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getFrisky! Germany 2008

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Tuesday, July 29, 2008 by Ingo

Warum ich dieses Land (unter Anderem) oft auf den Jupiter schießen möchte

Freunde. Ich sag’s euch. Ich habe so einen Hals. Aber SO einen. Ich lebe sowas von im verkehrten Land, daß ich schon fast im verkehrten Land lebe. Heute trug™ sich Folgendes sowas von zu:

Kleiner Briefumschlag im Briefkasten, darin ein dünnes Papierläppchen (Durchschlag), angetackert an ein Kärtchen. Das Ganze vom Hauptzollamt. Mein Freund Shamanah (Künstlername) aus Miami hatte mir vor einigen Tagen ein paar T-Shirts seines Labels geschickt, als Geschenk. Bitte klickt nun einmal die Grafik an, damit ihr den Briefkastenkot seht.

Damit wir uns richtig verstehen: Ich bekomme 2 popelige T-Shirts aus den USA geschickt, als Geschenk, und soll eine Rechnung und einen Nachweis über den (nicht) gezahlten Kaufpreis mitbringen, um die T-Shirts (!!!!) SELBST beim 20 km entfernten Flughafen (Hauptzollamt) abzuholen.

Freunde der Gesetzgebung: WAR DAS EUER GEHIRN, WELCHES HANNIBAL LECTER IM FLUGZEUG VERSPEIST HAT??

Das ist noch nicht alles. Ich rufe bei dem besagten Hauptzollamt an:

Guten Tag, Vogelmann … ich habe hier so ein merkwürdiges Abholkärtchen bekommen. Können sie mir verraten, wieso ich zum Allerersten Mal in der Geschichte der Völkerwanderung eine von 5 Millionen Sendungen, die ich aus den USA bekomme, bei ihnen abholen soll, und dann auch noch mit Nachweisen, die zu erbringen mir unmöglich ist, da es sich um ein Geschenk eines Freundes - nämlich 2 T-Shirts - handelt?

Ich holte dann mal Luft.

Ja, woher sollen wir denn wissen, was drin ist?

Kucken sie doch einfach rein, machen sie doch sonst auch ohne freundlich um Erlaubnis zu fragen. Bisher wurden meine Sendungen IMMER von ihnen geöffnet und laienhaft wieder zugeklebt.

Das dürfen wir nicht mehr. Was ist denn da drin?

500 Gramm Kokain, 200 Gramm Heroin und ein paar Krümelchen Anthrax.

Wollen sie mich verarschen?

ICH HABE IHNEN DOCH GERADE SCHON GESAGT, DAS DA 2 T-SHIRTS DRIN SIND!

Ohne ihre schriftliche Erlaubnis dürfen wir da nicht reinkucken.

Gut, ich schicke ihnen ein Fax mit der Erlaubnis.

Nein, sie müssen die beigefügte Karte ausfüllen und mitbringen.

Sie glauben doch nicht im Ernst, daß ich 20 km reise, um 2 T-Shirts abzuholen, die mir EIGENTLICH bis vor meine Haustür geliefert werden sollen.

Dann schicken sie uns das Kärtchen zu, damit wir die Sendung zustellen können, nachdem wir den Inhalt daraufhin geprüft haben, ob sie etwas zu verzollen haben.

Ob ich was zu verzollen habe?

Ja, wenn der Wert der Dinge in der Sendung 45 € überschreitet, müssen sie Zoll zahlen.

FÜR 2 T-SHIRTS, DIE MAN MIR SCHENKT??

Was würden die T-Shirts denn kosten?

NIIIIHHIIIICHTS!!!

Aber die haben doch einen Wert!

Ja! Einen ideellen! Verstehen sie das irgendwie??

Und der liegt unter 45 €?

Ich habe dann aufgelegt. Ich brauche meine Nerven für was Anderes. Wofür? Das blogge ich später. :evil:

Ich trinke jetzt erstmal einen Prosecco, mit Eiswürfeln drin … dann rauche ich eine lange Zigarette, hochkant aus der Pfanne gebraten. Die bereits verzollt und versteuert ist.

