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Der mit großem Abstand am meisten aufgerufene Blogeintrag in der (8-jährigen) Geschichte von ingovogelmann.com ist dieser: Freie Energie.
Man könnte sich jetzt fragen, wieso das so ist. Nun, die allermeisten Besucher kommen über Google, dann über ein sehr aktives Universitätsforum, in dem jemand auf meinen Blogeintrag verweist. Aber das ist nur ein Teil der Fragestellung. Fragen wir mal weiter: Wieso finden Menschen genau dieses Thema so immens spannend?
Nun, wenn man sich bewusst macht, daß unser ganzes Leben - und vermutlich auch der Tod - reine Energieformen sind, und alles, was im Leben und Tod abläuft, auf energetischen Gesetzen basiert, dann leuchtet das ein. Menschen sehnen nach Energie, die ihnen nicht ständig etwas abverlangt sondern die frei verfügbar ist. Bedingungslos halt. Gut, in dem speziellen Fall eines freilaufenden Magnetmotors sehnen auch viele danach, der Ruhmreiche zu sein, der ihn als Erster erfindet, um sich zu bereichern und auf diese Art und Weise ‘freizuschaufeln’ … um sich erneut - auf andere Art und Weise - zu knechten bzw. knechten zu lassen.
Ich hatte gerade gestern wieder 2 weniger lustige, dafür aber aufschlussreiche Gespräche mit mir nahestehenden Menschen (aber unabhängig voneinander), die derzeit - jeder für sich - damit hadern, entweder den Preis für Freiheit zu akzeptieren oder sich weiterhin niederdrücken und klein halten zu lassen. Ich weiss, wie schwer eine solche bewusste Entscheidung ist. Ich bin sozusagen mit dem ‘Vorteil’ des Wahnsinns gesegnet. Ich bin nicht niederdrückbar. So etwas zu ertragen, wäre für mich völlig inakzeptabel, der Tod wäre für mich ein leichter, letzter Ausweg, den ich jederzeit ohne zu zögern wählen würde. Wer mich also knechten wollte, müsste fest damit rechnen, daß ich mich dem sehr zeitig entziehe.
Menschen haben Angst, und ich verstehe das sehr gut. Man schmeißt nicht mal eben so seinen festen Job hin, die scheinbare Sicherheit, die keine ist. In diesem Mechanismus ist man zwar nur ein bedeutungsloses Zahnrad, aber man ist nicht allein. Das gibt ein Gefühl von Sicherheit. Lemminge springen auch nur die Klippen herunter, weil der Vorgänger Gleiches getan hat, und damit zu rechnen ist, daß alle Folgenden dies auch tun werden. Gemeinsamer Untergang ist nicht so schlimm wie der alleinige.
Es gibt einen schönen Satz, den ich all jenen mit auf den Weg pusten möchte, die mit sich, ihrem Sehnen und dem Preis für ihre Freiheit hadern:
Man kann niemals tiefer und sicherer fallen, als in Gottes Hand.
Der Weg zum Ich ist leichter, als man vermutet. Und nur dort liegt die absolute, persönliche Freiheit. Der Verlust von Besitz ist nur ein Gefühl. Jeder mag für sich selbst entscheiden, wie sehr er sich von seinen Gefühlen geisseln lassen möchte. Besitz ist leicht zu ersetzen, und im Übrigen vergänglicher Natur. Sehr trefflich gibt es den Spruch “Die Gedanken sind frei”.
Aus meiner ganz eigenen Erfahrung kann ich nur sagen: Das Entscheidende an jedem Weg ist, daß man ihn beschreitet. Das Ziel ist nicht unwichtig, jedoch sekundär. Nicht der Weg ist langsam, nur der Wanderer. ICH entscheide, WIE ich meinen Weg beschreite. Ich kann entweder Schaffender oder Geschöpf sein, und ich kann mich bewusst für eine dieser Rollen entscheiden. Ich kann aber auch weiterhin gelenkt werden, mich in scheinbarer Sicherheit befinden und mich dabei selbst mehr und mehr von mir selbst entfernen, mich verlieren.
Ich bin kein vermögender Mann, und mein Einkommen ist sehr ‘überschaubar’. Ich bin 35 Jahre alt, fühle mich im ‘Alltag’ oft wie 60, in der Musik aber stets wie ein kleines, spielendes Kind, und es gab Zeiten in meinem Leben, in denen ich vergleichsweise sehr viel Geld verdient habe. Dies waren Zeiten, in denen ich aus damals nicht bekannten Gründen sehr unglücklich war und mich völlig verloren, einsam, sinnentleert und verlassen gefühlt habe. Ich funktionierte, als Geschöpf, als ferngelenkter Mechanismus, nein: als Bestandteil eines grösseren Mechanismus, der nichts mit mir zu tun hatte. Ich diente einer Sache, dessen Banner zu schwenken und dessen Lied zu trällern mein Herz nicht erfüllte. Ich war Vieh in der Schlange vor der Schlachtbank.
Ich habe mich niemals in meinem Leben so frei gefühlt, wie heute. Und selbst jetzt habe ich den Eindruck, dies ist nur die Spitze des Eisbergs. Sicher, vollkommen frei von Allem bin ich nicht, aber jedes ‘mehr’ ist besser, versteht ihr? Auf meinem Weg gibt es kein Zurück mehr, und das ist gut so. Ein Freund hat mal zu mir gesagt:
Wenn du einmal aus dem Fenster gesprungen bist, ohne vorher zu schauen, wo du landen wirst, dann gibt es kein Zurück mehr, und du wirst landen, wo du hingehörst.
Ich bereue keinen einzigen Luftzug, kein einziges Molekül des Windes, der mir im freien Fall um die Ohren weht und bereits wehte. Und wenn das Ingo-Vogelmann-Leben sein Ende findet, werde ich keinen einzigen Moment bereuen, den ich erleben durfte. Und mir wird - wie auch jetzt - bewusst sein, wie sehr jeder Peiniger auch nur Gepeinigter ist. Mit einem Lächeln des Wohlwollens und des Mitgefühls im Gesicht werde ich in diesem Moment jedem begegnen und mich auf das Neue freuen, daß mich immer wieder erwartet.
Ich hoffe sehr, ich kann meinen beiden unentschlossenen, ängstlichen Freunden - und allen, die sich angesprochen fühlen - mit diesen Worten ein wenig helfen, etwas mehr Bewusstheit und Entscheidungsfreude zu finden. Es gibt einen Punkt, eine Art Stecknadelkopfpunkt, an dem es nicht mehr entscheidend ist, ob man an irgendwas glauben kann oder nicht, ob man Diener und Knecht seiner Skepsis sein möchte oder nicht. Dieser Punkt ist das auf das Wesentliche Reduzierte, ein Teil unseres Ichs. Manche nennen das “ganz unten sein”, ich nenne das “am Anfang des ganz eigenen Weges sein”. Und der will beschritten werden, meine lieben Freunde. Ich werde stets ein weit geöffnetes Herz für JEDEN haben, der sich dort befindet, seid euch dessen sicher.
Nicht der Weg ist langsam, nur der Wanderer.
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