This is the official website of the musician, sound engineer, DJ, composer & producer for film & media Ingo Vogelmann. No MySpace, Fuckbook or whatever ... this is a real real deal.
Below this welcome message and the (very important) ads you find Ingo's (multilangual) Blog posts. Also explore the internal pages and (masses of) good stuff in the sidebars to the right and have a nice stay!
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4. Don’t sell it. Then it’s better to share it on P2P.
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Die veränderte Situation bedeutet allerdings nicht zwingend, dass es junge Bands viel einfacher haben, Käufer für ihre Werke zu finden. Sie können ihre Songs zwar in sozialen Netzwerken wie MySpace bewerben, doch gehen sie dort häufig im riesigen Angebot unter. Auch die Platzierung und der Verkauf von Alben und Singles in den großen Musikangeboten ist alles andere als einfach. So verhandeln die marktbeherrschenden Anbieter noch immer am liebsten mit traditionellen großen und kleineren Plattenfirmen, deren Gesamtkatalog sie auf einen Rutsch aufnehmen können, ohne sich mit einzelnen Künstlern auseinandersetzen zu müssen.
Der US-Musikdienstleister Tunecore will das nun ändern und bietet das Einstellen in diverse große Plattformen auch für Musiker ohne Plattenvertrag an. Er übernimmt dabei die gesamte Backend-Infrastruktur: Künstler übergeben ihre Musik an TuneCore und das Hosting sowie die Bezahlabwicklung laufen über den Anbieter. Tunecore unterstützt zur Zeit iTunes in allen Vertriebsgebieten, Amazon MP3, Rhapsody, Napster, E-Music, Lala.com sowie einige kleinere Anbieter mehr. Neben dem Einzelabsatz werden auch Abomodelle angeboten.
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My friend Stefan Erbe released a totally FREE album which is a mindblowing experience! 10/10 points!! Go and download it for FREE by clicking the artwork below:
Wenn organisatorisch alles glatt läuft - wir müssen noch ein bißchen an Details arbeiten - wird zu den genannten Terminen im legendären Rider’s Café in Lübeck die getFrisky! Germany ablaufen. Hier die deutschen friskyRadio Resident DJ’s, die bis jetzt zugesagt haben und aller Voraussicht nach auch spielen werden, wobei hier lokale DJ’s, die zum Rider’s gehören noch nicht genannt sind (kommt aber auch noch):
Heute hatte ich die Rider’s Café Documentary DVD in der Post, die der liebe Kai-Uwe Meyer (Inhaber) mir geschickt hat. Ich kann jedem Musik-, Kultur- und vielleicht sogar Bikeinteressierten diese DVD nur wärmstens empfehlen! Ein berührendes Denkmal, das zeigt, mit wieviel Herz und Überzeugung Kai den Laden in über 20 Jahren aufgebaut und geführt hat.
‘Angelic’ going Top Ten @ audiojelly.com in the Progressive charts! To be exact it is #9 right now (Deep-pression Remix). W000000000000T!! Karim Haas Remix is #38.
No. 1 would be nice.
Update
Juno Charts: #306 this week (complete release). Not bad for Juno! Let’s see what happens next.
Ich werde ja pausenlos mit herabgefallendem Baumgut bombardiert, aber: VOGELMANN STRIKES BACK! Hier kommen meine Fragen, die ich auch gleich selbst bewortante:
Welcher ist für dich der schlimmste Song der Welt?
Scorpions - Wind Of Change. Das Geflöte bringt mich um, zumal ich Klaus Meine insgesamt GRAUENHAFT finde. Damit wären wir auch gleich bei …
Welche Band geht gar nicht?
Scorpions. Aufgesetzter geht es kaum. Dicht gefolgt von Bon Jovi. Dann kommen die Spochtfreunde Stiller. Ich kann mir eher den ganzen Tag die Les Humphries Singers reinziehen, als nur einen Song der Genannten.
Bei welcher Musik hattest du deinen ersten Sex?
Jetzt so richtig? Bei Whitney Houston, das ganze Album … ich weiß nicht mehr, wie es hieß. Aber im Fernsehen lief die 384-ste Wiederholung von ‘Planet der Affen’. Übrigens: Ich finde es höchst bedauerlich, was aus Whitney geworden ist.
Mit welchem Stück hast du deinen ersten Liebeskummer verschlimmert versucht, erträglicher zu machen?
