This is the official website of the musician, sound engineer, DJ, composer & producer for film & media Ingo Vogelmann. No MySpace, Fuckbook or whatever ... this is a real real deal.
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getFrisky! Essen | 31. Januar 2009 | Ticket-Vorverkauf
Es scheint beschlossen: Dieses Jahr werde ich wohl ein reines Klassikalbum schreiben und produzieren. Ich habe mir nun wochenlang Gedanken darüber gemacht. Diese Herausforerung reizt mich schon länger, und ich fühle momentan, daß das sein muss.
Ich habe noch überhaupt keine Ahnung, wie es werden oder heißen wird. Zumindest bei Letztem nehme ich gerne thematische Vorschläge entgegen, jedoch auch Titelideen (die möglichst zum Thema passen). Auf jeden Fall kommt der Titel nach dem Begriff ‘Symphony No. 1′, also sowas wie ‘Symphony No. 1 - Titel’.
Sicher ist grundsätzlich eine Studioversion von mir allein, denkbar aber auch eine Aufnahme mit einem Sinfonieorchester. Letztes ist eine reine Finanzierungsfrage.
Ich habe vor, daß ganz klassisch in 4 Sätze aufzuteilen. Das sähe dann beispielsweise so aus (Wikipedia):
Natürlich habe ich bezüglich eventueller ‘GOD 2′ oder ‘SHEEP 2′ nachgedacht. Ich bin zu dem Schluß gekommen, daß 1. nichts wiederholbar ist und 2. ich es wenig erstrebenswert finden würde, wie so manch andere, auf einem Thema für Dekaden herumzureiten. Für mich zählt das Neue.
Ausserdem möchte ich wirklich und ernsthaft der Filmmusik entscheidend näher kommen. Ich bilde mir zumindest ein, daß es dazu gut ist, sich mehr mit klassischen Arrangements zu beschäftigen.
Den größten Erfolg hatte er Anfang der neunziger Jahre mit seiner als Auftragswerk des Südwestfunk Baden-Baden geschriebenen 3. Sinfonie, die er aber bereits 1976 komponiert hatte.
Ein riesengroßes Meisterwerk - auch bekannt als die ‘Sinfonie der Klagelieder’ - ich kann das nur jedem empfehlen. Ich könnte heulen, wenn ich das höre. Hier gibt’s das: aStore
Schaut euch auf jeden Fall diesen Ausschnitt(1) an:
Ein Kommentar zu den Landtagswahlen 2008 in Hessen und Niedersachsen, und ein Ausblick in die Zukunft
Wie die Waschlappen persönlich präsentieren sich CDU-Vertreter nach der Megaschlappe in Hessen. Von “einer Hetzkampagne mit Wirkung gegen Roland Koch” ist die Rede, anstatt der Wirklichkeit gegenüber zu treten: Von mit dreckigem Gedankengut erfüllten Machthabern möchten Menschen weder in Deutschland noch sonstwo auf der Welt regiert werden. Herr Koch, das kommt davon, wenn man geistig und herzlich einfach zu begrenzt ist. Sie können nicht ein ganzes Bundesland für vollkommen blöde halten.
Lustig hingegen auch die Äußerungen der - zugebenerweise - geringfügigen Profiteure der FDP, und der hochgelobten SPD. Beide scheinen auswendig gelernt zu haben:
Mit der LINKEN geht gar nichts.
Das ist korrekt, mit der LINKEN geht tatsächlich gar nichts. Aber nicht, weil andere nichts mit der LINKEN zu tun haben wollen … nein, weil sie müssen. Klartext: Wer glaubt, er bekäme - egal in welchem Bundesland - noch den Hauch einer Mehrheit ohne DIE LINKE hin, der hat sich ganz böse geschnitten. Derzeit ist weder die CDU noch die SPD in Hessen, in welcher gewünschten Buntheit auch immer, mehrheitsfähig, es sei denn, man schluckt die bitter empfundene Pille, DIE LINKE. Okay, nimmt man die FDP tatsächlich beim Wort. Aber selbst der unionstreue FDP-Chef hilft der Union wenig weiter.
