise anzuheben. Alles gut so. Für diesen Moment jedenfalls.

Ich werde, auf diesen Wegen wandelnd, niemals vermögend. Ich muss das aber auch nicht, das ist nicht mein Anspruch. Ich habe den Anspruch, mich, mein Leben und meine Familie “nähren” zu können. Das zum Wirtschaftlichen Teil der Sache.

Ich gehöre - bisher - ganz klar (und soviel Selbstbewusstsein sei erlaubt) zu den “bestgehüteten (ignorierten) Geheimnissen der Musiklandschaft”, und das liegt einzig an meiner persönlichen Politik. Ich kenne ein paar Kollegen, denen es ähnlich geht. Und ich kann euch versprechen: Das ist natürlich nicht fair, aber irgendwie auch doch, denn diese Leute haben den Weg ebenso bewusst gewählt, wie ich. Und natürlich, keine Frage: Wir alle warten “irgendwie” auf den großen Wurf, der uns mal für ein paar Jahre aus der “Feuerzone” holt, denn unter unseren Ärschen brennt immer ein kleines Flämmchen des Risikos. Besagte Kollegen führen alle ein Recht “normales” Leben, mit Familie etc., und sie sind sowas wie “Ernährer”, genauso wie ich. Und wir alle haben Frauen an unserer Seite, die AUCH bewusst diesen Weg gewählt haben, wohl wissend, auf was sie sich da eingelassen haben :o). Ich kann da nur für mich sprechen: ich rechne meiner Frau das alles hoch an und weiß, was sie mitmacht. Und obendrein macht sie’s auch noch gerne. Sollte ich also jemals auf irgendeinem Treppchen stehen, einen Preis oder sowas in Empfang nehmen, dann hätte ich meiner Frau die meisten Dankesworte zu übermitteln.

Und damit möchte ich auch gleich mit einem anderen Mythos aufräumen. Nein, sorry, es sind NICHT ausschließlich die “Fans”, die einen zu so etwas katapultieren. Es ist die Kraft der Medien. Man muss bei “Fans” auch unterscheiden! Es gibt die, die ich habe, mit denen z.B. ein persönlicher Draht möglich ist, und es gibt die, die nur ein “Opfer” gesucht haben, die “Trendfans”. Und die erwachsen erst aus Medienpräsenz. Erste schätzen meine Musik und oft auch mich als Typ, Zweite schätzen es, Angesagtes zu konsumieren. Da ich nicht der Angesagteste Hypekünstler bin, verfüge ich über die zweite Version so gut wie gar nicht. Ich bin Underground, ganz klar. Ich hätte nichts dagegen, wenn sich das quantitativ verändern würde, aus besagten Gründen, aber ich würde dann auch sehr vorsichtig damit umgehen.

Aber kommen wir zu meinem eigentlichen Statement.

Das Verbreiten von Musikdateien - auf welchem Wege auch immer - killt keinen Künstler oder Label. Das ist schlicht FAKT. Im Gegenteil, es promotet ihn. Es ist deshalb Fakt, weil ich den Beweis aus eigener Erfahrung antreten kann. Und ich habe es im Übrigen immer so behauptet.

Vorsichtig geschätzt (weil ich das rein zahlenmäßig nicht genau festlegen kann) kaufen 90% aller Filesharer meine Musik auch nach dem Hören. Warum? Zum Einen wissen die meisten davon um meine persönliche Haltung zu dem Thema und respektieren das. Zum Anderen haben sie ein Interesse daran, mich als “Lieferant von Seelennahrung” am Leben zu erhalten. Sie wissen, das Verkäufe dies erst möglich machen.

