Home » Wie MP3 die Qualität der Musik zerstört hat
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getFrisky! Essen | 31. Januar 2009 | Ticket-Vorverkauf
Die Musikindustrie hat ein Problem: Junge Fans pfeifen auf Klangqualität. Sie hören Musik in Form von MP3-Dateien, nutzen lausige Anlagen mit schlechten Lautsprechern oder krächzende Handys. Noch schlimmer: Viele Produzenten verhunzen im Lautstärkewahn die Tonabmischungen. Doch nun formiert sich Widerstand.
Der gesamte Artikel ist soundwissenschaftlich schwachsinniger Unfug. Hier hat sich scheinbar jemand Halbwissen herangezogen und ordentlich aufgeplustert. Faktisch ist das schlicht dummer Quatsch.
Wieso ist das Quatsch? Zumindest der Absatz entspricht doch der Realität.
Was meinst Du denn? Hier in Berlin haben die Kids ihre Lieblibssongs oft nur auf dem Handy und lassen diese demonstrativ über den eigebauten Lautsprecher wiedergeben. Was meinst Du, wieso die Handy-Hersteller in Sachen Lautstärke so wetteifern?
Nein, Ingo, es entspricht leider der Wahrheit. Ich habe vorletztes Jahr eine Weile in einem Jugendzentrum gearbeitet und konnte so direkt “an der Basis” mitbekommen, was bei den Jugendlichen heute zählt. Klangqualität steht dort mit Sicherheit nicht hoch in der Prioritätenliste.
Die “Sound-Genießer”, also wir 30+ Generation, sind eine aussterbende Rasse…
Na langsam, ich spreche ja nicht von den Endgeräten, die irgendwelche Leute benutzen. Ich spreche von dem Unsinn hinsichtlich der Qualität einer MP3 bzw. was ‘Produzenten’ (was ja auch Blödsinn ist, es sind nämlich die Tontechniker beim Mastering) mit Musik veranstalten.
Kompression bzw. Maximizing ist genereller Zeitgeist, das hat mit MP3-Kultur überhaupt nichts zu tun. Heute lässt man bei Pop- oder Dancemusik kaum Headroom, was ja auch (hinsichtlich des Zeitgeistes) Sinn macht. Dadurch leidet aber die Qualität eines Tracks soundtechnisch nicht. Das ist ein stilistisches Mittel, nicht mehr, nicht weniger.
Wenn man schon einen Artikel über sowas schreibt, sollte man da zumindest fachlich fundiert herangehen und nicht so einen Stuss in die Welt setzen.
Ob und wer Wert auf welches Sounderlebnis legt, ist eine ganz andere Frage, die jedoch nichts mit der Qualität von MP3s zu tun hat. Das ist schlicht und einfach AUSGEMACHTER DÜNNSCHISS.
kannst du bitte noch genau die einzlennen aussagen widerlegen und nicht nur generell sagen es ist scheisse? ich fände es sehr interessant da etwas fundierteres zu lesen.
1. MP3 basiert auf dem Verfahren, vom menschlichen Gehör nicht hörbare Frequenzen abzuschneiden und somit Datengrösse zu sparen. Je höher die Bitrate, desto präziser ist die Datei letzlich bearbeitet worden. Grundlage bleiben jedoch die nicht hörbaren Frequenzen. Ab 160 kbps kann das menschliche Gehör eine MP3 kaum bis gar nicht mehr von einem unkomprimierten Stück unterscheiden. Mehr noch: Theoretisch ist eine MP3 zu höherer Auflösung von Sound in der Lage, als es eine CD jemals wiedergeben kann.
2. In dem Artikel wird beschrieben, daß im Mastering (was in dem Artikel nicht korrekt benannt wird) der Tontechniker (nicht der ‘Produzent’) hergeht und die Musik zu laut macht. Damit ist die Kompression bzw. das Maximieren von Audiosignalen gemeint. Auf die Qualität einer Aufnahme und der entsprechenden Wiedergabe hat das rein gar keinen Einfluss. Lediglich auf die Lautstärke.
