Ich werde diese Woche meinen ersten Vocal Track produzieren, also mit meiner eigenen Stimme. Dazu werde ich zunächst texten (was ich auch noch nie gemacht habe) und dann einsingen. Das Ganze schicke ich dann durch mein “SynVoice” Verfahren schicken (alles in Reason). Ich selbst habe keine Ahnung, was dabei herauskommt und bin ähnlich neugierig, wie ihr vermutlich.
Als ich 20 war, habe ich einen Freund gehabt, der sehr gut singen konnte und auch Gesangunterricht gab. Damals habe ich erst 1 1/2 Jahre geraucht, und meine Stimme war noch ganz gut. Ich sang also mit ihm - eher klassische Themen, auch Volkslieder und sowas (ja!). Meine Stimmlage war Bariton, da ich eine tendenziell eher tiefe Stimme habe. Wenn ich normal spreche, liegt meine Frequenz zwischen 80 und 150 Hz, was ungefähr um C1 auf der Klaviatur liegt. Also ziemlich tief. Ich habe ein kleines Programm auf meinem PDA, es heißt “Frequency TUNER“, ist gedacht zum Stimmen von Gitarren und Pianos. Es mißt Frequenzen, und zwar ziemlich genau. Daher weiß ich das.
1992 habe ich sogar mal einen wirklich öffentlichen Auftritt gehabt, ich als Sänger, nur begleitet auf einem Flügel … wir haben Cover Geschichten dargeboten, von George Michael bis Elton John und wieder zurück. Da hat das noch ganz gut funktioniert. Ich hab mir in die Hose gekackt, als ich da stand, von hunderten Menschen begafft, meine Güte, ich bin fast gestorben. Aber wir waren jung und brauchten das Geld (das stimmt wirklich). Der Veranstalter hat wirklich gut bezahlt. Leider habe ich mir derart in die Hose gekackt, daß ich schwor, es nie wieder zu tun. Habe ich auch nicht. Auch als Schlagzeuger habe ich mir auf der Bühne immer mächtig in den Frack gemacht. Lediglich als DJ geht’s :o) … da ist das auch nur die ersten paar Minuten, dann komme ich in so einen eigenartigen Flow, ich tauche völlig in eine andere Welt ab. Mein Puls ist hoch, wie beim Produzieren im Studio, die ganze Zeit. Und ich liebe dieses Gefühl, es ist wie eine Droge, aber ohne die negativen Faktoren derselben. Es ist rauschig (nicht rauschend) :o).
Das Stück, welches auf Produktion und Gesang wartet, wird “Break the habit” heißen, aus aktuellem Anlaß. Inspiriert dazu hat mich mein Bruder Dirk. Er hat erfolgreich mit dem Rauchen aufgehört, sofern man nach einer Woche von Erfolg sprechen darf, aber ich kenne ihn gut, und ich bin mir sicher, er wird durchhalten, weil es für ihn nämlich nichts durchzuhalten gibt. Er braucht es einfach nicht mehr, so einfach ist es (kann es sein). Auch ich (und ihr da draußen) habe viele habits, die ich noch breaken möchte, allerdings ohne mich irgendwelchen Zwängen zu unterwerfen. Was nicht ist, ist nicht, was ich noch brauche, brauche ich. Da geht’s nicht nur um’s rauchen, sondern auch um ganz andere Gewohnheiten, besonders dieser nicht materieller Natur. Aus Wiederholung - selbst sinnfreier - wird Gewohnheit, aus Gewohnheit Sucht, aus Sucht Gefangenschaft. Gefangenschaft brauche ich nicht, habe ich schon genug.
Nichts ist unnötig. TBC …
Mood: Thi(a)nkful
I listen to: The smallest drumkicks ever, snowflakes outside
I watch: The snowflakes outside, the smallest drumkicks ever :o)











