Für mich die Pharmaindustrie im Schafspelz. Ich will nur mal einige, wenige Artikel kurz anzitieren, die ich beim googeln gefunden habe:
Was glaubst Du, warum die Babyartikelindustrie so viele Überwachungsgeräte für die Nacht verkauft!? Weil sie genau diese Gefühle zu Geld macht! Also ich denke schon es ist “normal”, denn es wird einem einfach bewusst, was man für eine große Verantwortung für so einen hilflosen kleinen Wicht übernommen hat & zudem ist man durch die Medienwelt auch völlig von Ängsten geprägt (plötzlicher Kindstod, was darf mein Säugling essen?, wie soll er schlafen? usw.)
Es ist meine zweite Schwangerschaft und umso mehr fällt mir auf, wie viel unnötige Anschaffungen manche Erstmütter aus Unwissenheit machen. Schuld daran sind zahlreiche Elternratgeber, die die Prioritäten nicht richtig setzen und somit die Babyartikelindustrie bis ins Unendliche fördern. Klar- man kann eine werdenden Erstmutter ja auch alles verkaufen- was sie wirklich braucht wird sich ja dann noch herausstellen. Aber auch die gutgemeinten Ratschläge von der Familie tragen ihren Teil dazu bei. Wer sich um Geld keine Sorgen macht, kann meinen Bericht getrost ignorieren. Ich möchte Jene bewahren, die auf jeden Cent schauen müssen oder wollen und am Ende eines Jahres nicht feststellen wollen, Hunderte von Euro umsonst ausgegeben zu haben.
Deutlich hat sich uns in der Diskussion gezeigt, dass mit dem Anfang und Ende des Lebens ganz unterschiedlich umgegangen wird. Längst vorbei sind die Zeiten, in den Hebammen noch für Geburt und Tod zuständig waren, in denen der Mensch nicht nur in das Leben geholt wurde, sondern in denen der Mensch auch im Abschiednehmen professionell und liebevoll begleitet wurde. Das “freudige Ereignis” Geburt steht heute im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit - Geburtsvorbereitungskurse, unzählige Literatur zu Schwangerschaft, Geburt und Säuglingspflege, Glückwünsche, Fotos jedes Augenblicks, Geschenke und schließlich eine umsatzstarke Babyartikelindustrie. Was haben Menschen in ihrem Leben getan, dass sie so freudig und mit großem Aufwand begrüßt werden - ihre Verabschiedung jedoch häufig nicht mehr als unangenehme Pflicht ist? Während die Rituale um die Geburt genutzt und zelebriert werden, verhält es sich mit den Ritualen in der Sterbephase und nach den Sterben, wie wir gesehen haben, anders. Denn wer besucht nach dem “partnerschaftlichen Geburtsvorbereitungskurs” schon einen “Sterbevorbereitungskurs”? Und im Gegensatz zum Knipsen von Babyfotos ist es heute eher tabuisiert, zum Andenken Aufnahmen von Toten zu machen. Trauer trägt kaum noch jemand, am Kinderwagen oder Tragetuch wird sofort klar: Ein Kind ist da, und die Glückwünsche folgen. Um die Hinterbliebenen dagegen wird eher ein Bogen gemacht. Kann es sein, dass wir wohl wissen, wie Freude ausdrücken und wie eine Zukunft planen - aber der Umgang mit Trauer, Verlust und Schmerz uns abhanden kommt?
Kurzum: Die totale Versklavung, schon vor der ersten Lebenssekunde. Mach ich nicht mit. Ich bin nicht euer Kunde, meine Seele gehört mir.







