Das hat jetzt mal nur sehr indirekt was mit Musik zu tun, auch wenn der Titel anderes vermuten lässt.
Dem Einen oder Anderen wird aufgefallen sein, daß ich seit Jahren alles alleine mache, und zwar egal was. Ich habe mich selbst “gemanagt”, vermarktet, geartworked und alles gemacht, was mit dem “Produkt” IV zu tun hat. Dabei ist schon immer der kreative Schaffensprozeß auf der Strecke geblieben. Außerdem bin ich der Überzeugung, man kann sich nur auf eine Sache 100% konzentrieren und die dann auch richtig gut machen. Ich bleibe aber auch bei der Haltung, man sollte das alles schon draufhaben, mindestens, damit man weiß, worüber man redet.
Es bedeutet mir sehr viel live für euch zu spielen. Ich habe 2006 angefangen, mir einen Booking Agenten zu suchen, mit beschissenem mäßigem Erfolg. Versprechungen sind immer schnell und gerne da, Resultate Mangelware. Das habe ich lernen müssen. Lernaufgabe abgeschlossen. Ein Management - was etwas anderes als ein Booking Agent ist - ist dann nötig, wenn man in der ganzen administrativen Arbeit erstickt. Das ist bei mir schon lange der Fall, weshalb ich Konsequenzen ziehen musste. Ich habe mich dazu
entschlossen, Booking und Management in einer Person zu vereinen, und die heisst Björn (der Onkel auf dem Foto). Es gibt mannigfaltige Gründe, weshalb ich Björn dafür “auserwählt” habe. Die werde ich nicht alle nennen, aber ein entscheidender ist: Björn hat viel von meiner Denkweise und Arbeitshaltung, wir ähneln uns in vielen Punkten sehr. Aber die absolute Basis ist die Liebe zur Musik, die er mit mir teilt.
Es geht hier nicht um eine Lobrede oder Lorbeervorausschießung. Ich kann und möchte nur mit Menschen zusammenarbeiten denen ich 1. vertraue und die ich 2. zu meinen Freunden zähle. Das Eine bedingt das Andere, bei Björn ist das der Fall. Ich kann nicht einerseits den ganzen Tag kreativ sein und mich andererseits “nebenbei” den ganzen Tag um zeitaufwändige Prozesse kümmern, die zwar irgendwo auch fruchtend in ihrer Summe sind, mich aber als Künstler ausbremsen. Und genau an dem Punkt geht die der Summe voranschreitenden Rechnung nicht mehr auf.
Ich beantworte aus Überzeugung gern Anfragen und Kommentare (im Blog sowieso) von euch persönlich und zeitnah. Das geht allerdings immer weniger. Jetzt könnte man sagen “ja, aber für 348 Blogeinträge am Tag hat er Zeit”. Genau, die nimmt er sich auch, weil er das so möchte. Das ist Teil meines kreativen Prozesses, auch wenn das bescheuert klingen mag. Ich nutze diese “Expression”, das Feedback darauf usw., weil ich das (unter Anderem) in meiner Musik verarbeite. Ich mache meine Musik nicht allein, ihr seid alle so etwas wie Shareholder oder Zuarbeiter. Seit ich Musik mache, und das sind schon ein paar Jahrzehnte, verarbeite ich Erlebtes musikalisch. Ich male sozusagen tönende Bilder die sich dann in euch abbilden. So soll es sein.
Es kann in Zukunft vorkommen, das Björn Mails beantwortet, die an mich gerichtet sind, nämlich genau dann, wenn ich im Studio gerade die Füße in der Steckdose habe oder anderweitig in irgendwelchen Welten schwebe. Vorteil: Ich bin kreativ schaffend und Björn gibt zuverlässige Auskünfte. Er hat Handlungsvollmacht und kann Dinge in meinem Sinne selbst entscheiden, und das soll er auch. Wenn ihr keine Antwort bekommt, kann das also nur daran liegen das entweder Björn krank im Schrank liegt oder ich zu blöde war, Mails an ihn weiterzuleiten. Letztes ist eher denkbar. Dann bitte ich um KURZE, freundliche Erinnerung. Ich muss das in aller Deutlichkeit sagen: Für Romane habe ich weder Zeit noch Lust. Björn übrigens auch nicht. Anliegen bitte kurz und so knapp wie möglich formulieren. Und verständlich wäre gut.