Monday, June 30, 2008 by Ingo

Köhler unterzeichnet Vertrag von Lissabon (vorerst) nicht

Bundespräsident : Köhler unterzeichnet Vertrag von Lissabon nicht - Nachrichten Politik - WELT ONLINE

Bundespräsident
Creative Commons License photo credit: carlsonimkeller

Der EU-Reformvertrag liegt in Deutschland vorerst auf Eis. Bundespräsident Horst Köhler will bis zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über Klagen gegen den Vertrag die Ratifikationsurkunde nicht unterzeichnen. „Angesichts vorliegender Anträge auf einstweilige Anordnung folgt der Bundespräsident damit einer Bitte des Bundesverfassungsgerichts“, teilte das Präsidialamt in Berlin mit.

Gegen den EU-Reformvertrag haben der CSU- Abgeordnete Peter Gauweiler und DIE LINKE Klagen in Karlsruhe eingereicht. Linke-Fraktionschef Gregor Gysi sagte zur Entscheidung Köhlers: „Das ist ein erster Erfolg der Linksfraktion bei ihrer Klage gegen den Lissabon-Vertrag.“

Wunderbar, ich freu mich. :)

Sunday, June 29, 2008 by Ingo

qkmqkm

Das Auswärtige Amt hat ein neues Flächenmaß erfunden:

Einfacher wäre vielleicht qm²?

Friday, June 27, 2008 by Ingo

Obamton

Obama und Clinton schließen in Unity die Reihen | Reuters.de

Bereits am Donnerstag führte Clinton ihren Ex-Rivalen Obama bei einem privaten Treffen in den Kreis ihrer Großspender ein. Obama rief seine führenden Spender im Gegenzug auf, zum Abtrag der zehn Millionen Dollar beizutragen, mit denen Clinton bei finanzkräftigen Gebern in der Kreide steht. In einem symbolischen Schritt übergaben Obama und seine Finanzchefin Penny Pritzker zwei Schecks über jeweils 2300 Dollar.

2300 Dollar? LOOOL! :D

Thursday, June 26, 2008 by Ingo

Obama für Todesstrafe für Kinderschänder

Obama und McCain für Todesstrafe für Kinderschänder | tagesschau.de

Barack Obama on the Primary
Creative Commons License photo credit: jurvetson

Trotz eines gegenteiligen Urteils des Obersten Gerichtshofs haben sich die beiden Bewerber um das US-Präsidentenamt für die Todesstrafe für Kinderschänder ausgesprochen. Die Vergewaltigung eines Kindes sei ein “abscheuliches Verbrechen”, sagte der Demokrat Barack Obama.

Minuspunkt.

Ich bin komplett GEGEN die Todesstrafe, egal, was ein Mensch ‘verbrochen’ hat. Niemand auf der Welt hat das (Gottes-)Recht bewusst Leben zu beenden, wenn es keine andere Möglichkeit zur Lösung eines Problems gibt. Jemanden einzusperren ist definitiv eine andere mögliche Lösung. Eine.

Lieber Barack,

bitte überdenke deine Haltung in diesem Punkt noch einmal gründlich. Ich würde mich freuen, wenn DU dafür sorgen würdest, daß die Todesstrafe GENERELL abgeschafft wird. Die angewandte Todesstrafe ist ein Versagen der gesamten Menschheit, Leben auslöschen ist das Zeugnis dafür.

Dein Supporter Ingo

Thursday, June 26, 2008 by Ingo

Gimme Botox®, Baby!

