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Wednesday, November 15, 2006 by Ingo

Der Wandel und die Ewigkeit

parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}” href=”http://www.ingovogelmann.com/wp/wp-content/plugins/hot-linked-image-cacher/upload/ingovogelmann.com/102/297513841_7da72c3beb.jpg”>Mit meinem Album “God” beginnt eine neue Zeit, jedenfalls für mich. Ich denke, wir befinden uns sowieso am Beginn einer neuen Zeit, und das meine ich wesentlich globaler, aber das hat natürlich nur wenig Zusammenhang mit dem Album.

Wir befinden uns am Anfang des Aquarius-Zeitalters (Wikipedia-Link für Erklärung). Neu, neu, neu, “the only constant is change”, nichts bleibt, wie es ist. Und das war auch schon vor dem Aquarius so. Kinder, Alben, Websites, alles neu. Bärte wachsen, werden rasiert, neue Schuhe, neue Besen (kehren gut) usw. usf. …

Ich musste mir Zeit nehmen in den letzten Wochen, Zeit für viele Dinge. Das Album, die Endphase der Schwangerschaft (zum Zeitpunkt dieses Eintrages steht die - sich unerträglich hinziehende - Geburt, mit den einen oder anderen Schwierigkeiten, noch an!), für das Abstreifen alter Haut und das Schlüpfen in neue.

Wer “God” komplett gehört hat, sagt Worte wie “Gigantisch”, “Lebenswerk” (das hatten wir an anderer Stelle schon mal … altes Blog), “Faszinierend”, “Verrückt”, “Genial”. Gut, es sind aber auch nicht viele …

Gibt es den alten Vogelmann mit “God” nicht mehr? Alles neu? Nein und ja. Für mich selbst war “God” eine Reise auf Wegen, die es vorher nur in meinem Kopf gab. Ich habe viel Neues (schon wieder) ausprobiert und für gut befunden, ich habe es nicht versucht, ich habe mich einfach neu erfunden und ein bißchen alten Vogelmann drin gelassen. Er ist erkennbar, aber kopiert sich nicht selbst. Er hat - ohne es zu wollen - geschafft, Musik über Lautsprecher hinaus gehen zu lassen. Man könnte sagen “God” erfüllt den Raum von ganz allein. Ihr werdet es alle bald merken.

Genug des Neuen, kommen wir zu Altem. Altes, vor 2000 Jahren gesagt (und etwas später geschrieben), aber keinen Funken an Gültigkeit verloren, wie alles Wahre immer gilt. Es sind für mich Worte für die Ewigkeit, die mir wichtig sind hier aufzuschreiben. Mögen diese Worte Euch allen etwas Unvergängliches schenken.

Alle Übel, unter denen die Menschen leiden, werden durch Dinge veranlaßt, die außerhalb von uns liegen; denn das, was in uns ist, kann niemals leiden machen. Ein Kind stirbt, ein Vermögen geht verloren, Haus und Felder verbrennen, und alle Leute sind hilflos und schreien auf: “Was soll ich jetzt tun? Was wird mit mir nun geschehen? Wird dies einmal ein Ende nehmen?”

Solche Worte gebrauchen jene, die über Ereignisse, die ihnen zustoßen, jammern und jauchzen, Ereignisse, auf die sie keinen Einfluß haben. Aber, wenn wir über etwas klagen, was nicht in unsere Macht gegeben ist, gleichen wir dem kleinen Kind, das weint, wenn die Sonne den Himmel verläßt. Es wird von alters her gesagt, du sollst nichts begehren, was deinem Nachbarn gehört; und jetzt sage ich euch, du sollst nichts begehren, was nicht in deiner Macht liegt, denn nur das, was in dir ist, gehört dir; und das, was außerhalb von dir ist, gehört einem anderen. Darin liegt Glück: Zu wissen, was dein ist und was nicht dein ist. Wenn du dir ewiges Leben wünschst, halte an der Ewigkeit in dir fest und greife nicht nach den Schatten der Welt der Menschen, in denen die Saat des Todes steckt.

Ist nicht alles, was außer dir geschieht, außerhalb deiner Macht? So ist es. Und liegt deine Kenntnis von Gut und Böse nicht in dir? Es ist so. Hast du es dann nicht in deiner Macht, alles, was geschieht, im Lichte von Weisheit und Liebe zu behandeln, statt in Trauer und Verzweiflung? Es ist so. Kann dich irgendein Mensch hindern, so zu handeln? Niemand kann es. Dann sollst du nicht aufschreien: “Was soll ich tun? Was wird mir nun geschehen? Wird dies bald vorübergehen?” Denn was immer geschieht, du sollst es im Lichte von Weisheit und Liebe beurteilen und alle Dinge mit den Augen der Engel betrachten.

