Jeder kennt es, kaum einem davon ist es wirklich bewusst: Das lieblose “Ja”. Es ist sozusagen das Pendant zum liebevollen “Nein”, das mein lieber Bruder schon ausführlich beschrieben hat. Nun, mein Bruder hat es beschrieben, erklärt (wie auch immer) für Menschen, die Lichtarbeit betreiben oder zumindest schon mal was davon gehört haben … nein, stimmt nicht ganz, aber genau diese Menschen verstehen schneller, was gemeint ist. Erklärt hat er es nämlich für alle.
Jetzt hab ich mir so meine Gedanken gemacht, wie man das Liebevolle an sich - also auch das “Nein” - den Menschen näher bringt, die von Lichtarbeit noch nie etwas gehört haben bzw. davon gehört haben, aber “keine Zeit für derartige Spinnereien haben”; sie haben “natürlich” mehr Zeit für “Sinnvolleres”, das soll aber keine Anklage sein. Zack! Jetzt habe ich wohl schon 50% potentieller Leser dieses Beitrages verloren, wie? ![]()
Gut, ich mach trotzdem weiter.
Also, wie bringt man ein Thema Menschen nahe, denen Spiritualität oder gar Lichtarbeit fern liegt, die schon flüchten, wenn sie nur was von Dingen hören, die sich in Bereichen abspielen, die nicht (nur) mit Sinnesorganen fassbar sind? Jesus Christus hat mal gesagt: “Willst du die Menschen erreichen, musst du ihre Sprache sprechen.” BINGO! Wer also das liebevolle “Nein” nicht versteht, dem komme ich jetzt mal mit dem lieblosen “Ja”, quasi als Gegenrechnung, so, als wenn ich in Mathe ein Ergebnis überprüfen wollen würde (2×4=8, 8:4=2, ihr wisst schon, was ich meine …
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Ich gehe sogar so weit, zu behaupten: Wir alle kennen kaum etwas besser, als das lieblose “Ja” … STOP … nein, wir alle kenne da “Ja”, uns ist nur nicht bewusst, das es MEISTENS lieblos ist. Im Gegenzug dazu ist uns MEISTENS auch nicht bewusst, wenn ein “Nein” liebevoll ist. Ihr seht: wir reden über MISSVERSTÄNDNIS! Sowohl das eine als auch das andere wird also falsch verstanden. Oder auch falsch (verstanden) gewollt, je nachdem.
Ich präsentiere euch jetzt mal ein paar Dialoge, bei denen ihr selbst mal herausfühlen könnt, wieviel wahrhaftig Liebevolles und wieviel gute Absicht da wirklich drin steckt. Unsere beiden Menschen heißen A und B:
A: Könntest du heute XYZ abholen?
B: Macht ja sonst keiner, okay.
A: Ich liebe dich.
B: Ja, ich dich auch.
A: Würden sie mir bitte mal die Tür aufhalten?
B: Klar.
A: Guten Abend!
B: Wir haben schon geschlossen!
A: Hallo?
B: Sie werden mit dem nächsten freien Mitarbeiter verbunden, die Leitung ist FÜR SIE reserviert. Please, hold the line …
Na? Merkt ihr was? Ich könnte jetzt noch die Killerfrage aufzählen: “Liebst du mich (noch)?”. Die Antwort auf sowas kennt ihr selbst. ![]()
Wie ungeliebt muss sich der Fragende fühlen, wenn er eine solche Frage - wenn auch scherzhaft verpackt - überhaupt stellt? Das Fatale: Derjenige selbst fragt sich nicht wirklich, ob er ungeliebt ist, ER WILL ES NUR HÖREN! Wen interessiert schon die WAHRHEIT? Oder anders: wer hat schon Interesse an WAHRER LIEBE? Wie auch, wenn man sie nicht kennt? Damit wären wir bei der falsch verstandenen Liebe, die woanders schon ausführlich beschrieben ist.
Glaubt ihr wirklich, ihr werdet geliebt, weil irgendjemand “alles mögliche” für euch tut?
