HIER WÄRE EIGENTLICH EIN BILD, WAS ABER BEIM BLOGUMZUG VERLOREN GEGANGEN IST.
Der liebe Gott hat mir hervorragende Zähne geschenkt. Sowohl optisch als auch substantiell. Leider habe ich oben links von innen eine Eitertasche, mehr am Gaumen als am Zahn. Ich habe die ganze Nacht kaum geschlafen, große Schmerzen peinigen mich, mein ganzer Kopf tut weh.
Ich werde mich jetzt selbst “operieren”, der Mist muss raus. Etwaige Ähnlichkeiten zu “Cast Away” sind rein zufällig.
Ich berichte.
Bericht (sicher nicht der Letzte): Das Teil ist so massiv, das ich es an 3 (!) Stellen perforiert habe. Beim ersten Hieb hat sich eine Menge entladen, danach kamen Suppentassen voll Blut, das ganze Waschbecken voll (sah wirklich Scheiße aus). Es hat so gut wie gar nicht geschmerzt, denn das Fleisch an der Stelle ist durch den Eiter schon völlig betäubt. Erstaunlich wie “porös” Fleisch wird, wenn es von Eiter beseelt ist. Die beiden anderen Male haben sehr weh getan, denn ich habe den Sack dann noch versucht auszuquetschen. Dabei bin ich die Wände hoch gegangen. Aus dem Stand. Jetzt habe ich großen Wundschmerz und den Eindruck, das war erst Operation Teil 1.
Update: Nach einer halben Stunde kann ich sagen: Die Schmerzen haben etwas nachgelassen. Ich meine, deutlich zu spüren, das das Hauptproblem beseitigt ist. Warten wir’s ab … ich gehe jetzt mit Wilma raus, spazieren, damit ich ein paar schöne Impressionen in mich reinbeamen kann.
Update 2: Ich sitze jetzt in einem Eiscafe und schlürfe einen Milchshake. Direkt nachdem ich von der Apotheke kam, die Notdienst hatte. 16 € für Dolormin und Chlorhexamed. Kacke. Die Apothekerin findet es auch ganz toll, bei strahlendem Wetter und 27 Grad in der Apotheke Notdienst zu haben. 
Ich bin ja sehr bärtig, weshalb ich es gut für möglich halte, das sich ein Barthaar in einer Ritze zwischen den Zähnen verfangen und dann zu einer Entzündung geführt hat. Mein Mund fühlt sich an, als hätte ein Wespenschwarm darin eine Technoparty gefeiert, jetzt ist gerade Afterhour.
Wilma liegt mir zu Füßen und fängt entspannt Fliegen.Und ich spüle jetzt mit einem Früchte-Milchshake meine Drogen runter. 2 “Dolormin extra” Granaten. 
Auf dem Weg zurück erzählt mir ein Vogel(mann)freier (auch “Obdachloser” genannt), ich solle meinen Hund nicht aus dem Marktplatzbrunnen trinken lassen. Sie würden dort Mittel reinkippen, damit der Brunnen keine Algen bekommt. Danke, mein Freund! Für den Tipp hab ich ein Eis spendiert und dem Kollegen einen von meinem schmerzenden Schnabel erzählt. Hatte er auch mal, sagte er.
Jetzt kann mein Hund schon nicht mehr aus Brunnen trinken. Hundesteuer? ABZOCKER!
Update 3: Wow, die Drogen sind sehr wirksam (nur rosa Elefanten sehe ich keine). Mein Schnabel fühlt sich an, als wäre er wieder halbwegs einsatzbereit, zumindest, um ein wenig feste Nahrung zu mir zu nehmen, denn Hunger habe ich immens! Ich bin nur sehr müde, teils wegen der Schmerznacht, teils wegen der Drogen. Ach ja: Chlorhexamed ist auch sehr lecker, ähnlich wie im Freibad einen herzhaften Schluck aus dem Nichtschwimmerbecken zu nehmen.
Gut ist: Schmerzen so gut wie weg, der vorige Eitersack nur noch auf Wundschwellung gewichen, der Mist ist raus, alles auf dem richtigen Weg
) … die Arbeit wartet … 
So, und zum Abschluß der Nummer noch Reality TV:
HIER WÄRE EIGENTLICH EIN BILD, WAS ABER BEIM BLOGUMZUG VERLOREN GEGANGEN IST.
Ich habe übrigens - reine Info am Rande - alle 32 Zähne (inkl. Weisheitszähne), alle gesund, dafür jede Menge Kaffee- und Raucherbelag. Wie man sieht. Und außerdem jetzt ‘ne Maulsperre, weil die Kamera zu groß für meinen Mund ist.