Denn dein Glück danach abzuwägen, was dir zustoßen kann, macht dich zum Sklaven. Und den Engeln gemäß leben, die in dir sprechen, ist frei zu sein. Du sollst in Freiheit leben als wahrer Sohn Gottes und dein Haupt nur vor den Geboten der göttlichen Ordnung beugen. Auf solche Weise sollst du leben, daß du, wenn der Todesengel auf dich zukommt, deine Hände zu Gott erheben und rufen kannst: “Die Kommunionen, die ich von dir erhalten habe, weil ich dein Gesetz kannte und auf den Wegen der Engel wandelte, habe ich nicht mißachtet: Ich habe dich durch meine Handlungen nicht entehrt. Siehe, wie ich das innere Auge benutzt habe. Habe ich dir jemals Vorwürfe gemacht? Habe ich gegen das, was mir geschah, losgeschrien oder gewünscht, es möge anders ausfallen? Habe ich dein Gesetz übertreten wollen? Du hast mir das Leben gegeben, und ich danke dir für alles, was du mir geschenkt hast. Solange ich die Dinge, die dir gehören, gebraucht habe, bin ich zufrieden: Nimm sie zurück und tue sie hin, wo du willst, denn dein ist alles, jetzt und in Ewigkeit.”

Wisse, das niemand zwei Herren dienen kann. Du kannst nicht die Reichtümer der Welt begehren und dazu das Himmlische Reich besitzen. Du kannst nicht wünschen, Land zu besitzen und Macht über Menschen zu haben und auch das Himmlische Reich. Reichtum, Land und Macht, diese Dinge gehören niemand, denn sie sind von dieser Welt. Aber das Reich des Himmels ist für immer dein, denn es ist in dir. Und wenn du begehrst und suchst, was dir nicht gehört, dann wirst du gewiß verlieren, was dein ist. Wisset, denn ich sage es euch wahrlich, daß nicht gegeben wird noch erhalten wird für nichts. Alles in der Welt der Engel und der Menschen hat einen Preis. Wer Reichtum und Kostbarkeiten ansammeln will, muß umherrennen und die Hände von jenen küssen, die er nicht bewundert, verschwendet seine Kraft an anderer Leute Türen, sagt und tut viele falsche Dinge, macht Geschenke aus Gold und Silber, gibt süße Öle; all das und mehr muß ein Mann tun, der Geld und Gunst haben will. Und wenn du es erreicht hast, was besitzt du dann? Sichern dir Reichtum und Macht Freiheit von Furcht, einen ruhigen Geist, einen Tag in Gesellschaft der Engel der Erdenmutter, eine Nacht in Gemeinschaft mit den Engeln des Himmelsvaters? Glaubst du, du erhältst solche großen Dinge für nichts? Wenn ein Mensch zwei Herren hat, wird er entweder den einen hassen und den anderen lieben; oder er wird zu dem einen halten und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott und zugleich der Welt dienen. Vielleicht versiegt dein Brunnen, kostbares Öl wird vergossen, dein Haus brennt, deine Ernte verdorrt: aber du begegnest dem, was dich trifft, mit Weisheit und Liebe. Der Regen wird den Brunnen wieder füllen, Häuser können wieder aufgebaut werden, neue Saat kann gesät werden; alle diese Dinge gehen vorüber, kommen wieder und vergehen erneut. Aber das Himmlische Königreich ist ewig und wird nicht vergehen. Darum tauscht nicht, was ewig ist für etwas ein, was in einer Stunde vergeht.

Wenn dich Menschen fragen, zu welchem Land du gehörst, so sage nicht, du gehörst zu diesem Land oder jenem, denn in Wahrheit ist es nur diese arme Körper, der in einem kleinen Winkel der Erde geboren wurde. Aber du, Kind des Lichts, gehörst der Bruderschaft an, die alle Himmel und was darüber ist umfaßt; und von deinem Himmelsvater ist nicht nur der Same deines Vaters und Großvaters herabgekommen, sondern der aller Lebewesen auf der Erde. Wahrlich, du bist ein Sohn Gottes, und alle Menschen sind deine Brüder; und Gott zum Schöpfer und Vater und Beschützer zu haben, soll und das nicht von aller Sorge und Angst befreien?

