Mein Sohn (9 Jahre, auf dem Bild rechts war er aber 8) will unbedingt Musikproduzent werden. Dieser Wunsch hat sich jetzt konstant seit einem Jahr so gehalten und bis dato nicht verändert. Das kann natürlich irgendwann anders aussehen, alles wäre in Ordnung, denn ich selbst zähle mich nicht zu den Vätern, die selbst einen Berufswunsch für ihr Kind hegen. Abgesehen von Mörder usw. soll und kann mein Sohn werden, was er will. Und sollte er doch Mörder werden, dann möge er unsere Familie bitte verschonen.
Wie dem auch sei … gestern z.B. hat er den ganzen Tag (nach der Schule, freitags nie Hausaufgaben) die “Sheep EP” in seinem Zimmer gehört und dazu Akustikgitarre gespielt. Bei sowas hüpft natürlich das väterliche, aber auch das Produzentenherz
))
Mein Vater damals hat sich ÜBERHAUPT nicht mit meinen Talenten beschäftigt. Ich sollte Kaufmann werden, basta. Bin ich auch geworden, mit Hängen und Würgen. Ich hab mich da durchgequält, mit Magenschmerzen und so weiter. Später bin ich dann Designer geworden, und dann habe ich erst irgendwann den Schritt gewagt und habe nur noch Musik gemacht.
Ich werd’s nie vergessen: Ich hatte mal einen Auftritt, als ich 16 war, am Schlagzeug in der Schulband. In der Sporthalle vor 2.000 Leuten. Min Vater saß in der ersten Sitzreihe und hat sich seines Sohnes geschämt, er hat den ganzen Auftritt lang auf den Boden gekuckt. Nicht eines Blickes hat er mich gewürdigt, mir vielleicht mal gezeigt, daß er stolz ist auf mich und meine Fähigkeiten. Das hat mir sehr wehgetan.
Ich werde - nach Kräften - immer jedes (legale, moralisch saubere) Ziel meines Sohnes unterstützen. Und wenn er wirklich Musikproduzent werden will, dann soll er das werden.
In der nächsten LIGHTWORKS Sendung wird mein Sohn zum Ersten Mal als DJ erscheinen - Joshua Vogelmann - in the mix. Er kann das, kein Problem. Ich könnte mir vorstellen, daß er der jüngste DJ auf dem Planeten ist.