Ein Raucher gibt am Tag geschätzte 5 bis 10 € für seine Sucht aus. Würde jeder “Fan” meiner Musik das täglich für meine Musik ausgeben, wäre ich reich. Zumal das Eine fortwährend - nach einmaligem Kauf - konsumiert werden kann und das Andere total vergänglich ist. Was hat also den Markt so kaputt gemacht? Wieso kann ich nicht 200 € für ein Album verlangen, was der Käufer theoretisch die nächsten 50 Jahre fortwährend konsumieren kann? Ganz einfach: Weil es ein paar Arschlöcher gibt, die diese Möglichkeit über die Masse ihrer Produkte, den Hype darum und ihre Geldgeilheit ausgelutscht haben.

Ich halte es im Prinzip für durchaus Möglich - und mal abgesehen davon sogar für berechtigt - für ein Album 200 € zu nehmen. Und jetzt bitte ich den Leser mal darum, sämtliche Dogmen für eine kurze Zeit von sich abfallen zu lassen. Wenn ein Kunstmaler ein Bild verkauft, ist das ein Unikat, weil er es nur ein Mal gemalt hat und an einen Kunstliebhaber verkauft. Dafür werden Preise zwischen 100 € und ein paar Millionen bezahlt. Wenn ich ein Stück komponiere und produziere, ist das an sich auch ein Unikat, aber es besteht die Möglichkeit der verlustfreien Kopie (in der Malerei wäre das eine Lithografie, die allerdings NICHT das Original ist, also verlustbehaftet) Kopie. Also stelle ich mal ganz frei die Frage in den Raum: Wieso kann ich nicht 200 (oder mehr) Euro für ein Album von mir verlangen?

Ein Stück von mir, je nach Shopphilosophie, kostet auf dem Markt zwischen 50 ct. und 3 €, mal so grob gesagt. Darin stecken nicht selten WOCHEN an Arbeit, Kreativität und - nicht zu vergessen - Herzblut. Lassen wir die Qualität mal außen vor, das ist ja auch Ansichtssache. Meiner Ansicht nach besteht in diesem Umstand eine EXTREME Störung in der Gesundheitssituation desselben Umstandes, oder - um es vereinfacht auszudrücken: Die preisliche Situation eines Musikstückes ist total bescheuert!

parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}”>Kommen wir zu Auftritten. Ich koste - im Optimalfall - 1.000 € pro Auftritt (in der Regel 2 bis 4 Stunden). Mal abgesehen davon, das ich diesen Preis so gut wie nie bekomme, können wir hier sehen, das dies ebenso unverhältnismäßig ist! Es ist nämlich viel zu viel. Wie kommt dieser Preis dann zustande? Eben DURCH oben Genanntes! Würde ich mehr an Verkäufen verdienen, also wäre das Verhältnis an dieser Stelle gesünder, könnte ich auch gesündere/verhältnismäßigere Gagen verlangen. So wären vermutlich alle glücklich.

Es bleibt also, zu hoffen, dass ich auch mit diesem Beitrag für die Zukunft Recht behalte und sich etwas ändert, auf lange Sicht natürlich. Und ich erwähne es nochmal, wie an vielen anderen Stellen auch:

Kunst und Kultur ist das höchste (weltliche) Gut der Menschheit. Und es wird ausgelutscht, bis kein Tropfen mehr fließt.

Monday, December 18, 2006 by Ingo

Offene Email

… zum Trittbretterfolg.

Herr Schick,

sie heulen mit den Wölfen, schreiben sich den “Fachmann” auf die Fahnen (ich möchte mal wissen, woher sie den haben), und selbst ihre Bücher haben SAKRILEG-Design, damit sie besser verkäuflich sind. Ihre Website kommt rüber wie ein Werbeprospekt, nicht aber wie eine wissenschaftlicher Online-Fundus; nicht das ich den Anspruch hätte, aber sie verpacken ja alles immer so schön wissenschaftlich. Sie wollen genau dasselbe wie Dan Brown: Geld verdienen. Ich gönne das ja jedem, frage mich nur, wieso gerade sie es Dan Brown nicht gönnen.

