Theobromin
Theobromin ist vor allem im Kakao (wissenschaftlicher Name Theobroma cacao) und seinen Produkten und in Produkten der Gattung der Kolabäume enthalten, dessen Nüsse (Kolanuss) früher bei der Herstellung von Coca Cola verwendet wurden. Seine Wirkung auf den menschlichen Organismus ähnelt der des Koffeins, ist aber deutlich schwächer.
Als anregende Substanz wird Theobromin oft mit Koffein verwechselt; es hat aber eine deutlich andere Wirkung auf den Organismus, da es mild und dauerhaft anregend, aber auch stimmungsaufhellend wirkt. Es kommt in Kakao und Schokolade in ungefährlichen Mengen vor, so dass man es nicht überdosieren kann – ungesüßtes Kakaopulver enthält 1 bis 3 Prozent Theobromin. Ungefährlich ist es allerdings nur für den Menschen, denn Menschen besitzen ein Enzym, das diesen Stoff im Körper abbaut. Tieren wie zum Beispiel Hunden oder Pferden fehlt dieses Enzym, sie verarbeiten die Substanz somit viel schlechter und darum kann sie für sie sogar tödlich sein. Für einen kleinen Hund, beispielsweise einen Yorkshire Terrier, können bereits – je nach Gewicht – ein bis drei Tafeln Zartbitterschokolade tödlich sein.
Anmerkung von mir: 2 Tafeln Vollmilch-Schokolade (besonders Zartbitter, da kann eine HALBE Tafel reichen!) enthalten genug Theobromin, um einen 20 kg schweren Hund zu töten. Entsprechend schneller bei kleineren Hunden.
Avocado
Die Avocado (Persea americana MILL.) ist ein Fruchtgemüse aus der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae). Der bis zu 15 Meter hohe Baum hat seinen Ursprung in Südmexiko und wurde bereits von den Azteken kultiviert. Heute wird er in über 400 Kultursorten weltweit in den Tropen sowie in Südafrika, Israel, Kalifornien und Südspanien (Málaga und die Küste von Granada) angebaut.
In der gesamten Pflanze (Grünpflanze, Fruchtfleisch, Kern) kommt das Toxin Persin vor. Bei Aufnahme größerer Pflanzenmengen gilt es für Tiere als giftig. Für Menschen ist Persin dagegen harmlos.
Zwiebeln
Die Zwiebel (Allium cepa), auch Zwiebellauch, Bolle, Küchenzwiebel, Gartenzwiebel, Sommerzwiebel, Hauszwiebel oder Gemeine Zwiebel genannt, ist eine zweijährige Kulturpflanze aus der Gattung der Zwiebeln (Allium).
Zwiebeln (der Pflanzenteil) sind als Schutz vor Fraßschäden für viele Säugetiere (also auch Menschen) überwiegend giftig oder zumindest sehr unbekömmlich. Ausnahmen bilden nur spezielle Züchtungen - nämlich die Speisezwiebeln - die für den Menschen ungiftig sind, nicht jedoch für andere Säugetiere. Für Hunde stellen Speisezwiebeln z. B. ein ernstes Problem dar, die verbreitete Sitte, Hunden Reste eines Mittagessens zu geben, kann für den Hund bei hoher Zwiebelhaltigkeit des Essens schädlich sein und zu Vergiftungserscheinungen führen.
Dank an Wikipedia bzw. deren Autoren.
Hinzu kommen nach meinem eigenen Wissen:
- Rohe Hülsenfrüchte (alle!). Auch gegart nur schwer zu Verdauen und problembehaftet.
- Zerbissene Obstkerne. Darin (in den Samen) ist Blausäure enthalten, die schwere neurologische Schäden verursacht.
- Ätherische Öle, wie zum Beispiel in vielen Gewürzen und Kräutern enthalten.
- Nikotin! Ja, kein Scherz. Nikotin ist für Hunde reines Gift und kann zu tödlichen Kreislaufkollapsen und Ähnliches führen. Es reicht, wenn ein Hund aus einer Pfütze trinkt, in der Zigarettenkippen schwimmen.
Goldene Grundregel: Ein Hund sollte NICHT Menschenspeise fressen. Die Hundebiologie funktioniert anders als die des Menschen, wenn sich auch medizinisch Einiges gleicht. Es gibt in Lebensmitteln für Menschen oft für Menschen völlig problemlose Inhaltsstoffe, die für Hunde ein Problem darstellen. Das liegt oft an Enzymen, über die Menschen verfügen, aber Hunde nicht. Diese Enzyme “spalten” gewisse Stoffe auf und machen sie somit verdaulich bzw. ungefährlich.
Natürlich gilt das auch anders herum. Es gibt Substanzen, die Hunde problemlos (vor allem in gewissen Mengen) aufnehmen können, aber Menschen nicht. Zum Beispiel Blut.
Ein weiteres Märchen ist es auch, das Hunde unhygienisch sind, weil sie ja überall schnüffeln und auch unreine Dinge in den Mund nehmen oder gar fressen, wie zum Beispiel eigenen oder fremden Kot (für Hunde ist fremder Kot oft eine Delikatesse, wie z.B. Menschen- oder Katzenkot). Aber das Thema würde an dieser Stelle zu weit ausufern. Nur soviel: Hundespeichel ist 10 mal schneller steril als der des Menschen (es braucht ca. 15 Sekunden nach Kontakt mit “Unreinem”, bis ein Hundemaul wieder okay ist). Wäre dies nicht so, wäre ein Hund nicht überlebensfähig. Er würde spätestens als Welpe nach der ersten Reinigung des eigenen Körpers (Lecken am Anus und den Genitalien) erkranken und sterben, eine Behandlung mal nicht vorausgesetzt.
Was glaubt ihr, wieviele Menschen das da oben wissen? Hä? Und wieviele haben Hunde? Hä? Und? Dürfen die das eigentlich, also Hunde halten? Ich sage: NEIN. Jeder, der gedenkt einen Hund zu halten, sollte sich vorher sachkundig machen MÜSSEN und eine Prüfung ablegen. Ich behaupte also, 95% aller Hundehalter dürfen eigentlich keinen Hund halten. Ich weiss, ich trete mit dieser Meinung vielen auf die Füße, aber ich bleibe dabei. Wer keine Ahnung von Hunden hat, darf keinen haben. Basta.
Als ich Wilma als kleines, schwarzes Wollknäuel aus dem Tierheim geholt habe, hat man mir 50 DM angeknöpft und das wars. Keine Frage danach, ob ich überhaupt weiss, was ich da tue. Die waren froh, als Wilma da raus war. Zum Glück wusste ich, was ich tue. Ich bin mit Hunden aufgewachsen und habe mich schon immer für die Natur interessiert.
Wo sind da die Gesetze?