Da kann man sich noch so sehr in seiner chronischen Ignoranz ergießen, an der LINKEN kommt man einfach nicht mehr vorbei. Und es ist noch nicht 2009! Nach den Bundestagswahlen bekommt das Wort ‘Koalition’ ganz sicher eine ganz neue Bedeutung.
“Diese Alt-Kommunisten”
DIE LINKE hat soviel mit Alt-Kommunismus zu tun, wie Roland Koch mit Menschenliebe. Ich möchte, als Parteimitglied, der Ehrlichkeit Rechnung tragen, bevor ich weiter Dogmenzerstörung betreibe. Ja, es gibt Zusammenarbeiten zwischen der LINKEN und kommunistisch ausgerichteten Menschen.
Aber bitte: Zusammenarbeit findet hier auf einer entscheidenen Basis statt, nämlich dem berühmten ‘kleinsten gemeinsamem Nenner’! Etwas, was die ‘großen’ Parteien nicht können. In meinem Wahlkreis sagt man klar “sicher würden wir gern auf die eine oder andere Unterstützung verzichten können, aber hier hilft man uns in Punkten, die wir gemeinsam als förderungswürdig ansehen”. Für mich ist das zunächst mal völlig akzeptabel.
Was bei DER LINKEN wirklich passiert
… zumindest aus meiner bisherigen Erfahrung.
Wer einmal, wie ich jeden Mittwoch, im Wahlkreisbüro sitzt und dort seinen Beitrag leistet, der weiß, was Menschenschicksale sind. Vor Allem weiss er, was ARMUT ist, denn davon sieht man dann ganz unverblümt jede Menge. Ganz ehrlich: Bei manchen Menschen, die mir da begegnen, muss ich manchmal mit ganz viel Anlauf den Kloß herunterschlucken, der mir im Hals steckt, und ich musste auch schon einmal ganz unauffällig zur Toilette verschwinden, um mir ein Tränchen rauszudrücken.
Ein Wahlkreisbüro ist der absolut direkte Kontakt zu den Menschen. Im Falle meines Wahlkreisbüros reden wir hier von dem Dortmunder Norden, ein sehr ‘brisanter’ Bereich mit viel ‘Migrationshintergrund’, Arbeitslosigkeit, Hoffnungs- und Glücklosigkeit. Hartz IV steht als Thema im Vordergrund. In meinem Büro gibt es regelmässig das ‘Arbeitslosenfrühstück’, damit niemand hungern muss. Jeder wird herzlich, liebevoll und WÜRDIG behandelt. Bedürftige sind aus dem Herzen dankbar und helfen jederzeit sofort mit, wenn es um’s ‘Anpacken’ irgendwelcher Dinge geht. Um genau zu sein: Die Menschen sind froh, wenn sie zu etwas Nutze sind und wenigstens das Gefühl haben, anerkannt und gebraucht zu werden. Ich gebe dieses Gefühl sehr gerne, denn es entspricht meiner tiefsten Überzeugung, daß jeder Mensch gleich liebenswert ist.
Ich genieße die Freundschaften, die ich dort bisher schließen durfte, und ich genieße es auch, nur als ‘der Ingo’ gesehen zu werden, völlig egal, welches Leben ich sonst noch so lebe. Im Übrigen interessiert das da sowieso niemanden, es sei denn, es geht um Veranstaltungen, bei denen man jemanden für die Technik oder das musikalische Programm braucht. Auch meine Designerqualitäten sind für manche Projekte gern gesehen. Aber, um den Eindruck abzurunden: Ich bin dort der Ingo, der den Vogelmann wie einen Hut an der Garderobe abgibt. Und gleich eine Sekunde später kommt ein obdachloser Mitmensch auf mich zu, lächelt mich mit großem Funkeln in den Augen an und sagt laut: “INGO! Wie schön, daß du da bist!”
Wer so etwas noch nicht erlebt hat, der möge schlicht den Mund halten. In aller Deutlichkeit. Da kann Herr Koch noch so viele Drucksachen an Türklinken der Bürger hängen: Mit derart bedürftigen Menschen gibt der sich - und viele andere - nicht ab. Und deshalb hat er auch keine Ahnung davon. Und SO verliert man auch in Zukunft mehr und mehr Wahlen.