The Police/Sting - Every breath you take. Sie hieß Petra. Und war eigentlich doof. Ich glaube, ich war 11, oder so.
Welchen Song kannst du bis an dein Lebensende (wenn auch nur momentan gefühlt) immer wieder hören?
Dire Straits - Money for nothing. Der Übersong, da geht kaum was drüber.
Bist du musikalisch?
Wer stellt denn so blöde Fragen?
Dein favorisiertes Ausgeh-Etablissement (wenn du jederzeit frei wählen könntest)?
Ich gehe ja selbst selten bis nie aus, stehe ja auf der ‘anderen Seite’, aber wenn ich wählen könnte, würde ich immer wieder gern ins Space Ibiza gehen. Bevorzugt Terasse, also draußen. 6 Stunden Carl Cox oder Sasha und mir geht’s gut.
Ein Konzert meines Lieblingskünstlers würde ich sausen lassen für …
… kaum etwas. Da müsste schon richtig was passieren.
Was war das beste Live-Konzert, daß du erlebst hast?
Dire Straits, Köln, Müngersdorfer Stadion, 86.000 Leute (Stadionrekord), 1992 (’On Every Street’).
Mit wem würdest du gern mal während eines Gigs auf der Bühne stehen (auch wenn du kein Musiker bist)? Mark Knopfler, für ihn trommeln. Ich glaube, ich würde den Hocker voll Pipi machen.
Hältst du einen Tag ohne Musik aus?
Ja. Ist nicht wirklich schwer, aber sehr komisch dann. Ab Tag 2 wird es dann auch schwer. Ganz klar: Mir fehlt dann schon sehr was.
Den Ast schmeiße ich an … na? … den Arschbildermann, Lilith, Thomas Nolte und SuperSiggi. Und Freunde: Kneifen gilt nicht, ist immerhin mein erstes! Also, reißt euch zusammen, ihr seit hier nicht auf Urlaub!
Hat’s mich wieder erwischt. Ich worte dann mal ant:
Was bedeutet Dir dieses Blog?
Schon viel. Ich liebe es, sozusagen! Mein Blog ist die Schnittstelle zwischen mir und außen, wenn wir mal vom Real Life absehen. Ich liebe es, hier mit den Leuten zu kommunizieren, Spaß zu haben, über weniger Lustiges zu reden. All das ist ‘Global Communication’, so wie Musik es ist. Natürlich ist das Blog auch mein persönliches Ventil, meine Überdruckschraube, die ich aufdrehe, wenn was raus muss. Das Feedback der Leute kann dann manchmal viel wieder abfedern, ohne das es Schaden verursachen würde. Es fühlt sich gut an, wenn ich weiß “hey, da nimmt jemand wahrhaftig Anteil an meiner Geschichte, die ich gerade erzählt habe, es berührt ihn/sie”.
Welcher Kommentar hat Dir viel bedeutet oder gut gefallen? Poste ihn!
In dem Moment, wo ich das hier schreibe, hat mein Blog 5.417 Kommentare. Es ist mir unmöglich, daß zu sagen. Aber ich kann sagen, daß mir jedes mal das Herz aufgeht, wenn jemand echt ist, authentisch, wenn jemand seine wahre Geschichte zu erzählen hat und dabei Herz in sein Geschriebenes legt. Das ist aber schon sehr oft vorgekommen, und ich würde mich achteckig suchen, um da was zu finden, was von Allem ‘besonders’ hervorsticht. Das ist alles besonders.(1)
Ist das Schreiben in Deinem Blog Last, Lust, Bedürfnis oder was anderes?
Alles ausser Last (das musste ich jetzt so vom Arschbildermann übernehmen, weil es 100% übereinstimmt). Für mich ist mein Geblogge aber auch noch ganz viel Anderes. Bei jedem Post habe ich einen anderen Grund. Jetzt frag mich nicht … es gibt 2.731 Posts …
Ist Dein Blog “eins unter vielen” oder “ganz speziell”?
Na ja, ich kenne keinen Musiker, Produzenten, Komponisten, DJ (und was weiss ich noch …), der SO bloggt (oder überhaupt bloggt). Insofern: Ja, es ist ’speziell’. Lässt man meinen Beruf außen vor, bin ich sicher ‘nur’ einer unter ganz vielen. Alles gut so.
Welche Ziele hat Dein Blog?