Im Übrigen haben sie von Essenern, Qumran, Jesus dem NAZARÄER (nicht von Nazareth, das gab es zu den angeblichen Lebzeiten Jesu noch gar nicht) und Maria Magdalena nur die vereinheitlichten Phrasen der Kirchen übrig. Glauben sie wirklich, das ihre Auflistung von Rezensionen, Pressetexten und bescheuerten ZDF-Interviews jemanden wie mich vom Hocker reißt, oder gar ihre Argumente, die sie als widerlegend und sachlich verkaufen wollen?

Herr Schick, der Sätze wie “… ist damit widerlegt …” oder “… das beweist, das …” sagen rein gar nichts über den wahrhaftigen Gehalt der Angelegenheit aus. Speziell da vermissse ich ihren wissenschaftlichen Anspruch. In einer öffentlichen Diskussion / Gegenüberstellung mit mir oder vergleichbar Wissenden hätten ihre Phrasen nur kurze Wirkungskraft. Für eine Phrase von ihrer Seite lege ich ihnen mindestens mehr als einen - selbst wissenschaftlich fundierten - Beweis dahin, und zwar wissenschaftsübergreifend, also nicht nur archäologisch oder theologisch.

Ich habe mich köstlich über den widersprüchlichen und völlig nichtssagenden Auftritt ihres “Kollegen” aus Dortmund amüsiert. Die Moderatorin war ja auch sichtlich genervt von den Ausflüchten ihres Gesprächspartners. Ich vermute, daß sie als Persönlichkeit und “Fachmann” dann im Ernstfall nicht viel mehr zu bieten haben.

Dan Brown ist ein Idiot, damit wir das bitte festhalten: ich finde sein Auftreten und seine “Inhalte” flach und bedeutungslos. Aber ich weiß manchmal nicht wer der größere Idiot ist. Was stört sie so an Brown? Was bringt sie dazu, den Vatikan so verteidigen zu wollen? Was treibt sie nur dazu an, einen Handelsvertreter für das sog. Christentum darzustellen? 1. gibt es davon doch wahrlich genug und 2. viel schlauere.

Sie sind gläubiger Christ? Was ist ein Christ für sie denn überhaupt? Sie sind eine von vielen Marionetten, die hervorragend funktionieren, sonst gar nichts. Ihr Dortmunder Kollege ist das beste Beispiel dafür, wie die Kirche es geschafft hat, selbst vermeintlich intelligente Menschen vollkommen in der Hand zu haben. Wobei ich bei ihnen ja noch den akademischen Grad vermisse, den sich ja Akademiker gern als Phallussymbol auf die Fahnen malen, so wie ihr Busenfreund in Dortmund. Brauchen sie den, um glaubwürdiger zu erscheinen?

Bedauernswert.

Ich habe mich nicht in Platzhirschpose vor Q4 ablichten lassen, um damit einen Eindruck des Expertentums zu untermauern, aber (neben dem Musizieren, Kinder machen und so weiter) einen Großteil meines Lebens mit dem Studium spiritueller Angelenheiten verbracht, und zwar aus ALLEN (mir bekannten) Blickwinkeln, sogar aus denen der ihren. Zum Glück ist es bei der Betrachtung geblieben. So einen seltsamen Auftritt in der Öffentlichkeit wie den ihren kenne ich sonst nur aus anderen “Gilden”.

Wenn sie die lesbaren, korrekt übersetzten Teile der Schriftrollen wirklich alle gelesen haben, frage ich mich, wie hoch die Kirche sie für diesen Blödsinn bezahlt. Oder was versprechen die einem dafür? Das Paradies, den Himmel oder was?

Frohe Weihnachten.

Ingo Vogelmann

Noch was: Diese Email können sie nicht nur unter http://ingovogelmann.blogspot.com öffentlich wiederfinden, sondern auch noch dort beantworten, wenn sie wollen bzw. den Mut dazu haben. Tipp: Ignoranz wird öffentlich als Feigheit gewertet.