Und ich sage das, weil ich manchmal Mails bekomme, die eine halbe Stunde zu lesen wären, würde ich dies denn tun.
Einerseits habe ich diese Haltung lernen müssen - also Dinge aus der Hand zu geben und zu vertrauen - andererseits geht es auch nicht mehr anders. Es gibt keine Garantie für einen Erfolg, das ist mir bewusst, aber man sollte erkennen, wann es Zeit wird, im richtigen Moment das Richtige zu tun. Erwartungshaltungen habe ich mir (zum Glück) abgewöhnt, was aber nicht heißt, daß ich keine Ziele habe. Und die erreiche ich meiner Erfahrung nach nur, wenn ich deligiere.
Mein Vater war einst ein erfolgreicher Unternehmer. Gescheitert ist er letztlich an dem Umstand, das er Verantwortung nicht aus seiner (Kontrollfreak-)Hand gegeben hat. Die Dinge sind ihm aus den Händen geglitten, und krank ist er (nicht nur dadurch) auch geworden.
Meine Pläne sehen Anderes vor.
Björn ist frei tätig für L2MM (L2 Music Management), unter der Haube von L2 Music. Er managt ab sofort alles Geschäftliche in Absprache mit mir und kümmert sich um das Bookinggeschehen. Er springt auch für persönliche Dinge ein, wenn nötig, aber auch nur dann, und wenn er selbst kann, denn sein “Day Job” ist das auch nicht.
Ich bin Björn sehr dankbar und schätze seine Absichten und sein Engagement. Es passiert momentan schon viel im Hintergrund, von dem ihr gar nichts merkt. Und genau so soll es sein. Björn ist für jeden zunächst unter “CONTACT” bzw. “MANAGEMENT & Booking” erreichbar. Ich aber auch. Da ändert sich nicht viel.
Was Björn NICHT ist: Eine Müllhalde für Privatprobleme. Das bitte ich zu respektieren, ebenso wie bei mir. Ihr wisst, ich kommuniziere gerne mit jedem, sofern das geht, aber Heiler und Therapeut ist ausschließlich meine Musik. Und zwar sehr erfolgreich, wenn ich das mal anmerken darf.
Abschließend möchte ich noch anregen, daß ihr mir am besten helft, wenn ihr “mich verbreitet”. Ich bekomme viele Anfragen mit Vorschlägen, um mir in irgendeiner Form zu helfen, und ich bin euch unendlich dankbar dafür. Meine Antwort ist aber so gut wie immer dieselbe: “Verbreite IV, damit hilfst du mir am besten.” Damit sind Links, Forenbeiträge, Blogposts, Mundpropaganda (die ja auch stattfindet) und Ähnliches gemeint. Und es geht bei IV - und dem, was er tut - nicht nur um mich persönlich. Ihr wisst, wohinter ich stehe und wofür ich stehe. Kurz: Wenn IV erfolgreicher wird, ändert sich Vieles, und - wie ich meine - zum Positiven. Versprochen. Mehr als zwei Brötchen morgens kann ich nämlich nicht essen, und das wird sich vermutlich auch nicht ändern. Man hat mir in der Vergangenheit schon mal gerne guruhaftes oder selbstverliebtes Verhalten vorgehalten. Was sich aber verändert hat, wenn ich die Möglichkeiten zum Verändern hatte, wurde nur ungern erwähnt.
In diesem Sinne, Freunde. Ich danke euch.
Update
Vergessen zu erwähnen: Mein nächstes Artwork wird Studio Flokati übernehmen. Das steht bereits fest.