Mein Blog ist ja - wie weiter oben erwähnt - eine bidirektionale Kommunikationsplattform. Außerdem natürlich auch ein Marketinginstrument. Ich ‘verkaufe’ meine Personality. Gut, es gibt Leute, die sagen, ich habe keine, aber das macht nichts. Das Gute an dem Verkaufen meiner Personality ist: Das kostet nichts. Meine Musik schon.
Welche Gegebenheiten könnten dazu führen, Dein Blog zu löschen?
Keiner. Ich schreibe ja auch kein Buch und lasse Jahre später alle Exemplare verbrennen, oder schreibe ein Album und möchte nicht mehr, daß es gehört wird. Das Blog gehört zu mir, wie alles andere, auch wenn ich mir selbst gestatte (oder besonders deshalb), mich ständig zu verändern und weiterzuentwickeln, Meinungen zu ändern, Sichtweisen zu justieren etc. …
Wie reagieren Leute aus Deinem “real life” auf deine Blogtexte?
Anerkennend. Die allermeisten finden das sehr gut und fühlen sich ‘entertaint’. Man erlaube mir das mal: Die meisten, die das bescheuert finden, haben auch sonst einen Haufen Probleme.
Könntest Du “blogsüchtig” sein oder werden?
Nein. Ich kann sehr gut wochenlang ohne leben.
Zwei gute und zwei schlechte Seiten am Bloggen?
Ooch, daß habe ich oben schon weitestgehend erläutert. Schlechte Seiten sehe ich sowieso nicht.
Soeben ergab sich ein Kommentar, der mich sehr tief berührt hat. Er ist ganz neu und dient deshalb als ein gutes Beispiel. Zu finden ist er hier (ganz weit unten). Er ist von Andi. (back)
Es werden jedoch zunehmend in der Öffentlichkeit Seminare und Behandlungen mit Lichtarbeit und “Bedingungsloser Liebe” gegen feste Preise angeboten, Anleitungen zur “Bedingungslosen Liebe” auf CD’s verkauft …
Wieso scheut sich Sabine Friedrichs aus Berlin denn, Namen zu nennen? Sie wird doch nicht etwa Angst haben? Sie doch nicht, warum auch?
So, liebe Sabine, nun habe ich dich auch mal erwähnt, und sogar verlinkt. Darfst dich freuen, vielleicht hast du ja jetzt wieder 2 Besucher mehr, vielleicht 2 Schäfchen, die du von dir abhängig machen und bewusst an dich binden kannst, auf das dein Thron in hellerem Glanz erstrahle und dein Krönchen blitzt und blinkt, um den Suchenden die Fähigkeit zum Sehen zu nehmen. Spieglein, Spieglein an der Wand …
Die würden dir in deinem desolaten Zustand auch sehr weiterhelfen, liebe Sabine. Alles Gute, Liebe und Frieden für dich!
Kleiner Nachtrag
Auf die Google Ads und Amazon Links habe ich wenig Einfluss. Gott wird es mir nachsehen, wenn es dazu dient, meine materielle Existenz zu unterstützen. Er ist ein reiner Kumpel.
Vor einigen Wochen gab es eine Interviewanfrage von einem amerikanischen Online-Magazin. Wir haben das Interview (via Skype) geführt, aber gestern Abend erreichte mich die Nachricht, daß es unklar sei, ob das Interview veröffentlicht wird. Die Gründe hierfür erschließen sich mir nicht wirklich … wie dem auch sei, ich habe dann gefragt, ob ich das geführte Interview (ohne Namensnennung) wenigstens schon mal auf meiner Homepage veröffentlichen dürfe; dem wurde zugestimmt. Ob es nun veröffentlicht wird oder nicht weiß ich nicht. Das Folgende habe ich mal übersetzt:
Ingo, danke, das du die Zeit für dieses Gespräch erübrigst. Wie lange bist du nun schon dabei?
Sehr gerne. Wobei?
Im Dance Music Business.
Puh, das ist schwer festzulegen. Wenn wir es daran festmachen, wie lange ich bereits Dance Music produziere, dann reden wir über ungefähr 16 Jahre. Ungefähr zum Selben Zeitpunkt, etwas danach, habe ich mit dem DJing angefangen. Das Eine ging irgendwie mit dem Anderen einher, ist ja - glaube ich - oft so.