Mit anderen Worten, nochmal: Der Artikel erweckt nicht nur ein falsches Bild, er ist zudem fachlich daneben.
Meine meinung auch wenn sie wenige interessiert: 160 oder 192k zum gluecklich sein - und ich hab mich “frueher” auch nicht sehr dafuer interessiert ob das letzte quentchen qualitaet audiomaessig aus meiner anlage kommt. heute ist das anders, oder zumindest ist es mir wichtig das es halbwegs ordentlich rausgeroehrt kommt. vielleicht auch einfach eine “altersfrage”
Das ist einfach eine Frage der Fairness. Du hast natürlich Recht, wenn du sagst: Es kommt auf die Bedürfnisse des Hörers an.
Aber grundsätzlich die MP3 zu verteufeln ist halt der Blödsinn, von dem ich sprach. Es macht keinen Sinn, von Audiophilität zu sprechen, wenn man dabei weglässt, daß ein menschliches Gehör unter 30 und über 20.000 hz sowieso nichts mehr hört. Und auch zu diesem Thema steht in dem Artikel nur Bullshit.
Selbst WENN ein Lautsprechersystem (in Zusammenhang mit Verstärker, Kabeln etc.) in der Lage ist, tiefere und höhere Frequenzen ‘abzubilden’: Du hörst sie nicht. Ich fahre hier im Studio einen Subwoofer, der bis 25 hz runtergeht. Ich höre aber erst ab 35 (also meine Ohren). Das ist ein gutes Beispiel. Soll ich mir die fehlenden 10 hz jetzt dazudenken, oder wie?
Ich möchte noch etwas anmerken: Der Artikel spiegelt haargenau die aufgeblasene Arroganz und empfundene Genialität von HiFi-Freaks wieder, die letztlich von Musikproduktion bzw. Mastering überhaupt keine Ahnung haben.
Diese Leute sind meist (nicht immer) reine Prahler, die jedem erzählen, was für ein teures System sie zu Hause stehen haben. Dazu müssten sie aber auch erzählen, welche Aufnahmen auf welchem Wiedergabetonträger sie das hören. DAS macht nämlich mitunter den großen Unterschied.
Es ist z.B. korrekt, das eine Vinylplatte grundsätzlich über mehr Dynamik verfügt, aber das nützt rein gar nichts, wenn die Aufnahme aus einer Zeit ist, in der Aufnahmetechniken noch nicht sehr weit waren.
Mir gehen diese Klugscheißer auf die Nerven, um es mal knapp zu sagen.
Folgendes beispiel aus meinem bekanntenkreis:
Es gab mal einen HIFI freak der sich ständig mit den besten geräten abgab. Er las die fachzeitschriften und kaufte sich die high-end geräte. Eines tages - durch zufall - musste er zum ohrendoc. Dieser selbige kam zu der diagnose, dass der gute hifimann von geburt an einen hörschaden hatte und gewisse - für normale menschen - hörbare frequenzen gar nicht erst hören konnte. Tja, dumm gelaufen.
Ok, Ingo, nun verstehe ich auf was Du hinaus willst: Es geht Dir um das unsinnige Verteufeln des MP3-Formates, wie es auch in der dummen, reißerischen Überschrift deutlich wird. Was MP3 angeht, so muß ich Dir vollkommen Recht geben: Das Format hat nichts mit dem aktuellen Trend zu tun.
Allerdings ist der von Dir gewählte Absatz etwas unglücklich, denn dort wird ja im Grunde nur das mangelnde Qualitätsbewusstsein auf seiten der jungen Hörerschaft angeprangert. Deswegen mein Einspruch.
Was den Rest des Artikels und die dämliche Überschrift angeht, so muß ich allerdings zustimmen. Da ist einiges wenig fundiert.
Redakteure vom Springer Verlag sind m.E. lediglich auf Zotenreisser aus. Was da nun stimmt oder nicht spielt in diesem Haus eine wohl eher untergeordnete Rolle. “Bunt” (nicht Blunt) muss es dort sein. Ohne MP3 würde es nicht soviel Musikhörer geben. Und der Standard ist 192k+ - Tendenz zu 320k. Mehr braucht kein Mensch. Der Musikant Ingo hat völlig recht.