Thursday, December 14, 2006 by Ingo

Ehrung der Vergangenheit mit Blick in die Zukunft - Mike Oldfield bei der Nokia Night Of The Proms

parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}” href=”http://www.ingovogelmann.com/wp/wp-content/plugins/hot-linked-image-cacher/upload/static.flickr.com/files/2006/12/derek-kuni-mike.JPG”>parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}” href=”http://www.oldfield.de/uploaded_images/ingo-vogelmann-scan-0021-795241.jpg”>UPDATE: Die Fotos der NOTP 2006 in Dortmund sind nunmehr hier zu sehen!

UPDATE 15.12.: Ich habe nochmal 24 Bilder hinzugefügt!

Man kann Auftritte von Legenden aus zwei Blickwinkeln betrachten: aus musikalischer und aus emotionaler. Das Eine schließt das Andere natürlich nicht aus, aber ich möchte mich in meinem Bericht von der NNOTP auf ihre Bedeutungskraft in Zusammenhang mit Mike Oldfield beschränken. Schließlich ist die NNOTP kein Wettbewerb sondern eine emotional geladene, musikalische Veranstaltung von erhebender Wirkung, bei der jeder Künstler einen Platz hat und eine Rolle im Gesamtkonzept spielt. Man korrigiere mich, wenn ich da was falsch verstanden habe.

Am 13.12.2006 war Mike Oldfield einer davon. Etwas hat ihn aber dennoch von den anderen unterschieden, und diese Stimmung lag vom Betreten der Halle an in der Luft; unsichtbar, aber zum Greifen nahe: Oldfield war der Star der NOTP. parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}” href=”http://www.ingovogelmann.com/wp/wp-content/plugins/hot-linked-image-cacher/upload/static.flickr.com/126/322569667_a64030a0bf_o.jpg”>Er stand im Mittelpunkt, obwohl er selbst sich sehr (sehr!) zurückgehalten hat. Und wir beginnen mal mit dem Finale, bei dem Mike - scheinbar aus Überzeugung - in der zweiten Reihe hinter allen anderen Künstlern stand.

parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}” href=”http://www.oldfield.de/uploaded_images/ingo-vogelmann-scan-0022-784398.jpg”>Okay, zurück nach vorne. Ich war von der Gelöst- und Entspanntheit Mikes überrascht. Ich habe ihn mir nervöser und unbehender vorgestellt, schließlich ist sein Problem mit Öffentlichkeit ja nicht unbekannt. Man könnte fast von einer in sich ruhenden Lichtgestalt sprechen, die da zunächst mit “Tubular Bells” auf die Bühne kam, nicht mal angekündigt, sondern nur durch die prägnante Pianosequenz “verraten”. Gigantischer Applaus, ein seltsam magisches Gefühl durchschlich die Menge, so auch durch mich, und sichtlich auch durch meinen Begleiter Carsten Grunwald. Allein die Erscheinung Oldfields auf der Bühne ist ein magischer Moment, den ich nur schwer zu beschreiben weiß. Oldfield lächelt milde, freut sich innerlich vermutlich wie ein Kind am Weihnachtsbaum. Gegönnt!

Er hat sich unverkrampft konzentriert, die ersten Griffe auf dem E-Bass nur vorsichtig gespielt. Später wechselt er vom Bass auf die E-Gitarre, und auch hier spielt er - gewollt - unspektakulär. Sofort wird mir klar, daß es hier nicht um die Herausstellung eines Einzelnen geht sondern um das Gesamtwerk Night Of The Proms. Das setzt sich auch bei Ommadawn fort. Auf gewaltige Soli wird verzichtet, manche Parts sogar gar nicht von Oldfield selbst gespielt, denn durch den NOTP “Begleitgitarristen”, der übrigens sehr gut war. In diesen Momenten begleitet Oldfield aber. Warum nicht? Es geht um das Gesamtwerk.

Da die NOTP eben keine Oldfield-Veranstaltung ist, möchte ich gerne jetzt an dieser Stelle etwas auf die anderen Künstler und die Qualität der Show als solches eingehen, denn genau wie bei dem Konzert in Dortmund, ist an dieser Stelle Oldfield-Pause, ganz wie nach “Tubular Bells” und “Ommadawn” in der Halle.

