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… sprach der weise Paracelsus, und das ist lange her.
Es geht um “Drogen”. Bevor ich meine Sichtweise dazu absondere, konfrontiere ich euch kurz mit zwei Fakten:
Drogentote jährlich in Deutschland
- 150.000 durch legale Drogen
- 2.000 durch illegale Drogen
Wer merkt was?
Drogen, gesellschaftlich betrachtet
Als Droge wird in den modernen, zivilisierten Gesellschaften dieser Erde eine meist illegale, psychoaktive Substanz bezeichnet. Der Besitz und Konsum einer solchen Droge (und der Handel damit) ist strafrechtlich verboten. Die Vielfalt der psychoaktiven Substanzen brauche ich hier sicher nicht aufzuführen … das fängt bei Cannabis an und hört vielleicht bei Opium (Opiate, die auch legal als starkes Schmerzmittel verordnet werden) auf.
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Drogenkonsumenten sind in unserer westlichen Gesellschaft z.B. nicht vernünftig, anständig, nicht redlich und so weiter. Sie haben kein Verantwortungsbewusstsein, kein Pflicht- oder Ehrgefühl. Auf sie ist kein Verlass, sie sind verlottert, heruntergekommen, “Scheiss-Junkies”, “Drecks-Kiffer” und so weiter und so fort.
Kurz: Als Konsument illegaler, psychoaktiver Substanzen (ich kürze das im Folgenden als IPAS und LPAS ab, illegal und legal) ist man in dieser Gesellschaft ein nicht ernstzunehmendes Individuum, es sei denn, die Kripo hat Interesse an einem, dann ist man durchaus ernstzunehmen.
Einem Drogenkonsumenten würde man kein Kind - auch nicht sein eigenes (also das des Konsumenten) - anvertrauen, keinen Job geben, keine Wohnung, nicht mal ein Bankkonto. Junkies hängen am Bahnhof herum und begehen den ganzen Tag lang nur Straftaten.
So sieht die Welt die Welt.
Fragen: Würde dieser Mann so elendig da sitzen, wenn man ihn nicht kriminalisiert und geächtet hätte (grossklicken)? Müsste er dieben und rauben, wenn es eine hochqualitative und preisgünstige Abgabe von Drogen gäbe, in der es keinen Schwarzmarkt gibt? Und wie weit würde er seinen Konsum überhaupt treiben?
(Foto: Ingo Vogelmann, Dortmunder Innenstadt)
Legal(isiert)e Drogen
… sind meist die PAS mit dem weitaus höheren Potential für den Konsumenten, ausser Kontrolle zu geraten. Zuvorderst Alkohol, Tabletten, Tabakwaren, Kaffee, Tee … ihr wisst schon, die Liste ließe sich endlos fortführen.
Ich möchte euch an dieser Stelle mal kurz ein Video meines Freundes Henrik Pohlmann (Hi Polle!) zeigen. Hier führt sich jemand - nicht Polle himself - 1,25 kg Tomaten in 10 Minuten zu. Seht selbst, was passiert:
Der fühlt sich hinterher nicht mehr gut. Schaut mal eben auf die Überschrift dieses Beitrages. Das sagt alles.
Meine Sicht
Menschen nutzen LSAP und ISAP, aber auch substanzunabhängige Kicks (Sport, Sex …), um in ihrem Gehirn chemische Prozesse anzukurbeln, für die unser Gehirn natürlich ausgelegt ist. Unser Gehirn versorgt sich mit den meisten “Drogen” den ganzen Tag von selbst, ansonsten wären wir als Mensch nicht lebensfähig. Geht davon aus, daß die im Gehirn freigesetzten Substanzen sich von denen, die man zusätzlich einnehmen kann, nur seltenst unterscheiden.
Die Tasse Kaffee morgens, der Sex kurz vor dem Schlafengehen (auch wenn er alleine ausgeführt wird), der Tabak”genuss” nach dem Essen, irgendwelche Verhaltensmuster, das alles sind Dinge, die wir uns antun, weil wir meinen, daß es uns damit besser geht.
Fakt ist: Führt ein von der Basis her gesunder Mensch sich regelmässig ein gewisses Maß an ISAP zu, kann er Hundert oder mehr Jahre alt werden. Das “gewisse Maß” ist entscheidend. Gegenbeispiel: Führt derselbe Mensch sich täglich 1,25 kg Tomaten zu, wird er garantiert früher sterben, denn er sorgt so in seinem Körper für ein Ungleichgewicht, welches auf Dauer gesamtheitliche Schäden hinterlässt. Eine Tomate täglich hingegen wird vermutlich sehr förderlich für seinen Körper sein.