Hoffnung
Die Ergebnisse von heute sprechen eine deutliche Sprache, die wirklich großen Gewinner dieser Wahlen sind die Menschen, von denen ich gerade oben sprach. Und damit natürlich auch DIE LINKE. Aus dem Stand mal eben in die Parlamente eingezogen, daß darf man mal betonen. Und das können die Medien auch gerne bewusst versuchen zu unterdrücken. An der Wahrheit ändert das rein gar nichts: Wähler sind nicht völlig verblödet und wissen genau, wen sie zu wählen haben.
Ich arbeite weiter dafür, daß die Menschen mehr und mehr Funkeln in den Augen haben, daß es irgendwann ein bedingungsloses Grundeinkommen gibt, daß Menschen in Würde leben können, daß jeder einen freien Zugang zu Bildung hat, daß kriegerische Handlungen der Geschichte angehören und das jeder Mensch das erfährt, was sich jeder Mensch am allermeisten wünscht: Geachtet, anerkannt und geliebt zu werden, für das, was er ist.
Abschließend gratuliere ich den Kollegen in Hessen und Niedersachsen für ein grandioses Ergebnis! Hamburg will follow, wer möchte das noch bezweifeln?
Zum Schluß noch eine exzellente Rede aus dem Bundestag, über die ich - besonders am Anfang der Rede - laut lachen musste:
In Obertshausen wurden interessierte Buerger vor dem Wahllokal, in dem sie den Aufbau der Wahlcomputer beobachten wollten, abgefangen, das Betreten des Wahllokals verweigert, ihre Personalien festgestellt, eine Anzeige wegen Stoerung der Wahl angekuendigt und der Hinweis auf die Paragraphen im Wahlgesetz zur Oeffentlichkeit der Wahl mit dem Spruch “Sie haben hier gar keine Rechte!” beantwortet. Dann wurden sie des Bannkreises um das Wahllokal verwiesen und von einem Ordnungsamtsmitarbeiter mit dem Auto bis zur Landkreisgrenze verfolgt.
die jüngsten Ereignisse in den USA zeigen es, und Barack Obama spricht wahr, wenn er sagt:
Das ist kein Kampf unter Politikern, daß ist ein Kampf zwischen dem Alten und dem Neuen.
So ist das auch in Deutschland. Wer mich ein wenig kennt - besonders dieses Blog hier - der weiß um meine Parteizugehörigkeit bei DER LINKEN. Nun, jetzt werden ihr sicher erwarten, daß ich euch empfehle, DIE LINKE zu wählen. Das tue ich nicht, freue mich jedoch, wenn ihr sie wählt.
Meine Wahlempfehlung sieht anders aus. Wenn man sich sicher werden möchte, daß Richtige zu wählen, ist es hilfreich, wenn man weiß, was man selbst will. Für sich und sein Umfeld, aber auch für sein Land und die ganze Welt. Dann versuche man, herauszufinden, mit welchen Handlungen von Politikern (nicht Parteien!) die eigene Haltung konform geht. So lässt sich recht schnell ermitteln, was man zu wählen hat.
Schaut genau nach: Was wollt ihr, was nicht? Was ist dem Alten zugehörig, was dem Neuen? Was entspricht euch, was nicht? Glaubt den Medien kein Wort, seht mit dem Herzen nach, daß lügt nie.
Parteizugehörigkeit oder -sympathie birgt die Gefahr, seiner Partei treuer zu sein als sich selbst. Eine Biene aus einem Bienenschwarm greift einen Angreifer auch an, wenn sie selbst nicht persönlich angegriffen wurde, sie prüft nicht, ob der Angriff vielleicht berechtigt war. Wir sind aber Menschen, und der Verstand wurde uns nicht gegeben, damit wir ihn an der Garderobe abgeben. Entscheidet euch für eine Partei mit Repräsentanten, deren Melodie die eure trifft. Hört dieser Melodie vorher gut zu, um herauszufühlen, ob sie ‘echt’ gespielt wird. Dann macht euer Kreuzchen, und gleich, wo es landet: Es wird immer dort richtig sein.
Ich bin niemandem böse, wenn er sein Kreuzchen - nach Prüfung - bei DER LINKEN macht.
Wer das Alte bewusst hinter sich lässt und sich dem Neuen öffnet, beweist Stärke. Danke für euren Mut.