Ich erzähle euch das, weil ihr all diese Aussagen kennt, und ich möchte ja mit diesem Beitrag schließlich was erreichen, nämlich euch. Tagein, tagaus gehen wir selbst mit dem lieblosen “Ja” um und merken es nicht. Man könnte auch sagen: Wir interessieren uns nicht für uns selbst (geschweige für den Anderen). Aber liegt nicht genau da der Ursprung aller Wahrheit und allen Glücks? In uns selbst, in dem, was in uns / durch uns möglich ist! Das wird aber ignoriert, mit großem “Erfolg”. ![]()
Wollen wir kurz zwischenfaziten: Wir glauben tatsächlich, wir würden uns selbst oder einem anderen einen großen Gefallen damit tun, wenn wir zu etwas “Ja” sagen, obwohl wir es ganz tief in uns gar nicht möchten oder für falsch halten (oder beides)!
Man könnte dieses Verhalten auch selbstzerstörerisch nennen, oder Mangel an Selbstliebe. Es geht aber weiter als nur Mangel an Selbstliebe, denn es ist schließlich auch ein Mangel an Liebe zu unseren Nächsten. Wir tun damit niemandem einen Ge-fallen. Huch, was ist das denn für ein Wort? FALLEN? Sagt das nicht schon alles? “Jemandem einen Gefallen tun”, “gefällig sein” … das alles riecht nicht gut, oder?
Natürlich ist es bisweilen lieb “gemeint” und auch von so etwas Ähnlichem wie Liebe getragen oder motiviert, wenn wir etwas für jemanden tun, das ihm vielleicht ge-fällt (
), aber vielleicht auch nicht. Kennt ihr nicht auch die Situationen, wenn ihr was lieb gemeint habt, es aber ein Schuß nach hinten wird, sprich: ihr es demjenigen welchen damit nicht Recht machen könnt? Ich kenne das ganz gut. Wie oft schon seid ihr regelrecht “auf die Schnauze ge-fallen” mit etwas, was ihr gut oder lieb gemeint habt? Wie oft wurde euch schon genau die gegenteilige Absicht unterstellt? KANN WAHRE LIEBE ÜBERHAUPT SO MISSVERSTANDEN WERDEN? Wahre Liebe falsch zu verstehen ist durchaus möglich, aber nur, wenn das Gegenüber das auch unbedingt so will, und das gibt es nunmal auch nicht selten. Das ändert aber nichts an DEINER Absicht!
Ich stelle also fest, daß das lieblose “Ja” alles Gute aus uns herausbrennt, was da vorhanden ist. Da kann das liebevolle “Nein” viel mehr Licht ins Dunkle bringen. Sowohl ein “Nein” als auch ein “Ja” kann von Herzen kommen, und zwar direkt und ungefiltert. Beide sind mir willkommen, denn sie bereichern mich, erleichtern mir den Umgang mit Mitmenschen und ich fühle mich geliebt. Ein liebevolles “Nein” oder “Ja” kann nicht wehtun. Das kann nur das unehrliche, falsch verstandene, aus Ge-fälligkeit herausgedrückte, unter Schmerz (selbst-)erzwungene, lieblose “Ja” oder “Nein”.
Wer eigenständig, selbstbewusst, stark, glücklich und frei sein will - so wie alle Menschen - der wendet sich den Dingen liebevoll zu. Egal ob mit einem “Ja” oder einem “Nein”. Wir Menschen sind Meister in Selbstfolter und Quälerei. Das äussert sich sichtbar ganz gut in der Tatsache, wie wir z.B. den Planeten behandeln, auf dem wir (liebevollerweise) leben dürfen. So dürfen wir aber auch (liebevollerweise) in und mit uns selbst leben!
Wir tun es nur nicht. Wir leben an uns vorbei. Wir “lieben” nur das, was wir uns (lieblos) nehmen können, nicht das, was wir EINFACH SO HABEN, weil es uns (liebevollerweise) GEGEBEN WURDE. Stets begehren wir das, was uns nicht gehört, nehmen, wovon es zu wenig für ALLE gibt und schmeißen auch Selbiges in den Dreck. Das ist keine Klage, sondern WAHRHEIT.
Wann hast du zum Letzten (oder ersten) Mal zu dir selbst gesagt: “Ich liebe mich, weil ich gütig und dankbar bin. Gütig allem gegenüber, was mich umgibt, und dankbar dafür, das es da ist.”
Na? Keine Zeit für “sowas”?