Wir erkennen also: Im Prinzip gibt es keine “Drogen”, es gibt nur Substanzen oder Zustände, die wir uns in einem nicht körper- und/oder geistverträglichen Maß zuführen können. Die Dosis macht das Gift.
Gott hat uns alles auf dieser Erde gegeben, um es adäquat zu NUTZEN. Er schreibt uns nicht vor, WIE oder in welchem Maß wir es nutzen, das müssen wir schon selbst herausfinden. Es gibt die Dunkelheit und es gibt das Licht. Die Dunkelheit möchte nicht, das wir uns Gutes tun, also versucht sie (erfolgreich), dies zu verhindern, indem sie dafür sorgt, das das Herbeiführen von Zuständen, in denen wir uns gut fühlen, soweit wie möglich unterbunden wird. In der Regel bedeutet das: Ein Mensch, der sich gut fühlen möchte, wird kriminalisiert und geächtet. Das betrifft übrigens nicht nur den Bereich der PAS, die Kontrolle des Menschen, unter Zuhilfenahme des Mittels “Angst”, ist bei dunklen Mächten sehr beliebt und hat die mannigfaltigsten Erscheinungsformen. Das geht bis in jeden Bereich des Lebens.
Ich bin von Natur aus ein eher nüchterner, sachlicher Typ (was nicht heißt, das ich emotionslos bin). Ich selbst habe noch nie Angst vor PAS, egal, ob legal oder illegal, gehabt. Ich war schon immer in der Lage, für mich ein Maß zu finden, bei dem es mir gut geht und ich keine körperlichen oder geistigen Probleme habe. Das betrifft nicht alle dunklen Machtinstrumente, aber PAS auf jeden Fall. Mit einer kleinen Ausnahme: Ich habe mal definitiv viel zu viel Alkohol konsumiert. Das habe ich aber irgendwann auch realisiert und relativ reibungsfrei abgestellt, was übrigens auch stark mit meinem Umfeld zu tun hatte. Ansonsten habe ich persönlich nahezu alles durch, bin kerngesund (geistig mögen das einige anders sehen, aber die haben auch meist einen Bausparvertrag oder gehen sonntags in die Kirche), habe 2 gesunde Kinder - also auch keine genetischen Schäden - und erfreue mich PAS, wann immer mir danach ist, in einem für mich verträglichen Maß. Das ist zwar äusserst selten, da ich andere Wege gefunden habe, um mich in Zustände zu versetzen, in denen es mir besonders gut geht, aber es kommt alle Jubeljahre mal vor.
Die Moralprediger da draußen sind jedenfalls eher den potentiellen 150.000 legalen Drogentoten im Jahr zuzurechnen. Über 50.000 davon fallen bereits dem Alkohol (bzw. sich selbst) zum Opfer. Der Rest setzt sich zusammen aus anderen PAS und Kollateralschäden, die z.B. aus Beschaffungskriminalität (ja, die gibt’s auch bei den LPAS!) oder gesundheitliche Nebenerscheinungen resultieren.
Dagegen stehen 2.000 IPAS-Tote im Jahr. Verschwindend gering, in der Relation gesehen.
Ich möchte euch in dem Zusammenhang auch kurz mal Andreas Niedrig vorstellen, macht euch selbst mal ein Bild: www.andreas-niedrig….
Die weltweit dahinraffendste PSA ist definitiv Alkohol. Man stirbt nicht schnell daran, aber dafür ziemlich sicher, wenn man kein Maß findet. Ausserdem birgt übermässiger Alkoholgenuß eine sehr breite Palette an Kollateralschäden (Nebenerscheinungen, sowohl körperlich als auch geistig). Ein Alkoholiker ist in unserer Gesellschaft sowas wie ein Baum im Wald; er fällt kaum noch auf, so derart verbreitet und selbstverständlich ist selbst der übermässige Alkoholgenuß.
Wer besoffen seine Frau erschlägt, dem rechnet man noch Unzurechnungsfähigkeit im Sinne der Strafmilderung zu. Man wird also noch belohnt, sozusagen. Als Krankenkassensklave (Beitragszahler) wird man obendrein von der Dunkelheit noch ausgenommen, da man Alkoholtherapien usw. mitbezahlt. Dasselbe gilt natürlich auch für andere LPAS.
Alkohol hat aus gewissen Gründen eine Sonderstellung unter den PAS:
- Er ist in seiner Herstellung nicht ortsgebunden (Anbaugebiete, Klima usw.), was einer gewissen Machterhaltung dienlich ist.
