This is the official website of the musician, sound engineer, DJ, composer & producer for film & media Ingo Vogelmann. No MySpace, Fuckbook or whatever ... this is a real real deal.
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Ich trage mich ja schon lange mit dem Gedanken, Musik für Kinder zu machen. Und ich muss da mal was loswerden:
Wieso verkauft man Kinder gern für einfältig? Die Kindermusik, die man so kennt, ist meist gewollt “lustig”. Das grenzt an die Geronto-Abteilung beim Musikantenstadl. Kinder werden nicht tagein, tagaus nur von Lustigem bewegt. Es soll/muss ja auch nicht traurig sein, aber realitätsnah wäre doch vielleicht nicht schlecht. Wenn irgendwelche schmerzfreien Doppelherzabonnenten und Treppenlift-Kunden im Musikantenstadl zum Rhytmus mit den Dritten klappern ist das ja eine andere Geschichte als mit Kindern. Diese für blöd Verkauferei von Kindern geht mir auf die Nerven. “Tele Tubbies” ist das beste Beispiel dafür. Selten so einen Schwachsinn für Kinder gesehen.
Mein Sohn Joshua (9) letztens: “Papa, was ist Musik?”
Papa: “Mmmmppfff … ääähhmmmm … okay, Musik ist die Kunst Töne zusammen zu bringen, das sie so etwas wie eine Geschichte erzählen.”
Sohn: “Das verstehe ich.”
Ich habe mit “Deep understanding” bei Kindern erstaunliche Beobachtungen machen können. Sogar bei einem authistischen Kind in meinem Bekanntenkreis. Hab die CD mitgebracht, der Junge hat sich Kopfhörer aufgesetzt und war knapp 74 Minuten auf dem Sofa in eine andere Welt versunken, völlig entspannt. Das war ein tolles Erlebnis für mich, das mit anzusehen. Wohingegen meine 7-jährige Nichte mal 74 Minuten nur getanzt hat, so gut wie ohne Pause. Wunderschön. Und die Platte ist ja nun wirklich keine typische Kindermusik. Glaube ich.
Es gibt eben nicht nur lustige Geschichten, sondern auch mal Dinge, die Kinder auf anderer Ebene beschäftigen. Ein Meister für dieses Genre ist für mich einzig Herman van Veen. Sowas wie “Rolf & seine Brötchengeber” finde ich grauenhaft dämlich. Und die werden dann auch noch Freunde genannt.
Also, wenn ich Kindermusik mache, dann so wie Herman. Zumindest werde ich mich am Inhalt orientieren.
Aus einem Song von Herman van Veen, den ich wunderschön finde:
Es ist etwas passiert meine Mutter ist verschwunden eine fremde Tante schmust jetzt mit Vater rum. Sie macht das Essen bringt mich abends singend ins Bett und ich muß dann ein Küsschen geben. Bär, wo bist du Bär, komm her leg die Pfötchen fest um mich und brumm was liebes gleich muß ich ins Bett und wenn das Licht ausgeht ein Küsschen geben. Ich kippel mit dem Stuhl geklirr in der Küche wenn ich durfte dann lief ich ganz weit weg die Uhr schiebt den großen Zeiger langsam auf halb acht meine Hände kleben. Bär, wo bist Du Bär, komm her leg die Pfötchen fest um mich und brumm was liebes mal eben schlucken Augen zu und Küsschen geben.
Außerdem schont es die Nerven der Eltern, nicht mit dem Lärm von dümmlichen Texten und Stad´l Musik vollgedudelt zu werden.Bei entsprechenden Angebot hinterfragen Sie die Texte oder versuchen Sie bei Fremdsprachen zu Übersetzen.
Das mit der allgemein üblichen Kindermusik ist doch genauso albern wie das blöde nachgemache der Babysprache. Ich krieg jedesmal ‘n Hals wenn ich die Omis und Tanten “itschi itschi gugu gaga”,oder “ei bissu ein feini bubi” machen höre, wenn sie mit Kleinkinder “kommunizieren”. Die müssen die Kinder doch für total bescheuert halten. Dabei hören sie im Mutterleib schon “richtige Musik und richtige Sprache”, müssen also nach der Geburt denken sie wären auf dem falschen Planeten gelandet, oder hätten irgendwas falsch gemacht, das sie jetzt mit sowas bestraft werden:-)
Herman van Veen ist da wohl wirklich eine der wenigen Ausnahmen. Er scheint den Kinder erheblich mehr Intellekt zuzutrauen als die meisten und Recht hat er! Wenn wir den Kindern schon keinen Verstand zugestehen, wer denn dann?
Ich bin gespannt wie Du das Thema angehst und was Dir einfällt. Ist auf jeden Fall eine gute Idee:-)
Deshalb fördert Musizieren die Intelligenz, meint der Pädagogikprofessor Hans Günther Bastian. In einer Langzeitstudie mit mehreren Vergleichsgruppen hat er bei Kindern und Jugendlichen die Wirkung von Musik untersucht. “Wir wissen heute von so genannten Transfereffekten, d.h. es überträgt sich etwas, wenn wir Musik lernen auf andere Bereiche der Persönlichkeit. Musizieren kann die Intelligenz fördern, die Konzentration, die soziale Kompetenz und die Kreativität.”
Musik erzeugt Gefühle
Musik hat einen direkten Draht zu unserem Gefühlsleben. Sie erzeugt Wohlempfinden, gelegentlich aber auch Abwehr. Und irgendwo in diesen Gefühlen liegt ihr Sinn. Während wir Musik hören, stellen wir permanent Erwartungen her, wie eine Tonfolge weitergehen könnte. In der Musik kann es lustvoll sein, wenn diese Erwartungen erfüllt werden, aber auch, wenn diese Erfüllung aufgeschoben wird und die Musik eine überraschende Wendung nimmt. Emotionale Erwartungen
Dieses Spiel mit Erwartungen - mit dem Aufbau von Spannung und dem musikalischen Entladen angestauter Energie - ist eine Ursache dafür, dass wir beim Musikhören Genuss empfinden. Die Grundsteine dafür werden bereits im Säuglingsalter gelegt. Der Singsang in der Stimme der Mutter ist die erste Musik, die wir hören. Und diese ist aufgeladen mit Emotionen. Vielleicht spricht uns Musik darum an.
Wie? Sollte die Frage nicht eher lauten: “warum”? *ehehe*
^^^^ Gefühlsleben bzw. Emotionen sind Illussionen (also Maya = Das, was nicht wirklich ist) und enden immer im Leid. Es gaukelt die “Glückseligkeit” nur vor und macht GIERig auf mehr. Und unsere Intelligenz ist lediglich nutz- und nicht zielorientiert. Unsere Intelligenz hat durchaus die “Fähigkeit” … sie hat aber keinen ERfolg damit.
Anders ausgedrückt: Die aus der Glückseligkeit herausgerissene Seele, die sich zur individuellen Persönlichkeit entwickelt hat, sucht verzweifelt nach einer Möglichkeit, wieder die Glückseligkeit zu erlangen. Da ihr in der materiellen Welt nur die Sinne und die dazugehörigen Sinnesobjekte zur Verfügung stehen, gerät die Seele notgedrungen in immer exzessivere Sinneswahrnehmung. Es entsteht die Lust, die GIER, die LeidenSCHAFTen und etwas, was noch über der Intelligenz steht und ebenso materieller Natur ist – das “falsche Ego”.