Wie war das damals für dich? Soviel mir bekannt ist, hatte damals viel davon in Deutschland seine Wurzeln. Was hast du davon mitbekommen?
Ich war nie ein Hardcore-Clubber, wenn man das mal so sagen kann. Ich habe viel mitbekommen, aber lange nicht alles. Es gab in meinem Bekanntenkreis so einige, die nach Berlin und Frankfurt gefahren sind, um die Topläden zu besuchen, natürlich immer ne Menge Drogen im Gepäck, aber irgendwie ging mir das damals zu weit. Ich habe die lokalen Gegebenheiten genossen, und das war auch genug, jedenfalls für mich. Techno war damals eine gigantische Maschinerie, die auch gewaltige Marketingaspekte hatte. Jeder ist auf den Zug aufgesprungen, selbst wenn er überhaupt keine Ahnung von Musikproduktion hatte. Das hat sich bis heute nicht geändert, und ich glaube auch, das war immer so und wird immer so sein.
Ich habe mal gelesen, Techno käme der deutschen Marschmusik gleich. Was denkst du darüber?
Ich denke, das ist klischeehafter Blödsinn. Und selbst, wenn es so wäre, ich fände daran nichts, was ich irgendwie bewerten müsste. Ich muss jetzt aber dazu sagen, daß ich heute nicht der grösste Technofan bin. Ich mag es mehr progressiv und gefühlvoll. Techno erzeugt mir zu wenig harmonische Elemente, aber auch das ist im Prinzip wieder zu pauschal. Es gibt tolle Techno-Tracks, die ich übrigens auch spiele.
Wo siehst du Techno und Progressive House in der Zukunft?
Es ist ja kein Geheimnis, daß ich Techno immer für eine temporäre Erscheinung halte. Vor 2 Jahren fing der große Minimal-Hype an, und jetzt ist er wieder weg. Ähnlich sehe ich das mit Techno. Progressive bleibt dauerhaft. Das fing in den 70-ern mit Progressive Rock an und wird auch nicht mit Progressive House enden. Als Progressive House in Deutschland abebbte, erwachte er woanders zum Leben, in deinem Land zum Beispiel. Jetzt springen alle auf den Technozug auf, aber auch das wird sich bald wieder erledigt haben. Zum Glück. Mich nervt das.
Wieso?
Weil mir Hypes auf die Nerven gehen. Das hat meist wenig bis keine Substanz.
Wieso springt dann jeder auf den Zug, deiner Ansicht nach?
Weil man damit momentan einfacher Geld verdient als mit allem anderen. So einfach geht das.
Und dir ist das mit dem Geldverdienen egal?
Nein, Geldverdienen ist mir nicht egal, das wäre auch ganz schön bescheuert. Ich versuche immer, seit ich mich dazu entschieden habe, mit nichts anderem, als mit Musik Geld zu verdienen, das für mich richtige Gleichgewicht zwischen meinem Sound und dem Geldverdienen zu finden. Das ist nicht immer leicht, aber ich denke, ich habe einen für mich vertretbaren Weg gefunden. Ich brauche mich hinter keiner meiner Produktionen verstecken.
Was rätst du jungen Produzenten?
Mach einen ordentlichen Job! Nein, das war nur Spaß. Musik zu kreieren ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Ich kann nur wenig raten, außer: Finde deinen Sound und verfolge diesen Weg konsequent. Alles andere wird nicht klappen und macht auch keinen Sinn. Ich hatte das Glück - jedenfalls empfinde ich das heute noch so - Mentoren gehabt zu haben, die mich einerseits inspiriert und andererseits hier und da zurechtgebogen haben, mit aller empfundenen Härte, die mir auch nicht immer gepasst hat. Wenn man Musik macht, läuft man oft Gefahr, sich auf merkwürdige Pfade zu begeben. Wer jemanden findet, der einem als Außenstehender mal was Konstruktives sagt, der hat Glück. Leider gibt es wenige junge Leute, die bereit sind, sich wirklich was sagen zu lassen. Die haben meist die Weisheit mit Löffeln gefressen und leiden an chronischer Genialität.
Wie siehst du die Dance Music Industrie heute?
Ach, im Prinzip hat sich nichts geändert. Sie besteht immer noch zum Grössten Teil aus denjenigen, die im Studio sitzen und wirklich ackern, und denen, die ackern lassen.
Wie meinst du das?