Ich kenne diese Frau nicht, habe sie aber in Kopenhagen neben mir am Tisch sitzen gehabt und unbemerkt fotografiert. Sie saß dort mit ihrer Tochter, die schätzungsweise 20 Jahre alt war. Mama mindestens 50, getrimmt auf Mitte 20. Ich meine, sie war an allen sichtbaren Stellen operiert; Brüste, Nase, im Prinzip das komplette Gesicht … über den kompletten Körper konnte ich mir (zum Glück) kein Bild machen. Die Haare waren Extensions. Sie konnte nicht richtig normal essen, ihr Mund war - sozusagen - bewegungseingeschränkt. Ständig war sie mit der Serviette dabei, um sich Speisereste von den EM2008-stadiongroßen Lippen zu wischen. Ich tippe mal auf regelmässige Botox®-Behandlungen. Und das ist Botox:

Clostridium botulinum (botulus lateinisch = Wurst) ist ein obligat anaerobes, grampositives, stäbchenförmiges Bakterium und gehört zur endosporenbildenden Familie der Clostridiaceae. Erstmals wurde dieses Bakterium 1895 von dem belgischen Mikrobiologen Emile van Ermengem (1851–1932) aus einem verdorbenen Schinken isoliert und Bacillus botulinus genannt.

Normalerweise ist das Bakterium ein Bodenbewohner. Bei der Vermehrung bildet C. botulinum ein Gift, das Botulinumtoxin, welches die Ursache für die unter dem Namen Botulismus bekannte Krankheit ist. Das Bakterium kann sich unter Sauerstoffabschluss, z. B. in geschlossenen Konserven oder im Zentrum von großvolumigen Lebensmitteln, wie z. B. Rohschinken, wenn das Lebensmittel nicht gekühlt wird, vermehren und Toxine bilden, die eine Lebensmittelintoxikation auslösen können. Da Clostridium botulinum ein Bodenbewohner ist, finden sich die meisten Kontaminationen in Gemüsekonserven.

[...]

Tödliche Dosen: Todesursache ist Atemlähmung. Bei Inhalation sind 3 ng/kg tödlich, bei einer Injektion bereits 1 ng/kg (LD50 Mensch: 1 ng/kg)[2]. 500 g würden somit ausreichen, um die gesamte Menschheit (6,6 Mrd.) zu töten. Am toxischsten ist das Typ A Toxin (Botulinumtoxin A), das stärkste aller bekannten Gifte (LD50 Mensch: 30 pg/kg). Die Nahrungsaufnahme von nur 10 ng kann einen Menschen töten. Bereits mit der Menge zwei gehäufter Teelöffel (ca. 12 g), gleichmäßig verteilt und intravenös verabreicht, könnte man alle 6,6 Mrd. Menschen töten.

[...]

In neuerer Zeit wird das auch Botox® genannte Gift als “Faltenkiller” im Gesicht eingesetzt, soweit die Falten auf der Verfestigung von dauernden Gesichtsausdrücken (z. B. gerunzelte Stirn) beruhen.

(Quelle: WIKIPEDIA)

Nur mal so. Zur allgemeinen Aufklärung.

Wednesday, June 25, 2008 by Ingo

Bitte gut durchlesen!

Hartz IV ist ein Ausgrenzungsgesetz

Zu diesem Ergebnis kam eine Fachanhörung zur verfassungsrechtlichen Bewertung von Hartz IV am 13.06.2008, organisiert durch die Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag. Dies ist nachzulesen in der Presseerklärung von Katja Kipping. Im Einzelnen wurde auf der Fachanhörung festgestellt:

 

1. Leistungshöhe und Leistungsrecht
Anders als breite Teile der Öffentlichkeit sieht die herrschende Rechtsauffassung die Höhe der Regelleistung für Erwachsene als verfassungsgemäß an.

Allerdings erscheint erstens die unzureichende Gewährung von Sonderbedarfen als verfassungsrechtlich bedenklich, weil dadurch eine mangelnde Bedarfsdeckung zu konstatieren ist. Zweitens sind Kürzungen von Leistungen infolge von Sanktionen verfassungsrechtlich bedenklich, weil daraus eine Unterdeckung des Existenzminimums folgt.

Die derzeitige Höhe der Leistungen für Kinder und Jugendliche ist verfassungsrechtlich ebenfalls sehr bedenklich. Die normative Ableitung dieser Regelleistung von den Erwachsenenbedarfen (80 bzw. 60 Prozent vom Erwachsenenbedarf) ist weder inhaltlich aussagekräftig begründet noch rational nachvollziehbar.

