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Der Soderstorfer Thomas Nolte veröffentlicht seine ‘Journey To Cetus’ auf CD
ff Soderstorf. Viel Aufhebens um seine erste CD mit eigener Musik macht Thomas Nolte nicht gerade — sie sei jetzt eben ‘einfach fertig geworden’. Zwei Jahre Arbeit stecken in dem Solo-Projekt, das der Soderstorfer eigentlich nur so zum Spaß für sich selbst begann, und das stetig wuchs. ‘Journey to Cetus’ heißt das Konzeptalbum. Es bietet immerhin 72 Minuten Sound, Stücke mit zuweilen etwas rätselhaften Titeln wie ‘NGC-246′, ‘Tau Ceti’ und ‘Secrets Of Deneb Kaitos’. Dafür fand sich nun sogar ein Label.
In ‘Journey To Cetus’ steckt etwas von der stillen Experimentierfreude des Tüftlers, die der 19-jährige Mike Oldfield empfunden haben muss, als er 1972 fast ganz allein sein Album ‘Tubular Bells’ aufnahm. Thomas Nolte, Jahrgang 1962, natürlich auch Oldfield-Fan, spielt ’so leidlich’ Keyboards und E-Gitarre. Das Hauptinstrument ist der Computer. Damit schrieb und produzierte er vor 15 Jahren seine ersten Stücke, die er heute als ‘nicht so doll’ einschätzt. Ehefrau und Freunde immerhin ermutigten ihn. Ebenfalls erfreulich war die Resonanz, als Thomas Nolte seine Kompositionen im Internet veröffentlichte und zum kostenlosen Herunterladen anbot. Auch der Zyklus ‘Journey To Cetus’ ist über das Web zu hören: ‘Ziemlich zufällig’, so Thomas Nolte, habe er den Produzenten des Dortmunder (Anm. d. Bloggers: FALSCH! Birmingham, England) Labels L2 Music kennengelernt, der nun die Musik erstens per Download, ab Januar 2007 auch als CD veröffentlicht.
Daheim im Souterrain, wo ein Sohn sein Schlagzeug und die Ehefrau ihren Schreibtisch stehen haben, hat sich auch Thomas Nolte eingerichtet. Grundlage der ‘Journey’ sind gesampelte Sounds: rund 90 CDs mit Melodie-Fragmenten, mit eingespeicherten Rhythmen und Instrumenten aller Art. Aus diesem Fundus komponiert Thomas Nolte am Computer seine Stücke, die theoretisch bis zu 64 Tonspuren haben können. Zwölf reichen aber auch schon, um bereits einen üppigen Orchesterklang zu erzeugen.
“Journey To Cetus” ist eine ruhige, sich bedächtig entwickelnde Musik mit sparsam eingesetzten Glanzeffekten. Eine selbstgeschriebene Fantasy-Geschichte steckt dahinter, die in der Wüste von Nevada beginnt und zum Sternbild des Cetus (des Wales) führt. Thomas Nolte will sie demnächst auf seiner Webpage veröffentlichen, aber nicht im Booklet der CD, jeder Hörer möge seine eigenen Assoziationen entwickeln. Story und Musik werden bereits fortgesetzt — Mike Oldfield ist inzwischen bei Tubular Bells III angekommen.
( © 2006 Landeszeitung für die Lüneburger Heide)