Die Talentlosen kaufen sich die Talentierten, sie geben dafür ein paar Prozentpunkte ab, so geht das.
Du meinst, nicht jeder produziert selbst?
Das ist wohl kein Geheimnis. Ich würde sagen, zu mindestens 80% machen die das alle nicht selbst.
Gehört habe ich davon auch, aber nenne mal ein konkretes Beispiel, bitte.
Das werde ich sicher nicht tun. Wieso sollte ich? Ich mache meine Musik zu 100% selbst, was andere tun, ist mir egal.
Ärgert dich das nicht?
Das hat es mal, ja. Die Zeiten sind vorbei. Ich habe genug mit mir selbst zu tun.
Du hast zwei Radioshows jeden Monat plus Auftritte und Produktionsarbeit. Wie machst du das?
Keine Ahnung. Du hast jetzt aber auch nur die Spitze des Eisbergs genannt. Dazu gehört noch ein bißchen mehr. Die einzige Frage ist doch: Liebst du das, was du tust wirklich? Wenn das der Fall ist, geht alles. Würde ich es lieben, Goldhamster zu züchten, dann würde ich exzellente Ergebnisse erzielen, allein deshalb, weil ich es lieben würde. Das ist der ganze Trick an solchen Sachen.
Wie erklärst du dir den Erfolg deiner Radioshows?
Die Frage ist komisch. Wie bist du an deinen Job gekommen?
Na ja, es gibt Leute, die denken, ich kann was.
Siehst du? Frage beantwortet.
Wieviele Zuhörer hast du pro Show?
Das schwankt momentan zwischen 1.500 und 1.900 gleichzeitig. Ich arbeite an der 2.000.
Andere Radios kommen nicht über die 500 hinaus, wie kommt das?
Ich erwähnte das bereits: Die Liebe zur Sache. Faisal, der Macher von frisky Radio, liebt sein Baby, anders geht das nicht. Er arbeitet sehr viel, wie ein Verrückter. Ich mache dasselbe. So funktioniert das. Es gehört eben auch eine gewisse Konsequenz dazu, eine Standhaftigkeit, einer dahergelaufenen Kritik auch mal ganz cool zu trotzen, ohne sich aus dem Konzept bringen zu lassen. Faisal und ich sind uns da sehr ähnlich, wir beide ziehen Dinge einfach durch, von denen wir überzeugt sind. Hinzu kommt, daß er ein Talent dafür hat, genau solche Leute bei frisky Radio begrüßen zu können, die dort ihre Shows machen. Ich fühle mich da sehr zu Hause.
Wie sehr hilft dir deine Radiotätigkeit bei deiner Vermarktung?
Das muss man von zwei Seiten betrachten. Einerseits bekomme ich dadurch sehr viel Aufmerksamkeit, gar kein Zweifel. Andererseits zahlt sich das sehr selten in Geld aus.
Hast du deswegen bereits Bookings gehabt?
Ja.
Details?
Nein. Aber wenn du mal ein bißchen forschst, wirst du das herausfinden.
Ich frage dich ja jetzt.
Ich habe Gründe, wieso ich das nicht zu breit trete.
Welche sind das?
Ich mag meine Kollegen bei frisky Radio sehr, und ich möchte keine schlechten Gefühle erzeugen. Wir sind eine sehr harmonische Truppe, in der jeder den anderen sehr respektiert. Das ist eine Art von Wir-Gefühl, daß ich selten erlebt habe. Es gab noch nie Probleme. Neid wäre ein scharfes Schwert.
Ich verstehe. Glaubst du, bei anderen Sendern ist das anders?
Das weiß ich nicht. Bei anderen Radios bin ich immer nur Gast-DJ. Ich glaube, die machen alle einen recht vernünftigen Job, soweit ich das beurteilen kann. frisky Radio ist meine Homebase, und die kümmert mich wirklich.
Okay, was wird bei dir in 2008 noch alles so laufen?
Hehe, genau kann ich dir das auch nicht sagen. Ich glaube, ich habe mir das mit den Plänen ein wenig abgewöhnt, weil doch immer alles anders kommt, als ich es geplant habe. Ich sprudele immer nur so vor Ideen, aber oft fehlen mir die Möglichkeiten, alles umzusetzen. Meist liegt das an einem Mangel an Zeit. Ich weiß auch, daß ich da manchmal ein paar Leute enttäusche. Ich habe aber auch ein Privatleben, und manchmal erfordert das unvorhergesehene Aufmerksamkeit. Dann muss die Arbeit halt mal hinten angestellt werden.