Darum sage ich euch, verschwendet keinen Gedanken daran, weltliche Güter anzuhäufen, Besitz, Gold und Silber, denn dies bringt nur Verderben und Tod. Denn je größer dein Geldschatz, desto dicker werden die Wände deines Grabes sein. Öffne die Fenster deiner Seele weit und atme die frische Luft eines freien Menschen! Warum sorgt ihr euch um Kleidung? Sehet die Lilien auf dem Feld, wie sie wachsen: sie plagen sich nicht, noch spinnen sie; und doch sage ich euch, selbst Salomon in all seiner Herrlichkeit war nicht nicht geschmückt wie eine von diesen. Warum sorgt ihr euch um Nahrung? Sehet die Gaben eurer Mutter Erde: die reifen Früchte der Bäume, das goldene Korn ihres Erdreichs. Warum richtet ihr eure Gedanken auf Haus und Ländereien? Ein Mensch kann euch das nicht verkaufen, was ihm nicht gehört, und ihm kann nicht gehören, was allen gehört. Diese weite Erde ist dein, und alle Menschen sind deine Brüder. Die Engel deiner Erdenmutter begleiten dich bei Tage und die Engel deines Himmelsvaters bei Nacht, und in dir hast du das heilige Gesetz. Es ziemt nicht dem Sohn eines Königs, nach einem Narrenzepter in der Gosse zu gieren. Nimm denn deinen Platz an der Festtafel ein und mache deinem Erbe Ehre. Denn in Gott leben wir und gehen wir voran und haben in ihm unser sein. Wahrlich, wir sind seine Söhne und er ist unser Vater.

Der nur ist frei, der lebt, wie er zu leben wünscht; der in seinen Handlungen nicht behindert ist und dessen Wünsche ihr Ziel erreichen. Wer keinen Einschränkungen unterliegt, ist frei, aber wer bedrängt und behindert werden kann, ist gewiß ein Sklave. Aber wer ist nicht ein Sklave? Nur jener Mensch, der nichts begehrt, was anderen gehört. Und was gehört euch? Meine Kinder, nur das Himmelreich in euch, wo das Gesetz des Himmelsvaters wohnt, ist euer. Das Himmelreich ist wie ein Kaufmann, der gute Perlen sucht: als er eine Perle von hohem Wert fand, ging er hin und verkaufte alles, was er besaß, und kaufte sie. Und wenn diese eine kostbare Perle ist dein für immer, warum verschacherst du sie für Kieselsteine? Wisse, dein Haus, dein Land, deine Söhne und Töchter, alle Freuden des Glücks und die Sorgen schwerer Prüfungen, ja sogar die Meinung, die andere von dir haben, all diese Dinge gehören dir nicht. Und wenn du diese Dinge begehrst und an ihnen festhältst und dich sorgst um sie und dich aufregst, dann bist du in Wahrheit ein Sklave, und in Sklaverei wirst du bleiben.

Meine Kinder, laßt die Dinge, die euch nicht gehören, sich nicht an euch festsetzen! Laß die Welt sich nicht an dich klammern, wie der rankende Wein mit der Eiche verwächst, so daß du Schmerzen erleidest, wenn sie von dir weggerissen wird.

Nackt kamst du aus dem Schoß deiner Mutter, und nackt sollst du dorthin zurückkehren. Die Welt gibt und die Welt nimmt. Aber keine Macht im Himmel und auf Erden kann dich dem Heiligen Gesetz entreißen, das in dir wohnt. Du magst deine Eltern erschlagen sehen und aus deinem Land vertrieben werden; dann sollst du freudigen Herzens gehen und in einem anderen leben, und mit Mitleid sollst du auf den Mörder deiner Eltern blicken und wissen, daß seine Tat ihn selbst trifft. Denn du kennst deine wahren Eltern, und du lebst sicher in deinem rechten Land. Denn deine wahren Eltern sind deine Erdenmutter und dein Himmelsvater, und deine wahre Heimat ist das Himmlische Reich. Der Tod kann dich niemals von deinen wahren Eltern trennen, und aus deiner wahren Heimat wirst du nicht verbannt. Und in dir ist ein Fels, der alle Stürme übersteht, das Heilige Gesetz, dein Schutz und deine Rettung.

(Aus dem Aramäischen übersetzt von Dr. E. Bordeaux Székely, aus den Schriften der Essener. Gesagt hat all dies Jesus der Nazarener (nicht von Nazareth, das gab es zu Jesus Lebzeiten noch gar nicht, und ein Nazarener ist etwas ganz Anderes), und dieser Text ist “Aus dem Essener Buch des Wahren Lehrers”Wink

Versucht, die alte Sprechweise zu berücksichtigen; Einiges klingt altbacken, hochtrabend, geschwollen oder fantastisch, ist aber im Inhalt aktueller denn je. Jesus hat sich sprachlich (und auch anders) grundsätzlich immer angepasst, je nachdem, zu welchen Leuten er gerade sprach. Heute spricht er anders ;o)

Wer diesen Text gelesen hat, der versteht, wieso ich “God” gemacht habe. Und der versteht übrigens auch das Artwork. Viel mehr als dieses Leben hat mich gelehrt und inspiriert, ein solches Album zu komponieren, aber die Zeit ist erst jetzt reif. Nicht nur für mich.

Bis bald. Brüder.

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