Es wird ja bei MP3 nicht nur oben und unten was am Frequenzbereich abgeschnitten. Das ist ja schon bei ganz normalen CDs der Fall und war schon seinerzeit bei Audiophilen-Hifi-Freunden der Untergang des Abendlandes.
Bei MP3 (u.ä.) _verlustbehafteten_ Kompressionsalgorithmen werden z.B. auch leise Geräusche weggelassen wenn sie (laut Algorithmus) von einem lauteren Geräusch sowieso verdeckt werden (ihr Profis sprecht dann wohl von lauten und leisen Obertönen).
Es nennt sich nun mal verlustbehaftete Kompression und dabei geht, wie der Name nun mal sagt, auch Information verloren. Ob Mensch das (bewusst) wahrnimmt steht nochmal auf einem anderen Blatt.
Du bist doch selbst jemand der ganzheitlich denkt!?! Dachte ich zumindest …
@ Morti: Was die CD betrifft, unterliegen die sogenannten Experten genau demselben Irrtum/Dogma. KEIN OHR hört über 20 khz! Jedenfalls kein menschliches. Hinzu kommt ja - wie bereits erwähnt - noch die Frage: Wie wurde überhaupt aufgenommen bzw. Sound produziert? Also ist diese Beschwerde dieser Leute schon im Keim Blödsinn.
Und nein, Obertöne sind etwas anderes. Und nochmal: Im PRINZIP erledigt das Enkodieren zu MP3 sogar eine wichtige Aufgabe, die sonst unserem Gehirn überlassen wird: Es werden überflüssige Informationen abgeschnitten, die Musik überladener macht, als sie eigentlich sein müsste. Man muss das mal aus der Sicht sehen.
Natürlich denke ich ganzheitlich! Eben deshalb ist es mir persönlich absolut wichtig, daß z.B. MEINE MUsik genau die Information transportiert, die zu transportieren mir wichtig ist. Und wenn ich MEINE MP3s in 320 kbps, Lame, Highest Quality, enkodiere, dann steckt da MEHR Potential drin als in jeder CD.
So, jetzt reden wir vom Ausgangsmaterial bzw. dem Tonträger! Was ist mit den Wiedergabeverhältnissen, was mit dem Raum, meinen Ohren, Störgeräuschen der Atmosphäre, in der ich mich befinde, usw. usw. usw. …
ERGO: Die MP3 als Format ist das kleinste Problem, und wenn jemand mal einen ordentlichen Artikel zu dem Thema schreiben würde, dann würde er all diese Dinge berücksichtigen und stimmungsarm und nüchtern darstellen. Und diesbezüglich kann ich dann nur sagen:
@ Plattenboss: Korrekt. 100% korrekt.
Und jetzt stelle ich eine für viele feiste Behauptung auf:
Würde jemand die GOD MP3 Versionen im Soundlabor auseinandernehmen (untersuchen), würde er seinen Job spätestens DANN anfangen, richtig zu lieben. Falls das mal jemandem aufgefallen ist:
GOD kommt masteringtechnisch auf ganz leisen Sohlen daher, mit maximal möglichem und sinnmachendem Headroom, also Platz nach oben, trotz vorhandener Maximizer und Kompressoren. GOD ist dennoch auf 0 db normalisiert (natürlich), hat aber bisweilen selbst in ‘vollen’ Passagen einen Headroom von manchmal 6 db (und mehr) Platz.
Ich behaupte darüber hinaus, daß man heute kaum - wenn nicht gar nicht - eine Produktion finden wird, die über eine solche Qualität verfügt. Hier bin ich sogar bereit, mich mit jedem UNKOMPRIMIERTEN Format gegenüber meinen GOD MP3s zu messen.
Sicherlich 2.000 mal. Aber nach meinem Geschmack bietet Mixtape einige hörenswerte Tracks, wenn auch nicht mit Deinen Sounds vergleichbar.
Aber man kann ja auch nicht nur HummerDinkelbrot essen.