2. “Fordern” und Sanktionieren
Prinzipiell gehört das gesamte Sanktionsregime von Hartz IV auf den verfassungsrechtlichen und politischen Prüfstand. Die Absenkung der Leistungen bei geringstem “Fehlverhalten” bis hin zur völkerrechtswidrigen Arbeitserzwingung und die totale Absenkung der Leistung auf Null widersprechen dem Menschenwürdegrundsatz, dem Sozialstaatsgebot und dem rechtsstaatlichen Prinzip der Verhältnismäßigkeit.

Vor dem Hintergrund der politisch vorgegebenen Sparzwänge und der von der herrschenden Politik inszenierten Missbrauchsdebatten öffnet das verfassungsrechtlich bedenkliche Sanktionsregime Missbrauch und Willkür durch die Ämter Tür und Tor. Das zeigt auch die hohe Zahl der erfolgreich angefochtenen Sanktionen (bis zu 40 Prozent). Zudem unterwandern die faktisch fehlenden Zumutbarkeitskriterien in Kombination mit dem Sanktionsregime arbeitsmarktpolitische und arbeitsrechtliche Regulierungen (z.B. Erosion des Lohngefüges).

Die grundgesetzlich geschützte Vertragsautonomie wird durch die sanktionsbewehrte Erzwingung von Eingliederungsvereinbarungen ausgehebelt. Auch wenn diese Erzwingung nach einem aktuellen. Referentenentwurf zur Änderung des SGB II aufgehoben werden soll, verbleibt das Problem: Die Eingliederung wird dann bei einer abgelehnten Eingliederungsvereinbarung per Verwaltungsakt erzwungen. Die verfassungsrechtlichen Folgen dieser möglichen Praxis müssen noch bestimmt werden.

3. Bedarfsgemeinschaften
Die Anrechnung von Einkommen und Vermögen und die Gewährung von Leistungen im Rahmen der Bedarfsgemeinschaft sind in vielen Einzelkonstellationen verfassungsrechtlich höchst bedenklich bis verfassungswidrig. Dazu gehören z. B. die Konstruktion eines „fiktiven Hilfebeziehers“, d. h. der Eingriff in das Persönlichkeitsrecht (Art 2 GG) einer genügend verdienenden Person, die durch die derzeitige Konstruktion der Bedarfsgemeinschaft faktisch zum Bedürftigen gemacht wird. Ebenso gehören dazu die Statuierungen von Unterhaltsverpflichtungen, die das Bürgerliche Gesetzbuch und das Familienrecht nicht kennen (z. B. bei eheähnlichen Lebensgemeinschaften inkl. Beweislastumkehr und Stiefkindern). Auch die Einbeziehung bedürftiger, unverheirateter junger Menschen unter 25 Jahre in die Bedarfsgemeinschaft der Eltern inkl. der “Stallpflicht” ist aus verfassungsrechtlicher Sicht höchst bedenklich.

Als erste Konsequenz der Anhörung wurde durch die Fraktion der Antrag auf Aufhebung der Stiefkinderregelung eingereicht. In weiteren Anträgen werden die Ergebnisse der Expertise und der Anhörung aufgenommen.

Fazit
Die Fraktion DIE LINKE. hat bereits in mehreren Gesetzentwürfen, Anträgen und anderen parlamentarischen Initiativen sowohl das Hartz IV-Armuts- und Ausgrenzungs-Gesetz als auch die konkrete Praxis bei den Trägern der Grundsicherung für Arbeitsuchende kritisiert. Unsere Kritik an Hartz IV lässt sich verfassungsrechtlich untersetzen. Auch daher gilt also: Hartz IV muss weg. Eine repressionsfreie soziale Grundsicherung muss her. Im Grundgesetz muss darüber hinaus die soziale Absicherung der Menschen als soziales Grundrecht normativ verankert und geschützt werden. Das ist die Voraussetzung einer funktionierenden sozialen Demokratie.

Quelle: DIE LINKE. Newsletter

Tuesday, June 24, 2008 by Ingo

Jogi Löw Interview

Super Interview mit Jogi Löw in der Süddeutschen!