- Alkoholsüchtige sterben laaaaaaangsam, eine zukunftssichere Branche mit stetem Geldfluß.
- Die Sucht ist schnell da. Einfacher geht es kaum.
- Alkohol ist der Angstbekämpfer Nummer 1. Und er übernimmt sehr schnell eine (gewünschte) Führung im Leben des Süchtigen.
Bis auf meine Mutter - die sehr “redlich” und schon immer sehr “anständig” lebt - ist meine komplette Blutsverwandtschaft mütterlicherseits alkoholsüchtig. Die sehen das vereinzelt sicher anders, aber deshalb haben sie ja auch ein Problem. Der 2. (und letzte) Mann meiner Mutter ist vor 14 Jahren an seiner Alkoholsucht gestorben (Leberzirrhose, nebst sämtlicher Nebenerscheinungen). Er hat die letzten 6 Monate nur noch Blut refluxiert, und zwar aus sämtlichen Körperöffnungen. Er war in der Trunkenheit gewalttätig und unberechenbar. Aber (!): Er war gesellschaftlich hoch anerkannt, hatte ein sehr gutes Einkommen (später eine saftige Rente), Vermögen, war zu Berufszeiten Revisor bei der AEG und hatte eine hohe Verantwortung in der Herstellung von Schiffsschrauben.
Er galt als intelligenter, korrekter, verlässlicher und “redlicher” Zeitgenosse, ja, und sogar hier und da als moralische Instanz. Er bekleidete nicht nur einen guten Berufsposten sondern war auch Vorsitzender in Vereinen etc. … nur wenn er besoffen war, dann gingen alle Tugenden über den Jordan. Er vögelte dann alles, was nicht schnell genug flüchten konnte, verprasste Kohle (was aber kein Problem war), vergewaltigte meine Mutter (in der Ehe) mehrfach und war ein übler und ziemlich brutaler Tyrann. Meine Mutter hat mir erst eine Weile nach seinem Tod alles erzählt, sonst hätte ich vorher “eingegriffen”.
Nüchtern war er ein sehr angenehmer Mensch, ich kann das wirklich nicht anders sagen. Nach 2 oder 3 Bieren war er noch angenehmer, aber da war die Grenze. Die Dosis macht das Gift.
Meine Erkenntnisse
Ich komme mit PSA, egal welcher Art, gut klar. Ich meine, alle Dinge, die Gott uns zur Verfügung gestellt hat, für mich gut nutzen zu können. Ich bin damit überhaupt nicht alleine, viele Menschen können das. Ich behaupte: Die Mehrzahl.
Ich habe (für mich) aber vor Allem “psychoaktive Dinge” gefunden, die mir gut tun und nicht verboten sind, was ein ziemlicher Vorteil ist. Wenn ich 60 km auf dem Bike hinter mir habe, pumpt mir noch 2 Stunden danach Adrenalin und Dopamin durch jede Ritze. Dann fühle ich mich schlicht gut. Ähnlich geht es mir mit dem Rauchen und dem Kaffee. Wenn ich gute Musik mache oder höre, so ist das meine grösste psychoaktive Erfahrung (und natürlich mehr als das). Ich könnte das mit IPAS verstärken, ist aber nicht nötig. So groß ist mein Verlangen danach nicht. Ich habe gelernt, zufrieden zu sein.
Nicht die Droge, ob IPAS oder LPAS, ist ein Problem, niemals. Das Erkennen ist entscheidend: Was tut mir wirklich gut, an welchem Punkt gebe ich das Ruder aus der Hand, und wie kann ich Gottes Gaben in guter Weise für mich nutzen?
Deshalb, Sucht ist nicht gut, Nutzen jedoch schon. Die Dosis macht das Gift. Das hängt mit Gier und Unersättlichkeit zusammen.
Anmerkung zum Schluss
Wer jetzt gern sagen möchte “Ich brauche sowas alles nicht”, der sollte nochmal nachdenken. Wie kann ich um etwas wissen, was ich nicht kenne? “Ich muss das nicht kennenlernen”. Nein, musst du nicht. Es ist aber auch nicht überlebenswichtig, zu erkennen, das der Himmel ohne Wolken blau ist.
Aufklärung und Wissen sind die Stichworte, aus denen Verantwortungsbewusstsein und Einschätzungsvermögen hervorginge, und nichts anderes. Aber halt! Dann hätten wir ja mündige Menschen unter uns, mit einem Recht auf Selbstbestimmung! Das geht nun wirklich nicht.
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