Als Ike Turner die Bühne betrat, beschlichen mich sofort (und ungewollt) die Gedanken an eine geprügelte Tina Turner, ich hatte ernsthafte Probleme, den Mann gut zu finden. So ließ ich mich selbst auch nur verkrampft auf den eigentlichen Act ein. Herauszuheben ist aber ganz sicher seine Sängerin Lyrica, die Sensationelles, sowohl stimmlich als auch von der Bühnenperformance her, geleistet hat.

Weggeblasen war ich von OMD bzw. Andrew McKluskey. Andy hat eine unglaubliche Performance hingelegt, getanzt wie ein Teufel und sich mit einem Höllenspaß verausgabt und die Menge hypnotisch mitgerissen. Unfassbar nach so langer Bühnenabstinenz. Dieser Auftritt hat Riesenlaune gemacht. Großen Respekt und Anerkennung hierfür!

Ebenfalls aus den Socken gehauen hat mich Tony Henry. Breitbandige, voluminöse Stimme, große Schauspielleistung beim “Largo Al Factotum”. Ich hatte später in den Katakomben der Westfalenhalle noch die Möglichkeit, ihn zu treffen, ihm die Hand zu geben und zu sagen “Tony, respect, amazing gig!” Er bedankte sich und humpelte - von Helfern gestützt - weiter fort, denn augenscheinlich hatte er sich auf der Bühne verletzt (bin aber nicht sicher).

Ich gebe es zu: Bei Chico & The Gipsies bin ich aus der Halle (eine rauchen) gegangen. Warum? Es hat mich schlicht nicht interessiert, obgleich ich frenetischen Applaus vernehmen konnte. Den Leuten in der Halle muss es gut gefallen haben.

Das Orchester. Ja, das war ein sauber aufeinander abgestimmtes, wie ein Uhrwerk funktionierendes, nicht starres Gefüge bestehend aus - soweit ich alles überblicken und hören konnte - sehr guten Musikern. In dem Zusammenhang möchte ich sagen, das der Sound in der Halle exzellent sauber, transparent, glasklar und vor Allem nicht zu laut war. Ich hatte den Eindruck, das die Technik hier einen super Job gemacht hat, die Abmische hervorzuheben. Alles war den Hallengegebenheiten entsprechend gut aufgeteilt und ausgerichtet. 9 1/2 von 10 Punkten, wobei der fehlende halbe Punkt in der Natur der örtlichen Gegebenheiten liegt. Das Soundkonzept selbst hat die 10 Punkte verdient.

Miriam Stockley singt wie aus dem Lehrbuch. Alles passt. Von oben bis unten sauber, mit Freude bei der Sache. Viel mehr, aber auch nicht weniger kann ich darüber sagen.

Dann wäre da noch John Miles, dessen Musik nie die meine war, der mich aber dennoch durch eine unerwartete Frische und Kraft begeistern konnte. Besonders gesanglich fand ich das schon ziemlich beeindruckend. Bei “Shadow on the wall” war ich sehr überrascht von der Power, die er dem Stück verleihen konnte, fast so wie im Original. Ich meine sogar behaupten zu können, das John Miles die Nummer noch aufgewertet hat.

Zurück zu Mike, auf dessen folgenden Nummern ich gar nicht mehr so spezifisch, musikalisch eingehen möchte, denn das ist a) nicht nötig und b) auch an der eigentlich Wirkung der Nacht vorbei. Nein, Mike hat sich in dieser Nacht nicht mit vielen Ausnahmegitarristen messen können und wollen. Den einen oder anderen Oldfield-Fan wird das enttäuscht haben. Ich persönlich habe für derartige Meßlatten kein Verständnis. Ein Konzert, egal welches, ist keine Olympiade. Die Ergriffenheit, die Ehrung eines Mannes, eines Genies und seiner Vergangenheit, die überwältigend