Joachim Löw - ”Ich liebe diese Extremsituationen” - Sport - sueddeutsche.de

SZ: Bild hat nach dem Kroatien-Spiel Fotos Ihrer Frau aus dem Stadion veröffentlicht und Ihre Anwesenheit thematisiert. Bisher war dieser Teil Ihres Privatlebens ein Tabuthema. Hat Sie der Bruch dieses Tabus irritiert?

Löw: Ja, das hat mich irritiert. Das war nicht gewünscht. Meine Frau möchte nicht in die Öffentlichkeit. Sie ist eigentlich immer im Stadion. Jetzt ist diese Situation dargestellt worden. Ich war überrascht davon, und es war mir nicht recht.

SZ: Auch da spürt man dann womöglich die Last dieses Amtes.

Löw: Absolut. Sportlich gesehen, spüre ich es weniger, aber in dieser Hinsicht schon. Das ist einfach ein Eingriff. Bei uns zuhause stehen Leute vor der Tür und vor dem Garten, sie schießen Fotos, befragen Nachbarn und Familienmitglieder. Das belastet mich, weil es auch die Betroffenen belastet. Man ist ohnmächtig. Meine Verwandten können sich ja nicht einschließen.

SZ: Eines der bekannten Fotos von Ihnen ist ein Paparazzo-Foto aus dem Urlaub, mit Sonnenbrille. Immerhin eine vorteilhafte Version des coolen Herrn Löw.

Löw: Ich weiß nicht, ob ein Foto von mir mit Zigarette im Mund vorteilhaft ist. Es gibt ja schon Politiker in Deutschland, die sich beschweren, dass ich in der Loge in Basel geraucht habe.

Jetzt bloß nicht einknicken, mein Guter. Rauche, wenn du Bock hast!

Monday, June 23, 2008 by Ingo

Einwohnermeldedaten über Monate frei verfügbar

Stalker’s Paradise:

Einwohnermeldeämter: Daten über Monate frei verfügbar | marcO’s_br4inh4ck

Da könnte ich stundenlang würgen …

[…] Die Rede ist gegenwärtig von mehr als 500.000 Personen, deren Daten für alle frei verfügbar im Netz waren. Dazu gehörten unter anderem Name, Wohnort, Religionszugehörigkeit sowie Passbilder. Eine folgenschwere Panne, die vermeintlich niemand bemerkte, bis das ARD-Magazin das Leck aufdeckte. […]

Wilde Datensammelwut Idioten = Genau so ein Dreck.

[ via gulli ]

Sowas von zum Kotzen. Und natürlich trägt dafür niemand wirklich Verantwortung. Auch ich könnte den ganzen Tag refluxieren. Das erinnert mich alles an das hier. Obendrein. Die machen doch alle, was sie wollen … sowas nennt man auch Amtsmißbrauch.

Tuesday, June 3, 2008 by Ingo

Ich stehe zu Anne Will

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Creative Commons License photo credit: Howie_Berlin

Anne Will wird hart attackiert. Ich mag ihre Sendung und bekunde hiermit meine Solidarität.

Die Moderatorin Anne Will weist die Behauptung des CDU-Fraktionsvorsitzenden im Berliner Abgeordnetenhaus, Friedbert Pflüger, entschieden zurück. Er hatte behauptet, ihre Sendung zeichne sich “immer mehr durch Un- und Halbwahrheiten und bewusste Verzerrung von Sachverhalten aus.“

Nach der ARD-Sendung vom 01.06.2008 mit dem Titel “Alles auf Rot – warum nicht mit der Linken?” forderte Pflüger in der “Bild“-Zeitung, “Anne Will“ durch die Sendung “Hart aber Fair“ mit Frank Plasberg zu ersetzen. Im Detail störte ihn die Anmoderation Wills, in der sie die Berliner rot-rote Koalition dem Bericht zufolge als erfolgreich bezeichnet haben soll. Als Mitglied des Rundfunkrates des RBB Berlin wolle er sich für ihre Ablösung einsetzen, sagte der CDU-Politiker weiter.