Was passiert gerade so in deinem Privatleben?
Oh, mir geht es gut.
Hahaha … kannst du etwas konkreter werden?
Ich könnte, aber ich möchte nicht. Die Information, daß es mir gut geht, muss reichen. Ich würde dir jetzt auch verraten, wenn es mir Scheiße gehen würde. Im Übrigen berichte ich viel aus meinem Leben in meinem Blog, auch wenn es immer nur soviel ist, wie ich wirklich preisgeben möchte. Das läuft sehr bewusst ab. Mein Privatleben ist heilig. Ich kann dir soviel sagen: Ich habe eine wunderbare Familie und wunderbare Freunde. Kennst du Thomas D.?
Nein, wer ist das?
Ein deutscher Rapper. Ein Titel eines Albums heisst “Lektionen in Demut”. Ich erlebe das täglich, das ist sehr passend. Ich kann mich also nur wiederholen: Ich habe ein wunderbares Umfeld.
Gibt es in diesem Jahr ein neues Album von dir?
Natürlich, wie immer. Das geht gar nicht anders.
Wie wird das sein? Ich habe beim Hören deiner Alben festgestellt, daß du noch nie ein reines Dance-Album gemacht hast.
Das wäre mir - zumindest momentan - auch zu langweilig. Ich habe ein Klassikalbum in der Pipeline, etwas, was mich im Moment sehr reizt. Ich würde mal ziemlich sicher davon ausgehen, daß es die Realität treffen wird. Ich höre momentan auch sehr viel Klassik, ich finde das irgendwie geil.
Nenne mal einen Komponisten.
Also, grundsätzlich war Bach ein ganz großer, und Debussy. Momentan rausche ich aber auch durch viele andere.
Ich bin sehr gespannt, was da kommt. Ich danke dir für die Zeit und wünsche dir alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft!
Wir haben uns im Prinzip um dieselbe Zeit aufgelöst wie “Die Skeptiker”, “Sandow” und die meisten anderen Ost-Punk-Bands. In den Jahren nach der Wende ist alles abgestorben. Durch den Systemwechsel hatten wir irgendwie keinen Feind mehr, keine Orientierung. Wir haben gemerkt, wenn wir mit unserem lustigen Ding weitermachen - ähnlich wie “Die Ärzte”, die “Brieftauben” und sonst wer - interessiert das im Westen keinen. Wenn man wirklich Ärger machen will, muss man was Neues auffahren, das die Leute wirklich hochschreckt. Also haben wir “Rammstein” gegründet. Diese Art der Brutalität war für uns das beste Mittel, um uns musikalisch treu zu bleiben und trotzdem etwas zu machen, das durch diesen ganzen Wust von englischsprachigen Bands und diesem Mist durchkommt.
Im Osten gab es ja auch kein System zum Kritisieren. Wir fanden ja die DDR gut, schon zu Ost-Zeiten. Wir konnten machen, was wir wollten, wir hatten keine Existenzängste. Ich fand alles gut. Auch die Mauer war für mich eine klare Sache: Da stand dran “Wer versucht rüberzugehen, wird erschossen.” Und wenn man dann rübergeht, weiß man, dass man erschossen werden kann. Man hatte also immer eine Alternative.
Ich musste mich damals auch entscheiden: Ich wollte auf keinen Fall zur Armee, man musste aber hin, sonst konnte man sogar ins Gefängnis kommen. Trotzdem habe ich mich dagegen entschieden. Dafür durfte ich dann nicht studieren und konnte nicht Arzt werden. Das war für mich eine freie Entscheidung. Für mich bedeutet Freiheit, dass man die Wahl hat zu tun, was man will. Und das hat für mich im Osten sehr gut funktioniert. Und jetzt passiert durch den Kapitalismus so viel Dreck hier um mich herum. Weil so viele Menschen irgendwelchen Mist machen, nur um Geld zu verdienen. Das nervt mich.
Bis heute fehlt mir die DDR sehr. Mehr als die Bands von damals.
Das ist, wenn man sich gedanklich die Mühe macht, alles nachvollziehbar. Aber es auszusprechen, ist und bleibt (vermutlich) ein zweischneidiges Schwert.