Aha! Da möchte der Herr Pflüger also sein Amt für das Durchsetzen seiner persönlichen Ansichten mißbrauchen. Ich fordere den sofortigen Rücktritt Pflügers aus dem Rundfunkrat des RBB!

Ich finde übrigens auch die Sendung von Frank Plasberg gut, obgleich er mir eine Spur zuviel persönliche Meinung einfließen lässt. Da finde ich Anne Will wesentlich neutraler.

Aber auch dies ist zu vermelden:

Auch der ARD-Programmdirektor Günter Struve wies die Kritik von Pflüger an der Sonntagabend-Sendung scharf zurück. Die Forderung, die Sendung abzusetzen, “ist absurd“, sagte Struve auf Anfrage der Nachrichtenagentur ddp und fügte hinzu: “Wir haben noch keine Sekunde an der Kompetenz von Anne Will und der inhaltlichen Ausrichtung ihrer Sendung gezweifelt.“

Ein großer Pluspunkt an den ARD-Programmdirektor, der hier einmal äußere, männliche Geschlechtsorgane beweist, im Volksmund auch ‘Eier’ genannt.

Quelle beider Zitate.

Anmerkung: Wieso hat sich eigentlich niemand über die Beleidigungen vor Millionenpublikum Becksteins gegen Lafontaine aufgeregt? Gut, Lafontaine ging das am Allerwertesten vorbei, aber Beckstein hat offensichtlich keine gute Erziehung genossen. Auch von Bochs Äußerungen waren nicht von hohem Niveau, wenngleich auch nicht beleidigend. Wowereit hat mich positiv überrascht. Ein kluger Mann.

Saturday, May 24, 2008 by Ingo

Die Würde des Menschen ist unantastbar

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Update 4

Ihr habt sicher mitbekommen, daß ich einige Tage im Krankenhaus verbracht habe. Ich selbst habe in diesem Moment nicht die superaktuellsten Informationen von Karl & Bettina (meine Nachbarn), wir haben nur kurz gesprochen, als ich aus dem Krankenhaus zurückkam.

Das ‘Amt’ hat nochmal Kürzungen vorgenommen. Zwei Erwachsene Menschen sollen im nächsten Monat mit 150 € leben. Dank eurer bisherigen Spenden wird das nicht so sein. :)

Karl arbeitet derzeit - in Form eines 1 € Jobs - bei der Dortmunder Tafel in der ‘Verteilung’ (”Die Würde des Menschen ist unantastbar? Wer weiß, was Armut ist, hat andere Erfahrungen gemacht.” ) , ganz offiziell, wo er auch ein bißchen Nahrungsmittel einheimsen kann. Um Nahrung brauchen wir uns also - nicht zuletzt auch deshalb - momentan weniger Sorgen machen.

Am Mittwoch, als ich gerade zurückkehrte, traf ich Karl im Hausflur, der mir berichtete, das er gerade aus Spanplattenresten einen Kleiderschrank baut. Freunde von mir und Besucher dieser Website kümmern sich derzeit um einen Job für Karl, der übrigens gelernter Maurermeister ist (ja, sogar Meister). Ich rechne damit, daß wir etwas für Karl finden. Er selbst checkt aber auch ständig Gelegenheiten, um an Arbeit zu kommen. Einen Computer haben die beiden leider nicht, obwohl Karl mit sowas umgehen kann. Internet bräuchte er nichtmal, er könnte meine WLAN-Verbindung nutzen.

Momentan gibt es also immer noch keinen Bodenbelag, keine Farbe oder Tapeten an den Wänden und nur sehr dürftig ‘zusammengehauene’ Möbelstücke. Morgen werde ich nochmal mit den Beiden sprechen, wie der Stand der Dinge ist. Ich gehe aber davon aus, daß noch immer Einiges benötigt wird. Den einen oder anderen Farbeimer, teilweise ungeöffnet, habe ich auch noch im Keller stehen.

Meine Hilfe endet erstmal dort, wo ich sehen kann, das K. & B. unter menschenwürdigen Verhältnissen leben, und zwar bezogen auf dieses reiche Land.